Spiegelartikel - Ausbildung zum Macho
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- Orange Gurt Träger
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Ich habe mittlerweile den dazughörigen Artikel aus der "Zeit" gefunden, für alle die das Thema interessiert: KlickDer Müller hat geschrieben:Schön, dass das Boxen angesprochen wurde. Diese Initiative wurde ins Leben gerufen, um die Kids von der Straße zu holen und ihnen eine soziale Integration zu geben, sowie einen Zeitvertreib, mit dem sie ihre Zeit sinnvoll nutzen können.
Gruß Oli
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- 3. Dan Träger
- Beiträge: 1881
- Registriert: 25.10.2004, 12:01
- Bundesland: Hessen
Es wäre ja sicher mal lustig den gesamten Artikel zu lesen....
Vor dem Hintergrund von Projekten wie "Judo und Gewaltprevention" oder dem neuen Aufgabenfeld Kämpfen und Raufen im Sportunterricht, kann ich die Untersuchungsergebnisse nicht nachvollziehen und zweifele jetzt einfach mal die Wissenschaftlichkeit der Untersuchung an.
Meine Erfahrungen sind genau wie die meiner Vorredner, dass sich die Schüler tendenziell beruhigen. Bei anderen kampfsportarten wurde mir über ähnliche Effekte berichtet. Ich will hier nicht ausschliessen, dass es auch mal ein paar Irre in unseren Reihen gibt, aber ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass wir Judoka nicht aggressiver werden. Ich gehe davon aus, dass das für alle Budosportarten gilt. Und beim angesprochenen Boxen, kommt es dann mit Sicherheit auf den Trainer an.
Wäre schön, wenn jemand noch ein paar Informationen zu dieser ominösen Untersuchung auftreiben könnte
Vor dem Hintergrund von Projekten wie "Judo und Gewaltprevention" oder dem neuen Aufgabenfeld Kämpfen und Raufen im Sportunterricht, kann ich die Untersuchungsergebnisse nicht nachvollziehen und zweifele jetzt einfach mal die Wissenschaftlichkeit der Untersuchung an.
Meine Erfahrungen sind genau wie die meiner Vorredner, dass sich die Schüler tendenziell beruhigen. Bei anderen kampfsportarten wurde mir über ähnliche Effekte berichtet. Ich will hier nicht ausschliessen, dass es auch mal ein paar Irre in unseren Reihen gibt, aber ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass wir Judoka nicht aggressiver werden. Ich gehe davon aus, dass das für alle Budosportarten gilt. Und beim angesprochenen Boxen, kommt es dann mit Sicherheit auf den Trainer an.
Wäre schön, wenn jemand noch ein paar Informationen zu dieser ominösen Untersuchung auftreiben könnte
Textbewertung !
Hallo,
also dieser Artikel ist jawohl sehr mies recherchiert. Sicherlich gibt es auch Leute, die Kampfsport nur machen, um sich gegen andere zu Wehr zu setzten. Aber in diesem Artikel werden ja alle Kampfpsortarten von vorn herein als Aggressionsfördernt bewertet. Ich kann dazu nur sagen, dass eine solche Aussage komplett unwissend ist. Vielmehr sollten die mal erwähnen, dass man mit Kampfsportarten und besonders auch mit Judo viel zur Gewaltprävention beitragen kann und weithin wird dadurch doch das Sozialverhalten verbessert und nicht verschlechtert.
Ich kann dazu nur sagen, dass dies auf keinen Fall stimmen kann, dass Kampfsport ( jetzt bezogen auf Judo) Aggresiv macht. Ich habe dazu auch meine Facharbeit " Siegen durch Nachgeben- Judo als Gewaltprävention ?" verfasst und habe dabei sehr viele gute Seiten entdeckt, wo Judo zur Gewaltprävention beitragen kann.
Dahe bin ich der Meinung, dass es bestimmt Leute gibt , die Kampfsport als "Angriff" auf den Schulhöfen oder sonst wo einsetzten. Aber dies nicht auf keinen Fall der Sinn von Kampfsport und daher denke ich, dass eine solche Bewertung durch diesen Artikel nicht nur schlecht für das Kampfsportwesen ist, sondern auch zu dem einfach nicht stimmt.
also dieser Artikel ist jawohl sehr mies recherchiert. Sicherlich gibt es auch Leute, die Kampfsport nur machen, um sich gegen andere zu Wehr zu setzten. Aber in diesem Artikel werden ja alle Kampfpsortarten von vorn herein als Aggressionsfördernt bewertet. Ich kann dazu nur sagen, dass eine solche Aussage komplett unwissend ist. Vielmehr sollten die mal erwähnen, dass man mit Kampfsportarten und besonders auch mit Judo viel zur Gewaltprävention beitragen kann und weithin wird dadurch doch das Sozialverhalten verbessert und nicht verschlechtert.
Ich kann dazu nur sagen, dass dies auf keinen Fall stimmen kann, dass Kampfsport ( jetzt bezogen auf Judo) Aggresiv macht. Ich habe dazu auch meine Facharbeit " Siegen durch Nachgeben- Judo als Gewaltprävention ?" verfasst und habe dabei sehr viele gute Seiten entdeckt, wo Judo zur Gewaltprävention beitragen kann.
Dahe bin ich der Meinung, dass es bestimmt Leute gibt , die Kampfsport als "Angriff" auf den Schulhöfen oder sonst wo einsetzten. Aber dies nicht auf keinen Fall der Sinn von Kampfsport und daher denke ich, dass eine solche Bewertung durch diesen Artikel nicht nur schlecht für das Kampfsportwesen ist, sondern auch zu dem einfach nicht stimmt.
