Shobu-No-Kata

Kime-no-Kata, Kodokan Goshinjitsu und verwandte Kata
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makoto
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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von makoto » 14.05.2014, 23:44

Fritz hat geschrieben:Nun ja, das ist der Punkt, der einem so böse aufstößt, wenn die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Verband nachgerade mustergültig bei uns
ist, warum ist nicht das JM und die Verbands-Netzseite nicht voll mit anspruchsvollen Artikeln zu entsprechenden Themen,
warum spiegelt sich in den ÜL-Weiterbildungen nichts davon wieder, warum hören wir immer noch was von "Meistergürteln" in Zusammenhang mit
Shodan-Prüfungen, warum werden offensichtliche Fehlentwicklungen im Regelsatz, die durch die IJF-Gremien initiiert werden, tatsächlich bis runter
zur Kreisklasse durchgedrückt... Und die veröffentlichten Diplomarbeiten in dieser DJB-Schriftenreihe (was an sich eine gute Idee sein könnte),
naja, im Vergleich zu Artikeln von "Carl de Crée" und anderen, sind die bisher doch sehr flach gewesen, zumindest was historischen Dinge angeht...
Danke! Meine Gedanken in deinen Worten!
"Sometimes you win - sometimes you learn.", book title by John C. Maxwell

Cichorei Kano
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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Cichorei Kano » 15.05.2014, 00:31

makoto hat geschrieben:Naive Frage... Nachdem dieser "Cichorei Kano" und "NBK" einem ja ziemlich oft begegnen, wenn man das Forum durchgeht, stellt sich für mich schon irgendwie die Frage, wer das eigentlich wirklich ist und woher sie diese ganzen Infos haben. Auf der Straße im Vorbeigehen bekommt man das Wissen ja auch nicht.

Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte? Kann man das wirklich alles 1:1 übernehmen? Ich hab einmal den Spruch aufgenommen "Es gibt keine Wahrheit - es gibt nur Meinungen."

Warum ist dieses ganze Judo "Hintergrundwissen" eigentlich so mystifiziert und warum gibt es von Seiten des Kodokan diesbezüglich auch nicht gerade viele Informationen?
Vielen Dank für Ihre Fragen. Bevor ich auf sie eingehe, möchte ich mein Mitgefühl für den Tod von Reaktivator ausdrücken und mein Verständnis für alle Probleme, die daraus hervorkommen – wie Tutor erwähnte. Reaktivator war ein sehr fähiger Mensch mit dem Engagement eines Wissenschaftlers, wenn es darum ging, unser Wissen, insbesondere bezüglich einiger historischen Aspekten des Jūdō, zu vermehren.

Verstehen Sie bitte, dass ich auf Grund des Schutzes der Privatsphäre nicht alle Fragen beantworten kann. Die heutige Machtstrukturen im Jūdō ermöglichen es, dass bestimmte Personen und Organisationen eine Menge Geld verdienen und es schaffen, ihre Machtpositionen aufrecht zu erhalten. Das in Frage stellen oder einen kritischen Ansatz einiger Konzepte wird daher von gewissen Organisationen nicht geschätzt. Folglich sind sie bereit, im Versuch ihre Machtpositionen zu sichern, sehr weit zu gehen und jegliche kritische Äußerung den Mund zu schnüren.

Kenntnisse zu erwerben, wie Reaktivator sie hatte, stellt hohe Ansprüche. Man muss eine Menge lernen, einerseits als Jūdōka, aber auch als Wissenschaftler, um historisch-analytische Fertigkeiten zu entwickeln. Man muss die Sprache (Japanisch) beherrschen, die notwendigen Kontakte knüpfen und Quellen finden. Wenn man dieses erreicht hat, dann funktioniert das bis zu einer gewissen Höhe. Der Kōdōkan wird auch sehr behilflich sein – so lange man nicht das Wissen erreicht oder die Themen anschneidet, die sie in ein kritisches Tageslicht stellen.

Als Akademiker (inklusive Japanologe) ist Jūdō eines meiner Interessengebiete, und das in fast jeder Hinsicht. Ich habe tatsächlich eine Thesis in Japanologie über Budō verfasst, eine andere über Kata im Jūdō und bin zur Zeit dabei eine (zweite) Dissertation über Koshiki-no-kata anzufertigen. Ich habe auch in Japan gelebt und war Schüler bei besonders talentierten westlichen und verschiedenen japanischen Lehrern mit Erfahrung in Jūdō-Kata. Über viele Jahre hinweg habe ich auch eine sehr umfangreiche historische Bibliothek zum Jūdō aufgebaut,wodurch ich Zugang zu vielen Dokumenten habe, unter denen eine große Zahl derer, die nicht mal in der Kōdōkan-Bibliothek zur Verfügung stehen.

