Unmögliche Lehrgänge

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ctjones
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Unmögliche Lehrgänge

Beitrag von ctjones »

Bei uns bereiten sich mehrere Kids auf Ihre Blau- und Braungurt Prüfungen vor. Diese findet bei uns im Kreis statt und es wurden auch extra dafür Lehrgänge abgehalten.
Aber was auf diesen Lehrgängen gezeigt wurde ist unter aller Würde:

-Sankaku Jime, die Würge Wirkung wird durch strecken der Beine (Schere!!!) erreicht
-Bodenprogramm Braun, es reicht wenn Uke sich Aufrecht hinsetzt und Tori von hinten locker drei Würger macht
-als zweite Bewegungsrichtung für Kata guruma wurde Kreis vorgestellt
-Finten und Kombinationen sind sowieso fast dasselbe

Na denn viel Spass, mit Braungurten, die keine Ahnung von Judo haben. :angry4

Aber beim letzten mal, als Prüfungen und Lehrgänge im Kreis waren, haben Leute bestanden, wo wir uns einig waren, das die gar keine Prüfung machen sollten.
Wenn ich bedenke, wie schwer unsere Braun Prüfung in Braunschweig (Bezirk) war! :angry9
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tD
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Re: Unmögliche Lehrgänge

Beitrag von tD »

ctjones hat geschrieben:Wenn ich bedenke, wie schwer unsere Braun Prüfung in Braunschweig (Bezirk) war! :angry9
Ihr habts eben schwerer. ;)
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Patrick
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Re: Unmögliche Lehrgänge

Beitrag von Patrick »

ctjones hat geschrieben:(...)
-Sankaku Jime, die Würge Wirkung wird durch strecken der Beine (Schere!!!) erreicht
Durch Strecken der Beine wird der Zwischenraum zwischen den Beinen enger, wodurch eine Würgewirkung entstehen kann.
Das ist aber abhängig von der Sankaku-Version, die gemacht wird.
-Bodenprogramm Braun, es reicht wenn Uke sich Aufrecht hinsetzt und Tori von hinten locker drei Würger macht
Wenn (wie bei der neuen PO) zwischen "Grundformen der Bodentechnik" und "Anwendungsaufgabe Boden" unterschieden wird, darf die Grundform einer Technik aus der statischen Vorführ-Situation gezeigt werden (muss aber nicht ;) )
-als zweite Bewegungsrichtung für Kata guruma wurde Kreis vorgestellt
Geht!
Situation: linke Hand an Ukes rechtem Ärmel, rechte Hand an Ukes linkem Revers.
Durch Zug mit der linken Hand wird Uke in eine kleine Kreisbewegung gezwungen, indem er mit rechts einen Schritt vorkommt. Dieses rechte Bein wird nun als Angriffspunkt für Toris rechte Hand genutzt.
Das ganze geht auch aus einer etwas größeren (dynamischeren) Kreisbewegung.
-Finten und Kombinationen sind sowieso fast dasselbe
:icon_eek Wohl eher nicht... :BangHead
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Ippon
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Beitrag von Ippon »

-Sankaku Jime, die Würge Wirkung wird durch strecken der Beine (Schere!!!) erreicht

Durch Strecken der Beine wird der Zwischenraum zwischen den Beinen enger, wodurch eine Würgewirkung entstehen kann.
Das ist aber abhängig von der Sankaku-Version, die gemacht wird.
Ich vermute ctjones meint, daß da aus dem Sankaku-jime eine Form von verbotenem do-jime geworden ist, das sollte natürlich nicht sein.

Die Qualität von solchen Lehrgängen hängt natürlich an der Qualität der Referenten, es ist sicher nicht immer leicht da gute und engagierte Leute für zu finden.
Am besten besprichst Du das Problem mal mit Deinem KDV der ist ja für diese Lehrgänge zuständig.
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Patrick
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Beitrag von Patrick »

Ippon hat geschrieben:Ich vermute ctjones meint, daß da aus dem Sankaku-jime eine Form von verbotenem do-jime geworden ist, das sollte natürlich nicht sein.
Gut, das darf natürlich nicht sein und das sollte ein von Kreis, Bezirk oder Verband eingesetzter Referent selbstverständlich auch wissen.
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BeKli
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Re: Unmögliche Lehrgänge