Also ich denke, dass der Artikel auch eine wahren Anteil hat. Im Kampfsport gehts ja nach dem Prinzip "Du oder Ich!". Das ist ja eine "asoziale" Komponente, die im Judo allerdings auch abgefedert wird. Wenn ich mir Freefighter oder Boxer ansehe, krieg ich schon ne ziemlich aggressive, testosteronhaltige Stimmung mit. Vielleicht weckt Kampfsport auch alte männliche Triebe, nämlich der Stärkere oder Stärkste im Rudel zu sein. Wäre interessant, ob Frauen genauso reagiert haben, also auch aggressiver geworden sind, oder obs an der Verstärkung einer männlichen Rolle liegt, die ja tendenziell schon aggressiver ist. (gleich mal nachlesen..)
Aber grundsätzlich: Alles kann zum Guten oder zum Schlechten verwendet werden....
Aber grundsätzlich: Alles kann zum Guten oder zum Schlechten verwendet werden....
1.kyu
Ich dachte immer es ging um das Siegen durch Nachgeben und das gegenseitige Helfen zum allseitigen Wohlergehen. Wo steht denn bitte, das es um du oder ich geht?gada hat geschrieben: Im Kampfsport gehts ja nach dem Prinzip "Du oder Ich!".
Ausserdem sollten wir uns als Judoka davor hüten hier andere Kampfsportkollegen zu diskreditieren.
Ich durfte gestern beim Bezirksrandori merken das gada absolut falsch liegt.
Meiner Meinung nach erzieht Judo einem nicht zu einem agressiven Verhalten, sondern fördert die sportlichen und fairen Aspekte des Wettkampfes, welche sich dann (wie auch von Kano gewünscht) auf das "normale Leben" (ja es gibt eines außerhalb des Dojos
) ausbreiten.
Ich würde sagen das ein jeder der dies noch nicht erkannt hat, Judo immer noch nicht verstanden hat (leider muss ich zugeben das ich selbst in der hinsicht noch ein absoluter Anfänger bin. Dies bemerkte ich besonders als ich gestern gegen den Europa-Meister (der Senioren) kämpfte. Die Leichtigkeit und geistige Überlegenheit die ein solcher Mensch in ein Randori bringt, zeigt mir jedes mal was wirkliches Judo ist.)
Meiner Meinung nach erzieht Judo einem nicht zu einem agressiven Verhalten, sondern fördert die sportlichen und fairen Aspekte des Wettkampfes, welche sich dann (wie auch von Kano gewünscht) auf das "normale Leben" (ja es gibt eines außerhalb des Dojos

Ich würde sagen das ein jeder der dies noch nicht erkannt hat, Judo immer noch nicht verstanden hat (leider muss ich zugeben das ich selbst in der hinsicht noch ein absoluter Anfänger bin. Dies bemerkte ich besonders als ich gestern gegen den Europa-Meister (der Senioren) kämpfte. Die Leichtigkeit und geistige Überlegenheit die ein solcher Mensch in ein Randori bringt, zeigt mir jedes mal was wirkliches Judo ist.)
°[~](1.Kyu)Schüler des Sengebusch-Sensei[~]°
@Ronin
Jaja, ich habe ja auch dazugeschrieben, dass dieses Prinzip abgefedert wird im Judo, bzw. "sozial-integriert".
Aber das es im Kampf ursprünglich nunmal nach dem Prinzip geht "ich oder du" kann wohl keiner bestreiten.
Judo schafft da halt den genialen Ausgleich, als das es "unsoziale" Elemente so integriert, dass sie sozial wieder zuträglich sind.
In anderen Kampfsportarten, zb. freefight, wird wenig abgefedert, dementsprechend ist dieses Urprinzip noch etwas deutlicher.
@gabriel
1. Man darf hier auch nicht Training mit Wettkampf verwechseln.
2. Ich rede hier von dem Urprinzip eines Kampfes. Wie der philosophisch integriert wird, ist ne andere Frage (s.o.). Das das Element aber existiert,ist ja erstmal nur ein Fakt.
Judo unterscheidet sich in dem Punkt auch von anderen Kampfsportarten, als dass nicht der Sieg das Ziel sein soll, sondern die "Entwicklung des Menschen"...dass heisst strenggenommen eine ganz andere Basis, wie andere Kampfsportarten. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man es eben nicht ganz von anderen Kampfsportarten trennen kann, auch wenn das viele gerne so hätten. Es geht gerade im Jugendbereich doch sehr um Sieg oder Niederlage.
Jaja, ich habe ja auch dazugeschrieben, dass dieses Prinzip abgefedert wird im Judo, bzw. "sozial-integriert".
Aber das es im Kampf ursprünglich nunmal nach dem Prinzip geht "ich oder du" kann wohl keiner bestreiten.
Judo schafft da halt den genialen Ausgleich, als das es "unsoziale" Elemente so integriert, dass sie sozial wieder zuträglich sind.
In anderen Kampfsportarten, zb. freefight, wird wenig abgefedert, dementsprechend ist dieses Urprinzip noch etwas deutlicher.
@gabriel
1. Man darf hier auch nicht Training mit Wettkampf verwechseln.
2. Ich rede hier von dem Urprinzip eines Kampfes. Wie der philosophisch integriert wird, ist ne andere Frage (s.o.). Das das Element aber existiert,ist ja erstmal nur ein Fakt.
Judo unterscheidet sich in dem Punkt auch von anderen Kampfsportarten, als dass nicht der Sieg das Ziel sein soll, sondern die "Entwicklung des Menschen"...dass heisst strenggenommen eine ganz andere Basis, wie andere Kampfsportarten. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass man es eben nicht ganz von anderen Kampfsportarten trennen kann, auch wenn das viele gerne so hätten. Es geht gerade im Jugendbereich doch sehr um Sieg oder Niederlage.
1.kyu