tutor! hat geschrieben:Geht es jetzt um Transparenz und Partizipation im Allgemeinen oder um eine ganz konkrete Veranstaltung zu einem ganz bestimmten Thema? Das macht nämlich einen ziemlichen Unterschied.
Nein
tutor! hat geschrieben:Im vorliegenden Fall besteht - neben den vielen anderen Themen - seit einiger Zeit eine Debatte über Regeländerungen in den Punkten "Wertungen" und "Beingreiftechniken". Diese Punkte werden auf Expertenebene seit einiger Zeit sehr kontrovers diskutiert. Weiter oben schrieb ich allerdings schon, dass ich den aktuellen Stand der Diskussion nicht kenne. Die Debatte dauert aber schon länger an. Von mir aus kann hier gerne ein Faden eröffnet werden zum Thema "Abschaffung des Waza-Ari" und dann kann jeder hier seine Meinung dazu kundtun oder auch nicht. Dasselbe gilt für das Thema "Wertung für Beingreiftechniken".
Aha, es gibt also eine Debatte - seit geraumer Zeit schon... Wer debattiert mit wem auf welcher Grundlage?
Woher weiß das "Otto-Normal-Judoka" jetzt genau?
_Alles_ was ich darüber gehört habe, beruht auf der Basis von, ja genau, "Gerüchten".
Einen Faden zu Beingreifttechniken hatte wir sicherlich schon, ein Verbot gibt es ja schon...
Fäden, wo wir über Bewertungen diskutiert haben, gibt es auch einige, wenn ich mich recht erinnere...
tutor! hat geschrieben:Ich finde es schade, dass darüber scheinbar niemand debattieren möchte - sonst gäbe es die Fäden spätestens nachdem ich geschrieben habe, dass diese Punkte in der Debatte sind. Vielmehr scheint es darum zu gehen auf die ein oder andere Art mitreden zu wollen.
Die Diskussion gibt es durchaus, sie sind evt. etwas älter, oder auch mal in anderen Fäden versteckt, aber
sie gibt es wie gesagt.
tutor! hat geschrieben:Jedoch finde ich persönlich es ausgesprochen erfreulich, wenn der IJF-Präsident eine Expertenrunde - viele sind ja gar keine Verbands-Funktionäre oder Delegierte - einlädt, um ein möglichst großes Meinungsbild zu bekommen. Das ist aus Sicht der IJF eine Befragung der Basis.
Erstmal ja, aber sofort stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien die Leute ausgewählt und eingeladen worden sind,
oder eben nicht. Wir als Teil der Basis, sehen uns nicht unbedingt repräsentiert, es sei denn Peter Frese sieht sich
als unser Repräsentant.
Wer Peter Frese ein wenig kennt, weiß, dass er ausgesprochen bemüht dabei ist, Meinungen und Stimmungen von der "Basis" zu erfahren und dass er auch immer wieder die Entscheidungen der Gremien sowie seine persönliche Position erläutert. Er ist der vierte DJB-Präsident, mit dem ich zu tun habe und von denen derjenige, der das Ohr am konsequentesten an der Basis hat. Er ihm etwas mitteilen möchte, kann ihm jederzeit eine Mail schicken oder ihn anrufen.
Nur wenn man nicht weiß, daß so
ein Gespräch ansteht, geschweige denn die dort behandelten Themen kennt, dann wird auch niemand genau dazu
einfach so seine Meinung äußern über das "normale Rauschen" hinaus...
Wenn man sowieso schon den Eindruck hat, daß es sowieso egal ist, ob man seine Meinung sagt oder nicht
(und die Wettkampflizenz kam doch und Wettkampfregel-(Interpretations)-Änderungen kamen doch, und Rückenschilder kamen doch und die neuen PO kamen eh und die Information-Politik ändert sich eh nicht usw. usf.) dann schreibt
man sowieso keine "Mail" ins Blaue hinein ohne konkreten Anlaß...
Und nun ist für mich ganz persönlich die spannende Frage:
Welche von der Basis abgelauschte Meinung hat Peter Frese
denn nun bei der Experten-Runde vertreten?
Stimmt diese zufälligerweise mit meiner hier oft geäußerten Meinung überein (Yuko abschaffen,
Waza-Ari (-Awasete Ippon) behalten,
Ippon-Kriterien konsequenter fassen, Sieg nur durch Ippon sonst Auslosen oder Hikiwake,
Wettkampfregeln so gestalten, daß sie kein im Ernstfall schädkiches Verhalten fördern, also
auch Beingreifer-Techniken beibehalten evt. aber bestimmte Ausführungen nur als geschickten
Übergang Stand-Boden zu sehen; gegebenenfalls nicht jeder Regeländerung im DJB-Bereich nach unten durchreichen/
mehrerer Regelsätze gleichwertig zu etablieren ...)
und ich kann mich beruhigt etwas zurücklehnen oder muß ich tatsächlich noch massiver für meine Ansichten werben

oder war es irgendwas dazwischen, womit ich mich notfalls arrangieren kann?
Übrigens hat er ja schon einmal die Mitglieder des Judoforums unabhängig von Verbandszugehörigkeit in sein Dojo und dort zum Gespräch eingeladen.
Wir waren beide dort, Du möchtest sicherlich nicht wirklich, daß
ich darüber ausführlich auslasse... Nur seitdem halte ich die Diskussion über
Transparenz und Partizipation im Allgemeinen am Beispiel der einen oder anderen
ganz konkreten Veranstaltung zu einem ganz bestimmten Thema für unabdingbar.