Das erworbene Wissen zu verbreiten, ist nicht einfach. Verbände haben ihren eigenen nationalen Kata-Guru, der in der Regel eine Machtstellung hat. Das Einladen einer externen Person ist in der Regel delikat, vor allem, weil unter solchen Bedingen das Gefühl entstehen kann, dass die Kenntnisse der nationalen Kata-Lehrer in Frage gestellt werden.

Die Alternative ist zu veröffentlichen. Es fordert eine Menge Arbeit, über Jūdō zu veröffentlichen. Vielleicht erläutere ich Ihnen das kurz. Ich kann nur als Akademiker veröffentlichen, aber Jūdō wird nicht ernst genommen. Wenn man zum Beispiel Spezialist in Chemie ist, trägt Jūdō darüber hinaus auch wenig zum professionellen Profil bei. In dem Fall wird erwartet, dass man über Chemie publiziert, nicht über Jūdō. Wenn ich also über Jūdō schreibe, dann muss ich daneben normale Forschung betreiben, damit die professionellen Anforderungen erfüllt werden. Menschen, die sich selber nicht auf akademische Ebene mit Jūdō befassen, betrachten Jūdō doch einfach als eine Sportart, eine Art Freizeitbeschäftigung, nicht aber als ein Forschungsthema.

Außer einigen älteren Zeitungsausschnitten sind historische Quellen über Jūdō in unseren Bibliotheken nicht aufzufinden bzw. seit langem vergriffen, so dass alles, was für die Arbeit gebraucht wird, selbst erworben werden muss. Das ist aufwendig, sowohl was Kosten als Zeit angeht. Über Jahre habe ich mehr als ein Drittel meines Gehaltes dazu ausgegeben, um eine Bibliothek aufzubauen. Ein normaler Mensch tut so was nicht. Aber ich kann auch nicht wie die meisten anderen Wissenschaftler arbeiten, ob es nun mit einer ihnen zur Verfügung gestellten Institutsbibliothek ist oder aber elektronisch über Internet Research.

Man darf auch nicht vergessen, dass Forschung über Jūdō kaum gefördert wird. Also verfüge ich auch nicht über Zuschüsse und muss alles, wirklich alles, buchstäblich aus der eigenen Tasche bezahlen. Und wenn ich denn schon die ganze Arbeit erledige, dann soll ich sie auch noch selber veröffentlichen. Wie funktioniert das, denken Sie? Es ist mir bereits aufgefallen, dass Leute denken, dass jemand, der in einer Zeitschrift veröffentlicht, dafür bezahlt wird. Das stimmt nicht. Es kostet mir so um die 50 Euro pro Seite für jeden Artikel, den ich publiziere. Nachdem ich bereits meine Zeit in der Verfassung eines Aufsatzes gesteckt habe - in der Arbeit also, die professionell nicht geschätzt wird -, nachdem ich alle Ressourcen und Materialien selber bezahlt habe, dann soll ich auch noch damit einverstanden sein, dafür zu bezahlen, um euch das Endprodukt zur Verfügung zu stellen.

Letztendlich kommt es auf Folgendes an. Ich weiß nicht, welchen Beruf Sie ausüben. Stellen Sie sich aber vor, dass Sie Ihre Arbeit erledigen, und dafür kein Gehalt empfangen. Im Gegensatz dazu müssen Sie Ihren Arbeitgeber jeden Monat bezahlen, damit er Sie für ihn arbeiten lässt. Letztendlich ist es das, was ich tue und wie ich arbeiten muss. Darüber hinaus versuchen einige wenige Personen in unterschiedlichen Organisationen meine wissenschaftliche Arbeit aktiv zu verhindern, weil ihre Positionen von Macht und Wissen dadurch in Frage gestellt werden.

Seit 25 Jahren bin ich dabei, eine gigantische Publikation über Jūdō vorzubereiten. Es liegt auch noch einen Aufsatz zu einem bestimmten Kata zur Publikation bereit, dessen Manuskript bereits vor 1,5 Jahr beendet wurde. Aber es ist nicht leicht, ihn als Buch zu publizieren. Dabei handelt es sich um wertvolles Material. Aber der Markt für Veröffentlichungen ist schlecht, also publizieren Verlage nur das, wovon sie sicher sind, dass es sich gut verkauft. Jūdōka lesen ungern. Sie haben nur eines im Sinn: Der Kampf auf der Tatami. Versuchen Sie mal, einen Jūdōka auf einem Stuhl zu setzen für eine theoretische Schulung. Es läuft garantiert schief. Auf wenigen Ausnahmen nach sind sie nicht darin interessiert. Es ist in sofern nicht einfach, einen Verleger davon zu überzeugen, ein ernsthaftes wissenschaftliches Buch zum Beispiel über ein Kata zu publizieren. Und wenn sie denn schon etwas über Jūdō veröffentlichen, dann sind es in der Regel billige Taschenbuch-Ausgaben über ein populäres Thema, vorzugsweise etwas sehr praktischer Art, so dass der Jūdōka nicht sein Gehirn, sondern bald wieder sich selbst auf der Tatami bewegen kann. Sobald Sie über Dinge schreiben, die entfernt sind und vielleicht unzugänglich für das intellektuelle Niveau der Jūdōka, dann gibt es ein Problem.

