Erschreckende Erkenntnis
-
pmhausen
Re: Erschreckende Erkenntnis
Helge, nachdem doch klar ist - wie ich sogar an meinem eigenen Sohn "live" beobachten konnte - dass Judo mit Kindern unterhalb einer gewissen Reife kein Judo sondern Kinderbespaßung ist, und diese Kinder ab dem Alter, in dem die Bespaßung aufhört, aus dem Verein verschwinden ...
... was will man denn dann überhaupt mit Abteilungen für diese Altersgruppe?
Und jetzt sag mir keiner, Umsatz und Zuschuss für den Verein. Ein Verein ist doch kein Selbstzweck. Wenn der Zweckbetrieb des Vereins entfällt, aus was für Gründen auch immer, dann macht man den Laden eben dicht.
Wir können uns jederzeit mit unseren Lehrern in Trainingsgruppen zusammenfinden, was wir ja sowieso tun. Private Dojos, die einem kein Vermögen abnehmen, wenn man zu einer Zeit trainiert, in der sowieso niemand da ist, gibt es genau so wie massenweise leerstehende Gewerbeimmobilien ...
Frag mal Mäxchen zu Kata und Uchi Komi im Parkhaus ...
Liebe Grüße,
Patrick
... was will man denn dann überhaupt mit Abteilungen für diese Altersgruppe?
Und jetzt sag mir keiner, Umsatz und Zuschuss für den Verein. Ein Verein ist doch kein Selbstzweck. Wenn der Zweckbetrieb des Vereins entfällt, aus was für Gründen auch immer, dann macht man den Laden eben dicht.
Wir können uns jederzeit mit unseren Lehrern in Trainingsgruppen zusammenfinden, was wir ja sowieso tun. Private Dojos, die einem kein Vermögen abnehmen, wenn man zu einer Zeit trainiert, in der sowieso niemand da ist, gibt es genau so wie massenweise leerstehende Gewerbeimmobilien ...
Frag mal Mäxchen zu Kata und Uchi Komi im Parkhaus ...
Liebe Grüße,
Patrick
-
Gast
Re: Erschreckende Erkenntnis
Fürs Sportjudo:
M.m.n. zeichnet sich in guter Trainer für die jüngeren Jahrgänge dadurch aus, dass er die Gradwanderung zwischen Kinderbespaßung und Vermittlung des Judos hinbekommt.
Wer von Anfang an "bierernst" Judo unterrichtet, muss sich nicht wundern, wenn die Kinder wegbleiben. Die Kinder sollen spielerisch an das Judo herangeführt werden, Spaß bei ihnen ist unserer wichtigstes Kapital. Wer spielerisch lernt, lernt gut. Und dazu gehört es gelegentlich dazu, sich "zum Affen zu machen"
. Ich fahre gut damit, den spielerischen Anteil an der Übungsstunde im Anfangsbereich sukkzessive zu verkleinern, so, dass es die Kinder nicht merken.
Natürlich gibt es dann später ein paar Abgänge.
Viele Grüße
M.m.n. zeichnet sich in guter Trainer für die jüngeren Jahrgänge dadurch aus, dass er die Gradwanderung zwischen Kinderbespaßung und Vermittlung des Judos hinbekommt.
Wer von Anfang an "bierernst" Judo unterrichtet, muss sich nicht wundern, wenn die Kinder wegbleiben. Die Kinder sollen spielerisch an das Judo herangeführt werden, Spaß bei ihnen ist unserer wichtigstes Kapital. Wer spielerisch lernt, lernt gut. Und dazu gehört es gelegentlich dazu, sich "zum Affen zu machen"
Natürlich gibt es dann später ein paar Abgänge.
Viele Grüße
Re: Erschreckende Erkenntnis
Warum auch nicht, wenn man jemanden hat, der die Kinder beschäftigt... das Geld derer Eltern ist genausogut wiepmhausen hat geschrieben:Und jetzt sag mir keiner, Umsatz und Zuschuss für den Verein. Ein Verein ist doch kein Selbstzweck. Wenn der Zweckbetrieb des Vereins entfällt, aus was für Gründen auch immer, dann macht man den Laden eben dicht.
das Geld eines 18jährigen... Und wenn doch mal einer hängen bleibt, umso besser.
Klar wäre es aber schöner, wenn die kleinen Kinder zum "Vorschulturnen" gehen, dort herauswachsen/ die Lust verlieren, aber
dann - koordinativ geschult - zum Judo wechseln... Klar kann ein Judoverein auch selbst sowas anbieten... (Nur es Judo zu nennen,
ist irgendwie unklug, lieber "Rauf- u. Rangelgruppe" o.ä.)
Spielerisch und ernsthaft schließt sich nicht aus. Wenn durch die "Spiele" etwas geschult wird, was beim Judo gebraucht wird...Gast hat geschrieben:Wer von Anfang an "bierernst" Judo unterrichtet, muss sich nicht wundern, wenn die Kinder wegbleiben. Die Kinder sollen spielerisch an das Judo herangeführt werden, Spaß bei ihnen ist unserer wichtigstes Kapital. Wer spielerisch lernt, lernt gut.
Allerdings empfinde ich es als gefährlichen Leichtsinn, eine Sache, mit der man potentiell töten kann,
als Spielerei zu vermitteln...
