Mangel an Kyu-Turnieren

Hier geht es um die Wettkampforganisation und um Fragen zu den Wettkampfregeln
HBt.
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Ostersonntag

Beitrag von HBt. » 01.04.2018, 12:44

xenio hat geschrieben:
14.03.2018, 10:01
Guten Morgen,
(...)

Wie sieht Ihr das? Denn auch in anderen Sportarten (Fussball usw.) kommen Amateure nicht zu kurz...
Lieber 'xenio',
magst Du bitte Deinen Faden abschließen oder in eine Diskussion eintreten - Angriffspunkte findest Du mittlerweile sehr viele in diesem Faden.

Definiere zum Beispiel Dein Judoverständnis,
möglicherweise können wir Dir einen Zahn ziehen ;-).

Verstehst Du?!

Österliche Grüße
ins Großherzogtum,

HBt.


#

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Countdown

Beitrag von HBt. » 27.04.2018, 12:45

Morgen ist es so weit 'Xenio'.

Bitte berichte von diesem Event ...

luxuslurch
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Re: Mangel an Kyu-Turnieren

Beitrag von luxuslurch » 06.09.2019, 10:30

Ich grabe mal ganz naiv den Thread wieder aus. Auf mich trifft ja die Ausgangsfrage zu: Ich bin jetzt Ü40 und mache mit ein bisschen Glück meinen gelben Gürtel noch in diesem Jahr. Ich werde mich auch - just for fun - Ende des Jahres auf ein Turnier begeben und mal reinschauen.

Meine Vermutung ist allerdings: Dort sind viele junge, motivierte und kampferfahrene Judoka ab grün oder blau aufwärts. Das ist jetzt natürlich gar keine Frage mehr von Gewinnen oder Verlieren mehr, sondern nur noch "Erfahrung sammeln" und "möglichst nichts verrenken".

Aus dem Grund kann ich die Motivation des TE voll verstehen: Ich würde mich gerne mit halbwegs gleichen Partnern messen. Bis ich irgendwie auf "normale" Turnierstärke bin, werden vermutlich noch Jahre vergehen - und das ist schon eine etwas frustrierende Perspektive. Shiai ist für mich das A und O dieses Sports. Zum Vergleich: Als ich noch jung(tm) war, habe ich Fußball gespielt. Grottenschlecht in der untersten Klasse steht man dennoch jedes Wochenende (!) auf dem Platz und darf kämpfen.

Sowas würde ich mir auch für Judo wünschen, ist doch logisch, oder? Kann das wirklich so schwer sein?

HBt.
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Seniorengymnastik

Beitrag von HBt. » 06.09.2019, 11:33

luxuslurch hat geschrieben:
06.09.2019, 10:30
Ich grabe mal ganz naiv den Thread wieder aus. Auf mich trifft ja die Ausgangsfrage zu: Ich bin jetzt Ü40 und mache mit ein bisschen Glück meinen gelben Gürtel noch in diesem Jahr. Ich werde mich auch - just for fun - Ende des Jahres auf ein Turnier begeben und mal reinschauen.
Viel Bewegung (am besten an der frischen Luft!)
- kleine zu meisternde Herausforderungen
- Spaß und Lebensfreude ...

Das sind die wirklichen Maxime.
Meine Vermutung ist allerdings: Dort sind viele junge, motivierte und kampferfahrene Judoka ab grün oder blau aufwärts. Das ist jetzt natürlich gar keine Frage mehr von Gewinnen oder Verlieren mehr, sondern nur noch "Erfahrung sammeln" und "möglichst nichts verrenken".
Doch exakt dieses wird geschehen. Die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung ist sehr groß und sie nimmt mit jedem Atemzug (weiteres Lebensjahr!) zu.
Nimm einmal an, Du triffst dort nur auf 45jährige, unsportliche Anfänger & Gleichgesinnte: Jeder von euch will gewinnen, kann aber rein gar nichts ... :crybaby Verletzungen sind programmiert.

Wenn dort "gekämpft" wird, ist es so wieso aus (mit Dir).
Aus dem Grund kann ich die Motivation des TE voll verstehen: Ich würde mich gerne mit halbwegs gleichen Partnern messen.
Siehst Du,
"Du willst Dich messen" -> aber nicht "verrenken".
Bis ich irgendwie auf "normale" Turnierstärke bin, werden vermutlich noch Jahre vergehen - und das ist schon eine etwas frustrierende Perspektive. Shiai ist für mich das A und O dieses Sports.
Das ist definitiv eine sehr bedenkenswerte Einstellung.

