Wirtschaftsunternehmen DJB
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Der Leistungsgedanke
Auszug eines Statements von Leistungssport-Vorstand des DJB, Michael Bazynski, abgebildet im verlinkten Artikel: https://www.lvz.de/sport/regional/leipz ... NYVEA.html
„ [...] Judo darf nicht nur im Umfeld von sechs Städten entwickelt werden. Wir können uns keine weißen Flecken auf der Landkarte leisten, wenn es ums Finden und Fördern der Talente geht.“ [...] „Die größten Talente gibt es erfahrungsgemäß in den Dörfern und kleineren Orten, wo die Kinder sich noch stärker an der Luft bewegen als in den Städten“, so der 67-Jährige, der mit dem Judo-Bund einige Trends der Gesellschaft den Kampf angesagt hat: „Leistung ist teils verpönt, viele wollen bequem durchs Leben gehen. Und einige finden es unmenschlich, wenn die Kinder nach der Schule noch zum Training gehen. Zum Glück würden dies nicht alle so sehen. [...] “
Verweichlichung ist also die Diagnose der DJBschen Gesellschaftsanalyse. So einfach ist das also. Tja, dann "kämpft" mal und hofft, dass eure Idee vom Judoleistungssport und das Leistungssportsystem in Deutschland gerade in diesen Zeiten nachhaltig überzeugen können...
„ [...] Judo darf nicht nur im Umfeld von sechs Städten entwickelt werden. Wir können uns keine weißen Flecken auf der Landkarte leisten, wenn es ums Finden und Fördern der Talente geht.“ [...] „Die größten Talente gibt es erfahrungsgemäß in den Dörfern und kleineren Orten, wo die Kinder sich noch stärker an der Luft bewegen als in den Städten“, so der 67-Jährige, der mit dem Judo-Bund einige Trends der Gesellschaft den Kampf angesagt hat: „Leistung ist teils verpönt, viele wollen bequem durchs Leben gehen. Und einige finden es unmenschlich, wenn die Kinder nach der Schule noch zum Training gehen. Zum Glück würden dies nicht alle so sehen. [...] “
Verweichlichung ist also die Diagnose der DJBschen Gesellschaftsanalyse. So einfach ist das also. Tja, dann "kämpft" mal und hofft, dass eure Idee vom Judoleistungssport und das Leistungssportsystem in Deutschland gerade in diesen Zeiten nachhaltig überzeugen können...
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- Hofi
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Re: Wirtschaftsunternehmen DJB
Es gibt sicher viele Gründe. Aber dass es schwieriger geworden ist in den letzten 30 Jahren, die ich Trainer bin, Kinder zur Wettkampfteilnahme zu motivieren, sehe ich durchaus. Und Judo-Wettkampf gibt Dir halt sehr direkt und manchmal auch körperlich schmerzhaft die Rückmeldung, ob das, was Du trainiert hast, tatsächlich funktioniert. Und das muss man abkönnen.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
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Der nächste Paukenschlag
https://www.judobund.de/aktuelles/news/ ... em-djb-aus
Irgendwie scheint die Bundestrainerstelle für die Männer (in doppelter Hinsicht) entweder nicht sonderlich attraktiv zu sein oder man schafft es einfach nicht, sie mit Personen zu besetzen die sie zeit- und anforderungsgemäß (insbesondere bzgl. der Kommunikationsfähigkeiten) ausfüllen können. Auf Spittka hatte man beim DJB ja große Stücke gehalten, davon scheint nicht viel übrig geblieben zu sein.
Immerhin läuft es bei den Frauen nachwievor sehr gut und es besteht berechtigte Hoffnung, dass einige Nachwuchsjudoka einen reflektierten Weg im Judoleistungssport gehen.
PS: Die im Coaching-Faden von mir lapidar zusammengesammelten Zitate stammen vor allem vom Ex-Bundestrainer Männer...
Irgendwie scheint die Bundestrainerstelle für die Männer (in doppelter Hinsicht) entweder nicht sonderlich attraktiv zu sein oder man schafft es einfach nicht, sie mit Personen zu besetzen die sie zeit- und anforderungsgemäß (insbesondere bzgl. der Kommunikationsfähigkeiten) ausfüllen können. Auf Spittka hatte man beim DJB ja große Stücke gehalten, davon scheint nicht viel übrig geblieben zu sein.
Immerhin läuft es bei den Frauen nachwievor sehr gut und es besteht berechtigte Hoffnung, dass einige Nachwuchsjudoka einen reflektierten Weg im Judoleistungssport gehen.
PS: Die im Coaching-Faden von mir lapidar zusammengesammelten Zitate stammen vor allem vom Ex-Bundestrainer Männer...
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Zweiter Paukenschlag
Beim DJB oder in der deutschen Presse liest man bisher gar nichts dazu. Auch Michael Bazynski verlässt seine Position.
https://judoinside.com/news/7769/Micha ... ation_role
https://judoinside.com/news/7768/German ... ort_tenure
Über die wahren Gründe kann man spekulieren, aber eigentlich ist es auch einigermaßen offensichtlich. Jedenfalls konnte man beide offenkundig nicht halten oder überzeugen, was vielleicht auch auf Gegenseitigkeit beruhte.
Ergänzung, nun auch offiziell vom DJB: https://www.judobund.de/aktuelles/news/ ... tt-zurueck Klingt jedenfalls deutlich wärmer, als beim Bundestrainer a.D..
Wer wird nun die beiden N.N. befüllen? Der Markt mit geeigneten Kanidat:innen ist sehr übersichtlich. Und wo sieht sich der DJB in seiner selbsternannten Rolle als "Wirtschaftsunternehmen" aktuell? Welche Äquivalenzen der beiden Poistionen gibt es im Vergleich zu anderen Wirtschaftsunternehmen in der gleichen Branche, in der sich der DJB verortet (ja, in welcher Branche eigentlich)?
https://judoinside.com/news/7769/Micha ... ation_role
https://judoinside.com/news/7768/German ... ort_tenure
Über die wahren Gründe kann man spekulieren, aber eigentlich ist es auch einigermaßen offensichtlich. Jedenfalls konnte man beide offenkundig nicht halten oder überzeugen, was vielleicht auch auf Gegenseitigkeit beruhte.