Und was soll "Spaß" denn eigentlich sein: Unaufmerksam sein, den Nachbarn knuffen, Zuspätkommen?
Sicherlich nicht... Auch Kinder können "Spaß" daran haben, daß sie so etwas wie eine Judo-Technik halbweqs erfolgreich
nachahmen/umsetzen/begreifen konnten...
Mit freundlichem Gruß
Fritz
Fritz
-
HBt.
Re: Erschreckende Erkenntnis
@Patrick,
das mußt Du mir doch nicht erzählen - ich bin nicht der richtige Adressat
.
Es geht primär um den Nachwuchs und das Verschwinden der Vereine (nicht darum, dass Mäxchen jedes Parkaus mit "Shiften" erschüttert) - die Zukunft!
das mußt Du mir doch nicht erzählen - ich bin nicht der richtige Adressat
Es geht primär um den Nachwuchs und das Verschwinden der Vereine (nicht darum, dass Mäxchen jedes Parkaus mit "Shiften" erschüttert) - die Zukunft!
-
pmhausen
Re: Erschreckende Erkenntnis
Hmm ...HBt. hat geschrieben: Es geht primär um den Nachwuchs und das Verschwinden der Vereine [...] die Zukunft!
Wenn ich an einem schönen Tag durch die Günther-Klotz-Anlage gehe, den größten Park in Karlsruhe, dann sehe ich immer wieder Gruppen testosterongeladener Halbstarker beim stundenlangen intensiven Taekwondo oder Capoeira. Und das witzigerweise ohne einheitliche Trainingskleidung, ohne bunte Statussymbole, vulgo Gürtel - einfach so auf der grünen Wiese. Ich beginne zu glauben, dass das die Zukunft ist. Das und unsere Lehrgänge. Wohnte ich in Sehnde, würden wir uns eben treffen, so oft wir Zeit haben. Und uns dann alle paar Wochen bei Frank oder Tom die nötigen Korrekturen abholen ...
Gruß,
Patrick
Re: Erschreckende Erkenntnis
Hbt. schrieb:
Es geht vielmehr um die veränderten Mitgliederstrukturen der Gegenwart und Zukunft (s. http://www.sport.uni-osnabrueck.de/spor ... -03-08.pdf ). Viele Vereinsmodelle bestehen seit 'zig Jahren und wurden seitdem noch nie angepasst. Die Zukunft der Vereine ist weiblich, älter und setzt auf Integration. Traditionelle Trainingsformen werden aufbrechen, es wird das individuelle, fitness- und gesundheitsorientierte und zeitlich flexible Training nachgefragt werden. Die Judovereine, die weiter bestehen wollen müssen ihren Platz darin suchen und finden - oder untergehen. Der mittelgroße Verein wird untergehen bzw. sich entweder zu einem reinen Spezialverein gesundschrumpfen oder einem dienstleistungsorientierten Großverein entwickeln müssen (s. S. 27 der Präsentation).Es geht primär um den Nachwuchs und das Verschwinden der Vereine (nicht darum, dass Mäxchen jedes Parkaus mit "Shiften" erschüttert) - die Zukunft!
-
HBt.
etwas offtopic
Genau so werden wir es machen (und tun wir ja auch teilweise schon), doch wir sind erwachsen (schon groß und alt!) - Schwertschwingend,... mit allem Drum und Dran.pmhausen hat geschrieben:Hmm ...HBt. hat geschrieben: Es geht primär um den Nachwuchs und das Verschwinden der Vereine [...] die Zukunft!
Wenn ich an einem schönen Tag durch die Günther-Klotz-Anlage gehe, den größten Park in Karlsruhe, dann sehe ich immer wieder Gruppen testosterongeladener Halbstarker beim stundenlangen intensiven Taekwondo oder Capoeira. Und das witzigerweise ohne einheitliche Trainingskleidung, ohne bunte Statussymbole, vulgo Gürtel - einfach so auf der grünen Wiese. Ich beginne zu glauben, dass das die Zukunft ist. Das und unsere Lehrgänge. Wohnte ich in Sehnde, würden wir uns eben treffen, so oft wir Zeit haben. Und uns dann alle paar Wochen bei Frank oder Tom die nötigen Korrekturen abholen ...
Gruß,
Patrick
-
HBt.
Die Präsentation von Ch. Wopp
Danke Kumamoto,Kumamoto hat geschrieben:(..)
Es geht vielmehr um die veränderten Mitgliederstrukturen der Gegenwart und Zukunft (s. http://www.sport.uni-osnabrueck.de/spor ... -03-08.pdf ). Viele Vereinsmodelle bestehen seit zig Jahren und wurden seitdem noch nie angepasst. Die Zukunft der Vereine ist weiblich, älter und setzt auf Integration. Traditionelle Trainingsformen werden aufbrechen, es wird das individuelle, fitness- und gesundheitsorientierte und zeitlich flexible Training nachgefragt werden. Die Judovereine, die weiter bestehen wollen müssen ihren Platz darin suchen und finden- oder untergehen. Der mittelgrosse Verein wird untergehen bzw. sich entweder zu einem reinen Spezialverein gesundschrumpfen oder einem dienstleistungsorientierten Grossverein entwickeln müssen (s. S. 27 der Präsentation).
jenes meine ich, wenn ich schreibe: "auf dem Weg zur Professionalität ... sind noch viele Fragen zu stellen und eindeutig zu beantworten ..."
