Mein Tipp: Den Prüfern möglichst früh über irgendwelche Gebrechen informieren, dann bewerten sie entsprechend. Z. B. ´ne Freundin aus meinem Verein hat Probleme mit der Bandscheibe. Bei der Nage-No-Kata wurde beim Kata-Guruma ein Auge zugedrückt, weil sie den Prüfern schon während der Kata-Lehrgänge bescheid gegeben hat.
Also es spricht nix dagegen. Wichtig beim 1. Dan in "unserem" Alter ist weniger die Wettkampforientierung, sondern eher die Kenntnis der Prinzipien und Techniken. Wenn Du körperlich bedingt die Techniken zwar nicht oder nicht sauber demonstrieren, aber ordentlich erklären kannst, wüßte ich nicht, warum der Dan für Dich nicht erreichbar sein sollte.....
Möchte euch jetzt keine Angst machen.............
Zunächst mal ist 45 für eine Dan Prüfung kein Alter, insbesondere wenn es Späteinsteiger jenseits der 50 und Dan Prüfungen mit 6o und 70 schon gegeben hat.
Bei "Gebrechen wäre ich in dem Alter nicht ganz so blauäugig..........
Ich kann nicht für's Saarland sprechen. Aber in NRW würde ich mich nicht so einfach darauf verlassen.
Zu Zeiten, als die Prüfer grundsätzlich den Uke aus den Prüflingen auswählten, half es Dir, dass Du nicht als Uke endlos benutzt wurdest, bzw. gar kein Uke für andere sein musstest, weil man dadurch unnötige Verletzungen oder Beeinträchtigungen für Deine eigen Prüfung vermeiden wollte. Aber bei dem eigenen vorzuführenden Programm ..............
Bei der Kata sollte man sich im Klaren sein, dass es für viele Bereiche der Kata einzelne Bewertungen gibt, da fällt dann u.U. ein einziger nicht so toller Wurf eh nicht ins Gewicht, wenn die andern Dinge stimmen.
Ähnlich kann man es auch bei den in der Prüfung geforderten Würfen sehen. Dann muss alles andere aber schon fast mit Bestnoten ausfallen.
Die Nage no Kata ist - richtig ausgeführt - schon recht wettkampforientiert, bzw. kommt in ihrer Belastung einem Wettkampf schon recht nahe. Der Bereich Prinzipien und Technik ist beim 1. Dan noch nicht so übergewichtig, dass er einen bei sonst nicht so tollen Leistungen retten könnte.
Das sollte jetzt aber keine Schwarzmalerei sein, aber ich möchte davor warnen, sich zu sehr darauf zu verlassen, dass von den "meisten" Prüfer Rücksicht genommen wird - auch wenn es sich im Gegensatz zu früher schon ein wenig geändert hat.
Zudem ist es in NRW recht selten, dass die "Prüfer" vorher auch schon die Lehrgänge abhalten - ist hier eher die Ausnahme.
Aber ansonsten ist ein offenes Wort mit den Prüfer "vorher" mit Sicherheit sinnvoll und wenn die offen sind, sagen sie Dir schon, was sie davon halten.