Einige Fragen zum DDK

Hier geht es um Fragen zur Vereinsarbeit, Verbänden und Organisationen
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Jemand
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Beitrag von Jemand »

Dieses Thema kenne ich schon...bzw. um genau zu sein komme ich genau deswegen auch auf diese Fragen ;)

Und bis auf die letzte wurden eigentlich auch schon alle beantwortet.
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Lippe
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Graduierung Dieter Teige

Beitrag von Lippe »

Jemand hat geschrieben:Und die letzte Frage:
Habe beispielsweise in den News der DDK-page gelesen, dass deren Präsident nun den 9. DAN verlieren bekommen hat.
Den 9. DAN in was? Judo? Karate? Oder allgemein einen "DDK DAN"?
Eben dort kann man lesen:
[...] fand die Ehrung, mit der Graduierung zum 9. Dan im Judo, für unseren Präsidenten Dieter Teige statt.
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Trax
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Beitrag von Trax »

Wenn man den Artikel auf der DDK-webseite so liest, kommen bei mir echte Zweifel an der Seriösität dieses Verbandes auf, jedenfalls heutzutage. Früher muss es ja laut Tom viel besser gewesen sein.
Ich habe zwar nur die Seite mit der Verleihung des 9.Dan gelesen, aber wenn ich das richtig mitbekommen habe, wurde er nur von Leuten mit niedrigerer Graduierung als dem 9.Dan verliehen (Falls jetzt was falsch ist bitte um Korrektur :danke )

Was soll den das bitte, imho konnten doch bisher nur höhergraduierte Leute bis zu maximal Ihrem eigenen Grad abprüfen oder verleihen, oder? :eusa_think
Oder gilt diese Regel ab einem gewissen Level nicht mehr ?

Bei dieser dort beschriebenen Verleihung kommt bei mir leider irgendwie der Gedanke von gegenseitigem Zuschieben von Auszeichnungen auf.

Grüße
Tobias
Wer andere neben sich klein macht, ist selbst nicht groß.
tom herold
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Beitrag von tom herold »

Hallo Trax, hallo nochmal an alle, die sich für dieses Thema interessieren.
Ich gehörte dem DDK an, das ist richtig - ich hatte einige honorige Leute kennengelernt, denen Bûdô am Herzen lag und dachte mir, daß es gut wäre, sich da einzubringen.
Das Problem aber war - wie ich schnell erkennen mußte - daß das DDK von einer einstmals (in den 50er und 60er Jahren!) ehrenwerten, seriösen Organisation zu einer privaten Spielweise für die unerfreulichen Eitelkeiten einiger unseriöser Gestalten geworden war.
Die Führungsriege alter Männer war - außer Frank Thiele, der damals noch Vizepräsident war und dessen Vater einst das DDK mitgegründet hatte - nicht daran interessiert, daß auf der Matte tatsächlich irgendwelche Aktivitäten stattfanden.
Ich war einigermaßen fassungslos, als ich erkennen mußte, daß es den maßgeblich Verantwortlichen (außer Frank Thiele!!) absolut genügte, sich einmal im Jahr oder auch alle zwei Jahre zu treffen, um dort über "Erfolge" zu quasseln, die es ausschließlich auf dem Papier und in der Phantasie der Betreffenden gab.
Sodann verlieh man sich gegenseitig den nächsthöheren Dan und trabte befriedigt wieder nach Hause.
Ich mußte entsetzt feststellen, daß das DDK der einzige mir bekannte Jûdô- (Bûdô)Verband war, dem die Aktiven komplett abhanden gekommen waren und der nur noch aus der Verwaltungsebene bestand.
Unser Versuch, dies zu ändern, schlug leider komplett fehl.
All jene, die dem ewigen Erb-Präsidenten Dieter Teige die Treue hielten, tragen inzwischen ganz zufällig den nächsthöheren Dan ...
Und wie das so ist: auch er hat sich selbst inzwischen den 9. Dan zuerkannt. Tja, wer wenn nicht er?
(Es gibt bei uns im Training übrigens einige 13jährige, die diesen Mann im Randori mühelos umhauen würden ... peinlich, peinlich ... und das hat nix mit dem Alter des Herrn Präsidenten zu tun!).
Auf dem "Dan-Tag" in Ingelheim im Jahre 2003 versuchten wir, den ewigen Erbpräsidenten loszuwerden, also abzuwählen.
Er sprach von "Umsturzversuch" und von "Palastrevolte". Noch Fragen?
Wir hatten das ganze dilettantisch vorbereitet - ganz naiv glaubten wir, daß ein Präsident, dem zahlreiche massive und jahrelange Verstöße gegen die Satzung und gegen die Graduierungsordnung zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten, soviel Anstand besäße, von sich aus zurückzutreten. Weit gefehlt.
Auch hatten wir geglaubt, ihn im Falle eines Falles abwählen zu können - denn wir besaßen eindeutig die Mehrheit der Stimmen.
Tja, die Stimmauszählung war, gelinde gesagt, merkwürdig. Sie wurde dreimal wiederholt, dann kam ganz zufällig das passende Ergebnis heraus.
Wir hätten das anfechten können - aber wozu? Wozu in einer Organisation bleiben, die erkennbar nicht zu reformieren ist?
Aufgrund der dubiosen Stimmauszählung trat der Vorsitzende des Rechtsausschusses, ein promovierter Rechtsanwalt, sofort von seinem Posten zurück, nachdem er vergeblich protestiert hatte.
Mehrere Landesverbände erklärten im Anschluß an die Wiederwahl des ewigen Erb-Präsidenten ihren Austritt aus dem DDK (diese Landesverbände sind inzwischen "neu" gegründet und haben - ratet mal! - jeweils genau NULL Mitglieder).
Auch der amtierende Vizepräsident sowie der ehemalige Geschäftsführer erklärten noch auf der Versammlung ihren sofortigen Austritt.
Tja, und seitdem passierte im DDK das, was schon seit Beginn der 90er Jahre passiert - nichts.
Außer, daß man sich regelmäßig trifft, um über Erfolge zu quasseln, die es nicht gibt - das erinnert mich an meine untergegangene Heimat DDR...
Der DJB brauchte sich seit der Trennung vom DDK gewiß keine Sorgen um Konkurrenz zu machen - das DDK ist nämlich keine.
Die alten Herren werden immer älter, Nachwuchs gibt es trotz gegenteiliger Behauptungen nicht. Was hätte das DDK dem Nachwuchs auch zu bieten? Ich meine, außer einem Erb-Präsidenten, der sich selbst trotz äußerst fragwürdiger Kompetenz im Jûdô den 9. Dan umgehängt hat ... :rofl :rofl :rofl :rofl
Das DDK wird also demnächst still und leise ganz einfach aussterben.
Tja, besser is' das.

