Fjala hat geschrieben:Verlier keine Zeit, such dir einen geeigneten Verein, geh los und probier es aus!!
Hi
Ich habe leider doch viel, sehr viel Zeit verloren (Tod meines Vaters/Umzug usw.) - daher "wärme" ich jetzt diesen alten Thread nochmal auf. Letzte Woche habe ich mich dann also endlich aufgerafft und bin sowohl in ein Judo-, als auch in ein Aikido-Training gegangen und habe aktiv mitgemacht. Das will ich jetzt so ca. 3 Wo. weitermachen, um mich dann zw. den beiden Sportarten zu entscheiden - dabei hätte ich aber gerne noch mal etwas Hilfe von euch.........
Ich stelle einfach mal meine ersten Eindrücke als Pro/Contra Liste ein und würde mich über Kommentare/Anregungen/Tipps sehr freuen:
Pro Aikido
Ist für mich zu Fuß erreichbar
Training Di u. Fr
Sieht elegant und effektiv (im Sinne der SV, was für mich aber nur ein Nebeneffekt wäre) aus - die fließenden Bewegungen, das scheinbar leichte Abwehren ohne Kraftanstrengung....
Contra Aikido
Sieht erst mal furchtbar kompliziert aus.
Thema SV - es sieht effektiv aus - wobei ich nicht wirklich glaube, dass so eine Sportart gegen einen abgebrühten Straßenschläger auch nur im Geringsten was bringt, aber das will ich nicht vertiefen, da ich diesen Punkt beim Judo ähnlich sehe...da müßte ich eher zum Boxen gehen.
Trainer hat diesen Aikido-"Rock" an - klar ist Teil der Tradition, aber er ist bei den Vorführungen immer wieder daran hängengeblieben, was der ganzen Sache schon einen etwas unsinnigen Eindruck verleiht
Es gibt keinen Anfängerkurs - die Leute sind nett (aber etwas reserviert) und hilfsbereit, aber ich "störe" schon etwas den Ablauf....
Ich bin mit 52 der älteste Teilnehmer, Rest so 25 - 48 J.
Sportlich habe ich nicht den Eindruck, dass es mir viel bringt, es ist alles sehr statisch, kein Kraft/Konditionstraining, keine Dehnungsübungen, kleine Übungsfläche, niemand hat mit mir auch nur ne Sekunde Fallschule geübt, Griffkombinationen erscheinen mir im Alltag völlig unrealistisch - es sei denn der "Gegner" ist besoffen, ansonsten läßt sich doch niemand so einfach greifen ...
Trainingsjacke war trocken - alles sehr theoretisch, Übungen werden rel. lange besprochen und vorgeführt, dennoch kann ich mir die irre lange Folge von Griff und Haltekombinationen erst mal kaum merken........
Pro Judo
Hat irre Spaß gemacht, wirklich sehr nette Leute, super Trainer (u.a. 1x 8.DAN),alle sehr geduldig mit mir "Greenhorn", es hat sich jeweils abwechselnd ein Sportler um mich gekümmert, hatte nie den Eindruck zu "stören" - wurde am Ende von mehreren Teilnehmern freundlich gefragt, ob ich wiederkomme...
Es wurde intensiv Fallschule extra mit mir geübt, Training sehr anstrengend und fordernd (Trainigsjacke war klatschnass

), das Bodentraining war weit kämpferischer als im Aikido, SV-Aspekt lasse ich außen vor, Judo würde mir auf jeden Fall in Punkto Fitness, Kondition, Gelenkigkeit usw, sehr viel bringen.
Teilnehmer zw. 25 u. 70, d.h. z.T. sogar älter als ich (60 J/ Chef mit 8.DAN ist sogar 70 J.)
Contra Judo
Training an 2 aufeinanderfolgenden Tagen = 1x Breitensport 1 x SV/Kata
PKW erforderlich, ca. 15 km einfache Strecke, d.h. ca. 240 km im Monat
Wesentlich körperbetonter/ruppiger - Verletzungsrisiko in meinem "Alter", auch durch die Würfe wohl höher als im Aikido
Ebenfalls kein Anfängerkurs
Ich war, nebenbei bemerkt in den 2 Jahren seit meinem letzten Posting nicht untätig, neben 2x die Woche Fitnessstudio (Krafttraining) fahre ich 1x die Woche Mountainbike - und hatte mich beim Shotokan Karate angemeldet, habe dort 7 Monate trainiert, es hat Spaß gemacht und ich habe dort den Gelbgurt gemacht - aber danach wieder aufgehört, weil die dynamischen Tritte aus niedriger Position einfach nichts mehr für meine Kniegelenke sind...
Tja, soweit mein Fortsetzungsroman
