Fitness neben dem Judo

Hier geht es um die Trainingsgestaltung,-methodik,-formen.
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Fritz
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Re: LapTop

Beitrag von Fritz » 13.06.2017, 12:27

HBt. hat geschrieben:
13.06.2017, 10:57
(...)
Vorbereitung: umziehen, Laptop mitnehmen und in den Keller gehen, dort eine Trittleiter umstellen (...)
Wozu benötigt man einen "Aufklapp-Computer" beim Fitnesstraining ???
Trainingsdokumentation? Musik- oder (Gymnastik)-Videos abspielen?
Mit freundlichem Gruß

Fritz

HBt.
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Merken, & Ziele setzen

Beitrag von HBt. » 13.06.2017, 12:38

Trainingsdokumentation? Musik- oder (Gymnastik)-Videos abspielen?
Das ist nicht meine Welt. Wenn ich daran denke, dass ein ordentliches MACBOOK immer noch mehr als eintausend Euro kostet, ... nur um meine Paar Nummern in ein Tabellenkalkulationsprogramm einzutippen ... nee :irre

Das Fingerspiel ist eh gestört,
ist doch klar,
wir "biegen schließlich das Eisen" damit. Feinmotorik ist vorerst erledigt.

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kastow
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Re: Fitness neben dem Judo

Beitrag von kastow » 14.06.2017, 07:38

HBt. hat geschrieben:
13.06.2017, 10:28
ich freue mich für Dich - Dein Beispiel ist zur Nachahmung empfohlen ... als weitere Anregung können wir noch festhalten:
es existieren genug Übungen "mit dem eigenen Gewicht"; falls man sich nicht gleich einen "Folterkeller" einrichten möchte, kann man auch ohne "Eisen"
einsteigen.
Danke sehr! :D Klar, alles was funktioniert und Spaß macht, kann genutzt werden: Hanteln, Eigenkörperübungen, Kettlebells, Deuserband, usw.

Ich sehe in dem Thema "Fitness neben dem Judo" auch eine große Chance für kleine Vereine, die nicht über ein eigenes Dôjô und tägliches Training verfügen. Coacht der Trainer ein individuelles Fitness-Training seiner Teilnehmenden, kann er auch solche Leute an sich binden, die aufgrund ihrer alltäglichen Verpflichtungen sonst zweifeln, ob sie mit ein oder zwei Trainingstagen die Woche voran kommen können.

Ich orientiere mich an der Vorgabe des Gesundheitssportes, dass ein Breitensportler zwei bis vier Stunden (3 - 6 UE) wöchentlich trainieren sollte. Dieses Training sollte vereinfacht die Bereiche Koordination, Kraft und Ausdauer abdecken. Wenn ich mich im Vereinstraining auf Jûdô konzentriere, habe ich mit Technik und Randori bereits jeweils 1 - 2 UE Koordination und Ausdauer abgedeckt. Also kann ich den Rest individuell coachen. Ob die TN dann wie ich zum Lachen in den Keller gehen, ein Fitness-Studio besuchen oder eine andere Lösung finden, ist für mich nebenrangig. Hauptsache, Jûdô kommt an erster Stelle und das Kompletiv-Training wird drum herum gebaut. So kann ich Leute an den Verein binden und beispielsweise kommerzielle Anbieter als Unterstützung nutzen. Der Vorteil, dass Fitness-Studios 24 / 7 geöffnet haben, lädt gerade dazu ein, das Vereinstraining als geblockt zu setzen und das Studio eben ans Vereinstraining anzupassen ;)

Fritz hat geschrieben:
13.06.2017, 12:27
HBt. hat geschrieben:
13.06.2017, 10:57
(...)
Vorbereitung: umziehen, Laptop mitnehmen und in den Keller gehen, dort eine Trittleiter umstellen (...)
Wozu benötigt man einen "Aufklapp-Computer" beim Fitnesstraining ???
Trainingsdokumentation? Musik- oder (Gymnastik)-Videos abspielen?
In meinem Fall passt beides. Ich habe mir eine Excell-Tabelle geschrieben, die mir automatisch meine zu bewältigenden Gewichte berechnet. Und da der Lap-Top bereits vor Ort ist, höre ich auch gerne Hörbucher oder Musik beim Training.
Herzliche Grüße,

kastow

Since the establishment of Kôdôkan jûdô, jûdô has become something that should be studied not only as a method of self-defence but also as a way of training the body and cultivating the mind. (Jigorô Kanô: MIND OVER MUSCLE)

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Gesund (durch Fitness) beim Judo

Beitrag von HBt. » 14.06.2017, 10:45

@kastow,
Deine Idee klingt vernünftig ---> über diese Schiene könnte man (möglicherweise) ältere (keine Kinder) Mitglieder bewegen (binden).

Ein weiteres Rezept.

HBt.