Ergänzung, nun auch offiziell vom DJB: https://www.judobund.de/aktuelles/news/ ... tt-zurueck Klingt jedenfalls deutlich wärmer, als beim Bundestrainer a.D..
Wer wird nun die beiden N.N. befüllen? Der Markt mit geeigneten Kanidat:innen ist sehr übersichtlich. Und wo sieht sich der DJB in seiner selbsternannten Rolle als "Wirtschaftsunternehmen" aktuell? Welche Äquivalenzen der beiden Poistionen gibt es im Vergleich zu anderen Wirtschaftsunternehmen in der gleichen Branche, in der sich der DJB verortet (ja, in welcher Branche eigentlich)?
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"Wir sind KEIN Unternehmen"
Es dämmert langsam:
https://www.judobund.de/fileadmin/user_ ... hannes.pdf
An der einen oder anderen Stelle hätte man die Reflektion sicher strukturieren, präzisieren und von dem einen oder anderen fachlichen Fehler befreien können, aber immerhin gibt es mal sowas wie eine Stellungnahme. Die Grundprobleme kann man mehr oder weniger direkt herauslesen, auch weil beispielhaft konkrete, dysunktionale Prozesse genannt werden. Sie scheinen alle Ebenen des Verbands- und Mitgliedermanagements zu betreffen und systematischer Natur zu sein.
Ich frage mich aber, wer denn nun der DJB sein soll (und will) und wer sich dem Dachverband zugehörig fühlt - wen meint er also genau? Ich kenne so einige Vereine samt ihrer Ehrenamtlichen, die zwar dem DJB angeschlossen sind, sich aber abgesehen von den üblichen Verpflichtungen nicht weiter verbunden fühlen, sich eher mit Verein oder Landesverband identifizieren. Das ist eben auch die Ebene, wo konkrete Wirkungen erzielt werden.
Daneben gibt es ja im DJB Ehrenamtliche, die gleichwohl hauptamtliche Stellen im deutschen Sport besetzen, freilich ohne Arbeitspapier mit dem DJB - das ist nochmal eine ganz eigene Gruppe und hat mit den Vereinsehrenamtlichen wenig zu tun. Ich lese die Stellungnahme so, dass vor allem auch die gemeint sind. Neben allen Lobes (aus der Wirtschaft kenne ich das als Obstkorb-Rhetorik) scheinen hier gleichzeitig ungenutzte als auch überbeanspruchte Potenziale zu liegen.
https://www.judobund.de/fileadmin/user_ ... hannes.pdf
An der einen oder anderen Stelle hätte man die Reflektion sicher strukturieren, präzisieren und von dem einen oder anderen fachlichen Fehler befreien können, aber immerhin gibt es mal sowas wie eine Stellungnahme. Die Grundprobleme kann man mehr oder weniger direkt herauslesen, auch weil beispielhaft konkrete, dysunktionale Prozesse genannt werden. Sie scheinen alle Ebenen des Verbands- und Mitgliedermanagements zu betreffen und systematischer Natur zu sein.
Ich frage mich aber, wer denn nun der DJB sein soll (und will) und wer sich dem Dachverband zugehörig fühlt - wen meint er also genau? Ich kenne so einige Vereine samt ihrer Ehrenamtlichen, die zwar dem DJB angeschlossen sind, sich aber abgesehen von den üblichen Verpflichtungen nicht weiter verbunden fühlen, sich eher mit Verein oder Landesverband identifizieren. Das ist eben auch die Ebene, wo konkrete Wirkungen erzielt werden.
Daneben gibt es ja im DJB Ehrenamtliche, die gleichwohl hauptamtliche Stellen im deutschen Sport besetzen, freilich ohne Arbeitspapier mit dem DJB - das ist nochmal eine ganz eigene Gruppe und hat mit den Vereinsehrenamtlichen wenig zu tun. Ich lese die Stellungnahme so, dass vor allem auch die gemeint sind. Neben allen Lobes (aus der Wirtschaft kenne ich das als Obstkorb-Rhetorik) scheinen hier gleichzeitig ungenutzte als auch überbeanspruchte Potenziale zu liegen.
Wenn man das Schreiben zwischenzeilig liest, kann man das auch als eine Art Brandbrief verstehen. Er wünscht sich den Idealismus der Ehrenämtler (und seinen eigenen) auch in der hauptamtlichen Ebene, kann aber eigentlich nichts bieten, weil der Verband klamm ist und es große Widerstände auf verschiedenen Ebenen gibt. Er benennt also Ziele, für derer Bearbeitung und Erreichung die Voraussetzungen offensichtlich (noch?) nicht gegeben sind. Der Pathos im Fazit kann das sicher nur eine begrenzte Zeit lang überdecken, irgendwann müssen sich auch Erfolge einstellen.Wir sind kein Unternehmen und unseren Ehrenamtlichen keine Mitarbeitenden
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Re: Wirtschaftsunternehmen DJB
Ich glaube, das Selbstverständnis des Gesamtsystems DJB-LV-Verein-Vereinsmitglied ist irgendwie falsch.
Letztlich ist der DJB ja nur ein Verein, dessen Mitglieder die LV sind.
Und ein LV ist auch nur ein Verein, dessen Mitglieder Vereine sind.
Und erst ein Verein hat dann "echte" Mitglieder.
Ungünstigerweise betrachtet man aber LVs u. DJB einerseits als "Obrigkeit" und erwartet andererseits
deshalb wahrscheinlich zuviel von dieser "Obrigkeit", was diese aus den im Artikel angedeuteten
Spannungsfeld: Fachkompetenz, Personaldecke u. Ehrenamt gar nicht mehr bewältigen können ...
Letztlich ist der DJB ja nur ein Verein, dessen Mitglieder die LV sind.