Sie schreiben über eine "Mystifizierung von Hintergrundwissen". Ich glaube nicht, dass das stimmt. Für mich sind die meisten Dinge im Jūdō ganz klar, aber möglicherweise ist es das nicht für jemand dem gewisse Kenntnisse fehlen – auch wenn er fünf olympische Jūdō-Medaillen hat. Einsteins Relativitätstheorie oder die Schrödinger-Gleichung sind für Physiker oder Chemiker absolut klar, aber sie sind es offensichtlich nicht für jemanden mit geringer Ausbildung. Die meisten Menschen, die Jūdō betreiben, haben eine sehr begrenzte Jūdō-Ausbildung, in der Regel nur bestehend aus einer Training in ihrem Club, einigen Wettkämpfen und ein paar Seminare. Das reicht nicht, um diese Materie zu verstehen. Kanō hat schon immer versucht, das zu verdeutlichen. Er hat nie behauptet, dass man durch Randori die Essenz des Jūdō fassen kann. Stattdessen hat er Randori, Kata, Kōgi und Mondō als Lehrmethoden des Jūdō bezeichnet. Im Westen jedoch wurde sich dem Jūdō traditionell nie auf diese Weise angenähert. Jūdō im Westen ist Randori, und Kata ist etwas, was man für eine Prüfung lernt, und außerdem noch in einem falschen Kontext, nämlich als eine Art von Übung, in der alles aus einer Gut/schlecht-Optik betrachtet wird und die man außerdem vor einer Jury oder einem Publikum demonstriert. Das entspricht weder der Absicht von Kata, noch hat es etwas mit Kata zu tun. Aber leider hat der durchschnittliche Jūdōka im Westen keine Alternative, weil er nie eine andere Weise von seinem Lehrer gelernt hat.

Kurz gefasst: Es gibt diese Mystifizierung nicht. Man wird aber die Essenz oder den "Kern“ von Jūdō auch nicht fassen durch einige Randori mehr, ungeachtet dessen wie gut man darin ist, anderen zu schlagen. Man sollte genau so viel Zeit an Kata, Kōgi und Mondō aufwenden, wenn man zum Kern kommen will, ohne dass man auf eine Mystifizierung trifft

Ich würde gerne noch Tutor danken. Ich sehe die enorme Menge an Zeit, die er der Erweiterung seiner Kenntnissen und dem Teilen seiner Erfahrungen mit anderen widmet. Er ist der lebende Beweis dafür, wie die Annahme der vierfachen Lehrmethode (Randori, Kata, Mondō und Kōgi) dazu beitrug und noch immer beiträgt, sein Kenntnisniveau dorthin zu bringen, wo es heute ist.

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Juiz » 15.05.2014, 01:18

Hallo,

wenn es wirklich nur um die Weitergabe des eigenen Wissens geht kann ich die Veröffentlichung über Amazon als eBook empfehlen:

http://www.amazon.de/ver%C3%B6ffentlich ... =597148031

Wenn man natürlich Geld mit dem eigenen Werken machen möchte oder die Arbeiten für die eigene Promotion veröffentlichen muss ist das kein Weg, aber zu behaupten es läge in der heutigen Zeit nur an den Verlegern finde ich schwach... Einfach über Amazon veröffentlichen und hier bewerben und mindestens 20 Exemplare sollten schnell gedownloaded sein. Schließlich gibt es auch noch Jungspunde wie mich, die zwar schon 50+ Judobücher in 5 Sprachen besitzen, aber dennoch alles verfügbare Wissen sammeln wollen. Die Verfügbarkeit von Judoliteratur ist nämlich wirklich ein Problem, das sich (für mich) nur durch das erlenen der japanischen Sprache beheben lies. Allerdings ist DAS wirklich kein Weg Judowissen der breiten Masse verfügbar zu machen :-)

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Cichorei Kano » 15.05.2014, 02:18

