Spiegelartikel - Ausbildung zum Macho

Hier könnt ihr alles posten was mit Judo zu tun hat

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Christian
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Spiegelartikel - Ausbildung zum Macho

Beitrag von Christian »

Als ich vor ein paar Tagen beim BAFöG Amt war, fiel mir ein Spiegel in die Hände in dem ein Leserbrief zum Thema "Ausbildung zum Macho" stand. Hab gerade mal etwas gegooled und diesen Artikel gefunden (er soll angeblich vollständig sein, kann das
jemand bestätigen der den Spiegel 46/05 zu Hause rumliegen hat?)
Der Spiegel 46/05 hat geschrieben:Ausbildung zum Macho
Kampfsport steigert bei Jugendlichen die Aggressivität. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität im norwegischen Bergen. Psychologin Inger Endresen und ihr Team beobachteten dazu 500 Jungs zwischen 11 und 13 Jahren, die mit Sportarten wie Boxen, Ringen oder Karate begonnen hatten. Die Jungs waren streitlustiger als ihre Schulkameraden, stahlen häufiger und schwänzten öfter. Insgesamt errechnete Endresen ein fünfmal schlechteres Sozialverhalten als bei
Gleichaltrigen, die Fußball spielten oder anderen Bewegungssport ausübten. Dass Kampfsport eine Anziehungskraft auf Rowdys ausübt, kann nicht alleiniger Grund sein: Die Forscher vergleichen das Verhalten der Jungs, bevor sie das Training aufnahmen, mit ihrem späteren - die Aggressivität nahm zu. Verantwortlich dafür macht das Team die mit dem Image dieser Sportarten verbundenen Macho-Attitüden.

Was sagt ihr zu diesem Artikel. Hat jemand mehr Informationen zu dieser Studie?
Judo wurde zwar nicht explizit aufgeführt, gehört aber auch wohl in die Kategorie "Kampfsport". Ich mache jetzt seit knapp 10 Jahren Judo und mir ist bis jetzt noch niemand begegnet, der durch den Sport aggressiver geworden ist. Ich denke es liegt sehr viel am Trainer, wie er den Sport vermittelt und wie er seine Schützlinge anstachelt.

Was meint ihr?
schöne Grüße
Christian
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The_Rod
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Re: Spiegelartikel - Ausbildung zum Macho

Beitrag von The_Rod »

Christian hat geschrieben: Ich mache jetzt seit knapp 10 Jahren Judo und mir ist bis jetzt noch niemand begegnet, der durch den Sport aggressiver geworden ist. Ich denke es liegt sehr viel am Trainer, wie er den Sport vermittelt und wie er seine Schützlinge anstachelt.
Also ich seh das auch so. Ich finde sogar das das Gegenteil der Studie eher zutrifft. Es kamen desöfteren Eltern mit ihren Kindern zu mir die ihre Kinder gerne Judo machen lassen wollten weil die Kinder Hyperaktiv oder sogar auch etwas "gewalttätiger" als andere Kinder waren. Die Eltern haben dies dann so begründet das der Arzt ihnen dazu geraten hat die Kinder Judo machen zu lassen und ich muss sagen das diese Kinder am Anfang zwar nicht unbedingt einfach waren. Dies hat sich jedoch sehr schnell geändert. Zum positiven!!!!
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Linowitsch
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Beitrag von Linowitsch »

@ the_Rod
ich habe ebenfalls solch eine Erfahrung gemacht. Im Trainingsgruppenverband, kommt ein "rowdyhafter" Einzelgänger nicht durch.
Der Einfluss der Gruppe ist zu groß.

Aber Studien sind im Prinzip Statistiken, und solange wir nichts genaues wissen, kann man auch schlecht darüber urteilen. Außerdem war es ja in Norwegen, wo vielleicht das ganze Sozialverhalten, Erziehung u.ä. anders geprägt sind als bei uns in Deutschland.