Re: Erschreckende Erkenntnis
Danke für das unerwartete Kompliment.
Mich würde mal interessieren, woran Du "erfolgreiches Judo" festmachst. Möglichst viele erreichen / begeistern? Möglichst nahe am Original des Kodokan bleiben? Etwas anderes?
Mich würde mal interessieren, woran Du "erfolgreiches Judo" festmachst. Möglichst viele erreichen / begeistern? Möglichst nahe am Original des Kodokan bleiben? Etwas anderes?
-
HBt.
nur kurz...
Gerne Kumamoto,
von 'erfolgreichem Judo' würde ich nicht sprechen wollen, dafür müssten wir uns erst einmal auf eine einheitliche Definition einigen können. Und JUDO mit dem Attribut "erfolgreich" zu versehen, halte ich für 'nicht zielorientiert', insbesondere wenn Du nach dem Erreichen und Begeistern Vieler (sprich Massen) fragst, muss ich es verneinen.
Ich glaube nicht an den Zwang einer Massenkompatibilität.
Ist diese Frage (Was ist erfolgreiches Judo / Management!?) hinsichtlich des 'Verschwindens der Vereine' (ihrer Konkurrenzfähigkeit) tatsächlich von zentraler Bedeutung?

von 'erfolgreichem Judo' würde ich nicht sprechen wollen, dafür müssten wir uns erst einmal auf eine einheitliche Definition einigen können. Und JUDO mit dem Attribut "erfolgreich" zu versehen, halte ich für 'nicht zielorientiert', insbesondere wenn Du nach dem Erreichen und Begeistern Vieler (sprich Massen) fragst, muss ich es verneinen.
Ich glaube nicht an den Zwang einer Massenkompatibilität.
Ist diese Frage (Was ist erfolgreiches Judo / Management!?) hinsichtlich des 'Verschwindens der Vereine' (ihrer Konkurrenzfähigkeit) tatsächlich von zentraler Bedeutung?
Re: Erschreckende Erkenntnis
Die Beantwortung dieser Frage ist besonders für Dich/ Euren Verein von ganz entscheidender Bedeutung: Wie definiert ihr "Erfolg"?
Du hattest am Anfang geschrieben:
Wenn aber für Euch das Halten eines gewissen Standards/ Qualitätserhalt/ Reinheit der Lehre Kanos etc. der Masstab für persönlichen Erfolg ist, dürfte Euch der Wegfall von 32% der Mitglieder nicht wirklich jucken, da das ja eh nicht die Richtigen für Euer Ziel gewesen zu sein scheinen. Lieber ein - für Dich - gutes Training für einige wenige als ein nur durchschnittliches für viele. Das läuft auf einen Spezialverein nach Prof. Wopp hinaus.
Wenn ihr jetzt erkennt, wohin ihr Euch bis 2020 (s. Vortrag Wopp S. 27 oben) entwickeln wollt, um dann wirklich gut aufgestellt zu sein, habt ihr schon einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Viele Vereine schieben diese Festlegung vor sich her, wundern sich aber dann, wenn sie 2020 nur noch die zweite Geige spielen.
Du hattest am Anfang geschrieben:
Wenn ihr also den Wegfall von 32% Eurer Mitglieder als so elementar seht, dann müsst ihr handeln - hin zu einem auf die Interessen der Mitglieder ausgerichteten Verein. Massenkompatibilität angestrebt, um den Mitgliederschwund nicht nur zu kompensieren, sondern die Mitgliederzahlen auszubauen.Einen Mitgliederabbruch von exakt 32%, verbunden mit einer vollständigen Strukturveränderung, kannte ich bisher in diesem Ausmaß (in meinem direktem Umfeld) noch nicht. Das tragende Fundament ist weg, latent erodiert.
Wenn aber für Euch das Halten eines gewissen Standards/ Qualitätserhalt/ Reinheit der Lehre Kanos etc. der Masstab für persönlichen Erfolg ist, dürfte Euch der Wegfall von 32% der Mitglieder nicht wirklich jucken, da das ja eh nicht die Richtigen für Euer Ziel gewesen zu sein scheinen. Lieber ein - für Dich - gutes Training für einige wenige als ein nur durchschnittliches für viele. Das läuft auf einen Spezialverein nach Prof. Wopp hinaus.
Wenn ihr jetzt erkennt, wohin ihr Euch bis 2020 (s. Vortrag Wopp S. 27 oben) entwickeln wollt, um dann wirklich gut aufgestellt zu sein, habt ihr schon einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Viele Vereine schieben diese Festlegung vor sich her, wundern sich aber dann, wenn sie 2020 nur noch die zweite Geige spielen.
Re: Erschreckende Erkenntnis
Nunja, nur weil eine Präsentation das behauptet, muß es nicht so kommen.Kumamoto hat geschrieben:Der mittelgroße Verein wird untergehen bzw. sich entweder zu einem reinen Spezialverein gesundschrumpfen oder einem dienstleistungsorientierten Großverein entwickeln müssen (s. S. 27 der Präsentation).
