Die Judowerte, gelebt auf höchster Ebene

Hier geht es um die Wettkampforganisation und um Fragen zu den Wettkampfregeln
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M. Olinero
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Re: Die Judowerte, gelebt auf höchster Ebene

Beitrag von M. Olinero »

Ich bin hier ganz bei Hofi, dass die Regeln (hier in Bezug auf das Kampfende) möglichst klar und unmissverständlich sein sollten. Eine Regelung der Art, dass der Kampf beim ersten Mate nach Ablauf der Kampfzeit endet, wäre zwar nicht ganz ohne Vorbild, da es meines Wissens nach im Rugby so ist, dass eine Halbzeit bei der ersten Unterbrechung nach Ablauf der Zeit endet, allerdings ist es beim Rugby mitunter eindeutiger, wann es zur Spielunterbrechung kommt, als beim Judo. Hier würde ich einerseits befürchten, dass dies ein Schritt in die Richtung wäre, dass Kampfrichter u.U. stärker über den Kampfausgang entscheiden könnten durch ihre Regelinterpretation und andererseits, dass diese Regelung zu unerwünschten Auswüchsen führen würde hinsichtlich der möglichen Art und Weise, wie diese Regel wieder ausgenutzt wird. Man stelle sich folgende Situation (die es in der Praxis ständig gibt) vor: Kämpfer A führt mit Yuko oder Waza-ari, hat keinen oder nur einen Shido, die Kampfzeit läuft ab, man befindet sich in Tachi-waza. Er weiß jetzt, dass er bei dem nächsten "Mate" sofort gewonnen hat. Was wird er wohl tun? Mein Tipp wäre: Scheinangriff. Darauf folgt dann "Mate", Shido (Nummer eins oder zwei), Sieg. Das kann es doch auch nicht sein.

Zum eigentlichen Thema: Die lebenslange Sperre in der Bundesliga ist erfolgt. Alle anderen Verfahren laufen noch.
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Hofi
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Re: Die Judowerte, gelebt auf höchster Ebene

Beitrag von Hofi »

Die lebenslange Sperre für die Bundesliga war zu erwarten. Den Kampf aus der ersten Runde hätte ich allerdings eher als nicht stattgefunden gewertet. damit 7:6 für Leipzig. Denn gut war das Verhalten von Cavelius in Runde 1 definitiv auch nicht.
Gibt es denn irgendwo die Situation aus Runde 1 komplett? Finde es nur so geschnitten, dass der Georgier mindestens auf einem Bein oben ist. Mal abgesehen davon, dass ich als Kämpfer für die Aktion eigentlich keinen Ippon sehen will.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.

Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
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Re: Die Judowerte, gelebt auf höchster Ebene

Beitrag von Bodnus Carlsen »

Nach Ansicht des ersten und des zweiten Kampfes komme ich zu der Meinung, dass Cavelius nach dem ersten Kampf Hansoku-make hätte bekommen müssen. Damit rechtfertige ich in keiner Weise das Verhalten von Japaridze!
Es bleibt für mich die Erkenntnis, dass unsportliches Verhalten im Ansatz bestraft werden sollte, um Eskalationen zu vermeiden.
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Re: Die Judowerte, gelebt auf höchster Ebene

Beitrag von Bodnus Carlsen »

Hofi hat geschrieben: 22.09.2026, 13:12 Gibt es denn irgendwo die Situation aus Runde 1 komplett? Finde es nur so geschnitten, dass der Georgier mindestens auf einem Bein oben ist. Mal abgesehen davon, dass ich als Kämpfer für die Aktion eigentlich keinen Ippon sehen will.
Hier der Link: https://sporteurope.tv/jcleipzig/1-judo ... -abensberg.
Die entscheidenden Szenen aus Kampf 1 sind ab ca. 36:00.
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Hofi
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Re: Die Judowerte, gelebt auf höchster Ebene

Beitrag von Hofi »

Danke!
Also da einen Ippon zu geben mögen die Regeln irgendwie hergeben, aber weder als Kämpfer noch als Trainer will ich für sowas einen Ippon sehen. Das Verhalten von Cavelius, nachdem die Entscheidung steht, geht aber auch gar nicht. Ich halte es für hochgradig albern. Und wahrscheinlich würden die Regeln das HSM hergeben. Aber er geht halt niemand körperlich an und offensichtlich auch nicht verbal in einer Form, dass die KR der Ansicht waren, das HSM ziehen zu müssen. In erster Linie macht er sich mit dem Verhalten lächerlich. Und wenn sich der Georgier schon davon provozieren lässt, dass sich sein Gegner lächerlich macht, hat er auf der Matte nichts zu suchen.
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