Genaueres weiß ich alledings auch nicht
Gruß
Lino

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Flex
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Beitrag von Flex »

also ich finde nicht das kampfsport agressiv macht :irre
Lieber Gott,
gib's endlich zu,
dass ich klüger bin als du! ;)
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The_Rod
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Beitrag von The_Rod »

@Linowitsch

Es ist mir auch aufgefallen das die Kinder nicht nur ind er Gruppe ruhiger geworden sind. Nachdem mich die Eltern dann gefragt haben wie sich das kind so beim Training verhält habe ich dann natürlich auch mal die Eltern gefragt wie sich die Kinder denn nun entwickelt hätte. Vor allem zu Hause und in der Schule.
Dabei kam heraus das viele der Kinder umgänglicher geworden sind.
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Fettzi
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Beitrag von Fettzi »

ich kenn einen einzigen fall da lags aber auch net direkt am kampfsport sondern am verein. ansonsten kann ich mich meinen vorrednern nur anschließen. eher genau das gegenteil ,wobei wisst ihr es von anderen kampfsportarten ??? also beim boxen gibts ja viele beispiele u.a. mike tyson.
Und bei anderen weis ich es net, aber ich find schon das es ne sache des charakters und der trainier ist, denn es liegt nahe erworbene kenntnisse auf der straße anzuwenden.
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The_Rod
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Beitrag von The_Rod »

Ja ok, das is n Argument. Ich beziehe meine Aussagen aussschließlich aufs Judo!
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Morpheus
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Beitrag von Morpheus »

Also meiner Meinung nach trifft diese Studie für Judo auch keineswegs zu...
otsche hat geschrieben:also beim boxen gibts ja viele beispiele u.a. mike tyson.
So jetzt noch zum Boxen: soweit ich mich richtig erinnere wird in Berlin (bin mir nicht mehr sicher obs tatsächlich Berlin ist, bitte korrigiert mich wenns jemand besser weiß) gerade für aggressive Jugendliche aus Problemvierteln vom gemeinnützigen Einrichtungen unter Schrimherrschaft von Sven Ottke Boxen angeboten...mit erstaunlichen Erfolgen; das Aggressionspotential hat bei den Teilnehmern deutlich abgenommen.

Wobei man sicherlich auch dazusagen muss, dass es überall Ausnahmen gibt, im Judo wie in jeder anderen Sportart...
Gruß Oli
murkelmaus
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Beitrag von murkelmaus »

Also ich denke auch nicht, dass die Studie zutrifft, schon gar nicht aufs Judo. Denn wie heißt dieser Sport übersetzt so schön "Der sanfte Weg". Sind ja normalerweise auch weder Tritte, noch Schläge etc dabei. Es gibt immer Leute, vor allem Kinder, die in ihrer Entwicklung noch nicht ausgereift sind, die ihr Erlerntes falsch anwenden und damit andere Kinder schikanieren. Sowas hört man leider immer wieder. Deswegen ist es wichtig, den Kindern denn Sinn der Kampfsportart nahe zu bringen und vor allem ihnen zu vermitteln, dass dieser Sport auf der Matte, im Ring, in der Halle zu bleiben hat und nichts draußen auf der Straße verloren hat. Außer eben zur Notwehr. Und da sollte man auch immer erst die Wegrenn-Option in Betracht ziehen oder um Hilfe bitten.

Kurz und gut. Ich denke es liegt überwiegend an der Erziehung, wie sich Kampfsportfähigkeiten auf ihre Betreiber auswirken. Die der Eltern, sowie der Trainer.

Bei uns im Verein sind auch zT hyperaktive Kinder. Das Training mit ihnen kann sehr aufwendig sein, aber ich denke auch, dass es ihnen einiges für ihre Entwicklung bringt.
In each of us there are two natures.
If this primitive duality of men - good and evil - can be housed in seperate identities, life will be relieved of all that is unbearable.
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Tori
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Beitrag von Tori »

Auch ich finde, das Judo eher ruhiger macht und hilft Aggressionen abzubauen. :D

Gerade Randori ist ein guter Ansatz dafür. Beim Randori kann man sich so richtig auspowern. Danach ist man eigentlich viel ruhiger. Und im Judo lernt man ja auch die Fürsorge für seinen Partner. Wer lernt auf sein Mitmenschen zu achten und aufzupassen, der fängt nicht an zu stänkern und rumzuschlägern. :eusa_naughty

Das Kampfsportarten wie Boxen oder Kickboxen aggressiever machen möchte ich jedoch nicht unbedingt bestreiten. Wo liegt die Ruhe in einer Sportart wo es darum geht seinen Gegner KO zu schlagen? doch höchstens in der Bewustlosenphase nach dem KO. :angry9 :starwars :boxing
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Patrick
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Beitrag von Patrick »

