Wie wird das Jahr 2020 werden? - Wünsche & Vorsätze!

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HBt.
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Wie wird das Jahr 2020 werden? - Wünsche & Vorsätze!

Beitrag von HBt. »

Auf jeden Fall wird es noch einmal deutlich wärmer werden - und der Mensch wird absolut gar nichts dagegen unternehmen, er wird sogar noch etwas mehr Fahrt aufnehmen.
Ich werde mich auf jeden Fall weiterhin "klimaneutral" verhalten und "ergebnisoffen" sowie "proaktiv" sein, "vollumfänglich" versteht sich dabei von selbst.

#
Mindestens 6kg Speck möchte ich endlich einschmelzen und mich dabei gleichzeitig um 15 Jahre verjüngen. Dabei steht auf meiner Wunschliste: weiterhin die Perfektionierung meiner Formen (Kata, Koordinationstraining ...), die Vervollständigung, also die Erweiterung meines Übungsspektrums - dabei bin ich mir natürlich im Klaren, Qualität steht immer vor Quantität. Selbstverständlich werde ich meine Praxis teilen, also ebenfalls Wissen weitergeben - lernen & lehren ...

Bevor ich es vergesse, ich möchte freundlicher und etwas umgänglicher (weniger zynisch!) werden (sein), vielleicht sogar gelassener in mir selbst ruhen.



In diesem Sinne,
wünsche ich uns allen Einsicht, Vernunft und ein entsprechendes Handeln - in den 20ern dieses Jahrhunderts (tun wir dieses nicht, wird es das Letzte unserer Spezies sein).


HBt.

PS
Und alle möglichen Impfungen auffrischen, bzw. ergänzen, ja, das möchte ich auch tun - nicht nur zu meinem eigenen Schutz, sondern auch zum Schutz der Population. Mehr lesen möchte ich ebenfalls wieder, gute, alte (also lesbar!e) Bücher. Das bedeutet natürlich, den seichten Konsum der Medienkost drastisch einzuschränken. Vielleicht kann die Facebook, WhatsApp etc.pp. Blase endlich platzen -> doch wir (die Menschheit) nehmen noch einmal zusätzlich Fahrt auf und werden dabei immer dümmer, verlieren sogar unsere Sprache ... (fehlt das Vokabular, schränkt dieses deutlich die allgemeine Denkfähigkeit ein - wir können nicht mehr nachdenken, keine logischen Schlüsse ziehen, absolut nichts).

Es werden wohl sehr traurige Jahre auf uns alle zukommen?! Falsch. Sie sind schon längst da.

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nur_wazaari
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Re: Wie wird das Jahr 2020 werden? - Wünsche & Vorsätze!

Beitrag von nur_wazaari »

Zunächst wünsche ich allen ein gesundes Jahr 2020. Dann möge dieses vielleicht auch noch für jeden erfolgreich werden - den Vorstellungen entsprechend verlaufen.

Dann muss ich gerade als noch jüngerer Mensch resümieren, dass mir 2019 ziemlich rau vorkam, in vielerlei Hinsicht. Auch 2020 hat schon mal richtig schlecht angefangen: Folgende Meldung entbehrt eines gewissen metaphorischen Gehaltes nicht:
https://www.focus.de/panorama/welt/brae ... 08362.html

Denn ja, es wird sicherlich noch ungemütlicher, auch glaube ich nicht dass sich die politischen und umweltmäßigen Verhältnisse bessern werden, der Ton wird noch rauer, aber: ich glaube schon (daran), dass es immer mehr Menschen gelingen wird, Einsicht zu erhalten und aus dem Tiefkoma eines allgemeinen Überkonsums und der damit verbundenen Sättigung wieder gelingt, endlich auch zu fühlen...was eigentlich momentan abgeht auf dem Planeten Erde. Leider befürchte ich, dass sich die Gesellschaft tatsächlich noch weiter segregieren wird und die Folgen daraus noch ungewiss sind; eben weil dies ein sog. schleichender Prozess ist. Es wäre absolut wunderbar, wenn zumindest Hass und Hetze allmählich verschwinden würden.

Dementsprechend möchte ich dazu beitragen, als insignifikantes Menschlein durch Beginn bzw. Weiterführen im eigenen Denken, Handeln und Fühlen mich erstmal selbst zu entwickeln und darüber vielleicht zu wirken - keineswegs aufdrängend, einfach nur durch Sein, Werden und Reflektion; im Wissen, dass unweigerlich auch das Nichtsein irgendwann eintreten wird und auch immer mal unvorhergesehen eintreten kann. Somit reicht es nicht nur die Zukunft in noch formbarer Gestalt zu denken, sondern schon heute zu beginnen das Material dafür zu sichern und gestaltbar zu halten. Dabei denke ich nicht nur an den Menschen...aber alles darüberhinaus führt hier zu weit.

