Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Hier geht es um die Trainingsgestaltung,-methodik,-formen.
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caesar
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Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von caesar »

In der ungewissen Coronazeit kommen einige Landesverbände ihrer Aufgabe der Verbreitung / des Erhalts des Sports besser nach als andere.

Viele der größeren Landesverbände bieten auf ihrer Homepage Trainingsprogramme für das Heimtraining an.

Bayern bietet unter der Trainerakademie Tabata-, Schlingentrainer- und Kraftausdauerprogramme an. Dazu gibt es judospezifische Übungen zur Technikergänzung. Teilweise mit Video auf der Website.
https://www.bayernjudo.de/trainerakademie unter Workout und Traininspläne

Niedersachsen hat 12 Konditionstrainingsprogrammen online von denen zwei judospezifisch sind. Zu den Programmen gibt es Videos auf Facebook und Instagram.
https://www.njv.de/inside-njv/service/coronavirus/ unter NJV-Trainingspläne

Der Badische Judoverband bietet unterschiedliche Programme an. Sowohl Mentaltraining, Jugendwochentrainingspläne und Konditionsprogramme werden angeboten. Zu den Plänen gibt es Videos über onedrive.
https://www.badischer-judo-verband.de/0 ... netraining

Dazu bieten die Landestrainer der ARGE Baden Württemberg ganze Einheiten als Stundenbilder an.
https://padlet.com/trixikaestle/5x2fw8dlamzqxkh5

Der NWJV bringt unterschiedliche Konditions- und Beweglichkeitsprogramme mit Videos an.
https://www.nwjv.de/qualifizierung/trai ... ing/?type=


Der DJB bringt auf seinem Youtubekanal unter der Überschrift "Judo Training Deluxe" unterschiedlich Stützpunkttrainer in den Fokus, welche sich rund um alles drehen, was beim Judo benötigt wird.
https://www.youtube.com/user/deutscherjudobund

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nur_wazaari
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Jetzt gehts wieder los.

Beitrag von nur_wazaari »

https://www.judobund.de/aktuelles/detai ... -los-4121/

Ok vorab: Möglicherweise bangen Leute im Verband um ihren Job und die Vereine um ihre Mitglieder. Daher kann ich gewisse Nervösitäten verstehen.
Der DJB ist sehr erfreut über die Neuregelung für den Sport. Um den Wiedereinstieg in den Vereinen unterstützend zu begleiten, hat der DJB in Absprache mit seinen Verbandsärzten und dem Präsidium Übergangsregeln formuliert.
Aber ich hätte da so einige Fragen. An Judo bzw. Vereinstraining im klassischen Sinn ist doch derzeit noch überhaupt nicht zu denken. Das hat in meinen Augen auch durchaus mit gesellschaftlicher Verantwortung zu tun. Mitnichten "geht es wieder los" oder kann wieder etwas los gehen. Ganz abgesehen davon, dass es jederzeit auch wieder für längere Zeit enden kann - und wohl auch wird.

Würde man sich tatsächlich in der Pflicht fühlen die Pandemie eindämmen zu wollen, würde man akzeptieren dass a) Vereinssport insbesondere mit Kontakt egal welcher Art momentan nicht möglich ist, b) strikte Regeln niemals so strikt umgesetzt werden können, wie es gewollt aber derzeit nötig ist, c) Mitglieder eher auf längerfristiges Ausbleiben des Trainings- und Wettkampfbetriebs in Anbetracht wahrscheinlicher weiterer Infektionswellen einstellen.

Dann etwas übergeordnet zur Umsetzung: Was genau soll der/die Hygienebeauftragte für eine Funktion haben? Das steht nirgendwo.

Die Bildung von "ständigen Trainingspaaren", die danach wieder ihrer Wege gehen, welches dann auch noch quasi vom Trainer oder der Trainerin überwacht werden soll, ist ja wohl ein schlechter Witz.

Und bei aller Liebe, insbesondere Punkt 4. der Anlage des Hygienekonzeptes in seiner Gesamtheit ist doch Realsatire. "Die Verdachtsperson..." Und nirgendwo steht, wann denn "die Verdachtsperson" zu einer solchen qualifiziert wird. Wer stellt denn den Verdacht fest? Woran erkennt man denn insbesondere bei Kindern und Jugendlichen eine mögliche Erkrankung?