Und ein LV ist auch nur ein Verein, dessen Mitglieder Vereine sind.
Und erst ein Verein hat dann "echte" Mitglieder.
Ungünstigerweise betrachtet man aber LVs u. DJB einerseits als "Obrigkeit" und erwartet andererseits
deshalb wahrscheinlich zuviel von dieser "Obrigkeit", was diese aus den im Artikel angedeuteten
Spannungsfeld: Fachkompetenz, Personaldecke u. Ehrenamt gar nicht mehr bewältigen können ...
Mit freundlichem Gruß
Fritz
Fritz
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Re: Wirtschaftsunternehmen DJB
Das Problem ist, man muss eine Verbindung zwischen Einzelmitglied, Verein, (in Bayern noch der Bezirk dazwischen) Landesverband, DJB schaffen.
Das Einzelmitglied im Verein muss sehen, dass die oberen Ebenen auch ihm zu Gute kommen. Dazu braucht es aber schon in den Vereinsführungen, die bereit sind, zumindest mit der nächsthöheren Ebene zusammenzuarbeiten, soweit möglich mal eine Halle für eine Veranstaltung anzubieten, wenn der Bezirkstrainer ein Jugendtraining/Kata-Workshop anbieten will. Und dann eben erleben, dass hier dann auch eine Förderung der eigenen Mitglieder durch eine solche Maßnahme erfolgt.
Dann wird auch klarer, warum die Jahressichtmarke, sprich Verbandsabgabe das kostet, was sie kostet. Und die Funktionäre (Ehren- wie Hauptamtler) müssen wissen, welche Bedürfnisse die Leute vor Ort haben. Wo die Probleme sind, warum Vereine nicht in der Lage oder willens sind, z.B. Veranstaltungen auszurichten.
Und dann muss man sich klar sein, welche Aufgaben im Ehrenamt möglich sind und welche ein Hauptamt erfordern. Und auch hier muss dann aber klar (nach "unten") kommuniziert werden, welche Aufgaben die jeweiligen Rollen haben und welche Erwartungen man an diese jeweils haben darf.
Das Einzelmitglied im Verein muss sehen, dass die oberen Ebenen auch ihm zu Gute kommen. Dazu braucht es aber schon in den Vereinsführungen, die bereit sind, zumindest mit der nächsthöheren Ebene zusammenzuarbeiten, soweit möglich mal eine Halle für eine Veranstaltung anzubieten, wenn der Bezirkstrainer ein Jugendtraining/Kata-Workshop anbieten will. Und dann eben erleben, dass hier dann auch eine Förderung der eigenen Mitglieder durch eine solche Maßnahme erfolgt.
Dann wird auch klarer, warum die Jahressichtmarke, sprich Verbandsabgabe das kostet, was sie kostet. Und die Funktionäre (Ehren- wie Hauptamtler) müssen wissen, welche Bedürfnisse die Leute vor Ort haben. Wo die Probleme sind, warum Vereine nicht in der Lage oder willens sind, z.B. Veranstaltungen auszurichten.
Und dann muss man sich klar sein, welche Aufgaben im Ehrenamt möglich sind und welche ein Hauptamt erfordern. Und auch hier muss dann aber klar (nach "unten") kommuniziert werden, welche Aufgaben die jeweiligen Rollen haben und welche Erwartungen man an diese jeweils haben darf.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
Das Wirtschaftsunternehmen DJB - und der Verein
Der Verein
Ist in erster Instanz eine Begegnungsstätte, ein Anlauf- oder Treffpunkt. Hier werden soziale Kontakte gepflegt; "man lernt etwas, man gewinnt etwas." Besonders wichtig ist hierbei der Ort, an dem man sich begegnet und die Sympathien, die man für die anderen Lebewesen der Gruppe empfindet. Man muss sich wohlfühlen. Vielleicht auch beschützt vom Alltagsdesaster. Ich denke, dieses gilt unabhängig vom Lebensalter der Mitglieder und Besucher, also für "jung und alt".
Die Gruppe (innerhalb der Organisationsstruktur namens Verein) ist also eine Erweiterung der Familie, manchmal auch (nur) ein rettender Ersatz für die Familie. Sie kann ebenfalls eine Ergänzung zur ordinären Schule sein, denn wir lernen und üben ein spezifisches Programm.
#
Auf diesen skizzierten Punkt lässt sich alles zusammenfassen, wird er nicht erfüllt, ist der Wunsch / das Projekt /die Gruppe / die Disziplin / der Verein - das Unternehmen zum Scheitern verurteilt.
Vielleicht müssen wir (die Gemeinschaft der DJB Judotreibenden oder auch schlicht: der Bundesbürger und natürlich auch die Bundesbürgerin sowie alle geschlechtslosen Bundesbürgenden ...)
erst wieder lernen "ordentliche, kleine, gehaltvolle Brötchen zu backen"? Vor Ort!
Ist in erster Instanz eine Begegnungsstätte, ein Anlauf- oder Treffpunkt. Hier werden soziale Kontakte gepflegt; "man lernt etwas, man gewinnt etwas." Besonders wichtig ist hierbei der Ort, an dem man sich begegnet und die Sympathien, die man für die anderen Lebewesen der Gruppe empfindet. Man muss sich wohlfühlen. Vielleicht auch beschützt vom Alltagsdesaster. Ich denke, dieses gilt unabhängig vom Lebensalter der Mitglieder und Besucher, also für "jung und alt".
Die Gruppe (innerhalb der Organisationsstruktur namens Verein) ist also eine Erweiterung der Familie, manchmal auch (nur) ein rettender Ersatz für die Familie. Sie kann ebenfalls eine Ergänzung zur ordinären Schule sein, denn wir lernen und üben ein spezifisches Programm.
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Auf diesen skizzierten Punkt lässt sich alles zusammenfassen, wird er nicht erfüllt, ist der Wunsch / das Projekt /die Gruppe / die Disziplin / der Verein - das Unternehmen zum Scheitern verurteilt.