Beitrag von BeKli »

Patrick hat geschrieben:
-Bodenprogramm Braun, es reicht wenn Uke sich Aufrecht hinsetzt und Tori von hinten locker drei Würger macht
Wenn (wie bei der neuen PO) zwischen "Grundformen der Bodentechnik" und "Anwendungsaufgabe Boden" unterschieden wird, darf die Grundform einer Technik aus der statischen Vorführ-Situation gezeigt werden (muss aber nicht ;) )
beim braungurt programm der neuen po gibt es bei der grundform nur kata-te-jime, die drei würger die gemeint sind müssten die drei beim übergang stand-boden geforderten sein.
Da darf natürlich keine statische vorführsituation gezeigt werden.
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ctjones
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Beitrag von ctjones »

Sorry, ich hätte mal dazu schreiben sollen, dass sich alles auf die "alte" PO bezieht und Tori in Oberlage.

Und da kann man nicht mal eben den Uke nach oben ziehen und würgen. Also wenn ich eine Bank mache zieht mich keiner so zurück, dass ich aufrecht sitze!!!

Zu der Schere, es war eindeutig do-jimje vorgestellt wurden als zweite Art von Sankaku jime!!
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Fritz
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Beitrag von Fritz »

Und Du bist Dir sicher, daß die Würgen nicht nur zum Verdeutlichen
des Griffansatz im Sitzen gezeigt wurden und als selbstverständlich
vorausgesetzt wurde, daß es bei ne Prüfung dann halt gegen eine
Bank ausgeführt wird??? *kopfkratz*
Zu der Schere, es war eindeutig do-jimje vorgestellt wurden als zweite Art von Sankaku jime!!
War der Arm mit drin? Wenn ja, dann ist es nach Wettkampfregeln
ok, denke ich. Die verboten Do-Jime ist ohne eingeklemmten Arm...
Bei ner "richtigen Do-Jime" mit Beinstreckung,
würde ich allerdings ein Sankaku-Prinzip nicht mehr erkennen.
Ne Sankakuwürge ohne Armeinschluß, aber richtig eingehakten
Beinen wäre sicherlich auch mal interessant ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz
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Ippon
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Beitrag von Ippon »

Zu der Schere, es war eindeutig do-jimje vorgestellt wurden als zweite Art von Sankaku jime!!
War der Arm mit drin? Wenn ja, dann ist es nach Wettkampfregeln
ok, denke ich. Die verboten Do-Jime ist ohne eingeklemmten Arm...
Bei ner "richtigen Do-Jime" mit Beinstreckung,
würde ich allerdings ein Sankaku-Prinzip nicht mehr erkennen.
Ne Sankakuwürge ohne Armeinschluß, aber richtig eingehakten
Beinen wäre sicherlich auch mal interessant ;-)
Es kommt zwar auf die konkrete Situation an, aber ich denke nicht, daß mit Do-jime ein gültiger Würger möglich ist. Je nach dem wie er angesetzt ist würde ich ihn auch mit eingeklemmtem Arm, abbrechen oder auch bestrafen.
Ich habe schon Sankaku-Würger ohne Armeinschluss gesehen, aber sie sind nicht zulässing, weil sie potentiell gefährlich für die HWS sind. Diese Techniken werden abgebrochen, oder wenn bereits eine Belastung der HWS erkennbar war mit Hasokumake bestraft.
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Oberon
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Beitrag von Oberon »

Also, ich habe letztes Jahr an den Lehrgängen teilgenommen und es ganz anders verstanden.
Erstens wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass nur Möglichkeiten dargestellt werden, auf die man zurückgreifen kann, man kann auch andere Techniken zeigen.
Zweitens wurde mir der Unterschied zwischen Finte und Kombination ziemlich deutlich gemacht, welches genau dem entsprach, was ich auf dem Übungsleiterlehrgang im gleichen Jahr in Braunschweig bei Martin v.d. Benken/ Hinze u Kosmeija) gelernt habe.
Drittens würde ich niemals behaupten: Geht nicht, denn sehr wohl kann man Kata Guruma aus der Kreisbewegung werfen. Vielleicht fällt es dem ein oder anderen schwerer, aber unmöglich gibt es beim Judo meiner Meinung nach nicht. Es gibt jedoch ungünstige Situationen.
Im Übrigen wurde bei o.a. Würger darauf hingewiesen, dass der Arm miteingklemmt werden muss. Ich habe noch nie etwas Anderes gehört.
Meine Äußerungen beziehen sich natürlich auf die Lehrgänge des Jahres 2004. Die Referenten sind 2005 aber weitgehend die Gleichen geblieben.
oberon
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Beitrag von ctjones »

