Ich halte es schon für wichtig, daß es (auch) hinreichend genaue und verbreitete
Benennungen von Würfen (bzw. Techniken)
es gibt, schließlich ist es ja doch recht umständlich immer zu erklären, welchen Variante man nun meint.
Man kann das ganze als "Baumstruktur" sehen:
Rede ich von Hüftwurf und Fußwurf, kann ich damit gut erklären, womit heute beim Randori geworfen werden soll.
Aber wenn es dann ins Detail geht, sagen wir mal: "Heute wird 'Hüftwurf' geübt", dann ist
es schon praktisch, wenn man auch sprachlich zwischen O-Goshi und Koshi-Guruma unterscheiden kann.
Sonst heißt es: "Wir üben heute zuerst den Hüftwurf, bei dem Uke über Toris abgesenkte Hüfte nach vorn
kippt - und danach den Hüftwurf, bei dem Uke über Toris rausgestellte Hüfte gedreht wird."
Bleiben wir jetzt beim Koshi-Guruma: Hier kenne ich mehrere Formen - da finde ich es schon praktisch,
wenn man mit Namen wie Kubi-Nage oder Kawaishi-Koshi-Guruma arbeiten kann, anstelle jedesmal
die komplette Technik-Erklärung erzählen zu müssen.
Das funktioniert natürlich nur, wenn alle an der "Unterhaltung" Beteiligten die
Namen auch den Techniken (u. andersrum) zuordnen können

Zum Thema (Yoko)-Tomoe-Nage: Hier ist allerdings ein Wechsel der Wurfgruppe zu beachten -
T-N ist ein Ma-Sutemi-Waza (direkter, gerader Opferwurf) Y-T-N ist Yoko-Sutemi-Waza
d.h. eine Ansiedlung außerhalb der Gokyo wäre auch durchaus berechtigt.