Vielleicht müssen wir (die Gemeinschaft der DJB Judotreibenden oder auch schlicht: der Bundesbürger und natürlich auch die Bundesbürgerin sowie alle geschlechtslosen Bundesbürgenden ...)
erst wieder lernen "ordentliche, kleine, gehaltvolle Brötchen zu backen"? Vor Ort!
Unsere Kinder
JUDO als VereinssportHofi hat geschrieben: 05.03.2026, 14:17 Es gibt sicher viele Gründe. Aber dass es schwieriger geworden ist in den letzten 30 Jahren, die ich Trainer bin, Kinder zur Wettkampfteilnahme zu motivieren, sehe ich durchaus. Und Judo-Wettkampf gibt Dir halt sehr direkt und manchmal auch körperlich schmerzhaft die Rückmeldung, ob das, was Du trainiert hast, tatsächlich funktioniert. Und das muss man abkönnen.
über eine "Wettkampfteilnahme" zu definieren, ist im Kontext "KIND" ein Kardinalfehler.
Ganz gleich wie "verweichlicht" unser heutiger Nachwuchs zu sein scheint, und wir über Ursachen lamentieren könnten - der Gewinn liegt im konstruktiven Miteinander, dem Lernen und der damit verbundenen Freude (an der Bewegung).
Das Kindesalter ist die Grundschule, die stärkende Basis' für alles was einem Individuum noch als Brandung entgegenschlagen wird. Sieg & Niederlage kann später in Erscheinung treten, eben erst dann, wenn man gelernt hat, diese Erfahrungen zu verwerten ("abzukönnen").
Kinder müssen "spielen". Im Spiel lernen sie - und über das Spielen motivieren wir sie, alles verständnisvoll und spielend.
Das Unternehmen ...
Es liegt ein eklatanter Interessenskonflikt "der einzelnen Ebenen & Organisationseinheiten" vor. Wobei uns allen offensichtlich ist, wer die eigentliche Arbeit leistet. Das Fundament legt das Individuum vor Ort, es handelt sich dabei um die Elternteile und die Lehrer (auf Neudeutsch: die Lehrenden, oder das Lehrende ..!). In den vergangenen Jahrzehnten hat ein dubioser Prozess Einzug in unsere gesellschaftlichen Normen gehalten: wir "sprachverdummen", es fehlt uns das notwendige Vokabular, um grundsätzliche Gedanken überhaupt denken zu können. Wir "gendern", ergehen uns in belanglosen Aufzählungen und abgebrochenen Halbsätzen mit "Wortwolken", laufen "in Vorhalte" mit dem Smartphone durch die Gegend - oder lassen uns dabei von unseren unzähligen Hunden ziehen.
Wir produzieren und konsumieren; werden jede Minute dümmer, durch "bunten, eindimensionalen, digitalen Datenmüll". Auf die Idee, uns zu fragen, was der Entwicklung unserer Sprösslinge zuträglich oder abträglich ist, kommen wir gar nicht mehr - gleichzeitig fliegt unser tägliche Plastikmüll durch die Straßen und über landwirtschaftliche Nutzflächen, sogenannte Felder.
Was ist das ursächliche Übel' allen Übels? Der Ofen ist komplett aus. Die Notbremse muss gezogen werden, könnte man naiv ausrufen - doch vorerst führen wir ordentlich Kriege und generieren Baustellen über Baustellen.
Blicken wir uns doch einmal um, und stellen uns ernsthaft die Frage: wie kann ich als einzelner Mensch (m/w/d) dieses gegenwärtige Desaster positiv beeinflussen und signifikant ändern. Gar nicht 'lautet die Antwort.
Ich stelle fest: wir halten uns selbst nicht artgerecht. Punkt. Fertig und aus.
#
Zum Wirtschaftsunternehmen DJB
kann man absolut nichts Konstruktives mehr sagen oder beitragen.
Mein Appell lautet:
Schnappt Euch ein paar "Dorfkinder" und spielt mit ihnen auf dem Rasen des Dorfplatzes, geschützt durch den Schatten mächtiger, alter Eichenbäume. Wo sind sie geblieben, die Dorfkinder, die Rasenplätze, die Bäume - und was soll ich mit ihnen spielen? Judo.
Was spricht dagegen?
Alles!
Wir produzieren und konsumieren; werden jede Minute dümmer, durch "bunten, eindimensionalen, digitalen Datenmüll". Auf die Idee, uns zu fragen, was der Entwicklung unserer Sprösslinge zuträglich oder abträglich ist, kommen wir gar nicht mehr - gleichzeitig fliegt unser tägliche Plastikmüll durch die Straßen und über landwirtschaftliche Nutzflächen, sogenannte Felder.
Was ist das ursächliche Übel' allen Übels? Der Ofen ist komplett aus. Die Notbremse muss gezogen werden, könnte man naiv ausrufen - doch vorerst führen wir ordentlich Kriege und generieren Baustellen über Baustellen.
Blicken wir uns doch einmal um, und stellen uns ernsthaft die Frage: wie kann ich als einzelner Mensch (m/w/d) dieses gegenwärtige Desaster positiv beeinflussen und signifikant ändern. Gar nicht 'lautet die Antwort.
Ich stelle fest: wir halten uns selbst nicht artgerecht. Punkt. Fertig und aus.
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Zum Wirtschaftsunternehmen DJB
kann man absolut nichts Konstruktives mehr sagen oder beitragen.
Mein Appell lautet:
Schnappt Euch ein paar "Dorfkinder" und spielt mit ihnen auf dem Rasen des Dorfplatzes, geschützt durch den Schatten mächtiger, alter Eichenbäume. Wo sind sie geblieben, die Dorfkinder, die Rasenplätze, die Bäume - und was soll ich mit ihnen spielen? Judo.
Was spricht dagegen?
Alles!