Ergänzend zu dieser Diskussion kann man mal hier sowie in den weiterführenden Links lesen. ;)
Judo - just for fun!
BadenIkkyu

Ausbildung zum macho

Beitrag von BadenIkkyu »

Erstmal ist z.B Taekwondo schon von sich aus aggresiver als Judo- da wird zugeschlagen und - getreten teilweise mit Vollkontakt ,wie es auch im Karate Vollkontakt gibt. 2. kommt es auf den jeweiligen Trainer an, wie der vermittelt.3. ist gerade z.b Taekwondo (und Kickboxen ) bei sowieso aggressiven Jungs "beliebt" die sich da ihre "Techniken" holen.

Ich habe bisher nur 3 x in meiner Laufbahn (22 Jahre) im Judo "Schläger" erlebt wovon 2 heute keine mehr sind. Ausserdem wird ja Judo nicht direkt angesprochen in dem Artikel. Und dann gibts es noch das Anti-Gewalt-Programm des DJB...
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ctjones
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Beitrag von ctjones »

Es gibt immer bekloppte, die zum Kampfsport gehen um besser prügeln zu können, aber das im Judo ja nun die allerwenigsten.
Ich würde sogar von mir selbst sagen, das ich durchs Judo ruhiger und nicht so aggressiv bin.
Also alles in allem, das meine Selbst bzw. Körperbeherrschung zugenommen hat.

Zum Thema Karate und Taekwondo, da glaube ich auch nicht, das Schläger da ihre Techniken holen / Holen können, denn beide Sportarten beginnen mit Katas (Poomse) Üben, und dazu benötigt man Körperbeherrschung.

Habe aber von mehreren Leuten gehört, die zum Thaiboxen oder Wing Tsun gehen um sich Techniken zu holen und sich gleichzeitig noch abzuhärten.
Aber auch da kann man sich auspowern und abreagieren, wie im Boxen oder Randori.
Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung, mit dem ich euch Gegenüberstehe. (Rebel, Die Ärzte)
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Fritz
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Beitrag von Fritz »

Tori hat geschrieben:Das Kampfsportarten wie Boxen oder Kickboxen aggressiver machen möchte ich jedoch nicht unbedingt bestreiten. Wo liegt die Ruhe in einer Sportart wo es darum geht seinen Gegner KO zu schlagen? doch höchstens in der Bewustlosenphase nach dem KO.
Wir als Kampfsportler sollten uns hüten,
auf andere Kampfsportarten überheblich "herabzublicken".
Wir wollen ja auch nicht, daß uns jemand vorhält, uns gegenseitig
an die Wäsche zu gehen ;-)

Von der charakterlichen Schulung her, denke
ich, sind Sportarten, in denen körperlich Mensch gegen Mensch gekämpft
wird, gleichwertig, egal ob der "Ippon" nun durch Kinnhaken oder
beispielsweise Bewußtlosigkeit beim Würgen erreicht wird ;-)

Letztenendes hängt es vom Trainingsumfeld, dem Trainer und der
Gruppe ab, wie sich der Übling entwickelt...

Und wenn Leute anfangen zu stehlen u. Schule zu schwänzen,
ich weiß nicht, aber da
haben schon andere in der Erziehung versagt, und zwar schon
bevor mit dem Training begonnen wurde...

Fakt ist eins, Kampfsport schult Selbstbewußtsein und Wehrhaftigkeit.
Und das ist in den Augen mancher Berufs-"Pazifisten" schon schlimm genug... ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz
emmy

Beitrag von emmy »

Ich denke , dass in dem genannten Artikel es wirklich in erster Linie um Kickboxen , Boxen u. Vollkontaktkarate geht , also klassische Angriffssportarten , mit dem Ziel den Gegner zu "zerstören ". :alright

Es kommt doch kein Junge zum Judo , um richtig figthen zu lernen , viel zu langwierig und zu streng die Ausbildung . Diese " Schläger " lassen sich von Filmen wie Kickboxer 1 - 10000 :ironie3 , oder van Damme Filme
inspirieren . Ich will damit aber nicht alle Sportler , die diese Sportarten
betreiben über einen Kamm scheeren !