Ich empfinde diese "Denke" als falsch:
Und zwar diesen Gegensatz:dann müsst ihr handeln - hin zu einem auf die Interessen der Mitglieder ausgerichteten Verein
"ihr" <=> "Mitglieder".
Die Mitglieder sind "der Verein". Punkt. Und das ist, was einen Verein ausmacht. Leute, die _vereint_ einer Sache nachgehen. Gemeinsam.
Und das muß wieder in die Köpfe rein.
Nicht der Verein als Dienstleister, wo man hingeht, bezahlt, dafür eine Leistung erhält, rummäkelt, sich das Geld wiedergeben läßt oder
beim nächsten Mal ganz unverbindlich woanders hingeht. (Klar kann ein Verein auch als Dienstleister für (Nicht-)Mitglieder auftreten, ob es nun
Sportkurse sind oder Vermietung des Vereinsgebäudes o.ä. - aber das ist nicht der Hauptzweck/-sinn m.M.n.).
Ein Verein sollte seinen Mitgliedern etwas geben, was über die "unverbindliche Dienstleistung" deutlich hinausgeht. Etwas Familiäres, Identifikation,
ein Gemeinschaftgefühl, Stolz genau diesem Verein anzugehören... so in der Richtung.
Mit freundlichem Gruß
Fritz
Fritz
Re: Erschreckende Erkenntnis
Der Verein handelt durch seinen Vorstand. Er ist der, der handeln kann. Die Mitglieder legitimieren den Vorstand so zu handeln, z.B. auf der Mitgliederversammlung. Du hast - im Grunde - Recht: die (Gemeinschaft der) Mitglieder machen einen Verein aus, ABER der Vorstand bestimmt durch seine Entscheidungen das Angebot, das den Mitgliedern gemacht wird und die Mitglieder entscheiden, ob sie dieses Angebot annehmen. Das ist das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Die Entscheidungsträger eines Vereines sind meiner Meinung nach in der Pflicht zu handeln - wie liegt in ihrer Verantwortung.
Ein Beispiel wäre z.B. die Massen- bzw. Mattenflucht zu thematisieren, etwa auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Dort könnte man fragen, ob die Mitglieder sich vom derzeitigen Angebot noch angesprochen fühlen und ob es Ergänzungswünsche gibt. Gleichzeitig kann man aber auch betonen, dass man sich - aus Sicht des Vorstandes oder einzelner Vorstandsmitglieder - eher vom eigentlichen Judo nach Kano entfernt, als ihm annähert und dass es für die Zukunft des Vereins laut des Wopp-Vortrages zwei Szenarien gibt:
1. Der Spezialverein
Hohes Niveau bei vergleichbar geringen Kosten. Da dieses vom Verein angebotene Training ein sehr eng umgrenztes Feld (Judo und nichts anderes als Judo) umfasst, ist zu erwarten, dass eine eher geringe aber motivierte Klientel (man bekommt zu 100% das, was man erwartet/ bezahlt) angesprochen wird. Diese Mitglieder bleiben dem Verein in der Regel aber sehr lange treu. Man kann diesen Service sehr günstig anbieten, da man durch die begrenzte Anzahl der Übenden die Trainingspläne straffen und Kapazitäten freigeben kann. Es ist zu überlegen, ob eine dauerhaft ausgelegte Matte noch sinnvoll ist oder ob es nicht ausreicht, Hallenzeiten in einer öffentlichen Halle anzumieten. Außerdem kann man dann u. U. auf den Luxus eines Abteilungsvorstandes verzichten, da der einzige Vereins- / Abteilungszweck der Trainings- bzw. Sportbetrieb ist. Die Verwaltung kann vom Hauptverein miterfolgen, da man sich um keine eigenen Liegenschaften kümmern muss (Miete, Strom, Heizung, Putzfrau, Duschen, etc. entfallen), sondern nur noch einen Unkostenbeitrag an die Stadt bezahlen muss. Die Mitglieder haben in diesem Modell keine weiteren Wünsche als ein gutes Training. Das Vereins-/Abteilungsleben ist auf die Trainingszeiten beschränkt.
Ein Beispiel wäre z.B. die Massen- bzw. Mattenflucht zu thematisieren, etwa auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Dort könnte man fragen, ob die Mitglieder sich vom derzeitigen Angebot noch angesprochen fühlen und ob es Ergänzungswünsche gibt. Gleichzeitig kann man aber auch betonen, dass man sich - aus Sicht des Vorstandes oder einzelner Vorstandsmitglieder - eher vom eigentlichen Judo nach Kano entfernt, als ihm annähert und dass es für die Zukunft des Vereins laut des Wopp-Vortrages zwei Szenarien gibt:
1. Der Spezialverein
Hohes Niveau bei vergleichbar geringen Kosten. Da dieses vom Verein angebotene Training ein sehr eng umgrenztes Feld (Judo und nichts anderes als Judo) umfasst, ist zu erwarten, dass eine eher geringe aber motivierte Klientel (man bekommt zu 100% das, was man erwartet/ bezahlt) angesprochen wird. Diese Mitglieder bleiben dem Verein in der Regel aber sehr lange treu. Man kann diesen Service sehr günstig anbieten, da man durch die begrenzte Anzahl der Übenden die Trainingspläne straffen und Kapazitäten freigeben kann. Es ist zu überlegen, ob eine dauerhaft ausgelegte Matte noch sinnvoll ist oder ob es nicht ausreicht, Hallenzeiten in einer öffentlichen Halle anzumieten. Außerdem kann man dann u. U. auf den Luxus eines Abteilungsvorstandes verzichten, da der einzige Vereins- / Abteilungszweck der Trainings- bzw. Sportbetrieb ist. Die Verwaltung kann vom Hauptverein miterfolgen, da man sich um keine eigenen Liegenschaften kümmern muss (Miete, Strom, Heizung, Putzfrau, Duschen, etc. entfallen), sondern nur noch einen Unkostenbeitrag an die Stadt bezahlen muss. Die Mitglieder haben in diesem Modell keine weiteren Wünsche als ein gutes Training. Das Vereins-/Abteilungsleben ist auf die Trainingszeiten beschränkt.