Nach dem (täglichen) Schulbesuch
„Leistung ist teils verpönt, viele wollen bequem durchs Leben gehen. Und einige finden es unmenschlich, wenn die Kinder nach der Schule noch zum Training gehen. Zum Glück würden dies nicht alle so sehen. [...] “
Oh,
jenes kann man sehr gut nachvollziehen. Nach einem zehn Stunden Arbeitstag /Ganztagsbetreuungs-Schultag möchte ein 6- bis 19-jähriges Kind auch einmal zur Ruhe kommen können. Nach dieser nervlichen Anstrengung entspannt man am liebsten mit dem virtuellen Besuch eines sozialen Raumes, Netzwerk oder Forums' ein beunruhigendes, in jeder Form gewaltverherrlichendes Online-Game ... oder der digitale Fahrsimulator ... mein Elektro-Tesla mit 17! wartet bereits an der Wandkiste (wallbox) ...
u.s.w.
"Wir haben keine Zeit mehr."
Oh,
jenes kann man sehr gut nachvollziehen. Nach einem zehn Stunden Arbeitstag /Ganztagsbetreuungs-Schultag möchte ein 6- bis 19-jähriges Kind auch einmal zur Ruhe kommen können. Nach dieser nervlichen Anstrengung entspannt man am liebsten mit dem virtuellen Besuch eines sozialen Raumes, Netzwerk oder Forums' ein beunruhigendes, in jeder Form gewaltverherrlichendes Online-Game ... oder der digitale Fahrsimulator ... mein Elektro-Tesla mit 17! wartet bereits an der Wandkiste (wallbox) ...
u.s.w.
"Wir haben keine Zeit mehr."
Re: Unsere Kinder
Sich mit einander zu messen und in den Wettstreit zu treten, ist allerdings auch etwas, was viele Kinder gern tun. Und das Lernen der Erfahrungs-Verwertung bzgl. Sieg u. Niederlage geht nun leider nicht ganz ohne die Erfahrung selbst. Wenn ich Kinder befrage, die zum Judo gehen wollen, warum sie das tun - von denen, die einen Grund haben jenseits "Mama hat gesagt", redet keinerHBt. hat geschrieben: 10.04.2026, 12:36 Ganz gleich wie "verweichlicht" unser heutiger Nachwuchs zu sein scheint, und wir über Ursachen lamentieren könnten - der Gewinn liegt im konstruktiven Miteinander, dem Lernen und der damit verbundenen Freude (an der Bewegung).
Das Kindesalter ist die Grundschule, die stärkende Basis' für alles was einem Individuum noch als Brandung entgegenschlagen wird. Sieg & Niederlage kann später in Erscheinung treten, eben erst dann, wenn man gelernt hat, diese Erfahrungen zu verwerten ("abzukönnen").
von konstruktivem Miteinander u. der damit verbundenen Bewegungsfreude - was man auch hervorragend ohne Kampfsport anderswo erleben kann -
die reden von "sich wehren können" oder ähnlichem ...
Mit freundlichem Gruß
Fritz
Fritz
Die Selbstverteidigung (?)
Das ist ein Aspekt den wir Übungsleiter wandeln könn(t)en, ohne dabei dieses Ziel aus den Augen zu verlieren - und den die Marketingabteilung gezielt nutzen und ansprechen kann. Sportvereine mit ihren Abteilungen, hier die "Judodivision", sind somit nichts weiter als ein weiterer Anbieter auf dem Markt der "Selbstverteidigung und Selbstbehauptung". JUDO muss sich folgerichtig gegenüber "Kids-WingTsun, JuJutsu, MMA, Boxen, Fechten, Waffenkünste ... durchsetzen und absetzen können, um Konkurenzfähig zu werden.Fritz hat geschrieben: 12.04.2026, 22:18
(...)
die reden von "sich wehren können" oder ähnlichem ...
Was stärkt das Selbstvertrauen? Der Besuch & die Teilnahme am spezifischen Übungsbetrieb, der Sport innerhalb einer Gruppe von Gleichgesinnten, die Schule oder die praktische Erprobung der erworbenen Fähigkeiten?
#
Man kann den Wunsch nach der eigenen Wehrfähigkeit (des Kindes) vielleicht etwas gezielter ansprechen, als es üblicherweise getan wird.
Was würde man aus heutiger Sicht dazu sagen?
Kind -> Jugendlicher - Erwachsener -> international erfolgreicher Athlet -> Berufseinstieg -> Finanzierung des Lebens -> Freizeittätigkeit(en).
Wen in dieser Kette suchen die Sportvereine, die Abteilungen?
Wie sprechen wir sie (jeweils) erfolgreich an?
#
Wahrscheinlich ist der Aspekt der Wehrfähigkeit doch deutlich unterbelichtet und man könnte ihn in ein besseres Licht rücken. Als Übungsleiter interessiert mich die Vermarktung und die Wirtschaftlichkeit im Allgemeinen ja nur perifer. Ich brauche Material, also Schüler -> ist das nicht ziemlich egoistisch gedacht? Ohne Partner kann ich nur mit mir alleine üben. Deshalb sollte man auch den Aspekt des Miteinanders herausstreichen.
Naja,
wir kennen das - und Endloswiederholungen sind Energieverschwendung.
#
"Das Verweichlichungsargument" ist in gewisser Weise perfide, denn das Gegenteil ist Gewalt -> nach den Jahrzehnten der/von Gewalt & der Verluste, kommt der Pazifismus unweigerlich zurück. Momentan sucht der Mensch(?) das Heil im Krieg. Die Probleme und der Wohlstand sind uns (allen) über den Kopf gewachsen. Alles ist im Streaming nichts weiter als eine "blaue Kachel" ...
Auf welches Vermartungskonzept wollen wir (als Vereine, als Verbund, als DJB - er ist von mannigfaltigen Parametern abhängig) setzen?
Ein Wirtschaftsunternehmen benötigt Gewinne.
