Vorurteile über Jûdô? Bitte sehr!
Folgende unbestätigte Vorurteile in Bezug auf Jûdô begegnen mir immer wieder (und haben inzwischen ein hartnäckiges Eigenleben entwickelt!):
1. "Kano entfernte aus dem Jiu Jitsu alle gefährlichen Techniken, um eine sichere Sportart zu schaffen."
2. "Es gibt im Jûdô keine Tritt- und Schlagtechniken."
3. "Es war der deutsche Professor Erwin Baelz, der Kano zur Gründung des Kodokan anregte."
4. "Kano wollte, daß das Jûdô eine olympische Disziplin wird."
5. "Mit Jûdô kann man sich nicht selbst verteidigen."
6. "Aus festhaltegriffen kommt man nicht mehr raus, sobald die Technik richtig sitzt."
7. "Hohe Dan-Grade kann man erst bekommen, wenn man schon alt ist."
8. " Der Wettkampf ist das Ziel des Jûdô."
9. "Es gibt nur ganz wenige Techniken außerhalb der Gokyo-no-Kaisetsu."
10. "Im Jûdô gibt es keine Waffentechniken, der Umgang mit Schwert, Dolch, Lanze und anderen traditionellen japanischen waffen ist dort unbekannt."
11. "Sobald man älter ist als 40 Jahre kann man mit den jungen Leuten im Standkampf nicht mehr mithalten."
12. "Um im Jûdô kämpfen zu können, muß man viel Kraft haben."
13. "Um richtig Jûdô zu lernen, muß man unbedingt Mitglied in Organisation XY sein."
14. "Alle, die nicht Mitglied in Organisation XY sind, haben sowieso keine Ahnung."
15. "Jûdô kann man nur auf Matten trainieren."
16. "Die traditionellen Umgangsformen des Kodokan Jûdô haben heute keine Bedeutung mehr."
17. "Man kann und muß alle Kata des Jûdô an das heutige Wettkamopfgeschehen anpassen."
Und ganz zum Schluß noch ein Vorurteil, das leider immer wieder bestätigt wird: Das heutige Wettkampfjudo beinhaltet weder JU noch DO.
Das dazu
Tom