Re: Erschreckende Erkenntnis
Teil 2:
2. Der dienstleistungsorientierte Verein
Der Verein sieht im Vereinsleben mehr als die Summe seiner Einzeltraininge. Er will so etwas Heimat sein und seinen Mitgliedern ein "Mehr" gegenüber dem Sport bieten. Er ermutigt seine Mitglieder, das Vereinsleben selbst mitzugestalten und sich selbst einzubringen. Bei der Auswahl der Trainingsthemen und der Zusammenstellung des Trainingsplanes orientiert er sich an den Wünschen der Mitglieder. Um möglichst viele Mitglieder mit dem Angebot anzusprechen, werden viele auf die individuellen Trainingsziele der Mitglieder angepasste Trainingskonzepte angeboten (Bewegungsspaß mit etwas Judo, Technikjudo, Wettkampfjudo, SV- Judo). Der Verein ist bemüht, seine Mitgliederzahl durch die Einrichtung neuer Gruppen stetig zu erhöhen. Um eine Bindung der Mitglieder an den Verein zu erreichen, agiert der Verein nicht nur auf dem sportlichen Feld, sondern versucht auch sozial etwas zu bewegen, z.B. mit Hausaufgabenbetreuung, Kooperationen mit Firmen und Schulen, etc. Daher ist es nötig, eine eigene Halle zu besitzen. Deren Kosten werden, soweit sie nicht von Zuschüssen gedeckt sind, auf die Mitglieder verteilt. Die Mitgliedsbeiträge werden also steigen, dafür erhalten die Mitglieder aber auch mehr. Das Preis- Leistungsverhältnis stimmt. Dieser Verein wird von einem großen, starken Vorstand geführt, es ist aber auch möglich, dass Hauptamtliche den Verein steuern. Der Verein ist eine große Familie und die Halle steht den Mitgliedern eigentlich immer offen.
Dann diskutieren die Mitglieder, ob diese Szenarien realistisch sind - und wenn ja, in welche Richtung der Vorstand den Verein entwickeln soll.
2. Der dienstleistungsorientierte Verein
Der Verein sieht im Vereinsleben mehr als die Summe seiner Einzeltraininge. Er will so etwas Heimat sein und seinen Mitgliedern ein "Mehr" gegenüber dem Sport bieten. Er ermutigt seine Mitglieder, das Vereinsleben selbst mitzugestalten und sich selbst einzubringen. Bei der Auswahl der Trainingsthemen und der Zusammenstellung des Trainingsplanes orientiert er sich an den Wünschen der Mitglieder. Um möglichst viele Mitglieder mit dem Angebot anzusprechen, werden viele auf die individuellen Trainingsziele der Mitglieder angepasste Trainingskonzepte angeboten (Bewegungsspaß mit etwas Judo, Technikjudo, Wettkampfjudo, SV- Judo). Der Verein ist bemüht, seine Mitgliederzahl durch die Einrichtung neuer Gruppen stetig zu erhöhen. Um eine Bindung der Mitglieder an den Verein zu erreichen, agiert der Verein nicht nur auf dem sportlichen Feld, sondern versucht auch sozial etwas zu bewegen, z.B. mit Hausaufgabenbetreuung, Kooperationen mit Firmen und Schulen, etc. Daher ist es nötig, eine eigene Halle zu besitzen. Deren Kosten werden, soweit sie nicht von Zuschüssen gedeckt sind, auf die Mitglieder verteilt. Die Mitgliedsbeiträge werden also steigen, dafür erhalten die Mitglieder aber auch mehr. Das Preis- Leistungsverhältnis stimmt. Dieser Verein wird von einem großen, starken Vorstand geführt, es ist aber auch möglich, dass Hauptamtliche den Verein steuern. Der Verein ist eine große Familie und die Halle steht den Mitgliedern eigentlich immer offen.
Dann diskutieren die Mitglieder, ob diese Szenarien realistisch sind - und wenn ja, in welche Richtung der Vorstand den Verein entwickeln soll.
Re: Erschreckende Erkenntnis
Teil 3:
Unterschied:
Bei 1 bestimmt das Angebot das Trainingsangebot ("Vogel friss oder stirb"), Minimalprinzip - mit dem minimalsten Einsatz das Notwendigste erreichen.
Bei 2 bestimmt die Nachfrage das Trainingsangebot - man ergibt sich sozusagen dem Zeitgeist, folgt Trends, versucht aber auch selbst welche zu schaffen. Maximalprinzip - man nimmt alles, was man kriegt und versucht dabei das Maximale herauszubekommen. ("Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.")