Nebenaspekt(e)
Zur Wehrfähigkeit,
der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung "in der Entwicklungsgeschichte eines Kindes zum Erwachsenen"
Gehört auch die Diskussion um die allgemeine "Wehrpflicht",
also das weitere (schulische) Abenteuer BUNDESWEHR. In meinen Augen kann man als junger Mensch "hier" sehr viel lernen - Kost und Logie frei, heute sogar mit einem extrem großzügigem Gehalt.
Wenn wir die Angelegenheit (die offensichtlichen Probleme) schon angehen und reformieren wollen, dann bitte auch korrekt, nachhaltig und umfänglich.
Wie soll ein Sportverein des 21. Jahrhunderts aussehen und aufgestellt sein? Alles noch ohne das "Material", den Menschen (jung und alt) versteht sich ...

Kann sich der Sport vernünftig in diese gesellschaftlichen Entwicklungsdebatten' gewinnbringend (zukunftssicher) einbringen?
Aufgaben haben wir (alle) zuhauf.
Das Lebenserhaltungssystem des Raumschiffes Erde stirbt gerade - auch diese Rettung kann man sich mit auf die Fahne (Agenda) schreiben, wenn die Judoschule mehr sein will als eine Vorstufe zur militärischen Erziehung.
Welche Mittel sind uns recht, als Wirtschaftsunternehmen?
#
Alle diese mitschwingenden Gedanken sind selbstverständlich für den "Erstkontakt" mit dem 6 bis 10jährigem Kind irrelevant. Vielleicht sind Sportvereine nichts weiter als ein Transportunternehmen, ein Übergang in die Erwachsenenwelt - und wir müssen die Ebenen deutlich von einander trennen, also differenzieren.
Ohne Nachwuchs wird es allerdings keine Athleten mehr (auf "blauen Streaming-Kacheln") geben, und das Marketing muss sich neue Aufgaben suchen.
der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung "in der Entwicklungsgeschichte eines Kindes zum Erwachsenen"
Gehört auch die Diskussion um die allgemeine "Wehrpflicht",
also das weitere (schulische) Abenteuer BUNDESWEHR. In meinen Augen kann man als junger Mensch "hier" sehr viel lernen - Kost und Logie frei, heute sogar mit einem extrem großzügigem Gehalt.
Wenn wir die Angelegenheit (die offensichtlichen Probleme) schon angehen und reformieren wollen, dann bitte auch korrekt, nachhaltig und umfänglich.
Wie soll ein Sportverein des 21. Jahrhunderts aussehen und aufgestellt sein? Alles noch ohne das "Material", den Menschen (jung und alt) versteht sich ...
Kann sich der Sport vernünftig in diese gesellschaftlichen Entwicklungsdebatten' gewinnbringend (zukunftssicher) einbringen?
Aufgaben haben wir (alle) zuhauf.
Das Lebenserhaltungssystem des Raumschiffes Erde stirbt gerade - auch diese Rettung kann man sich mit auf die Fahne (Agenda) schreiben, wenn die Judoschule mehr sein will als eine Vorstufe zur militärischen Erziehung.
Welche Mittel sind uns recht, als Wirtschaftsunternehmen?
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Alle diese mitschwingenden Gedanken sind selbstverständlich für den "Erstkontakt" mit dem 6 bis 10jährigem Kind irrelevant. Vielleicht sind Sportvereine nichts weiter als ein Transportunternehmen, ein Übergang in die Erwachsenenwelt - und wir müssen die Ebenen deutlich von einander trennen, also differenzieren.
Ohne Nachwuchs wird es allerdings keine Athleten mehr (auf "blauen Streaming-Kacheln") geben, und das Marketing muss sich neue Aufgaben suchen.
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Re: Unsere Kinder
Alles unter Süddeutscher U21 ist Training. Und niemand käme auf die Idee fünf Jahre ins Fußball-Training zu gehen, ohne an einem Spiel teilnehmen zu wollen. Aber im Fußball hat man halt 10 andere, die Schuld sein können, selbst wenn man selber grottenschlecht gespielt hat. Und diesen Rückzugsort hat man im Judo nicht. Im Wettkampf kann noch der KR schlecht gewesen sein oder der Gegner unfair. Aber das war es dann schon. Der Rest ist dann halt meine Technik funktioniert nicht. Das gibt es im Randori in reduziertem Maß auch. Und wer regelmäßig richtige, und keine "tu mir nix"-Randoris macht, hat auch im Wettkampf kein Problem. Und wer nur die "tu mir nix" macht, ist sowieso nach spätestens 18 Monaten weg. Wer bleibt erhalten? Die, die in eine vernünftige Gruppe/Mannschaft eingebunden sind.HBt. hat geschrieben: 10.04.2026, 12:36JUDO als VereinssportHofi hat geschrieben: 05.03.2026, 14:17 Es gibt sicher viele Gründe. Aber dass es schwieriger geworden ist in den letzten 30 Jahren, die ich Trainer bin, Kinder zur Wettkampfteilnahme zu motivieren, sehe ich durchaus. Und Judo-Wettkampf gibt Dir halt sehr direkt und manchmal auch körperlich schmerzhaft die Rückmeldung, ob das, was Du trainiert hast, tatsächlich funktioniert. Und das muss man abkönnen.
über eine "Wettkampfteilnahme" zu definieren, ist im Kontext "KIND" ein Kardinalfehler.
Ganz gleich wie "verweichlicht" unser heutiger Nachwuchs zu sein scheint, und wir über Ursachen lamentieren könnten - der Gewinn liegt im konstruktiven Miteinander, dem Lernen und der damit verbundenen Freude (an der Bewegung).
Das Kindesalter ist die Grundschule, die stärkende Basis' für alles was einem Individuum noch als Brandung entgegenschlagen wird. Sieg & Niederlage kann später in Erscheinung treten, eben erst dann, wenn man gelernt hat, diese Erfahrungen zu verwerten ("abzukönnen").
Kinder müssen "spielen". Im Spiel lernen sie - und über das Spielen motivieren wir sie, alles verständnisvoll und spielend.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
Wirtschaftsunternehmen DJB? vs. Basis-Realitäten
Ich gebe Dir ja umfänglich Recht 'Hofi' und verstehe (ziehe nach) Deine Argumentation. Irgendwie ist es ein Paradox und das "berühmte Gesellschaftliche Problem".