Freundliche Grüße
Tom
Zuletzt geändert von tom herold am 06.01.2007, 12:20, insgesamt 2-mal geändert.
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judoka50
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Beitrag von judoka50 »

Es wird aber gemunkelt, dass man momentan wieder aktiv auf Mitgliedersuche ist, um sich zu vergrößern.
Sollte das wieder mit Prüfungen in Vereinen einhergehen, sehe ich da schon wieder Probleme wachsen. Aber es soll schon der eine oder andere Ehemalige persönlich angeschrieben worden sein. Na ja, wer dann dort einen DAN verliehen haben möchte -- bitte --.

Wie gesagt, ob es stimmt ???
Viele Grüße
U d o
Jemand
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Re: Graduierung Dieter Teige

Beitrag von Jemand »

Lippe hat geschrieben:
[...] fand die Ehrung, mit der Graduierung zum 9. Dan im Judo, für unseren Präsidenten Dieter Teige statt.
Oh..wieso hab ich das überlesen? :oops:

Trax hat geschrieben:...aber wenn ich das richtig mitbekommen habe, wurde er nur von Leuten mit niedrigerer Graduierung als dem 9.Dan verliehen
So wie ich das verstanden habe, haben die ihm den bloß überreicht.

Von wem er den wirklich verliehen bekommen hat...keine Ahnung...aber...wenn das
tom herold hat geschrieben:auch er hat sich selbst inzwischen den 9. Dan zuerkannt.
stimmt...dann fehlen mir echt die Worte.
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Ronin
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Beitrag von Ronin »

Nun was die verleihung von Graduierungen durch niedriger Graduierte angeht kann ich mir das so vorstellen (ich gehe jetzt mal von der Ehrenordnung des DJB aus)

wenn Ehrungen durch einen Ehrenrat oder ähnliches Verliehen werden, könnte das geschehen, wenn die Mitglieder des Ehrenrates entsprechend niedrig Graduiert sind. Dann müssten sich natürlich die Verbandsmitglieder fragen warum diese Leute im Ehrenrat sitzen...