Bei 1 stellt man die Werte des Trainings über die Werte des Vereinslebens, bei 2 ist es umgekehrt.
Bei 1 trainiert man um des Trainings und den Werten des Trainierten willens, bei 2 ist das Training bloßes Mittel, um höheren gesellschaftlichen Zielen zu dienen.
Unterschied:
Bei 1 bestimmt das Angebot das Trainingsangebot ("Vogel friss oder stirb"), Minimalprinzip - mit dem minimalsten Einsatz das Notwendigste erreichen.
Bei 2 bestimmt die Nachfrage das Trainingsangebot - man ergibt sich sozusagen dem Zeitgeist, folgt Trends, versucht aber auch selbst welche zu schaffen. Maximalprinzip - man nimmt alles, was man kriegt und versucht dabei das Maximale herauszubekommen. ("Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.")
Bei 1 stellt man die Werte des Trainings über die Werte des Vereinslebens, bei 2 ist es umgekehrt.
Bei 1 trainiert man um des Trainings und den Werten des Trainierten willens, bei 2 ist das Training bloßes Mittel, um höheren gesellschaftlichen Zielen zu dienen.
-
HBt.
MTV Obernkirchen (das Erfolgskonzept)
Lieber Kumamoto,
Du fügst dem (meinem) Sachverhalt eine ganz neue, interessante Ebene hinzu
. Olaf könnte hierzu viel besser antworten als ich, denn er hat diese Szenarien erfolgreich bearbeitet ...
http://www.dasjudoforum.de/forum/viewto ... ept#p44619
Du fügst dem (meinem) Sachverhalt eine ganz neue, interessante Ebene hinzu
http://www.dasjudoforum.de/forum/viewto ... ept#p44619
Zuletzt geändert von HBt. am 20.08.2011, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.
-
HBt.
Abschließend
Zusammenfassend für diesen Diskussionsfaden und als Plädoyer ... sind folgende Worte perfekt geeignet, wie ich finde:
Ob es jemals wieder in die Köpfe (Mem-pool) eingehen wird, glaube ich zwar nicht, doch wer kann es schon wissen? Niemand.
Fritz hat geschrieben: Die Mitglieder sind "der Verein". Punkt. Und das ist, was einen Verein ausmacht. Leute, die _vereint_ einer Sache nachgehen. Gemeinsam.
Und das muß wieder in die Köpfe rein.
Nicht der Verein als Dienstleister, wo man hingeht, bezahlt, dafür eine Leistung erhält, rummäkelt, sich das Geld wiedergeben läßt oder
beim nächsten Mal ganz unverbindlich woanders hingeht. (Klar kann ein Verein auch als Dienstleister für (Nicht-)Mitglieder auftreten, ob es nun
Sportkurse sind oder Vermietung des Vereinsgebäudes o.ä. - aber das ist nicht der Hauptzweck/-sinn m.M.n.).
Ein Verein sollte seinen Mitgliedern etwas geben, was über die "unverbindliche Dienstleistung" deutlich hinausgeht. Etwas Familiäres, Identifikation,
ein Gemeinschaftgefühl, Stolz genau diesem Verein anzugehören... so in der Richtung.
Ob es jemals wieder in die Köpfe (Mem-pool) eingehen wird, glaube ich zwar nicht, doch wer kann es schon wissen? Niemand.
Re: Erschreckende Erkenntnis
Öhh...
Wir schreiben hier über Judo, oder .....
Judo als Hauptverein oder als Abteilung eines Sportvereines?
Judo und Mitglieder ..... das steht und fällt mit der Trainerin oder dem Trainer.
Haben diese (in Bezug Judo) Herzblut, sind engagiert, können etwas und wollen andere von ihrer Sportart überzeugen, ist die Halle voll, von ganz alleine.
Das war vor 40 Jahren schon so ........ und das ist auch heute so.
In Deutschland üben ca, 200.000 Sportler laut DJB Judo.
Also ein kleiner Anteil von allen Sportlern.
Nicht jeder will ... oder kann Judo ausüben.
In meinem Verein haben wir noch nie Kinder unter 8 Jahren aufgenommen. Wir haben viele Anfragen, beantworten diese aber mit einem netten Standardschreiben mit dem Hinweis erst einmal eine Krabbelgruppe im Turnverein zu besuchen.
User HBt. ....
ein Judoverein oder eine Judoabteilung fällt oder steht mit dem Trainer...
Gruß Pit
Wir schreiben hier über Judo, oder .....
Judo als Hauptverein oder als Abteilung eines Sportvereines?
Judo und Mitglieder ..... das steht und fällt mit der Trainerin oder dem Trainer.
Haben diese (in Bezug Judo) Herzblut, sind engagiert, können etwas und wollen andere von ihrer Sportart überzeugen, ist die Halle voll, von ganz alleine.
Das war vor 40 Jahren schon so ........ und das ist auch heute so.
In Deutschland üben ca, 200.000 Sportler laut DJB Judo.
Also ein kleiner Anteil von allen Sportlern.
Nicht jeder will ... oder kann Judo ausüben.
In meinem Verein haben wir noch nie Kinder unter 8 Jahren aufgenommen. Wir haben viele Anfragen, beantworten diese aber mit einem netten Standardschreiben mit dem Hinweis erst einmal eine Krabbelgruppe im Turnverein zu besuchen.