"Sich stellen" gehört zur progressiven Entwicklung dazu, sagt man. Wir werden sehen was die Zukunft uns bringen wird. Wie man Kindern bei der Sammlung von Erfahrungen hilfreich zur Seite stehen kann, sollte jeder gute Übungsleiter oder Lehrer wissen und mitbringen.
Womit wir nun auch wieder bei der Personalfrage angelangt sind.
Alles dreht sich im Kreis.
Altersgerechte Turniere
finde ich klasse, sogar auf regelmäßiger Basis.
Unkompliziert, einfach und selbstverständlich ...
aber kein MUSS.
Doch das Kind muss Bestätigung finden, motiviert und belohnt werden. Für die U21 gelten (aus sportartspezifischer Sicht) ganz andere Regeln und Aspekte.
"Sich stellen" gehört zur progressiven Entwicklung dazu, sagt man. Wir werden sehen was die Zukunft uns bringen wird. Wie man Kindern bei der Sammlung von Erfahrungen hilfreich zur Seite stehen kann, sollte jeder gute Übungsleiter oder Lehrer wissen und mitbringen.
Womit wir nun auch wieder bei der Personalfrage angelangt sind.
Alles dreht sich im Kreis.
Altersgerechte Turniere
finde ich klasse, sogar auf regelmäßiger Basis.
Unkompliziert, einfach und selbstverständlich ...
aber kein MUSS.
Doch das Kind muss Bestätigung finden, motiviert und belohnt werden. Für die U21 gelten (aus sportartspezifischer Sicht) ganz andere Regeln und Aspekte.
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Re: Wirtschaftsunternehmen DJB
Hi!
Ja, in gewissem Umfang dreht man sich im Kreis. Man braucht eine breite Basis an Neuzugängen, aus denen man über die Zeit erfolgreiche Wettkämpfer, gute Trainer, Kampfrichter und Vereinshelfer heranziehen kann. Schafft man es nicht, diese Vorbilder zu erschaffen und diese lokal und überregional zu "vermarkten", wird die Basis aus der man diese erschaffen kann kleiner, den ein Sport der den Leuten nicht bekannt ist, wird auch nicht ausprobiert.
Das bedeutet:
- der Verein muss es schaffen eine positive Trainingsatmosphäre zu schaffen, lokal präsent sein und mit den höheren Ebenen (primär Bezirk, Landesverband) interagieren. Und er muss es schaffen, dass die Mitglieder Angebote sowohl des Vereins als auch der höheren Ebenen annehmen (wenn statt des Wettkampfes zum dritten mal die Oma stirbt, wirds halt schwierig
)
-die Funktionäre in Bezirk und Landesverband müssen es schaffen, die Vereine hierbei durch die Organisation überregionaler Maßnahmen zu unterstützen, Angebote für Fortbildungen etc. bieten und diese möglichst auch überregional durch Öffentlichkeitsarbeit repräsentieren
-der DJB muss den Rahmen schaffen, in dem die unteren Ebenen sinnvoll agieren können, muss über Nationalmannschaft und Bundesliga eine erhöhte Aufmerksamkeit für Judo schaffen. Und dazu wird nunmal Geld benötigt, also muss er auch hier professionell auftreten.
Gruß
Hofi
Ja, in gewissem Umfang dreht man sich im Kreis. Man braucht eine breite Basis an Neuzugängen, aus denen man über die Zeit erfolgreiche Wettkämpfer, gute Trainer, Kampfrichter und Vereinshelfer heranziehen kann. Schafft man es nicht, diese Vorbilder zu erschaffen und diese lokal und überregional zu "vermarkten", wird die Basis aus der man diese erschaffen kann kleiner, den ein Sport der den Leuten nicht bekannt ist, wird auch nicht ausprobiert.
Das bedeutet:
- der Verein muss es schaffen eine positive Trainingsatmosphäre zu schaffen, lokal präsent sein und mit den höheren Ebenen (primär Bezirk, Landesverband) interagieren. Und er muss es schaffen, dass die Mitglieder Angebote sowohl des Vereins als auch der höheren Ebenen annehmen (wenn statt des Wettkampfes zum dritten mal die Oma stirbt, wirds halt schwierig
-die Funktionäre in Bezirk und Landesverband müssen es schaffen, die Vereine hierbei durch die Organisation überregionaler Maßnahmen zu unterstützen, Angebote für Fortbildungen etc. bieten und diese möglichst auch überregional durch Öffentlichkeitsarbeit repräsentieren
-der DJB muss den Rahmen schaffen, in dem die unteren Ebenen sinnvoll agieren können, muss über Nationalmannschaft und Bundesliga eine erhöhte Aufmerksamkeit für Judo schaffen. Und dazu wird nunmal Geld benötigt, also muss er auch hier professionell auftreten.
Gruß
Hofi
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
Heimat ist dort, wo man von der Dorfbevölkerung, die einen duzt, gelyncht wird.
Das Unternehmen JUDO
^
Auch hier stimme ich zu, das ist keine Frage.
Es liegt (schlicht) an den finanziellen Mitteln (die einem zur freien Verfügung stehen, die man einfach ausgeben kann) und der Durchsetzungsfähigkeit von Ideen - dabei müssen unbedingt Synergieeffekte auf- u. eintreten.
Hat man die Mittel (und dabei handelt es sich um nichts weiter als Geld, Kapital), dann kann man Ideen /Konzepte /Strategien durchsetzen. Kann man vor Ort nicht überzeugen und Kooperationen schaffen, die dann auch (umsetzen) wollen, dann muss man sich durchsetzen. Das funktioniert heute nur noch mit Kapital. Wenn eine Einzelperson nicht eine altruistische (?) Projektidee und das Geld zur Umsetzung hat, dann muss die Gemeinschaft ein Ziel haben und es verfolgen.