Psst
Im Radio wurde mir eben verklickert, dass meine LifeWorkBalance nicht stimmt ... boah, wie sollte dieses Gleichgewicht denn stimmen???
8 zu 8 zu 8 vielleicht: acht Stunden arbeiten, acht Stunden leben und acht Stunden schlafen ---> wo steckt der Fehler :eusa_think

HBt.
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Nachtrag

Beitrag von HBt. » 14.06.2017, 11:17

Zur LIfeWorkBalance: meine ArbeitsKollege (zwei Kinder, eine Frau, keine Haustiere) erwidert gerade - mindestens 12h zwischen dem Aufstehen und dem Heimkommen, dann noch 4h leben ... und das ist nur möglich, weil mein
Kollege sonst keine anderen Verantworten übernehmen muss (er muss nur diese 12h abdienen), den vollständigen Rest übernimmt seine Frau ... in den verbleibenden 4h ist er allerdings oft sehr müde. Geschlafen wird von 22Uhr bis 6Uhr, ok,
im Bus wird weitergepennt. Seine LWB beträgt 4 zu 12 = 1/3 ganz ohne jeglichen Sport ---> die Liebe hält ihn am Leben ___an Sport ist in seiner Welt nicht zu denken!


Wie wird dieser komische Begriff eigentlich definiert und bewertet?

HBt.
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3 mal 10 (progressiv)

Beitrag von HBt. » 14.06.2017, 12:02



Jetzt integrieren wir professionell "das tägliche Training" in unsere "vollbeschäftigte Erwerbswelt" und kümmern uns noch um eine professionelle technische Judoausbildung (siehe mein verlinktes Interview mit Jürgen Klinger) ...
und wir werden alle, zu gesunden, unschlagbaren Supermännern /und Frauen avancieren.

So wünschte ich's mir.

#
Ishikawa & Draeger
beschreiben eine Vielzahl von Übungen ...
https://www.amazon.com/Judo-Training-Me ... ng+methods
möglicherweise ist das Buch interessant (historisch, für die OldSchooler unter uns).

Ansonsten:
viel bewegen, Ballspiele vielleicht, schwimmen, laufen, radfahren, turnen ---> später noch zusätzlich SPEZIFISCHE SACHEN.

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Fritz
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Re: Fitness neben dem Judo

Beitrag von Fritz » 14.06.2017, 13:01

kastow hat geschrieben:
14.06.2017, 07:38
Der Vorteil, dass Fitness-Studios 24 / 7 geöffnet haben, lädt gerade dazu ein, das Vereinstraining als geblockt zu setzen und das Studio eben ans Vereinstraining anzupassen

Hmm, ich beobachte das Phänomen, daß gerade bei Jugendlichen das Judotraining durch den Gang zum Fitness-Studio ersetzt wird. Ist ja auch viel besser, da gibt es niemanden, der Übungen vorschreibt und rummault, wenn nicht ordentlich geübt wird u. der Kopf kann auf "Geplärr-u.-Gewimmer-Musik"-Niveau vor sich hin vegetieren ...

Bei Kindern habe ich schon "Hausaufgaben" empfohlen, bzgl. "Frühsport" hinsichtlich einfacher Kräftigungs- u. Beweglichkeits-Übungen.
Leider sind im Training keine Verbesserungen hinsichtlich dieser Fertigkeiten zu beobachten, so daß ich annehme, daß die Aufgaben
nur unzureichend umgesetzt werden.
Mit freundlichem Gruß

Fritz

HBt.
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Demenz, wir vegetieren dahin

Beitrag von HBt. » 14.06.2017, 13:10

@Fritz,
sie werden gar nicht umgesetzt ...

wem würden denn gesunde Körper, gesunde & flexib(e)le Geister helfen ---> einen Nutzen bringen?


#
Sinnvollerweise "gibt man(n) auf" und konzentriert sich auf seine eigene Familie, plus einigen' wenigen Auserwählten ... ganz klassisch, wie im Märchen.
Die Angelegenheit mit "der Erziehung" funktioniert nicht ---> Fazit: diese Idee aufgeben. Mache Judo zu Deinem Beruf, verdiene Deinen Lebensunterhalt mit Judo ... zahlungsfähige Klientel gibt es genug. Man könnte auch auf eine karibische Insel umziehen, dort hätte man dann ein Alleinstellungsmerkmal, die Bevölkerung ist gänzlich anders sozialisiert (entwickelt!), ... die LebensArbeitsBalance stimmt endlich, Du wirst plötzlich 15 Jahre jünger und lebst auch 15 Jahre länger, bei bester Gesundheit ...

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Einstellungssache

Beitrag von HBt. » 14.06.2017, 15:12

kastow hat geschrieben: Ich will gar nicht bestreiten, dass ich mein Leben so einrichten konnte, dass ich sehr zufrieden bin. Ist aber auch Einstellungssache. (...)
Ich möchte Dir ordentlich widersprechen:
- Du wohnst strategisch außerordentlich günstig
- hast einen Arbeitgeber und einen Job (mit entsprechenden Arbeitszeiten, stehst im Ornigramm ganz oben ...), von dem andere Menschen nur (noch nicht einmal) träumen können
- und Dein Anfahrtsweg ist ein absoluter Witz ...


wahrscheinlich schließt das Amt (heute heißt die Verwaltung ja Bürgerbüro) freitags schon um 12Uhr30 und Du radelst gemütlich in 35 Minuten heim ... damit hast Du tatsächlich schon
eine Einheit geleistet.