Juiz hat geschrieben:Hallo,

wenn es wirklich nur um die Weitergabe des eigenen Wissens geht kann ich die Veröffentlichung über Amazon als eBook empfehlen:

http://www.amazon.de/ver%C3%B6ffentlich ... =597148031

Wenn man natürlich Geld mit dem eigenen Werken machen möchte oder die Arbeiten für die eigene Promotion veröffentlichen muss ist das kein Weg, aber zu behaupten es läge in der heutigen Zeit nur an den Verlegern finde ich schwach... Einfach über Amazon veröffentlichen und hier bewerben und mindestens 20 Exemplare sollten schnell gedownloaded sein. Schließlich gibt es auch noch Jungspunde wie mich, die zwar schon 50+ Judobücher in 5 Sprachen besitzen, aber dennoch alles verfügbare Wissen sammeln wollen. Die Verfügbarkeit von Judoliteratur ist nämlich wirklich ein Problem, das sich (für mich) nur durch das erlenen der japanischen Sprache beheben lies. Allerdings ist DAS wirklich kein Weg Judowissen der breiten Masse verfügbar zu machen :-)
Sie scheinen nicht die Anforderungen der Hochschulen zu verstehen um einen Job zu halten oder zu erwerben.

Sorry, switching to English. It requires too much time for me to write in German, which is not my native language.

In order to hold or obtain one's academic job one is required to publish in specific internationally ranked peer-reviewed journals, which depending on the Institution, field, or theory are categorized, not throw out some a stuff via Amazon.com for the mere pleasure or others. For example, I have to publish a certain number of papers per year in journals that have a certain minimal impact and that are ranked in the science citation index. It is not possible to compete with work in jûdô with other areas.

Jûdô seems to be only field I now where people feel entitled that everything should be given to them for free. Do you work for free for your employer ? I mean not just an hour or a day, but everything ?

I have already sold my house and I have already given up most of my salary for years just to acquire sources and the ability to study with the best experts in Japan and elsewhere. Right now, my main concern is to assure that I have food on the table and a roof over my head for the night. So, if you believe that I also simply should give away the only thing I have that in future may allow me to pay for some bills or costs that allow people to enjoy what I research, and allow me to live in acceptable humanitary conditions, I am sorry, but I pass. You can't keep giving when nothing comes in. I can only give away as long as I have something to give away. If it comes to giving back to the community, I think I have already given my share of effort back to society. I teach judo completely for free, I wrote near 15,000 posts on the old English forum 1,500 on the current English forum all for you and for every one else, and all free patiently answering people's questons. In my judo club I also teach and have been teaching for years for free, and all techical and kata courses I teach for our or other federations are also entirely for free, even though it isn't for free for students, but nothing of what they pay ends up with me, nothing. In fact, I still have to pay off bills for knowledge an publications that you can read or learn for free and pick off the Internet, because I paid the publisher to publish it so that it is free for you.

Some good friends of mine who have published several books have attempted to distribute their book via, Amazon destroys much of market. I have friends who have self-published and who explained to me that reductions one has to give to Amazon are so huge that it kills you unless you are a major company. There are also very unfavorable costs for the order regarding shipping and handling and eventual return of books all for which the author has to pay himself. Do you know what it costs to publish a book ? I mean, a serious quality book, not a cheap paperback of populist stuff like there are so many. I have a manuscript I finished that is about just one kata. The price quoted to me by the printer in order to produce the book is about 80,000 euros. That is the amount I would have to pay the printer not over the following 20 years but NOW if I want to have the book actually printed. It is obviously out of the question. From what I understand our beloved friend Reaktivator experienced some of these problems too. No one sponsors any serious work on judo, because people who are affluent do not choose judo as a discipline, tennis yes, golf yes, but not judo. Of course sometimes judoka are willing to pay money. Some give 500 or 800 euros for getting a higher dan-rank at the Kodokan, but that money then goes to an organization, not to an individual. People pay memberhip fees in our federation too, but those membership fees go to things such as allowing the president to travel to this or that meetig or championship and stay in a nice hotel; nothing goes to me to allow me to do my work. As I said, doing research in judo is a one-direction of idealism. There is only output without any income. It's nonsurvivable, and it is very well possible that one day I will die without any of the work ever making it to the judo audience, very sad, very frustrating, but that is the way it is. I still continue because at least there are minor parts I can pass on to my students, but that is limited since their level is too limited to be able to absorb more advanced concepts.
Zuletzt geändert von Cichorei Kano am 15.05.2014, 02:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von makoto » 15.05.2014, 02:21

Cichorei Kano hat geschrieben:
makoto hat geschrieben:Naive Frage... Nachdem dieser "Cichorei Kano" und "NBK" einem ja ziemlich oft begegnen, wenn man das Forum durchgeht, stellt sich für mich schon irgendwie die Frage, wer das eigentlich wirklich ist und woher sie diese ganzen Infos haben. Auf der Straße im Vorbeigehen bekommt man das Wissen ja auch nicht.

Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte? Kann man das wirklich alles 1:1 übernehmen? Ich hab einmal den Spruch aufgenommen "Es gibt keine Wahrheit - es gibt nur Meinungen."

Warum ist dieses ganze Judo "Hintergrundwissen" eigentlich so mystifiziert und warum gibt es von Seiten des Kodokan diesbezüglich auch nicht gerade viele Informationen?

Vielen Dank für Ihre Fragen. Bevor ich auf sie eingehe, möchte ich mein Mitgefühl für den Tod von Reaktivator ausdrücken und mein Verständnis für alle Probleme, die daraus hervorkommen – wie Tutor erwähnte. Reaktivator war ein sehr fähiger Mensch mit dem Engagement eines Wissenschaftlers, wenn es darum ging, unser Wissen, insbesondere bezüglich einiger historischen Aspekten des Jūdō, zu vermehren.

Verstehen Sie bitte, dass ich auf Grund des Schutzes der Privatsphäre nicht alle Fragen beantworten kann. Die heutige Machtstrukturen im Jūdō ermöglichen es, dass bestimmte Personen und Organisationen eine Menge Geld verdienen und es schaffen, ihre Machtpositionen aufrecht zu erhalten. Das in Frage stellen oder einen kritischen Ansatz einiger Konzepte wird daher von gewissen Organisationen nicht geschätzt. Folglich sind sie bereit, im Versuch ihre Machtpositionen zu sichern, sehr weit zu gehen und jegliche kritische Äußerung den Mund zu schnüren.

Kenntnisse zu erwerben, wie Reaktivator sie hatte, stellt hohe Ansprüche. Man muss eine Menge lernen, einerseits als Jūdōka, aber auch als Wissenschaftler, um historisch-analytische Fertigkeiten zu entwickeln. Man muss die Sprache (Japanisch) beherrschen, die notwendigen Kontakte knüpfen und Quellen finden. Wenn man dieses erreicht hat, dann funktioniert das bis zu einer gewissen Höhe. Der Kōdōkan wird auch sehr behilflich sein – so lange man nicht das Wissen erreicht oder die Themen anschneidet, die sie in ein kritisches Tageslicht stellen.

Als Akademiker (inklusive Japanologe) ist Jūdō eines meiner Interessengebiete, und das in fast jeder Hinsicht. Ich habe tatsächlich eine Thesis in Japanologie über Budō verfasst, eine andere über Kata im Jūdō und bin zur Zeit dabei eine (zweite) Dissertation über Koshiki-no-kata anzufertigen. Ich habe auch in Japan gelebt und war Schüler bei besonders talentierten westlichen und verschiedenen japanischen Lehrern mit Erfahrung in Jūdō-Kata. Über viele Jahre hinweg habe ich auch eine sehr umfangreiche historische Bibliothek zum Jūdō aufgebaut,wodurch ich Zugang zu vielen Dokumenten habe, unter denen eine große Zahl derer, die nicht mal in der Kōdōkan-Bibliothek zur Verfügung stehen.

Das erworbene Wissen zu verbreiten, ist nicht einfach. Verbände haben ihren eigenen nationalen Kata-Guru, der in der Regel eine Machtstellung hat. Das Einladen einer externen Person ist in der Regel delikat, vor allem, weil unter solchen Bedingen das Gefühl entstehen kann, dass die Kenntnisse der nationalen Kata-Lehrer in Frage gestellt werden.

Die Alternative ist zu veröffentlichen. Es fordert eine Menge Arbeit, über Jūdō zu veröffentlichen. Vielleicht erläutere ich Ihnen das kurz. Ich kann nur als Akademiker veröffentlichen, aber Jūdō wird nicht ernst genommen. Wenn man zum Beispiel Spezialist in Chemie ist, trägt Jūdō darüber hinaus auch wenig zum professionellen Profil bei. In dem Fall wird erwartet, dass man über Chemie publiziert, nicht über Jūdō. Wenn ich also über Jūdō schreibe, dann muss ich daneben normale Forschung betreiben, damit die professionellen Anforderungen erfüllt werden. Menschen, die sich selber nicht auf akademische Ebene mit Jūdō befassen, betrachten Jūdō doch einfach als eine Sportart, eine Art Freizeitbeschäftigung, nicht aber als ein Forschungsthema.

Außer einigen älteren Zeitungsausschnitten sind historische Quellen über Jūdō in unseren Bibliotheken nicht aufzufinden bzw. seit langem vergriffen, so dass alles, was für die Arbeit gebraucht wird, selbst erworben werden muss. Das ist aufwendig, sowohl was Kosten als Zeit angeht. Über Jahre habe ich mehr als ein Drittel meines Gehaltes dazu ausgegeben, um eine Bibliothek aufzubauen. Ein normaler Mensch tut so was nicht. Aber ich kann auch nicht wie die meisten anderen Wissenschaftler arbeiten, ob es nun mit einer ihnen zur Verfügung gestellten Institutsbibliothek ist oder aber elektronisch über Internet Research.

