Kata EM 12.-13.Mai Wuppertal

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Judoka34
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Beitrag von Judoka34 »

Hallo,

diese "geschickte" Zuppeln ist durchaus zulässig. Im Grunde hat man ja lediglich die Finger am Jackenende und durch die Körperbewegung wird die Jacke wird gerade.

Das Wichtigste ist m.E. sowieso der Gesamteindruck. Und der ist bei dem Video hervorragend.

Grüße
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Speedy
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Beitrag von Speedy »

Es ist eine sehr gute Kata, man sollte aber einige Aspekte nicht außer acht lassen:

Bei vielen Techniken sieht man --> Tori läuft weg und nicht Uke greift an. Insbesondere beim ersten Schritt , bei dem Uke die Bewegung noch vorgeben soll. Die Angriffsübernahme von Tori soll erst beim zweiten Schritt erfolgen (größerer Schritt; Zug in Bewegungsrichtung um Uke zu destabilisieren).

Bei einigen Techniken merkt man, dass die Körperspannung fehlt. Körperspannung dient nicht dem besseren Aussehen, sondern dem Selbsterhaltungstrieb --> Uke will nicht geworfen werden.

Nach dem Wurf liegt Uke oftmals flach auf dem Boden. Kopf und Becken sollten eigentlich vom Boden weg sein, um die beiden Kapseln zu schützen --> Kopf oder Becken kaputt nicht gut für den weiteren Kampfverlauf.

Ich finde die die Korrekte Ausführung der Prinzipien viel wichtiger als irgendwelches rumzuppeln. Die dargestellten Techniken sind nur Platzhalter. Es könnten auch ganz andere Techniken sein, die den dargestellten Prinzipien folgen.
Grüßle
Speedy :dancing
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DerViki
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Beitrag von DerViki »

Dass die Technikausführung bei der Kata um ein vielfaches wichtiger ist, ist für mich selbstverständlich, aber das Zupfen am Anzug fällt in dem Video nunmal stark auf.
Für mich als Laien sind eh nur wenige Fehler in einer Kata auf dem Niveau zu sehen, aber das Zupfen sticht sofort ins Auge, weil es einem selbst beim üben immer verboten wird und hier scheinbar selbstverständlich ist.
1. Kyu
DerViki
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Chosen One
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Beitrag von Chosen One »

Wie gesagt, habe nochmal mit meinem Sensei gesprochen. Der meint auch, dass das Zupfen okay wäre, sofern man es nicht total übertreibt...

Und de facto kommt es ja auch nicht darauf an, was wir denken, sondern wie die Jury das bewertet und denen hat es ja schließlich gefallen, sonst wäre sie international nicht soweit vorne gelandet...

Zur Körperspannung. Ehrlich gesagt empfinde ich das so, dass es viel schwerer ist jemanden zu werfen, der nicht so unter Spannung steht. Ich meine jetzt mal rein vom Werfen. Klar ist es für denjenigen besser mit Spannung zu fallen, aber bevor es dazu kommt ist es eher ein zweischneidiges Schwert. Dasselbe im Boden. Jemanden der bretthart Kesa-gatame hält, komme ich super mit klar. Aber sobald jemand flexibel und nicht so sehr angespannt ist und halb wie in nasser Sack auf einem draufliegt, kriege ich Probleme. Naja, kann auch an mir liegen, empfinde ich halt nur so...

Beste Grüße Matthias
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Ippon
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Beitrag von Ippon »

Die Kata ist ohne Zweifel super ausgeführt.

Das Zupfen würde mich auch sehr stören.

Ich finde auch, dass die Vorführung unglaublich gehetzt wirkt, es ist kein Wechsel zwischen Spannung und Entspannung zu sehen, wie ich es gelernt habe. Bei mir würde die Kata vermutlich doppelt so lange dauern. :-)
Aber das liegt vermutlich an der engen Zeitvorgabe die es, so weit ich weiß für Katameisterschaften gibt.