Unabhängig davon ist das Verleihungprozedere an sich durchaus fragwürdig.
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Olaf
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Beitrag von Olaf »

Vor einigen Wochen beamen Bekannte von mir, welche noch im DDK sind Post, mit der Aufforderung sich anderen Gliederungen als dem Niedersächsischen DK auzuschließen. Dieses sei aus dem DDK ausgeschlossen worden. Habe das Schreiben nie gesehen und es hat auch niemanden wirklich interessiert, da es sich sämtlich nur noch um alte, passive Mitgliedaschaften gehandelt hatte. Aber kennt jemand hier die Hintergründe??
Judomax
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Beitrag von Judomax »

Also Udo ist ja im NWDK oder so für den Kreis Unna-Hamm zuständig und er hat schon irgendwo im Forum erklärt, dass nach dem großen Konflikt im DDK sie das NWDK gegründet haben und jetzt eng mit dem "bösen" DJB zusammenarbeiten und dort für die Prüfungen zuständig sind oder so.
Vielleicht haben die im Brief den gemeint.

Gruß Max
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Beitrag von tom herold »

Wenn ihr an Zusammenhängen und Einzelheiten interessiert seid, wird sicher St. Gregor hier mal einiges erläutern - der Gute war nämlich bis kurz vor Ultimo Geschäftsführer des DDK und mißfiel dem ewigen Erbpräsidenten durch - man stelle sich vor! - Aktivitäten!!
So etwas wurde / wird im DDK aber nun mal gar nicht gern gesehen ...
Und was die neue "Initiative Mitgliederwerbung" angeht - ich sage es nochmal: was hat das DDK denn potentiellen Mitgliedern anzubieten?
Die Anbetung des Herrn ...? (Also des Herrn Teige natürlich ... sorry, den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.)

Übrigens, Udo: nicht gar so abfällig über die Dan-Grade des DDK reden. ;)
Der ewige Erbpräsident hatte nämlich vor einiger Zeit im DDK-Magazin geschrieben, daß " ... die Dan-Grade des DDK in der Budowelt einen ungeheueren Wert besitzen und daher sehr begehrt sind".
Gut, das sehen sehr viele Bûdôka ganz, ganz anders ... aber was geht den Herrn Präsidenten denn die Wirklichkeit an?
Abgesehen davon finde ich, daß es eine ungeheuere Peinlichkeit ist, daß es noch immer den besagten, unkündbaren Vertrag des DDK mit dem Kodokan gibt, in welchem der Kodokan dem DDK das alleinige Recht einräumt, in Deutschland Dan-Grade im Jûdô zu vergeben.
Von daher ist es - Entschuldigung - unsinnig uind lächerlich, daß der DJB die Dan-Grade des DDK nicht "anerkennt" (und unhöflich ist es auch).

Ich verhehle jedoch nicht, daß die Vergabe von Dan-Graden im DDK meiner Meinung nach inzwischen zur Farce verkommen ist.
Das ist nicht nur schade, daß ist eigentlich katastrophal!

Seit einiger Zeit (da es solche Praktiken bedauerlicherweise nicht nur im DDK gibt) sehe ich die Intentionen des Gründers Jigoro Kano in Bezug auf die Dan-Grade durchaus gefährdet, ja sogar ad absurdum geführt.
Für mich persönlich bedeutet das, daß es mir inzwischen ziemlich gleichgültig ist, was ich mir da im Training um den Bauch schnüre - es ist nur noch für Außenstehende wichtig.

Ich bin auch schon auf einem Lehrgang im Ausland mit einem Stück Paketschnur als Obi angetreten. Die Teilnehmer dieses Lehrgangs waren, als sie meine rotweiße Strippe sahen, derartig unangenehm servil geworden, daß ich in den Umkleideraum ging und mir ein Stückchen Paketschnur besorgte.
Tja, das dazu.
Freundliche Grüße
Tom
Judomax
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Beitrag von Judomax »

hat der Kodokan eigendlich Kontakt zum DDK oder sind die auch sehr enttäuscht und interessieren sich nicht für deren Machenschaften?
St. Gregor wird dank seines ehemaligen Postens Licht ins Dunkle bringen.

Gruß Max :D
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Olaf
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Beitrag von Olaf »

Hallo Judomax,

bei meiner Anfrage ging es nicht um den NWJV sondern den NJV. Und im NJV gibt es keinerlei Zusammenarbeit mit dem NDK. Das kann der Grund also auf keinen Fall sein.
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judoka50
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Beitrag von judoka50 »

Bezüglich der Anerkennung der Dan Grade des DDK durch den DJB möchte ich mich nicht festlegen, da die Anerkennung grundsätzlich Ländersache ist.
Zumindest sollen zur Zeit Mitglieder mit einer kurzfristigen "Beförderung" im DDK geworben werden.