Also von uns waren insgesamt 6 Leute bei diesen Lehrgängen, alle haben von diesen Lehrgängen irgentwelche Techniken mitgebracht, die wir denen garantiert nicht beigebracht haben. Warum nicht, habe ich ja schon erklärt!
Also ich denke wir sollten unsere Prüflinge nur noch auf Bezirk schicken, ist zwar teurer, aber da lernen die noch was
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Beitrag von Christian »

ctjones hat geschrieben:Also ich denke wir sollten unsere Prüflinge nur noch auf Bezirk schicken, ist zwar teurer, aber da lernen die noch was
Wenn du nicht selbst bei diesem Lehrgang dabei warst, solltest du mit vorschnellen Verurteilungen vorsichtig sein.
Bevor du über die Referenten urteilst, sollte man überlegen, ob es nicht auch möglich ist, dass eure Judoka zwischendurch mal nicht richtig aufgepasst bzw. zugehört haben.
schöne Grüße
Christian
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Beitrag von ctjones »

Also wenn alle sechs Leute nicht zugehört haben, würde mich das auch wundern.

PS. Ich habe letztes Jahr unfreiwillig an einem der Lehrgänge teilgenommen, also so pralle war das nicht, aber war auch Stand Lehrgang und bin dann auch vorzeitig (Leider) abgehauen.
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Beitrag von Tori »

Von solchen Gürtelprüfungslehrgängen habe ich bis jetzt noch nie etwas gehört.

Hört sich aber nicht schlecht an. Ich wäre für solche Lehrgänge unter der richtigen Ausbildung.

So wird die Ausbildungsgrundlage erhört und bleibt nicht Vereinsintern.
MM
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DerViki
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Beitrag von DerViki »

Prüfungen zum 1. Kyu werden ja normalerweise auf Kreisebene durchgeführt. Wenn man trotzdem eine Vereinsprüfung machen will muss man bei uns in Dortmund an diesen zentralen Lehrgängen teilnehmen (3 mal), damit im ganzen Kreis mehr oder weniger der gleiche Kenntnisstand vorherrscht. Die Lehrgänge sind immmer abhängig von den Referenten. Gibt immer einen der besser kann als ein anderer.
Den von ctjones beschriebenen Würger müsste man gesehen haben um ihn beurteilen zu können. Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage, dass auch 6 Leute etwas falsch mitbekommen haben können.
Den anderen Kritikpunkten kann ich nicht zustimmen. Kata-Guruma hab ich auch aus der Kreisbewegung gemacht.
Würger zum 2.Kyu müssen bei uns im Verein einmal demonstriert werden (Uke sitzt aufrecht und Tori zeigt die ordentliche Technik) und im Anschluss nochmal aus einer sinnvollen Bodenkampfsituation.
Die Unterschiede zwischen Kombination und Finte sollte eigentlich klar sein. Es ist was anderes, ob ich den ersten Wurf voll eingedreht hab oder ob ich nur eine Eindrehbewegung vortäusche.
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Fritz
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Beitrag von Fritz »

Die Unterschiede zwischen Kombination und Finte sollte eigentlich klar sein. Es ist was anderes, ob ich den ersten Wurf voll eingedreht hab oder ob ich nur eine Eindrehbewegung vortäusche.
Nicht vergessen, daß man unter Finten auch noch mehr verstehen
kann, als die reinen
Wurffinten, z.B. kann auch mit der Faßart fintiert werden...
Mit freundlichem Gruß

Fritz
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Beitrag von DerViki »

Stimmt. So weit hab ich jetzt mal wieder nicht gedacht. Ob das wohl daran liegt, dass ich fast alles aus dem guten alten Nackengriff heraus werfe?! ;)
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