Also liebe Muttis schickt eure Söhne zum Angeln , Schach oder Ballett !

Gruß emmy 8) :alright
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micha
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Beitrag von micha »

Zum Thema Boxen in Berlin kann ich als Berliner auch nicht sagen.
Aber vor einiger Zeit hat Klaus Hinz 5. Dan ,vom ersten Berliner Judoclub das Verdienstkreuz erhalten. Diese Ehre wurde ihn nicht verliehen, weil er in jahrelanger Tätigkeit Macheos herantrainiert hat.
Nachzulesen unter http://www.ebjc.de/intern/intern2.htm
Schöne Grüße Micha
Brownie
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Beitrag von Brownie »

Also ich kann mich erinnern, dass eine Zeit lang jeder Arzt bei uns in der Region hyperaktive und Verhaltensgestörte Kinder zum Judo geschickt
hat.

Denke es hängt auch viel mit dem Trainer zusammen, da dieser ja einen sehr starken Einfluss auf die Kinder hat.
Gibt überall schwarze Schafe. Aber wenn Kampfsport richtig betrieben wird, erzieht er die Kinder sicher zu einer besseren Selbstdisziplin und zu einem besseren Sozialverhalten heran.
Wo sonst muss man auf seinen Partner so aufpassen wie beim Kampfsport.

Brownie
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Beitrag von Tori »

Habe auch festgestellt, das Leute die mit falschen Erwartungen sehr schnell Judo wieder verlassen haben, oder ruhig gestellt wurden.

Wer schlägern will hat im Judo nichts zu suchen.

Habe aber nichts gegen Karate oder andere Schlagkampfsportarten. Jeder wie er will, nur es sollte es beim Sport bleiben.

Kenne auch einen Karatelehrer der großen Wert auf Diziplin legt. Wenn da einer negativ in der Öffentlichkeit auftritt, fliegt er raus.
MM
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Lyphos
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Beitrag von Lyphos »

Also ich muss sagen, dass meine "Schützlinge" kein bisschen Aggressiv sind. Sie verhalten sich wie normale Kinder in ihrem Alter. Ich bin sogar der meinung einige sind netter geworden seit die bei uns trainieren.
Für mich muss ich sagen, dass ich mich viel besser fühle seit ich judo praktiziere. Ich kann mit vielen situationen besser umgehn. Mann muss ja nicht immer alles mit gewalt regeln.
Mfg. Lyphos
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Beitrag von Der Müller »

Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Ich bin der Meinung, dass Kampfsport, speizeill Judo, aber eingentlich jede Sportart, die Aggressivität senkt. Gerade bei Budosprtarten ist das deutlich zu merken, da auch in den meisten Fällen der "Geist des Budo" mitvermittelt wird.

Außerdem bedeutet jede Kampfsportart viel Disziplin und das gepaart mit dem VEreinswesen an sich, fördert das Sozialverhalten.

Ich kann das auch mit einem sehr guten Beispiel begründen.
Bevor ich mit Judo angefangen habe war ich ein ziemlicher Rowdy und auf jeder Klopperei auf dem Schulhof zu finden, egal, obs mich was anging oder nicht. Damals war ich in der ersten Klasse, was mich aber nicht davon abgehöten hat Viertklässler zu vermöbeln.

Ich habe mich seit meinem Eintritt in den Judo-Verein nur noch ein einziges Mal geprügelt, in Düsseldorf, weil mein Kumpel und ich nachts um zwei von einer Horde Hawaks angegriffen wurden.

Ich bin der Meinung, dass Kampfsport, egal welcher, eher die Gemüter beruhigt. Ausnahmen gibt es immer, aber in der Minderheit. JEder KAmpfsportverein, der etwas auf sich hält, lässt keine Mitdglieder zu, die sich nur "professionell" Prügeln wollen, das schadet nämlich auch dem Image des Vereins.

Schön, dass das Boxen angesprochen wurde. Diese Initiative wurde ins Leben gerufen, um die Kids von der Straße zu holen und ihnen eine soziale Integration zu geben, sowie einen Zeitvertreib, mit dem sie ihre Zeit sinnvoll nutzen können.
Gruß
Jochen
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