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nur_wazaari
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DOSB

Beitrag von nur_wazaari » 01.12.2018, 10:28

Ein kleiner, zusammenfassender Beitrag vor der Wahl beim DOSB, dem auch der DJB angehört:

http://www.faz.net/aktuell/sport/sportp ... 18312.html

Mir stellen sich natürlich Fragen: Lässt sich der DJB auch einschüchtern? Ist das Ganze überhaupt noch basisdemokratisch? Wie wirkt sich ein Verhalten eines solchen Präsidenten auf die Verbände aus?

Natürlich kennt man solcherlei Machtabhängigkeiten auch aus kleineren Verbänden oder gar Vereinen.

Am Rande sei erwähnt, dass ein uns wohlbekannter Judo-Olympiasieger lt. Homepage des DOSB immer noch im Präsidium vertreten ist.

Ergo: Der Druck auf die Verbände, also auch den DJB sinkt nicht, die Disziplinen dürfen sich fühlen wie unerwünschte Hunde, die Glück haben, wenn man sie füttert. Siehe ferner zu einem wichtigen Aspekt der Situation auch dazu:
http://www.faz.net/aktuell/sport/sportp ... 16556.html

Ich persönlich kriege jetzt zwar keine Schnappatmung, da die Probleme und Strukturen schon lange bekannt sind. Eine gewisse Sorge treibt mich dennoch um, da ich für den DJB (a) die Attraktivität im Allgemeinen schwinden sehe (Mitgliederzahlen, Kosten, Regelexperimente), (b) nicht sehe, wie die geldwerten hohen Olympiaziele von, ich meine, mind. drei Medaillen erreicht werden können (Glück?) und (c) man sich insgesamt sehr von DOSB/IJF/EJU abhängig machen muss, wenn man nicht völlig vom Geldtopf verdrängt werden möchte. Größere private Sponsoren sind nicht in Sicht.

PS: Wenn ich dann seitens des DOSB irgendwas von humanen Werten etc. in Bezug auf die z.B. Leistungssportreform lese, dann gerinnt mir wirklich die Grütze.
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+1

Beitrag von HBt. » 01.12.2018, 12:36

Sehr gut zusammengefasst, danke 'nur_wazaari'.

:icon_study

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Ergänzung

Beitrag von nur_wazaari » 05.12.2018, 14:13

https://www.judobund.de/aktuelles/detai ... adel-3294/

Mir geht es nicht um die Bewertung der Leistung der geehrten bzw. gewählten ehemaligen Athleten/innen. Das sollte klar sein.

Aber wenn man das so liest und auch sonstige politische Nachrichten zum deutschen Sport verfolgt, dann wird "Team D" (Zitat aus dem Text) aufgrund der großen Veränderungen und Bestrebungen ja demnächst richtig abräumen...

von 2016: https://www.abendblatt.de/sport/olympia ... el-ab.html

es gab doch einen Gegenkandidaten: http://www.kicker.de/news/olympia/start ... aehlt.html

Verhaltene Kritik https://www.faz.net/aktuell/sport/sport ... 21350.html

Deutlichere Kritik https://www.faz.net/aktuell/sport/sport ... 19499.html

...Müssen.

Ich bin wirklich gespannt auf Ergebnisse/Auswertungen der Olympiade 2020 und auch die Entwicklung dorthin. Den Zielstellungsbetroffenden in ihrer Doppelrolle als für sich persönlich Leistende und unter Beobachtung Stehende sei dafür nur das Beste gewünscht.

Entschuldigt die vielen Verlinkungen, aber es soll sich jeder Mensch selbst ein Bild machen können. Ich finde es einfach wichtig wissen zu lassen, in welchem Rahmen sich zumindest die (wir) Judoka des DJB eigentlich bewegen.
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Bezahlung von Leistungssportlern

Beitrag von nur_wazaari » 17.01.2019, 12:53

Die Daten und Auswertungen sind wohl durch die DSHS Köln erarbeitet worden.

https://www.zeit.de/sport/2019-01/olymp ... ie/seite-2

"Fußball" frisst sie alle".

Ich würde eher sagen, Fußball frisst und frisst und frisst einfach nur neben den anderen, die tlw. deutlich schneller satt sein müssen.

Einer kleinen Gruppe (der Kohorte) werden mittlerweile im Verhältnis beinahe maximal viele verfügbare Ressourcen zugeteilt, dem Rest der Kohorte bleibt, nun ja, der Rest eben. Ressourcen sind z.B. Sponsorengelder, öffentliche Gelder (ja die Fußballer zahlen auch immerhin Steuern...), aber in meinen Augen genauso wichtig jene die erst zu Geld führen: TV-Zeiten, Berichterstattungen, Werbung, alle Arten von Aufmerksamkeit die widerum zu Zählbarem führen. Der Glaube an den Markt, die in der Wissenschaft längst hoch umstrittene und eher abgelehnte "unsichtbare Hand" nach Adam Smith, sie soll immer noch als Erklärung für Verteilungsprozesse dienen. Eine solche Hand gibt es nicht; eher handelt es sich um eine völlig, vielleicht sogar kontrollierbare sichtbare Krake, deren Fesselungen und alleinig schon das Fressen durch zahlende sich mit ihr identifizierende Gäste bewundert werden soll und auch bewundert wird. (Nichts gegen Kraken, das sind sehr schlaue und schöne Tiere https://de.wikipedia.org/wiki/Kraken). Diese Krake ist unter der Kontrolle Weniger, auch sie befindet sich nur in einem engen Wasserbecken ohne es eigentlich zu bemerken. Denn die Ressourcen, welche wirklich jeder Mensch braucht, die natürlichen Ressourcen gehen auch für sie zuneige. Für uns alle. Nur führte eine weitere Ausgestaltung der Metapher an dieser Stelle zu weit.

Jedenfalls nutzt diese Krake ihre Wendigkeit aber eben auch ihre Intelligenz, ihr Wissen um ihre Stellung Identfikationsfigur um sich auch aus engsten Flaschen zu befreien. Dabei erhält sie Hilfe durch jene, die ihr den Flaschenhals erwärmen, ihr zuschauen, sich an ihrer Attraktivität laben und auch von ihr profitieren.

In meinen Augen setzt sich unsere Politik deutlich zu wenig für sportliche und damit auch verbunden gesellschaftliche Vielfalt ein. Aber zunächst genug davon...

Es hat sein Gutes, dass die allermeisten Sportler/innen im DOSB eher idealistische und nicht eher monetäre Ziele verfolgen. Dass der DOSB als ihre Dachorganisation Es ist aber im Vergleich zu Aufwand, Leistung und mit Blick in die Zukunft (Absicherung?) durchaus ungerecht. Ob der DOSB die Macht hätte, sich für eine bessere Ressourcenverteilung zwischen den Sportarten einzusetzen? Soll er dieses, mit Hinblick auf Eigenverantwortlichkeit und Mündigkeit? Der Deutsche Fußballbund ist immerhin auch Mitglied...würde dieser sein Wissen, seine Macht um den Erwerb von Aufmerksamkeit, von Geldern mit anderen Verbänden teilen? Ich weiß nicht.
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