Wichtiger finde ich den Hinweis, dass Judoka, die in Vereinen, die sich dem DDK angeschlossen haben, keine gültige Prüfung ablegen.
Es ist vergleichbar mit einer Prüfung in einer privaten Sportschule.
Die Prüfungen müssen in einem gültigen DJB Pass von dem im jeweiligen Land bestimmten Prüfungsbeauftragten unterschrieben werden.
Pässe des DJB, in denen das DDK in den o.g. Fällen eine Prüfung abstempelt, sind dann dadurch ungültig.
Viele Grüße
U d o
st.gregor

DDK

Beitrag von st.gregor »

Hallo ihr Lieben,
das DDK unterhält seit vielen Jahren keine offiziellen Kontakte zum Kodokan mehr, es gibt nur noch vereinzelte persönliche Kontakte ohne jeden amtlichen Charakter. Dennoch ist der Vertrag zwischen DDK und Kodokan de jure rechtsgültig (und de facto ein Witz). Allerdings muss man hierzu kritisch anmerken, dass der Kodokan selbst für sich nicht mehr in Anspruch nimmt, sozusagen die letzte Autorität in Sachen Graduierung zu sein und ob der IJF eine solche Autorität zusteht muss wohl sehr angezweifelt werden. Woraus wiederum folgt, dass niemand auf diesem Planeten für sich in Anspruch nehmen kann, den heiligen Gral der Graduierung im Besenschrank zu haben und als einziger befugt zu sein, Graduierungen zu erteilen. Wenn der DJB sich selbst also eine alleinige Graduierungskompetenz unter Hinweis auf seine Mitgliedschaft in der IJF zuerkennt, so muss es dem DDK ebenso freistehen, dies unter Hinweis auf einen Vertrag mit dem Kodokan für sich in Anspruch zu nehmen. Und ebenso steht es jedem anderen frei...
Insoweit sind Graduierungen des DDK ebenso "gültig" wie die des DJB, der KJK, der IMAF....
Graduierungen haben eigentlich immer nur innerhalb einer geschlossenen Trainingsgruppe überhaupt einen Wert und die Debatte "mein Grad ist besser als deiner" findet auf dem in den Kampfkünsten so üblichem Sandkastenniveau statt...

Frohes neues Jahr


Stephan
Lin Chung
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Beitrag von Lin Chung »

Jetzt hätt Ricki eine Fräg:

St. Gregor
Hat euer KODOKAN-Verband offizielle Kontakte zum KODOKAN?

Gruss
LC
Grüße
Norbert Bosse
ボッセ・ノルベルト

Wissen stirbt, wenn es bewahrt wird, und lebt, wenn es geteilt wird.
Non scholae sed vitae discimus (Nicht für die Schule - für das Leben lernen wir)
You're only as old as you date. Keep em young boys!
st.gregor

DDK

Beitrag von st.gregor »

Was bezeichnest Du denn als "offiziell"? Mit amtlichen Papieren, Verträgen, Aufträgen...? Dann ist die Antwort deutlich nein. Wir unterhalten allerdings "private" Kontakte zu einigen von uns geschätzten Kodokan-Meistern, aber dazu hat sich Tom hier bereits mehrfach geäußert.

Mit freundlichen Grüßen


Stephan
tom herold
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DDK und kein Ende ...

Beitrag von tom herold »

Zu Frage der "Anerkennung" von Graduierungen nur noch eins: Vor der Trennung von DDK und DJB war das DDK allein zuständig für Dan-Prüfungen im Jûdô innerhalb des DJB.
Alle, die damals, also vor der Trennung, ihre Grade durch Prüfung oder Verleihung erhielten, bekamen sie also vom DDK.
Mir ist nicht ein einziger Fall bekannt, in welchem irgend ein Jûdôka des DJB seine vor 1994 beim DDK erworbenen Dan-Grade zurückgegeben hätte. Das gilt ganz besonders für Grade oberhalb des 5. Dan.
Der DJB hat eine eigene Dan-Graduierungsordnung aufgestellt, als die Trennung vom DDK erfolgte.
Es wurde jedoch nie gefordert, die beim DDK erworbenen Dan-Grade durch "Nachprüfung" zu "ordentlichen" Dan-Graden des DJB zu machen ...
Ich verurteile diese Handlungsweise nicht.
Ich bitte nur darum, zu bedenken, wie albern es ist, die einen beim DDK erworbenen Grade stillschweigend als "ordentliche, richtige" Grade anzuerkennen und die anderen nicht ...
Ich persönlich verstehe solche Sachen als das, was sie sind: Politik, die der Durschsetzung von Machtinteressen dient und vom Jûdô wegführt.