Schau einmal: alleine mein Anfahrtsweg ist seit über 10 Jahren durch Dauerbaustellen verstopft, jede Zufahrtsoption ist mittlerweile versperrt; öffentlicher Nah/u. Fernverkehr eine absolute Katastrophe,
permanent ist hier einer (meiner Kollegen) krank* ---> wir husten alle ... soll ich noch mehr zur Schieflage schreiben?

Mobil ist hier jeder, mit seinem Q3, Q7 ... etc.pp.
und unsere Muttersprache wird hier auch nicht mehr wirklich gesprochen ... mein Gott, uns trennen nur 170 km, von Haustür zu Haustür und doch scheint mir' es sind Welten :cry:

97tausend
zu
560tausend Einwohner (plus Dunkelziffer ...)

Ich denke, der eine oder andere Maßstab für "eine reine Einstellungssache" ist so'ne Sache ---> eine Angelegenheit mit sozialer Sprengkraft.


*ärztliche Betreuung, Termine, Behandlungen ... das kannst Du hier alles vergessen
alleine eure gemeldete Einwohnerzahl entspricht in etwa unseren amtlichen, ordentlichen Rentnern, auch sie sind permanent mobil unterwegs ... worüber diskutieren hier wir eigentlich???

Die Sache mit der "Einstellung",
also dem geforderten Selbstbetrug,
damit alles so bleibt wie es ist,
hört man häufig aus Ecken, in dem es dem Einzelnen immer besonders gut geht.

HBt.
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Fitness neben dem Judo - JA, ein MUSS!

Beitrag von HBt. » 14.06.2017, 17:15

Das wissen wir.
Fritz hat geschrieben: Hmm, ich beobachte das Phänomen, daß gerade bei Jugendlichen das Judotraining durch den Gang zum Fitness-Studio ersetzt wird. Ist ja auch viel besser, da gibt es niemanden, der Übungen vorschreibt und rummault, wenn nicht ordentlich geübt wird u. der Kopf kann auf "Geplärr-u.-Gewimmer-Musik"-Niveau vor sich hin vegetieren ...
(...)
So ist es. Es ist einfach. Es ist bequem. Man muss keine Regeln einhalten, darf prollen, posen ... u.s.w.

#
Das grundsätzliche Problem bleibt: niemand möchte Verantwortung übernehmen, dadurch ist auch niemand "verlässlich" ---> wird nie erwachsen, spielt nur, will mehr davon. Übrigens fällt es besonders schwer mit dieser Klientel zusammenzuarbeiten, der größte Fehler ist hier RÜCKSICHTNAHME ---> bedingungslos klarmachen, wer hier das Sagen hat (Verantwortung übernimmt /oder übernehmen muss), anders geht es nicht mehr.

No pain no gain.

Luxusprobleme, es geht uns zu gut - wer will sich da schon ins Judotraining einfügen lernen, regelmäßig zum Üben gehen (siehe auch die komischen Dojo-Regeln und Judo-Werte) - pfui.

Irgendwie erinnert mich gerade alles an die Szene (Das Boot; der Alte zu Leutnant Werner):
"Machen Sie Fotos von einflaufender - und nicht von auslaufender Besatzung."
"Warum?"
"Weil Sie dann WERTE haben."

##
Also Klartext: der Faden diente dem Urheber (und seinen Freunden, andere Accounts) dazu, seinen Hinweis (link) auf kaufbare Produkte der kommerziellen Fitnessbranche (Kraftszene) zu platzieren. Mehr nicht. Wir alle (echte Judoka, keine Möchtegerne) wissen aber selbst exakt um den notwendigen Fitnessbereich/bedarf bescheid.

Irgendwie geht mir gerade die Hutschnur hoch ;-) denn 'Fritz' hat recht. Auf so einer kleinen beschaulichen INSEL, mag 'Kastows Modell und Beispiel' temporär hilfreich sein - und zur Nachahmung empfohlen, für den Einzelnen & den Verein (eine Sparte), doch ändert es nichts.

Kein Ruck, keine Nachhaltigkeit ---> ein Kampf gegen Windmühlen, um den zu führen' muss man schon glauben (einen Verbündeten haben).

No pain no gain, man muss es selbst wollen und brennen (wie ich schon einmal schrieb) ---> am leichtesten ist dieses ohne LAST auf den SCHULTERN == keine soziale Verantwortung /alternativ muss der Rahmen einfach stimmen.

Also üben, üben, üben ---> wie ich damit Mitglieder werben und bei der Stange halten soll, bleibt mir ein ewiges Rätsel
:dontknow

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