Man darf auch nicht vergessen, dass Forschung über Jūdō kaum gefördert wird. Also verfüge ich auch nicht über Zuschüsse und muss alles, wirklich alles, buchstäblich aus der eigenen Tasche bezahlen. Und wenn ich denn schon die ganze Arbeit erledige, dann soll ich sie auch noch selber veröffentlichen. Wie funktioniert das, denken Sie? Es ist mir bereits aufgefallen, dass Leute denken, dass jemand, der in einer Zeitschrift veröffentlicht, dafür bezahlt wird. Das stimmt nicht. Es kostet mir so um die 50 Euro pro Seite für jeden Artikel, den ich publiziere. Nachdem ich bereits meine Zeit in der Verfassung eines Aufsatzes gesteckt habe - in der Arbeit also, die professionell nicht geschätzt wird -, nachdem ich alle Ressourcen und Materialien selber bezahlt habe, dann soll ich auch noch damit einverstanden sein, dafür zu bezahlen, um euch das Endprodukt zur Verfügung zu stellen.

Letztendlich kommt es auf Folgendes an. Ich weiß nicht, welchen Beruf Sie ausüben. Stellen Sie sich aber vor, dass Sie Ihre Arbeit erledigen, und dafür kein Gehalt empfangen. Im Gegensatz dazu müssen Sie Ihren Arbeitgeber jeden Monat bezahlen, damit er Sie für ihn arbeiten lässt. Letztendlich ist es das, was ich tue und wie ich arbeiten muss. Darüber hinaus versuchen einige wenige Personen in unterschiedlichen Organisationen meine wissenschaftliche Arbeit aktiv zu verhindern, weil ihre Positionen von Macht und Wissen dadurch in Frage gestellt werden.

Seit 25 Jahren bin ich dabei, eine gigantische Publikation über Jūdō vorzubereiten. Es liegt auch noch einen Aufsatz zu einem bestimmten Kata zur Publikation bereit, dessen Manuskript bereits vor 1,5 Jahr beendet wurde. Aber es ist nicht leicht, ihn als Buch zu publizieren. Dabei handelt es sich um wertvolles Material. Aber der Markt für Veröffentlichungen ist schlecht, also publizieren Verlage nur das, wovon sie sicher sind, dass es sich gut verkauft. Jūdōka lesen ungern. Sie haben nur eines im Sinn: Der Kampf auf der Tatami. Versuchen Sie mal, einen Jūdōka auf einem Stuhl zu setzen für eine theoretische Schulung. Es läuft garantiert schief. Auf wenigen Ausnahmen nach sind sie nicht darin interessiert. Es ist in sofern nicht einfach, einen Verleger davon zu überzeugen, ein ernsthaftes wissenschaftliches Buch zum Beispiel über ein Kata zu publizieren. Und wenn sie denn schon etwas über Jūdō veröffentlichen, dann sind es in der Regel billige Taschenbuch-Ausgaben über ein populäres Thema, vorzugsweise etwas sehr praktischer Art, so dass der Jūdōka nicht sein Gehirn, sondern bald wieder sich selbst auf der Tatami bewegen kann. Sobald Sie über Dinge schreiben, die entfernt sind und vielleicht unzugänglich für das intellektuelle Niveau der Jūdōka, dann gibt es ein Problem.

Sie schreiben über eine "Mystifizierung von Hintergrundwissen". Ich glaube nicht, dass das stimmt. Für mich sind die meisten Dinge im Jūdō ganz klar, aber möglicherweise ist es das nicht für jemand dem gewisse Kenntnisse fehlen – auch wenn er fünf olympische Jūdō-Medaillen hat. Einsteins Relativitätstheorie oder die Schrödinger-Gleichung sind für Physiker oder Chemiker absolut klar, aber sie sind es offensichtlich nicht für jemanden mit geringer Ausbildung. Die meisten Menschen, die Jūdō betreiben, haben eine sehr begrenzte Jūdō-Ausbildung, in der Regel nur bestehend aus einer Training in ihrem Club, einigen Wettkämpfen und ein paar Seminare. Das reicht nicht, um diese Materie zu verstehen. Kanō hat schon immer versucht, das zu verdeutlichen. Er hat nie behauptet, dass man durch Randori die Essenz des Jūdō fassen kann. Stattdessen hat er Randori, Kata, Kōgi und Mondō als Lehrmethoden des Jūdō bezeichnet. Im Westen jedoch wurde sich dem Jūdō traditionell nie auf diese Weise angenähert. Jūdō im Westen ist Randori, und Kata ist etwas, was man für eine Prüfung lernt, und außerdem noch in einem falschen Kontext, nämlich als eine Art von Übung, in der alles aus einer Gut/schlecht-Optik betrachtet wird und die man außerdem vor einer Jury oder einem Publikum demonstriert. Das entspricht weder der Absicht von Kata, noch hat es etwas mit Kata zu tun. Aber leider hat der durchschnittliche Jūdōka im Westen keine Alternative, weil er nie eine andere Weise von seinem Lehrer gelernt hat.