Mir ist auch aufgefallen, dass sich die Kata doch im Laufe der Zeit sehr stark verändert, viele Sachen habe ich noch ganz anders gelernt. Viele Techniken sind wettkampfnäher geworden.
Reaktivator
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Beitrag von Reaktivator »

Ippon hat geschrieben:Viele Techniken sind wettkampfnäher geworden.
Welche denn?
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Chosen One
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Beitrag von Chosen One »

Ippon hat geschrieben:Mir ist auch aufgefallen, dass sich die Kata doch im Laufe der Zeit sehr stark verändert, viele Sachen habe ich noch ganz anders gelernt.
Ja, so ist das halt. Macht es alt Trainer auch schwer immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, gerade wo einzelne Gruppen der Nage-no-Kata jetzt im Kyu-Prüfungsprogramm sind...

Aber so gibt es wenigstens keinen Anlass zur Faulheit... ;)

Beste Grüße
Matthias
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Beitrag von ctjones »

Ippon hat geschrieben:Ich finde auch, dass die Vorführung unglaublich gehetzt wirkt, es ist kein Wechsel zwischen Spannung und Entspannung zu sehen, wie ich es gelernt habe. Bei mir würde die Kata vermutlich doppelt so lange dauern. :-)
Aber das liegt vermutlich an der engen Zeitvorgabe die es, so weit ich weiß für Katameisterschaften gibt.
Könnte auch daran liegen, das das Video besch...eiden geschnitten ist. ;)

Aber ich finds auch sehr schnell, hab ich auch anders gelernt.
Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung, mit dem ich euch Gegenüberstehe. (Rebel, Die Ärzte)
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Chosen One
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Beitrag von Chosen One »

Aber ehrlich gesagt finde ich genau das schnelle daran ziemlich gut. Ist mal anders und vor allem gut anzuschauen. Mit gefällt es und ich arbeite momentan daran, meine Kata auch schneller zu machen...

Beste Grüße Matthias
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Ippon
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Beitrag von Ippon »

Reaktivator hat geschrieben:
Ippon hat geschrieben:Viele Techniken sind wettkampfnäher geworden.
Welche denn?
So Kleinigkeiten sind mir aufgefallen, die früher weiter weg von der Wettkampftechnik waren. Jetzt im Vergleich von dem was ich gelernt habe und dem Video.

Bei Kata-guruma wird das Bein beim Abwurf nicht ran gezogen.
Bei Harai-goshi wird mit den Wurfbein kein Schwung geholt.
Bei Tsuri-komi-goshi wird durch den Nackengriff nicht so extrem tief in die Knie gegangen.
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Ronin
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Beitrag von Ronin »

Ippon hat geschrieben:Bei Kata-guruma wird das Bein beim Abwurf nicht ran gezogen.
Bei Harai-goshi wird mit den Wurfbein kein Schwung geholt.
Bei Tsuri-komi-goshi wird durch den Nackengriff nicht so extrem tief in die Knie gegangen.
um es mal völlig sarkastisch zu formulieren:
Das sind auch ganz bestimmt die enorm wichtigen Dinge

Ich wage zu bezweifeln, dass solche Kleinigkeiten wirklich so wichtig sind, vor dem Hintergrund, dass es um die grundsätzliche Darstellung von Prinzipien geht.
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Ippon
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Beitrag von Ippon »

Ronin hat geschrieben:Ich wage zu bezweifeln, dass solche Kleinigkeiten wirklich so wichtig sind, vor dem Hintergrund, dass es um die grundsätzliche Darstellung von Prinzipien geht.
Ich habe nie behauptet, dass diese Variationen unheimlich wichtig sind.

Trotzdem finde ich sie interessant, da die Kata eine Form ist die sich kaum verändert.

Diese Variationen ändern ja doch ein wenig Wirkprinzipien in Teilabschnitten der Technik.
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Chosen One
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Beitrag von Chosen One »

Beim Kata-guruma muss definitiv das Bein herangezogen werden, rechts macht er es auch ein wenig. Links nicht so wirklich, jedenfalls würde ich es nicht so bezeichnen. Abgesehen davon finde ich es sogar leichter, das Bein heranzuziehen, aber vielleicht ist das nur Ansichtssache...

Beste Grüße Matthias
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