(ZZ) Stehen

Hier geht es um die Trainingsgestaltung,-methodik,-formen.
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HBt.
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(ZZ) Stehen

Beitrag von HBt. » 27.10.2016, 15:45

Wenn das Judofeld abgegrast ist, was folgt? Möglicherweise eine Suche - nach Methodik, Systematisierung ... was auch immer?!

Vielleicht denkt man erstmalig über die eigene Lehre nach - und kommt dabei zu einem "bitteren Schluss":
irgendetwas läuft nicht rund,
die eigene Judoblase platzt ... u.s.w.

Probiert ein paar alternative Übungen (nicht in der Sporthalle und nicht mit euer Judogruppe), steht.
https://www.youtube.com/watch?v=sO9vC-YFacc

John Blue
https://www.youtube.com/channel/UCdohNC ... oo9ILiR1cw


Warnung:
Sofortige, mystische Erfolge stellen sich nicht ein. Alleine die Regelmäßigkeit (und richtige Ausrichtung) garantiert den Erfolg. Darüberhinaus könnte man sich einen guten Taijiquan-Lehrer suchen ...


Viel Spass beim Stehen,
HBt.

PS
Ich bin der Meinung: im Curriculum (der Lehre und Methodik) des Kodokan-Judo fehlt einiges. Für Kids mag das Programm stimmen, für jugendliche Stürmer ebenso ... irgendwann bleibt jedoch nur noch das Randori, selbst Kata bleibt nicht bestehen, Shiai /Shobu schon einmal gar nicht.
Kann man STEHEN, ist selbst das Randori nur ein unbedeutender Zeitvertreib.

HBt.
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Re: (ZZ) Stehen

Beitrag von HBt. » 27.10.2016, 15:53

Eine kleine Ergänzung, die nur indirekt etwas mit dem ZZ zu tun hat:

https://www.youtube.com/watch?v=dTP16HPFMms
"Randori" mit Zhiqiang Chen

https://www.youtube.com/watch?v=_ECefk8L1l8
"spielen und lernen" mit Ian Sinclair

und für die jenigen Judoka, die gleich sagen werden: das hat doch gar nichts mit Judo zu tun ;)

HBt.
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Shizentai ...

Beitrag von HBt. » 28.10.2016, 11:56

und der gesamte nebensächliche Kram, eben "die Struktur" ... "Kräfte, physikalische Kräfte"

In den letzten Jahren ist mir äußerst schwerzlich aufgefallen, dass wir 'Judoka' (wenigstens die Majorität) dieses fundamentale Programm nicht berücksichtigen.
Maximal reden wir vom "Gehen & Bewegen auf der Matte", mit den für uns typischen Worthülsen ... oder ein paar Drills ... wir nennen das dann Taisabaki oder Tsugiashi, manchmal auch Tandokurenshu ... u.s.w.

Wir haben sogar ein Tool, zum Beispiel die Ju no kata und die Go no kata.


In meinen Augen verstehen wir das phantastische System "Kodokan-Judo" noch immer nicht. Wir füllen es nicht mit Leben. Wir versuchen sofort das oberflächlich Sichtbare nachzumachen, etwas Scheinbares - und geben der Sequenz einen Namen. Dieses kann ein Name für eine Wurftechnik sein oder einen Angriff symbolisieren - vielleicht auch ein Technikname.

Und so reihen wir Technik an Technik, sehen gut dabei aus ... all das glauben wir und fühlen uns gut ---> doch oft haben wir gar keine essentielle Technik (aus einem Prinzip) inkorporiert, sondern nur einen Namen, manchmal auch nur eine Attitüde.


Mike Sigman
https://youtu.be/qKgfvsu0XT0
erklärt (indirekt) perfekt was ich ausdrücken möchte! Dieses Video kann vielleicht unsere Tools erhellen und Ideen für eine interessante Übungsstunde liefern.

I hope so
;)

Ein Transfer ist ziemlich schnell hergestellt, ein Merksatz auch:
wir (als Übungsleiter) sollten (zu erst) an die Ausrichtung unseres Skelettes denken und unterstützende Übungen zur Regelmäßigkeit werden lassen.

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