Das ist bei dem üblich verdichteten Boden und dem Auflockern mittels "Gruber" zZt. nicht möglich, im Frühjahr war der Boden zu feucht (matschig). Kleinere Felder sowie der Einsatz des Pfluges stellen einen bekannten Lösungsweg dar,
doch pflügen ist "zu teuer". Zu teuer' bezieht sich dabei auf die notwendige Zugkraft. Man kann einfach nicht, wie mittlerweile üblich, über den Acker rasen - "wie mit einem Panzer". Die aufzubringende Bearbeitungszeit ist neben dem Treibstoffeinsatz (marginal, und wahrscheinlich auch gar nicht zutreffend!) zu hoch und damit unrentabel. Nehmen wir ein Beispiel: mit dem "Gruber übers Feld rasen" benötigt 0,5h während die selbe Fläche umgepflügt vielleicht 2h in Anspruch nehmen würde ---> ich spare also 1,5h Arbeitszeit

Der Altbauer kennt die Lösung, doch niemand hört mehr auf seine Eltern oder Großeltern. Mein 40jähriger Nachbar meinte dazu: "Das kann man so nicht sagen, die jungen Leute probieren halt gerne Neues aus." Äääääääääääh?
Auch die Lösung der Fruchtfolgen ist dem Altmeister noch bekannt, doch heute wird ganz anders gearbeitet. Beim Ernten bestimmt die Elektronik (mit ihren Apps) automatisch den Ertrag und merkt sich für das Folgejahr den Verlust,
um zukünftig (als Ausgleich an dieser Stelle) gezielter düngen zu können. Der Landwirt benutzt dazu nicht das "normale GPS", seine Software nutzt eine wesentlich höhere Auflösung - die Daten wandern automatisch in die CLOUD des Lizenzgebers.
So läuft das teilweise auch schon bei uns.
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Zurück zur gegenwärtigen Temperatur, interessiert hat mich heute die Wärme des Ackerbodens in 5cm Tiefe:
1. Messung um 14 Uhr 30
Lufttemperatur 34°C in einem Meter Höhe über dem Boden, bei durchaus starkem Wind
Boden 44°C
2. Messung (gleiche Messstelle) um 20 Uhr
Lufttemperatur 31°C in einem Meter Höhe über dem Boden, bei weiterhin mäßig starkem Wind
Boden 34°C
In meinen Augen, können wir hier noch von gemäßigten Zuständen sprechen* - ach würden die jungen Agraringenieure doch auf ihre Großväter hören, doch sie hören nicht.


Würde es jetzt drei Wochen gemäßigt durchregnen (schöner, permanenter Nieselregen), könnte der Mais noch die erwarteten Erträge liefern. Das Meiste wird eh geschreddert und als Biomasse vertickt, nach dem gängigen Muster
(als illustrierendes Beispiel: der Bauer erntet seine Rüben nicht mehr selbst - sie werden von polnischen Übernachtarbeitern just in time verschifft

Jetzt bin ich doch wieder auf die (unsere) Zukunft gespannt.
HBt.
Psst
Leider verbrennt die Sonne das Obst, mit dem Augustapfel wird das dieses Jahr nichts mehr. Das Milchvieh wiederkäut nicht mehr, es säuft nur noch - bis die Talsperren leer sind. Die arme Holsteiner Kuh(!), sie fühlt sich im Temperaturbereich zwischen -10°C und +10°C am wohlsten, sagt man

Ich mich ebenfalls,
doch ich mag Kühe auch sehr gerne.