Konkret möchte ich wie auch die letzten Jahre schon mich in den vielen "Welten" fortbewegen und erstmal mich selbst und dadurch andere auch voranbringen bzw. ihnen die Möglichkeit dazu geben, soweit ich denn kann und geeignet bin. Angebote schaffen, meine Jobs vernünftig machen, mich in Lehre und Studium einbringen...auf der Matte, an der Uni, an den Arbeitsplätzen, im direkten Umfeld. Dazu gehört die körperliche und auch psychologische Arbeit an mir selbst.

Es gibt viel zu tun, es prasselt viel zu viel auf uns alle ein - ich will mich nicht davor verstecken und wünsche allen frohes Schaffen, gesundes Denken und einen eigenen Weg hin zu Zufriedenheit und vielleicht sogar Glück. :)
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nur_wazaari
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Ungewiss

Beitrag von nur_wazaari »

Es werden wohl sehr traurige Jahre auf uns alle zukommen?! Falsch. Sie sind schon längst da.
Um auch die Plauderecke etwas zu beleben: ja, momentan stehen viele systemimmanente Elemente unserer weltweiten Zivilisation und ihrer Organisation im Umbruch, mit völlig ungewissem Ausgang.

- es scheint keinen vertrauenserweckenden, motivierten Lösungswillen die Klimafrage betreffend zu geben; die Bevölkerung schaut der Politik beim Rätselraten zu; es ist klar, was der Einzelne tun kann - aber ob das reicht und überzeugend ist, mutet fraglich an; wie alle sind vermutlich durchaus mit der Verteidigung eigener (nationaler) oder ganz eigener (persönlicher) Pfründe groß geworden - was nicht mehr zeitgemäß erscheint
- die politischen Verhältnisse spannen sich weltweit stärker an - wir müssen akzeptieren, dass sofern gewünscht, die demokratischen Verhältnisse stärker verteidigt dabei aber auch hinterfragt werden müssen
- die ökonomische Gerechtigkeitsfrage mit all ihren Rattenschwänzen wird nicht konsequent genug gestellt - die Ungleichheit steigt, die Absicherungsgewissheit schwindet rapide; Gift für den sozialen Frieden
- die Leistungsanforderungen münden zunehmend in eine Überforderung, Informationen, Einflüsse überall - und kaum eine wirklich sinnvolle und bewusste Strategie, diese auch nur zu verwalten
- ganz zuletzt auch noch eine gewisse gesundheitliche Krise, die in bestimmten Weltregionen sowieso schon Alltag ist - unsere Hygieneverhältnisse sind in gewisser Weise Luxus und in einem langen Entwicklungsprozess entstanden
- ...

Es ist mit Ausnahme der reinen Trainingspraxis an sich d.h. in praxi nicht möglich, diese Entwicklungen völlig aus dem Alltagsleben - auch dem Geschehen auf der Judomatte - auszugrenzen. Eine Volldifferenzierung zumindest vom organisatorischen Aspekt auch unseres Judosports kann kaum noch stattfinden, da die Auswirkungen auch direkt dort und in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu spüren sind. Einige Beispiele aus dem Trainingsalltag? Einheiten fallen aufgrund großer Hitze oder anderer zunehmend extremerer Wetterphänomene aus. Trainer- und Mitgliedermangel (und derer Mänge) erzeugen Ratlosigkeit. Trainingsstätten werden aufgrund marodierender Verhältnisse geschlossen. Geflüchtete befinden sich auch vermehrt auf deutschen Judomatten, sind im internationalen Bereich Vehikel politischer Konflikte. Der gesamte internationale Judozirkel kann nur so stattfinden, weil billige Flieger nicht unsignifikante Mengen geldknapper Teams und Entouragen in kurzer Zeit buchstäblich über den ganzen Erdball verteilt zu den Wettkampforten bringen - zu einem nicht geringen Teil ausgestattet mit Waren und Konsumgütern, hergestellt unter fragwürdigen Bedingungen. Gleichzeitig wird sich dann auch noch mit Undemokraten gemein gemacht und es werden deren oft reiche Ressourcen genutzt - man fliegt nach Doha zum Kampfrichterseminar, man protegiert gewisse Regierungsmitglieder, etc..

Und das soll uns alles vielleicht überall betreffen, aber nicht auf der Judomatte? Judosport, so wie ihn die meisten hier nun mal betreiben ist so gar nicht politisch? Das wäre in meinen Augen mindestens inkonsequent, aus so vielen Gründen...dabei: Es geht mir jedenfalls nicht um Moralisierung und ethische Erziehung, nicht um Fingerzeige oder Schuldzuweisungen. Aber die Fragen müssen gestellt werden, es muss erwähnt werden was offensichtlich (auch) zusammenhängt und es müssen Argumente ausgetauscht werden, um in der Diskussion ein Bewusstsein überhaupt nur mal für das Nachdenken darüber zu schaffen, was denn überhaupt stattfindet (Stichwort Überforderung). Dieses Nachdenken aber hat rein gar nichts mit Politik zu tun - es bezieht sich nur auf das Ergründen von Ursachen - und deren, nun immer offensichtlicher werdenen Wirkungen.
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