Kurz gefasst: Es gibt diese Mystifizierung nicht. Man wird aber die Essenz oder den "Kern“ von Jūdō auch nicht fassen durch einige Randori mehr, ungeachtet dessen wie gut man darin ist, anderen zu schlagen. Man sollte genau so viel Zeit an Kata, Kōgi und Mondō aufwenden, wenn man zum Kern kommen will, ohne dass man auf eine Mystifizierung trifft

Ich würde gerne noch Tutor danken. Ich sehe die enorme Menge an Zeit, die er der Erweiterung seiner Kenntnissen und dem Teilen seiner Erfahrungen mit anderen widmet. Er ist der lebende Beweis dafür, wie die Annahme der vierfachen Lehrmethode (Randori, Kata, Mondō und Kōgi) dazu beitrug und noch immer beiträgt, sein Kenntnisniveau dorthin zu bringen, wo es heute ist.
Lieber Cichorei Kano,

herzlichen Dank für die Antwort auf meinen Beitrag.

Die Fragen waren in keinster Weise als negativ zu verstehen. Kritisches Hinterfragen ist der Grundstein für neue Erkenntnisse und Wissenszuwachs.

Mir sind die notwendigen Schritte und Tätigkeiten für eine wissenschaftliche Publikation bekannt und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, mit dem Thema Jūdō Mittel und Unterstützung an Universitäten zu akquirieren. (Stichwort "Freizeitbeschäftigung")

Trotz aller Mühen und Umstände hoffe ich trotzdem, dass sie, als Idealist, ihre gigantische Publikation, der Zeitangabe nach könnte man diese ja fast bereits als "Lebenswerk" titulieren, publizieren werden, da durch diese sicherlich viel bewegt werden kann und sich möglicherweise für viele Leute die Perspektive ändert. Wenn sie kein Idealist wären, würden Sie nicht Unsummen für eine eigene Bibliothek ausgeben und schon gar nicht 25 Jahre Arbeit für eine (mögliche) Publikation auf sich nehmen. So gesehen, wäre eine Nicht-Publikation (oder zumindest deren Versuch) unlogisch.

Solange der "wahre Kern" des Judos nicht durch die dafür vorgesehenen Institutionen verbreitet wird, sehe ich es trotzdem als eine gewissen Art der Mystifizierung, da der offene Zugang am wahren Sinn nicht durch die eigene Bildung und die eigenen finanziellen Möglichkeiten limitiert sein sollte. Natürlich waren früher vielleicht nicht die notwendigen Grundlagen, Mittel und Methoden verfügbar, um den wahren Kern kulturell zu transportieren, aber heute steht dem ganzen (natürlich bis auf den Kapitalismus) nichts mehr im Wege.

Natürlich trifft es zu, dass die meisten "Judoka" nicht gerne Zeit damit verbringen, sich mit den theoretischen und philosophischen Hintergründen auseinanderzusetzen. Aber möglicherweise handelt es sich um einen reinen Deffinitionsfehler und es wird mit "Judoka" einfach nur die falsche Population bezeichnet.

Ohne Leute - Idealisten - wie sie, wird es immer dabei bleiben, dass die breite Masse an "Judoka" glaubt, Judo bestünde nur aus Randori und Kata in Gut-Schlecht-Optik.

Ich denke, besonders aus akademischer Sichtweise sollte es das oberste Ziel sein, dass erarbeitetes Wissen nicht verloren geht und durch Wissenstransfer die Weiterentwicklung nach uns dadurch unter besseren Bedingungen vorangetrieben werden kann.

Nochmals herzlichen Dank für Ihre lange und vor allem kritische Stellungnahme und ich wünsche Ihnen die notwendige Energie, um Ihre aufschlussreichen Arbeiten fortzuführen und (hoffentlich weiterhin) dankenswerter Weise mit uns zu teilen!

Hochachtungsvoll,
makoto


PS: Falls es Sie beruhigt, ich zähle sicherlich zu den Käufern Ihrer Bücher, wenn Sie sich (hoffentlich) doch für deren Publikation entscheiden sollten!
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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Fritz » 15.05.2014, 10:53

@Cichorei Kano:
Vielen Dank für diesen aufschlußreichen Beitrag.