User HBt. ....
ein Judoverein oder eine Judoabteilung fällt oder steht mit dem Trainer...
Gruß Pit
Judofunktionär fragt Judosportler:
Wer ist wir?
Wer ist wir?
-
Neu_dabei
Re: Erschreckende Erkenntnis
Hallo,
find ich eine interessante Diskussion und dazu möchte ich als Judo-Papa auch einige Dinge aufgreifen:
1. Ganztagsschulen
Ja, das ist richtig, wenn mein Kind bis 16:00 Uhr in der Schule ist und 3x die Woche (Mo, Mi, Fr.) noch Training hat um 17:30 Uhr od. 18:00 Uhr, dann wird das verdammt knapp, denn in der Schule ist zwar Hausaufgabenbetreuung, aber gelernt werden sollte noch zuhause (G8
) und so ein bisschen Familienleben mit gemeinsamen Abendessen sollte auch noch drin sein.
2. Mitgliedszahlen
Wir sind in einem Judoverein, der eine eigene Halle betreibt, somit den Vorteil hat, seine Trainingszeiten nicht erbetteln zu müssen, andererseits, kostet so eine Halle natürlich auch Geld. Also benötigt man Mitglieder und versucht dies auch im Rahmen einer Vorschuljudogruppe (ab 5 Jahren) zu erreichen. Dort wird viel geturnt und gespielt, mit einigen Judoelementen dabei. Mag sein, dass dies etwas früh ist, aber auch hier meine Meinung als Papa, wenn der Sohn mit 5 eine Sportart anfangen will wie Fußball oder Handball o. ä. und will dann später noch dazu Judo machen, dann wirds von der Zeit her eng und eine Familie hat das Geld ja auch nicht zum aus dem Fenster werfen. Pro Vereinsbeitrag rechne ich mal mit 80-120 EUR/Jahr.
3. Vereinsbeiträge
Um die zu vergleichen, muss man schon mal aufzählen, was die Vereine dazu anbieten. Müssen die Kinder Gürtel + Prüfungsgebühren selber zahlen, oder das Startgeld bei Turnieren? Gibt es Fahrgeld, wenn die Eltern die Sprösslinge auf Turniere fahren ?
4. Zu hart / zu zart ??
Ich glaube vor 20 Jahren gabs auch Eltern, die gejammert haben, dass sooooo viel Wert aufs Kämpfen gelegt wird und andere, die in der gleichen Trainingsgruppe der Meinung waren, man müsse viel öfters noch kämpfen gehen. Im Verein meines Sohnes gibt es eine Breitensportgruppe, da wird eben Judo in Richtung Gürtelprüfung gelehrt (1x pro Woche) und eine Leistungsgruppe, die öfters trainiert. Und wenn ich mir anschaue, was die da für ein Pensum durchziehen mit ihrem Trainer, da kann ich nur staunen, ich wär da zu sehr Weichei für.....
Gruß
Der Neue
find ich eine interessante Diskussion und dazu möchte ich als Judo-Papa auch einige Dinge aufgreifen:
1. Ganztagsschulen
Ja, das ist richtig, wenn mein Kind bis 16:00 Uhr in der Schule ist und 3x die Woche (Mo, Mi, Fr.) noch Training hat um 17:30 Uhr od. 18:00 Uhr, dann wird das verdammt knapp, denn in der Schule ist zwar Hausaufgabenbetreuung, aber gelernt werden sollte noch zuhause (G8
2. Mitgliedszahlen
Wir sind in einem Judoverein, der eine eigene Halle betreibt, somit den Vorteil hat, seine Trainingszeiten nicht erbetteln zu müssen, andererseits, kostet so eine Halle natürlich auch Geld. Also benötigt man Mitglieder und versucht dies auch im Rahmen einer Vorschuljudogruppe (ab 5 Jahren) zu erreichen. Dort wird viel geturnt und gespielt, mit einigen Judoelementen dabei. Mag sein, dass dies etwas früh ist, aber auch hier meine Meinung als Papa, wenn der Sohn mit 5 eine Sportart anfangen will wie Fußball oder Handball o. ä. und will dann später noch dazu Judo machen, dann wirds von der Zeit her eng und eine Familie hat das Geld ja auch nicht zum aus dem Fenster werfen. Pro Vereinsbeitrag rechne ich mal mit 80-120 EUR/Jahr.
3. Vereinsbeiträge
Um die zu vergleichen, muss man schon mal aufzählen, was die Vereine dazu anbieten. Müssen die Kinder Gürtel + Prüfungsgebühren selber zahlen, oder das Startgeld bei Turnieren? Gibt es Fahrgeld, wenn die Eltern die Sprösslinge auf Turniere fahren ?
4. Zu hart / zu zart ??
Ich glaube vor 20 Jahren gabs auch Eltern, die gejammert haben, dass sooooo viel Wert aufs Kämpfen gelegt wird und andere, die in der gleichen Trainingsgruppe der Meinung waren, man müsse viel öfters noch kämpfen gehen. Im Verein meines Sohnes gibt es eine Breitensportgruppe, da wird eben Judo in Richtung Gürtelprüfung gelehrt (1x pro Woche) und eine Leistungsgruppe, die öfters trainiert. Und wenn ich mir anschaue, was die da für ein Pensum durchziehen mit ihrem Trainer, da kann ich nur staunen, ich wär da zu sehr Weichei für.....