1. Judo ist kein Sport. Warum? Weil Du kämpfen möchtest, Du willst gewinnen -> dabei Deine Gesundheit /Unversehrtheit schützen ---> Du musst die andere Knalltüte besiegen, sagen wir ruhig dazu: nachhaltig vernichten.
2. erreichst Du als 45jähriger, unsportlicher Anfänger niemals mehr die "Turnierstärke" eines Leistungssportlers ...
Zum Vergleich: Als ich noch jung(tm) war, habe ich Fußball gespielt. Grottenschlecht in der untersten Klasse steht man dennoch jedes Wochenende (!) auf dem Platz und darf kämpfen.

Sowas würde ich mir auch für Judo wünschen, ist doch logisch, oder? Kann das wirklich so schwer sein?
Das ist nicht schwer:
Du darfst derlei Treffen organisieren, koordinieren und veranstalten -> über Deinen Heimatverein /oder auch (ganz) privat.


Übrigens,
"für Judo" kannst Du Dir gar nichts wünschen
und ab einem bestimmten Zustand (das Alter!) wird die tägliche Hygiene schon zum Kampf -> alt sein (das Alter!) ist einfach anstrengend.

;)

luxuslurch
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Re: Mangel an Kyu-Turnieren

Beitrag von luxuslurch » 06.09.2019, 11:57

HBt. hat geschrieben:
06.09.2019, 11:33
"Du willst Dich messen" -> aber nicht "verrenken".
Nicht ganz: ich meinte nur, dass "nicht verrenken" das Maximum wäre, was ich bei einem normalen Turnier erreichen könnte. Gäbe es eins für bis zum 4. Kyu, dann wäre es vielleicht noch aus anderen Gründen für mich interessant.
HBt. hat geschrieben:
06.09.2019, 11:33
1. Judo ist kein Sport.
Kompromiss: Judo ist auch ein Sport?
HBt. hat geschrieben:
06.09.2019, 11:33
2. erreichst Du als 45jähriger, unsportlicher Anfänger niemals mehr die "Turnierstärke" eines Leistungssportlers ...
Weiß ich. Weswegen ich mir ja Schwachmaten- und Späteinsteiger-Wettkämpfe wünsche. Und sag nicht, ich darf mir nix wünschen. Ich kenne da jemanden, der kennt jemanden, der hatte mal die Nummer von einer guten Fee...

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Konsens

Beitrag von HBt. » 06.09.2019, 12:16

Gut, einverstanden :D.

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Re: Mangel an Kyu-Turnieren

Beitrag von Fritz » 08.09.2019, 23:51

@luxuslurch: Es gibt Ü30er-Turniere, da fallen die "jungen Leute" schon mal weg. Je nach Turnier gibt es dort oft auch Ü35, Ü40 usw. usf.
Natürlich ist die Chance hoch, dort alten erfahrenen Haudegen zu begegnen, aber in der Regel gehen die dann pfleglich mit Anfängern
um ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: Mangel an Kyu-Turnieren

Beitrag von luxuslurch » 09.09.2019, 09:32

Ü30 ist schon mal eine gute Abgrenzung. Wenn es jetzt noch ein Ü30-Kyu-Turnier... oh, nächste Woche in High Wycombe, Buckinghamshire (https://www.judoplus30.com/de/events). :crybaby
Nee, ich merk schon. Das ist einfach eine exotische Nische. Hilft alles nix: wenn ich kämpfen will, werde ich die nächsten Jahre vor allem meine Nehmerqualitäten trainieren müssen.

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Ein Mangel (an Kyu-Turnieren?)

Beitrag von HBt. » 09.09.2019, 10:56

luxus_lurch hat geschrieben: Hilft alles nix: wenn ich kämpfen will, werde ich die nächsten Jahre vor allem meine Nehmerqualitäten trainieren müssen.
:rofl

Du hast ja Humor "ll",
darum wiederhole ich mich gerne: mittlerweile kann man beinahe hinter jeder deutschen Bahnhofsruine seine Nehmer-o. Austeilqualitäten testen. Ich vermute, dieses ist bereits gesellschaftlich anerkannt.

#
Optional besteht weiterhin die Möglichkeit selbst ein Turnier ins Leben zu rufen.

HBt.
Psst - vor einem alten Schwarzgurt sollte man keine Angst haben müssen, der Anfänger wird sich selbst oder den anderen Kämpfer schon verletzen -> verlass Dich darauf.

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Re: Mangel an Kyu-Turnieren

Beitrag von luxuslurch » 09.09.2019, 11:03

Wenn man es so unbedarft schreibt, kommt das vermutlich ein bisschen doof rüber. Ich meinte damit, dass ich mich wohl oder übel an die Situation gewöhnen muss, in meiner Altersgruppe nur wenige Anfänger vorzufinden - mit entsprechend wenig Aussicht auf irgendeinen sportlichen Erfolg. In fünf Jahren auf einem Ü40-Turnier mag das vielleicht dann anders aussehen. Da werde ich dann mit ein bisschen Glück vorletzter :dancing

Zum Glück ist das nicht meine einzige Motivation für Judo, sonst hätte ich gar nicht erst damit angefangen.

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