Oft hilft es, Kinder nicht klassische Turnübungen machen zu lassen, denn die Stufe zum Purzelbaum kann schon ziemlich hoch sein.
Wir (bin Co) versuchen mit unseren, häufig koordinativ und sozial geschädigten Kindern, die Koordination folgendermaßen aufzubauen:
Als Aufwärmung wird an einer Mattenseite aufgestellt, und dann gehen die Übungen los: ALLES vorwärts bis zum anderen Mattenende und rückwärts zurück.
Laufen, auf einem Bein hüpfen, auf dem Bauch robben (Schlangen), auf dem RÜCKEN robben(Rückenschlangen; recht anspruchsvoll auch für größere, aber die fünfjährigen schaffen es schon), Froschhüpfen, Entenlaufen, Spinnenlaufen (Bauch nach oben auf allen Vieren, ohne den Hintern auf den Boden zu lassen),"Hüpfespinnen", Hunde, Känguruhs (weit mit geschlossenen Beinen) uvm...
Generell ist dies auch eine gute Möglichkeit zum Kraftaufbau für größere Judoka. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch, aber für fast alle Kinder, die älter als vier sind, zu schaffen. Generell sollten "Schummler" wiederholen müssen. Ein Bewegungsvorbild muss anfangs dasein.
Das verpacken in Tierbewegungen ist für Kinder mit einer höheren Motivation verbunden und kann im höheren Alter natürlich gestrichen werden.
Der eigenen Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, so sind unsere Enten mittlerweile beispielsweise auch mal betrunken und laufen mit einer Drehung um sich selbst, aber auch andere Tiere/Bewegungen sind natürlich möglich.
Für den Umgang mit Kindern: Ich fand es immer hilfreich, es spaßig zu gestalten, ohne auf Disziplin zu verzichten. Anekdoten zu Prinzipien und einzelnen Techniken, beim Kuzushi Termini wie "auf die Uhr gucken können", damit der Zug nicht nach unten geht, "Beinklauen" etc.
Eine Bindung zu den Schülern persönlicher Art kann durch Necken (nur unter vier Augen, kein öffentliches Lächerlichmachen) bei Unwillen hergestellt werden und wenn man einen Spaß macht wie den Zeh in alle Richtungen drehen und ein "ist noch dran", wenn sich das Kind wehgetan hat, bringt den Kindern Spaß an der Sache und eine erhöhte Aufmerksamkeit durch ehrlichen Respekt.
Bei kleineren Kindern ist es empfehlenswert, nach jedem Übungskomplex ein Spiel zu machen, da die Konzentration danach dafür ungleich höher ist.
Generell: Ein gutes Bewegungsbild zeigen und immer wieder im Kleinen korrigieren, wobei man auch oft für sich selbst lernen muss, was man denn bei den unterschiedlichen Techniken herausheben muss, ohne die Kinder zu überfordern.
Technik
verständnis zu fordern ist vor der U11 einfach meistens nicht zu machen, weil die geistige Entwicklung hin zur Abstraktion erst dann einsetzt.
So, jetzt aber Schluss...Ergänzungen vorbehalten.

The earth is degenerating these days. Bribery and corruption abound. Children no longer mind parents. Every man wants to write a book, and it is evident that the end of the world is approaching fast.
Assyrian Tablet, 2800 B.C.