Einen Mäzen
hat die Gemeinschaft nicht, sie muss es selbst schaffen. Ein Ziel -> ein Konzept -> die Umsetzung -> ... Bauphase. Mein diffuses Gefühl vermittelt mir den Eindruck es hapert allerortes.
Vielleicht sind wir (die Gesamtheit) nur satt oder übersättigt,
auch fehlgesteuert
und leben
an unseren spezifischen Bedürfnissen vorbei - werden gemolken ?
Etwas läuft schief, das werden viele Menschen gerne bestätigen. Doch was soll das sein? Bleibt man in diesem (bequemen) Gefühlseindruck gefangen, kann man nichts ändern, nichts bewegen.
"Bewegen" heißt also andere Menschen zu überzeugen, sie zu motivieren, zu berühren. Das geht nur direkt vor Ort, lokale Vorbilder müssen quasi auf der Straße werben und agieren.
Ohne das "Smartphone in der Hand" - als Transportvekikel - benötigt unsere Spezies den direkten Mensch zu Mensch-Kontakt und Sicherheit, klare, verständliche Leitgedanken.
Es muss sich jemand "kümmern"!
Jeder
ist dabei gefragt - und ein Kümmerer - im Kleinen.
#
Darf man sich ein naives Wunder dergestalt wünschen? Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen - und leider muss die Gesamtheit nun durch das generierte Chaos hindurch. Wir steuern durch unser selbstgemachtes Desaster hindurch und suchen dabei den Kurs.
Sport (und unsere Disziplin) ist dabei nur eines der Treibgüter. Vielleicht ein Floß ...
Mehr fällt mir dazu, als Umschreibung, nicht mehr ein -> das Themengebiet ist sehr komplex, wenn die Basis erudiert, zum Treibsand wird, brauchen wir erst einmal wieder festen Boden unter den Füßen.
Auch hier stimme ich zu, das ist keine Frage.
Es liegt (schlicht) an den finanziellen Mitteln (die einem zur freien Verfügung stehen, die man einfach ausgeben kann) und der Durchsetzungsfähigkeit von Ideen - dabei müssen unbedingt Synergieeffekte auf- u. eintreten.
Hat man die Mittel (und dabei handelt es sich um nichts weiter als Geld, Kapital), dann kann man Ideen /Konzepte /Strategien durchsetzen. Kann man vor Ort nicht überzeugen und Kooperationen schaffen, die dann auch (umsetzen) wollen, dann muss man sich durchsetzen. Das funktioniert heute nur noch mit Kapital. Wenn eine Einzelperson nicht eine altruistische (?) Projektidee und das Geld zur Umsetzung hat, dann muss die Gemeinschaft ein Ziel haben und es verfolgen.
Einen Mäzen
hat die Gemeinschaft nicht, sie muss es selbst schaffen. Ein Ziel -> ein Konzept -> die Umsetzung -> ... Bauphase. Mein diffuses Gefühl vermittelt mir den Eindruck es hapert allerortes.
Vielleicht sind wir (die Gesamtheit) nur satt oder übersättigt,
auch fehlgesteuert
und leben
an unseren spezifischen Bedürfnissen vorbei - werden gemolken ?
Etwas läuft schief, das werden viele Menschen gerne bestätigen. Doch was soll das sein? Bleibt man in diesem (bequemen) Gefühlseindruck gefangen, kann man nichts ändern, nichts bewegen.
"Bewegen" heißt also andere Menschen zu überzeugen, sie zu motivieren, zu berühren. Das geht nur direkt vor Ort, lokale Vorbilder müssen quasi auf der Straße werben und agieren.
Ohne das "Smartphone in der Hand" - als Transportvekikel - benötigt unsere Spezies den direkten Mensch zu Mensch-Kontakt und Sicherheit, klare, verständliche Leitgedanken.
Es muss sich jemand "kümmern"!
Jeder
ist dabei gefragt - und ein Kümmerer - im Kleinen.
#
Darf man sich ein naives Wunder dergestalt wünschen? Das Rad lässt sich nicht mehr zurückdrehen - und leider muss die Gesamtheit nun durch das generierte Chaos hindurch. Wir steuern durch unser selbstgemachtes Desaster hindurch und suchen dabei den Kurs.
Sport (und unsere Disziplin) ist dabei nur eines der Treibgüter. Vielleicht ein Floß ...
Mehr fällt mir dazu, als Umschreibung, nicht mehr ein -> das Themengebiet ist sehr komplex, wenn die Basis erudiert, zum Treibsand wird, brauchen wir erst einmal wieder festen Boden unter den Füßen.
Die Spielregeln
Der Verband muss professionell auftreten und aufgestellt sein.Und dazu wird nunmal Geld benötigt, also muss er auch hier professionell auftreten.
Auf jeden Fall!
Doch diese Professionalität scheint (ganz allgemein) zu einem komischen Spiel mutiert zu sein, dessen Regeln oftmals eigentümliche Formen annehmen können. Es treten Abfärbeeffekte auf, die nebulös als Unredlichkeit (oder Egoismus) wahrgenommen werden könn(t)en, doch nichts weiter als eine Verselbständigung sind (Eigendynamik).
Da die berühmte Brechstange nichts bringt, müssen wir uns weitestgehend mit dem Vorortzustand abfinden - wenn wir ihn (temporär) nicht ändern können.
Von oben nach unten
&
von unten nach oben.
(und umgekehrt)
So schaffen wir den Rahmen und sind arbeitsfähig. Der Verband (die gewählte Führung) darf sich nicht als allein-eigenständig betrachten, sie /er vertritt in erster Instanz die Interessen der Mitglieder.
Im Spiel der Verbände und so weiter ... kommt unweigerlich "der Interessenskonflikt" ans Licht (oft auch Korruption, das ist seit Jahrtausenden Gang und gäbe).
Wo Licht ist, da ist auch Schatten!
Das gilt auch für das Marketing, die Werbung - sie kann clever sein oder öde ...