Weiterhin: Der Fragebogen ist in meinen Augen ein datenschutzmäßiges(rechtliches?) Ärgernis. Etwas überspitzt "Daten gegen Trainingsteilnahme" oder so ähnlich...Es gibt nicht mal einen Hinweis darauf, wie die Daten verwendet werden. für wie lange, wo gespeichtert. Tja, man muss wohl Opfer bringen.

Über diverse Rechtschreibfehler in diesen offiziellen (?) Dokumenten mag ich mich nun nicht auch noch auslassen.

Unabhängig von der Ausgestaltung dieses "Konzeptes" muss dann wohl wirklich jeder selbst wissen, für wie überzeugend unter den insgesamt dann doch strikten Bedingungen gerade der Judobreitensport noch Spaß bringen soll. Mein Plädoyer würde eher auf das Einüben von Geduld abzielen, sofern man es noch ernst mit der Gesundheit und dem Judosport meint.
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Fritz
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von Fritz »

Tja, klingt irgendwie nach Aktionismus mit der Grenze zu Schwachsinn ... Umkleiden nicht benutzen :BangHead
nur_wazaari hat geschrieben:
08.05.2020, 19:35
Ganz abgesehen davon, dass es jederzeit auch wieder für längere Zeit enden kann - und wohl auch wird.
Naja da bin ich eher optimistisch.
Die Kritik an den Corona-Einschränkungen mehrt sich, jetzt versucht die Politik aus dem Schlamassel wohl rauszukommen,
ohne völlig dumm auszusehen, zu schnell werden sie nicht die nächste Pandemie mehr ausrufen ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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nur_wazaari
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von nur_wazaari »

Fritz hat geschrieben:
10.05.2020, 22:10
Tja, klingt irgendwie nach Aktionismus mit der Grenze zu Schwachsinn ... Umkleiden nicht benutzen :BangHead

Naja da bin ich eher optimistisch.
Die Kritik an den Corona-Einschränkungen mehrt sich, jetzt versucht die Politik aus dem Schlamassel wohl rauszukommen,
ohne völlig dumm auszusehen, zu schnell werden sie nicht die nächste Pandemie mehr ausrufen ...
Ich würde sogar soweit gehen, das gesamte Konzept als aktionistisch zu bezeichnen. Allerdings kann ich aus Verbands- und Vereinssicht diesen Aktionismus sogar irgendwie nachvollziehen, da die meisten Mitglieder sich wohl nicht allzu lange mit Bildschirmjudo versorgen lassen wollen.

Und was tatsächlich geschieht oder wie die Politik handeln wird, ja das ist in der Tat eher unvorhersehbar - allerdings gibt es ja einigermaßen klare Parameter für Maßnahmen. Die Frage ist wohl er die, in welche Richtungen die Zahlen sich zurechtbiegen lassen. Insgesamt erscheint mir ein mind. milder Pessismismus aber gesünder. Wäre ich Trainierender oder Trainer in einem Lebensalter oder eine Konstitution mit Risikostatus, ich würde mit dem besten Hygienekonzept der Welt nicht auf die Matte zurückkehren. Und als glücklicherweise Gesunder aus vielen Gründen derzeit auch nicht.
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Fritz
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von Fritz »

Hat man denn jetzt die Zeit genutzt und mal geschaut,
wieviele Judo-Leute sich mit Corona infiziert haben, bzw. dran erkrankt sind?
Immerhin haben wir ja fleißig miteinander trainiert, bevor diese "Lockdown" angeordnet wurde ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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nur_wazaari
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Wann gehts wieder los?

Beitrag von nur_wazaari »

https://www.tagesspiegel.de/sport/ringe ... 74784.html

Zitate aus dem verlinkten Text:
Aber das Ringen ist nun einmal der zentrale Lebensinhalt von Stäbler, und sein größter Traum ist der Gewinn einer Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio nächstes Jahr.
Aus der Perspektive der Infektiologie sollte es streng genommen bis zur erhofften Erlösung aus der Coronavirus-Pandemie durch einen Impfstoff keinen Kampfsport Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau mehr geben.
Die Kampfsportler in Deutschland sehen das anders. Sie sind mit Blick auf andere Sportarten und andere Länder wütend, dass es nicht schnell genug vorangeht. Für sie ist jeder Tag, an dem nicht wieder optimal trainiert werden kann, ein verlorener Tag.
„Wir wollen nicht zu lange warten. Wer schläft, der wird bestraft“, sagt DBV-Sportdirektor Michael Müller und versieht seine Ankündigung mit einer kleinen Drohung. „Wenn wir mit unseren Spitzenkadern bis Ende Juli in Deutschland nicht vernünftig trainieren können, werden wir unsere Vorbereitung ins Ausland, vermutlich nach Österreich, verlagern.“
Nun, diskussionswürdig. Da bin ich ja gespannt, ob und wann tatsächlich die ersten Auslagerungen einsetzen.
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nur_wazaari
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von nur_wazaari »

https://www.nwjv.de/aktuelle-meldungen/ ... r-erlaubt/
Der NWJV empfiehlt folgende organisatorische Maßnahmen:

Die An- und Abreise zum Training erfolgt im Judoanzug (keine Nutzung der Umkleiden). Über dem Judoanzug wird bis in die Trainingshalle ein Trainingsanzug getragen. Gegebenenfalls ist bis zur Trainingshalle und auf dem Weg aus der Halle ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
Vor dem Training werden die Hände gewaschen und desinfiziert.
Die Teilnahme am Training ist immer freiwillig!
Beim Training sollten kleine Trainingsgruppen gebildet werden, gegebenenfalls die Trainingszeiten neu einteilen (kürzere Trainingseinheiten). Der Raumbedarf liegt bei 16 qm pro Person (32 qm pro Trainingspaar).
Training auf "Matteninseln" mit festem Partner (1:1-Training) (keine Laufspiele). An- und Abgrüßen auf der jeweiligen "Matteninsel".
Desinfektion der "Matteninseln" nach jedem Training durch die Trainingsteilnehmer (Sprühflasche und Tuch an jeder "Matteninsel").
Zwischen zwei Trainingseinheiten sollte eine Pause von mindestens 15 Minuten liegen, um einen kontaktlosen Gruppenwechsel zu ermöglichen.
Vor dem ersten Training ist ein Risiko-Fragebogen durch die Teilnehmer bzw. Erziehungsberechtigten auszufüllen. Diese Fragebögen sollten aufbewahrt werden.
Zu jedem Training ist ein Trainingsprotokoll (Teilnehmerliste) zu führen, um bei Bedarf die Infektionskette verfolgen zu können. Der NWJV empfiehlt, die Teilnehmerlisten vier Wochen aufzubewahren.

Trainingsinhalte auf der "Matteninsel":

Koordinationsübungen, Beweglichkeit, Kraft, Zweikampfspiele (nur das jeweilige Paar), Uchi-Komi, Techniktraining, ein Boden- und ein Standrandori, Aufgabenrandori, Prüfungsvorbereitung.
In anderen Bundesländern sieht es tlw. ähnlich aus. Wenn ich diese unübersichtlichen Sammelsurien sehe und mir wirklich klar mache, wie das alles in der Praxis stattfinden soll und eingehalten werden muss, gibt es für mich nur einen Schluss: Entweder ganz oder gar nicht. Ich glaube die Maßnahmen dienen allein dazu, die Vereine nicht völlig ausbluten zu lassen - von daher verständlich, aber praktisch ist jedes Einzeltraining ehrlicher und praktikabler. Aber ist ja alles freiwillig - worauf interessanterweise noch extra hingewiesen wird.
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Fritz
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von Fritz »

nur_wazaari hat geschrieben:
11.06.2020, 13:23
Aber ist ja alles freiwillig - worauf interessanterweise noch extra hingewiesen wird.
Ja endlich, war ja nicht auszuhalten, all die ganze Zeit, wo Leute zum Judo-Training gezwungen wurden.

Letztlich sind diese Maßnahmen eh nur Aktionismus, am Ende entscheiden irgendwelche Behörden, ob Kontaktsport erlaubt ist oder nicht ...
So langsam scheint es aber einen Hoffnungsschimmer zu geben:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Sc ... bodyText11
Allerdings wird da auch noch auf Empfehlungen von Sportverbänden verwiesen.
Mit freundlichem Gruß

Fritz

caesar
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von caesar »

In Hessen sollte es laut DJB Meldung auch möglich sein.
https://www.judobund.de/aktuelles/detai ... lich-4138/

Der DJB hat weiterhin seine Youtubechannel mit Videos gefüttert
https://www.youtube.com/channel/UCoIFVs ... y-Akz6gkOQ
Sympathisch und nah, gern mehr davon und auch nach der Corona-krise weitermachen

Die IJF hat auf ihrem Youtubechannel versucht die Nage-no-kata und die Jû-no-kata kindgerecht und unter Coronaeinschränkungen aufzuarbeiten


Dieser Versuch erscheint mir weniger gelungen.

tutor!
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von tutor! »

Die IJF hat in diesem Fall nichts selbst erarbeitet, sondern nur Beispiele veröffentlicht. Für die beteiligten Kinder ist das eine große Sache, egal, ob die Übungen glücklich gewählt wurden oder ob sie gut ausgeführt wurden.

