DJB Graduierung kontra Kodokan / Mifune

Hier geht es um Techniken, deren Ausführung und Beschreibung
HBt.
3. Dan Träger
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Das grundlegende Verständnis legen

Beitrag von HBt. »

Ich verstehe Udos (judoka50) Einwände sehr gut. Nach 48 Judojahren missfällt mir sehr was ich heute erblicke. Substanzlos wird allerorts geschwafelt, man hört sich selbst gerne reden - inhaltslos.

Zum Beispiel in diesem Faden; liebes/lieber M. Olinero, ich verstehe kein einziges Wort Deines Redeschwalls und Deiner Fragenkaskaden. Selbstverständlich erkenne ich Deine angewandte Rhetorik und alle Phrasen, bzw. die bekannten Hülsen. Alle versehen mit dem unausgesprochenen Anspruch der Wissenschatlichkeit und dem Zusatz der Moderne.


Einige ältere Nutzer dieses Forums erkennen eine Richtschnur in der Zusammenstellung des Technikkanons von 1920, der Gokyo. Vierzig grundlegende Schablonen von Wurftechniken des Kodokan. Techniken des Judos. Selbstverständlich sind in diesem Kanon auch methodisch-didaktische Einflüsse vorhanden, eingeflossen - eindeutige Gedanken der damaligen Urheber.


Ich bin ein Opfer (oder gerne auch Kind) der 1970er und dem damals bereits total veralteten DDK-Haufen ;) .
Doch ich habe meinen Weg gefunden, glaube & hoffe ich wenigstens

Gruß
HBt.

PS
Ein Lanze für das Alter brechen(d).
tutor!
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Re: Das grundlegende Verständnis legen

Beitrag von tutor! »

HBt. hat geschrieben: 09.10.2026, 12:31 Einige ältere Nutzer dieses Forums erkennen eine Richtschnur in der Zusammenstellung des Technikkanons von 1920, der Gokyo. Vierzig grundlegende Schablonen von Wurftechniken des Kodokan. Techniken des Judos. Selbstverständlich sind in diesem Kanon auch methodisch-didaktische Einflüsse vorhanden, eingeflossen - eindeutige Gedanken der damaligen Urheber.
Ja, es geht los mit Eindrehtechniken auf beiden Beinen und Fußtechniken in verschiedene Richtungen, dann kommen Eindrehtechniken auf einem Bein dazu und schließlich die Selbstfalltechniken. Das war damals so und ist es auch heute in der Graduierungsordnung - genauer gesagt in den Technikpools - so verankert. Und zum 1. Dan muss man die Techniken der Gokyo werfen können.

Und auch früher war es das Ziel, die Techniken so zu vermitteln und zu üben, dass man sie im Kampf anwenden konnte. Auch das ist heute nicht anders. Leider entsprach das ab ca. den 1980ern zunehmend nicht mehr der Realität in vielen Vereinen, sodass es zunehmend wichtiger geworden ist, darauf hinzuweisen, dass Techniken anwendungsbezogen unterrichtet werden sollen. Aber es gelingt scheinbar nicht immer und überall zu erklä#ren, dass das eine Reaktion auf eine Degeneration des technischen Verständnisses ist, und nichts, was sich ein „Studierter“ im stillen Kämmerlein ausgedacht hat.

Situationen und deren Nutzung zum Werfen entstehen durch Ukes Aktion oder sie werden durch Tori initiiert, der Uke zu einer Reaktion veranlasst. Und das mit subtilen kleinen Bewegungen und nicht, indem man quer über die Matte läuft, um etwas „aus der Bewegung“ zu machen.

Genau dieses Verständnis von Situation und Technik ist Grundlage der Koshiki-no-kata, die zweifelsfrei der älteste Teil des Judo-Curriculums ist.
I founded a new system for physical culture and mental training as well as for winning contests. I called this "Kodokan Judo",(J. Kano 1898)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)
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