PS.: Ich kritisiere nicht nur den Umgang des DJB mit "woanders" erworbenen Dan-Graden. Das DDK verhält sich da keineswegs anders, und das gilt auch für etliche andere Verbände, die sich angeblich der Bewahrung der Traditionen des Bûdô verschrieben haben.
Freundliche Grüße
Tom
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Hofi
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Beitrag von Hofi »

Hi!
Erst mal vorne weg: Mir ist es ziemlich egal, wo jemand seinen Gürtel erworben hat, er trägt bei mir im Training diesen Gürtel oder darf es zumindest. Etwas anderes ist es, wenn es dann zu weiteren Prüfungen oder Wettkämpfen geht, wo er einen DJB-Pass braucht, da wir diesem angehören. Sollte dabei rauskommen, dass das Niveau nicht reicht, dann muss halt in den Pass und bei den offiziellen Veranstaltungen die niedrigere Graduierung benutzt werden. Im Training kann er aber gerne weiter den Gürtel des anderen Verbandes tragen.

Was jetzt die Anerkennung anderer Grade durch den Verband angeht, kann ich eine gewisse Zurückhaltung durchaus verstehen und ich sehe es auch nicht als ungewöhlich an, dass nach der Trennung von DJB und DDk niemand die Grade zurückgegeben hat oder Nachprüfungen gefordert wurden. Denn (so zumindest das Gericht) das DDK hat die Prüfungen ja nur im Auftrag des DJB durchgeführt, also wurden die Grade letzlich so abgelegt, wie es der DJB gefordert hat. Inzwischen unterscheiden sich die Anforderungen also ist eine Überprüfung keine unlogische Sache.

Bis dann
Hofi
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.

Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
tom herold
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DDK

Beitrag von tom herold »

Hallo Hofi, mir isses doch letztlich egal, wer wo welche Grade abgelegt hat. Es ist , wie du selbst demonstrierst, guter Stil und eine Frage der Höflichkeit, erstmal jede "verbandsfremde" Graduierung zuzulassen.
Klar, wer im DJB (oder auch bei uns, hihi) die nächsthöhere Graduierung ablegen möchte, der muß natürlich zeigen, was er kann.
So gesehen erübrigt sich eigentlich die Frage nach "Anerkennung", denke ich.
Freundliche Grüße
Tom
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Hofi
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Beitrag von Hofi »

Hi!
Es gibt (wenn man es nicht so entspannt sieht) nur in zwei Fällen Probleme:
1. Wenn man den alten Gürtel eben nicht anerkennt, da der niedrigere Grad ja immer Voraussetzung zum Ablegen des nächsten ist. Denn dann kann er ja gar nicht zur Prüfung antreten um zu zeigen was er kann.
Heißt, wenn ein Verband nen verbandsfremden Dan (oder Kyu) nicht anerkennt, kann man auch den nächsten nicht in diesem machen, sondern muss theoretisch da weitermachen, wo es mir anerkannt wird, schlimmstenfalls bei weiß.

2. Die Anforderungen für die Grade unterscheiden sich sehr stark und der der anerkannt werden will hat ein schlechteres Niveau (kann er mehr als beim "Anerkennenden" verlangt wird ist es ja kein Problem).

In diesen beiden Fällen müsste derjenige Prüfungen im Prinzip doppelt machen. Was ich bei Nr.2 auch verstehe, wenn für Nr. 1 nur politische Gründe und keine fachlichen existieren, versteh ich es nicht.
Inwieweit man das jetzt über eine pauschale Prüfung der Voraussetzungen macht (also sich die PO des anderen Verbandes anschaut und vielleicht auch mal im Rahmen einer Zusammenarbeit die dortigen Prüfungen) oder über ne Einzelfall-Prüfung, ist die Frage. Aber wenn man sich wie DJB und DDK im Streit getrennt hat, bleibt aus menschlichen Gründen in der ersten Jahren bestenfalls die Einzelfall-Prüfung und erst wenn alle beteiligten ausgeschieden sind ist wohl wieder an ne Zusammenarbeit zu denken.
Hab zumindest im Kyu-Bereich in meinem Bezirk bisher nicht erlebt, dass dieser versagt wurde weil er aus nem anderen Verband rübergewechselt hat, sofern er das, was in der jeweils gültigen PO verlangt wurde, beherrscht hat (und dafür Sorge ich zur Not schon, wenn ich ihn zum anerkennen schicke ;) )
Bis dann
Hofi
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.

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