Gruß
Der Neue
- Makikomi Kid
- 2. Dan Träger

- Beiträge: 595
- Registriert: 25.11.2010, 12:59
Re: Erschreckende Erkenntnis
In nicht ganz so großen Städten liegt der Beitrag in einer Sportschule bei etwa 3 Einheiten die Woche bei 35-90 Eur im Monat für die Klassiker (Judo, Karate, Thaiboxen) und teilweise deutlich über 100Eur für die trendigen Newcomer ( MMA, BJJ ).
In Fitnessstudios meist etwa 20-45Eur Aufpreis zum Beitrag bei KFM, KM, Boxen.
Und damit meine ich Monatspreise.
In den beiden Sportschulen, in denen ich Training gebe, sind die Kinder-, Schüler- und Jugendlichengruppen voll. Ich rede oft mit Bekannten, die im Studio noch extra Kurse belegt haben, die haben zwar eine gefühlt recht hohe Fluktuation, aber trotzdem immer eine hohe Auslastung (wenn da auch eher im Altersbereich 16-40). Ich schreibe gefühlt, da die beiden nur Mitglieder sind, und daher keinen Einblick in die tatsächlichen Meldedaten haben.
Was aber bei der Begründung (Ganztagsschulen, G8, etc) nicht viel zur Sache tut, denn wenn die Zeit generell fehlen würde, dann müsste man das ja auch in anderen Sportarten in kommerziellen Sportschulen merken. Dem ist zumindest in dem kleinen Umfeld, auf das ich einen Einblick habe, nicht der Fall.
Daher würde ich doch evtl. die Ursache bei der Organisationsform oder dem Angebot suchen.
Evtl. geht derzeit das Interesse an Judo etwas zurück und evtl. können die Leute heute mit dem Vereinswesen nicht mehr soviel anfangen wie noch vor ein paar Jahrzehnten. "Communities" wie diese hier bilden eine Plattform für sportlichen Meinungsaustausch. Infos gibts im Netz. Weit entfernte Freunde sind dank voip und video chat nicht mehr so weit weg.
Da ist die soziale Komponente im Verein nicht mehr soooo wichtig.
Früher haben 3 Leute 'nen Verein gegründet, heute machen sie 'nen Forum auf oder starten 'nen Podcast (oder melden sich in einem Forum an und abonnieren einen Podcast). Sport an sich hat keinen so hohen Stellenwert mehr. Kinder und Jugendliche haben jede Menge andere Optionen etwas zu machen, und wenn es Sport sein soll, dann haben sie auch hier eine Riesen-Auswahl.
Ich finde die aktuelle Entwicklung bei Sportvereinen spannend. Ich denke nicht, dass sie verschwinden werden, aber es wird sich einiges ändern.
In Fitnessstudios meist etwa 20-45Eur Aufpreis zum Beitrag bei KFM, KM, Boxen.
Und damit meine ich Monatspreise.
In den beiden Sportschulen, in denen ich Training gebe, sind die Kinder-, Schüler- und Jugendlichengruppen voll. Ich rede oft mit Bekannten, die im Studio noch extra Kurse belegt haben, die haben zwar eine gefühlt recht hohe Fluktuation, aber trotzdem immer eine hohe Auslastung (wenn da auch eher im Altersbereich 16-40). Ich schreibe gefühlt, da die beiden nur Mitglieder sind, und daher keinen Einblick in die tatsächlichen Meldedaten haben.
Was aber bei der Begründung (Ganztagsschulen, G8, etc) nicht viel zur Sache tut, denn wenn die Zeit generell fehlen würde, dann müsste man das ja auch in anderen Sportarten in kommerziellen Sportschulen merken. Dem ist zumindest in dem kleinen Umfeld, auf das ich einen Einblick habe, nicht der Fall.
Daher würde ich doch evtl. die Ursache bei der Organisationsform oder dem Angebot suchen.
Evtl. geht derzeit das Interesse an Judo etwas zurück und evtl. können die Leute heute mit dem Vereinswesen nicht mehr soviel anfangen wie noch vor ein paar Jahrzehnten. "Communities" wie diese hier bilden eine Plattform für sportlichen Meinungsaustausch. Infos gibts im Netz. Weit entfernte Freunde sind dank voip und video chat nicht mehr so weit weg.
Da ist die soziale Komponente im Verein nicht mehr soooo wichtig.
Früher haben 3 Leute 'nen Verein gegründet, heute machen sie 'nen Forum auf oder starten 'nen Podcast (oder melden sich in einem Forum an und abonnieren einen Podcast). Sport an sich hat keinen so hohen Stellenwert mehr. Kinder und Jugendliche haben jede Menge andere Optionen etwas zu machen, und wenn es Sport sein soll, dann haben sie auch hier eine Riesen-Auswahl.
Ich finde die aktuelle Entwicklung bei Sportvereinen spannend. Ich denke nicht, dass sie verschwinden werden, aber es wird sich einiges ändern.
"Es gibt auf Dan Prüfungen zu höheren Stufen noch Dan-Träger, die noch nicht richtig fallen können" - Judoka50