In dieser Zeit kann es doch nur darum gehen, das Interesse hochzuhalten und zu ermutigen - auch zur Nachahmung. Zielgruppe ist also nicht ein Publikum, das eine Anleitung für entsprechende Übungsanleitung bekommen soll, sondern die Kinder, die stolz darauf sind, etwas von sich zeigen zu dürfen und die anderen Kinder, die sich sagen: „Das kann ich auch“.
I founded a new system for physical culture and mental training as well as for winning contests. I called this "Kodokan Judo",(J. Kano 1898)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)

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Fritz
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von Fritz »

Das IJF-Zeug ist doch sicher jetzt ein schlechter Witz oder?

Im N-n-K-Video dachte ich ja noch, ok sie krampfen sich ein paar Übungen ab, von wegen Kontaktfreiheit, aber das J-n-K-Video zeigt ja nun klar, daß Kontaktfreiheit
nicht ein Kriterium gewesen sein kann ...

Aber immerhin kann man mit den Ringen wohl eine der wichtigsten Komponenten der J-n-K üben, nämlich das gemächliche Heben des Arms üben, sehr aufschlußreich ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

HBt.
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Mit den Ringen ...

Beitrag von HBt. »

bin ich skeptisch, sie könnten den falschen Fokus setzen.

Ich sage nur, ich bin skeptisch, mehr nicht - dieses könnte auch wieder verfliegen.

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nur_wazaari
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Ach, wirklich?

Beitrag von nur_wazaari »

https://www.nwjv.de/aktuelle-meldungen/ ... det-statt/
"Wir müssen im NWJV ein Zeichen setzen, dass es weitergeht."
Mit Neid schauen andere Bundesländer auf NRW...oder mit Sorge.
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HBt.
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Nur mit Test & organisatorischen Maßnahmen

Beitrag von HBt. »

nur_wazaari hat geschrieben:
24.06.2020, 17:48
https://www.nwjv.de/aktuelle-meldungen/ ... det-statt/
"Wir müssen im NWJV ein Zeichen setzen, dass es weitergeht."
Mit Neid schauen andere Bundesländer auf NRW...oder mit Sorge.
14 Tage vorher wird jeder Teilnehmer mehrmals auf das Sars-CoV2 getestet und hinterher noch einmal.
Geht doch.


Wenn sich jeder Mensch an gültige Regeln und an die eigene Vernunft erinnert, sich verantwortungsvoll verhalten würde, geht es - kann man machen (mit negativen Testergebnisssen).

Sollten TLN allerdings direkt aus dem Mallorca-Flieger steigen, dann wird es unter Umständen gefährlich für viele andere Menschen.

#
Persönlich würde ich gerade jetzt' noch auf dieses Abenteuer verzichten, freiwillig sogar, ganz egal wie schwer mir dieses fallen würde.

Gruß,
HBt.

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Fritz
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von Fritz »

Im Brandenburger Judoverband hat man jetzt dies vermeldet:

http://www.bjv-judo.de/startseite/aktue ... ining.html
Mit freundlichem Gruß

Fritz

Holger König
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von Holger König »

Ich sehe in dem brandenburgischen Konzept ein hohes, finanzielles Risiko. Da im Judo die Rolle zwischen Trainer/Übungsleiter (und ggf. dessen Assistenten) gegenüber den Teilnehmern nicht so eindeutig, wie z.B. in einer Mannschaftssportart getrennt ist, könnte ich mir eine Diskriminierungs-Klage älterer Breitensportler (über 25 Jahre) ohne Übungsleiterlizenz gegen den Verband vorstellen, wenn man unter 25 Jahren oder mit einer Übungsleiterlizenz volles Training absolvieren darf, ohne Lizenz aber allenfalls Einzeltraining (wenn der Verein dies neben dem nun für jüngere wieder vollen Programm zusätzlich organisieren kann) absolvieren können. wie hoch ein Entschädigungsanspruch ausfallen kann, läßt sich schwer schätzen, aber schon 50 ältere Sportler, die auch nur mit dem "Trinkgeld" von 1000,- € für das durch die brandenburgische Diskriminierungsregel möglicherweise dauerhaft herbeigefürhrte, vorzeitige dauerhafte Ende ihrer Laufbahn entschädigt werden müßten, würden den Verband in Schwierigkeiten bringen.
Sinnvoller wäre es, festzulegen, daß entweder eine gewisse Mindestzahl jüngerer Sportler im Verein sein muß oder eine Quotenregel für ältere Breitensportler in einer Trainingsgruppe von überwiegend 14-25jähreigen Teilnehmern zulässig wären.
Gerade für einzelne Breitensportler jenseits der 40 Jahre währen nachdem es bereits drei Monate totale Trainingssperre gab, weitere Sperrzeiten im unmittelbaren Anschluß das Ende des aktiven Sports, möglicherweise verbunden mit einem Austritt im Zorn, womit den Vereinen diejenigen wegbrechen, die durch ihre Arbeit bisher den Verein am Leben gehalten haben.

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McMarc
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von McMarc »

Hallo liebe Judo-Freunde,

Einige wissen, ich komme aus dem schönen Wendland, trainiere in zwei Vereinen.

In einem Verein haben wir gerade wieder angefangen unter Einhaltung der Abstandsregeln wieder zu trainieren, d. H. für jeden Teilnehmer eine Matten Insel und die Inseln weit genug auseinander.... Da geht halt nur Athletik- und Koordinationstraining (Was heisst nur, ich kanns durchaus gebrauchen 😁) und natürlich Tandoku Renshu. Wir haben sehr viel Freude beim Training gehabt, vor allem haben wir uns gefreut wieder gemeinsam trainieren zu dürfen. Natürlich würden wir gerne wieder normal trainieren dürfen. Aber wir haben Verständnis.

Im anderen Verein, in denen ich auch Assistenztrainer und Kassenwart bin, ist die Turnhalle nach wie vor für den Sportbetrieb geschlossen.
Die Gemeinde gab in einer Rundmail an die betroffenen Vereine bekannt, daß die Reinigungskräfte momentan nicht für die Sporthallen zur Verfügung stünden, da sie derzeit vorrangig in den Schulen eingesetzt würden, was im Moment erheblich aufwändiger ist.
Wir haben uns geärgert, den Sportbetrieb nicht wieder aufnehmen zu können, wir reden und beschwichtigen Eltern, setzen die Beitragszahlung aus, um die Eltern bei der Stange zu halten (gibt es eigentlich Beiträge von den Verbänden etc. zurück? 🤔) aber, wir haben Verständnis.

Und ehrlich, wie jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht.... Na ja... Andernorts ist Kontaktsport wieder erlaubt.... Wer entscheidet da was nach welchen Kriterien?
Man kann viele Dinge einfach nicht mehr nachvollziehen, da die Entscheidungen, aus welchem Grund sie getroffen wurden e.t.c. nur noch undurchsichtig sind.
Und wenn ich da so einen Schwachsinn aus Brandenburg lese.... Sorry, da geht mir die Hutschnur hoch..... Bis 27 ist es OK, mit 28 heißt es nein??? Oh Mann..... Ohne Worte.....

Gruss
Marc

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Fritz
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Re: Angebote der DJB Landesverbände in der Coronazeit

Beitrag von Fritz »

McMarc hat geschrieben:
28.06.2020, 20:24
Und wenn ich da so einen Schwachsinn aus Brandenburg lese.... Sorry, da geht mir die Hutschnur hoch..... Bis 27 ist es OK, mit 28 heißt es nein??? Oh Mann..... Ohne Worte....
Mittlerweile wurde verlautbart, daß in Brandenburg Kontaktsport im Freien wieder erlaubt ist. Hab da aber gerade keinen Verweis greifbar ...

Bzgl. der Sache mit der Jugendarbeit haben sie im BJV-Artikel in https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__11.html
den Satz (4) übersehen. Damit sollten auch Übungsgruppen, in denen sich Leute unter 27 und ältere, durchführen lassen.
Denn wenn Jugendliche sich an den Älteren abarbeiten (SV, Randori, Techniktraining), ist es sicherlich eine im Rahmen der
Judo-Jugendarbeit angemessene Einbeziehung der Älteren.
Ebenso wenn Ältere beim Üben untereinander durch Vorbildwirkung den Jüngeren zeigen, wie es gehen soll.
Ich gehe mal nicht davon aus, daß es Vereine mit Übungsgruppen gibt, wo alle älter als 27 sind ... ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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