Ich sehe, der Knackpunkt ist die Finanzierung Ihrer Forschungsprojekte.
Haben Sie schon einmal über "Crowd Funding" nachgedacht?
Gerade für Ihre bereits fertigen Manuskripte könnte das doch ein Weg sein, die Veröffentlichung zu finanzieren...

(Wir hatte unlängst ein Beispiel dafür hier im Forum (sicherlich in kleinerem finanziellen Rahmen):
http://www.startnext.de/kanojudo)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

Juiz
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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Juiz » 15.05.2014, 13:47

Cichorei Kano hat geschrieben:
Juiz hat geschrieben:Hallo,

wenn es wirklich nur um die Weitergabe des eigenen Wissens geht kann ich die Veröffentlichung über Amazon als eBook empfehlen:

http://www.amazon.de/ver%C3%B6ffentlich ... =597148031

Wenn man natürlich Geld mit dem eigenen Werken machen möchte oder die Arbeiten für die eigene Promotion veröffentlichen muss ist das kein Weg, aber zu behaupten es läge in der heutigen Zeit nur an den Verlegern finde ich schwach... Einfach über Amazon veröffentlichen und hier bewerben und mindestens 20 Exemplare sollten schnell gedownloaded sein. Schließlich gibt es auch noch Jungspunde wie mich, die zwar schon 50+ Judobücher in 5 Sprachen besitzen, aber dennoch alles verfügbare Wissen sammeln wollen. Die Verfügbarkeit von Judoliteratur ist nämlich wirklich ein Problem, das sich (für mich) nur durch das erlenen der japanischen Sprache beheben lies. Allerdings ist DAS wirklich kein Weg Judowissen der breiten Masse verfügbar zu machen :-)
Sie scheinen nicht die Anforderungen der Hochschulen zu verstehen um einen Job zu halten oder zu erwerben.

Sorry, switching to English. It requires too much time for me to write in German, which is not my native language.

In order to hold or obtain one's academic job one is required to publish in specific internationally ranked peer-reviewed journals, which depending on the Institution, field, or theory are categorized, not throw out some a stuff via Amazon.com for the mere pleasure or others. For example, I have to publish a certain number of papers per year in journals that have a certain minimal impact and that are ranked in the science citation index. It is not possible to compete with work in jûdô with other areas.

Jûdô seems to be only field I now where people feel entitled that everything should be given to them for free. Do you work for free for your employer ? I mean not just an hour or a day, but everything ?

I have already sold my house and I have already given up most of my salary for years just to acquire sources and the ability to study with the best experts in Japan and elsewhere. Right now, my main concern is to assure that I have food on the table and a roof over my head for the night. So, if you believe that I also simply should give away the only thing I have that in future may allow me to pay for some bills or costs that allow people to enjoy what I research, and allow me to live in acceptable humanitary conditions, I am sorry, but I pass. You can't keep giving when nothing comes in. I can only give away as long as I have something to give away. If it comes to giving back to the community, I think I have already given my share of effort back to society. I teach judo completely for free, I wrote near 15,000 posts on the old English forum 1,500 on the current English forum all for you and for every one else, and all free patiently answering people's questons. In my judo club I also teach and have been teaching for years for free, and all techical and kata courses I teach for our or other federations are also entirely for free, even though it isn't for free for students, but nothing of what they pay ends up with me, nothing. In fact, I still have to pay off bills for knowledge an publications that you can read or learn for free and pick off the Internet, because I paid the publisher to publish it so that it is free for you.

Some good friends of mine who have published several books have attempted to distribute their book via, Amazon destroys much of market. I have friends who have self-published and who explained to me that reductions one has to give to Amazon are so huge that it kills you unless you are a major company. There are also very unfavorable costs for the order regarding shipping and handling and eventual return of books all for which the author has to pay himself. Do you know what it costs to publish a book ? I mean, a serious quality book, not a cheap paperback of populist stuff like there are so many. I have a manuscript I finished that is about just one kata. The price quoted to me by the printer in order to produce the book is about 80,000 euros. That is the amount I would have to pay the printer not over the following 20 years but NOW if I want to have the book actually printed. It is obviously out of the question. From what I understand our beloved friend Reaktivator experienced some of these problems too. No one sponsors any serious work on judo, because people who are affluent do not choose judo as a discipline, tennis yes, golf yes, but not judo. Of course sometimes judoka are willing to pay money. Some give 500 or 800 euros for getting a higher dan-rank at the Kodokan, but that money then goes to an organization, not to an individual. People pay memberhip fees in our federation too, but those membership fees go to things such as allowing the president to travel to this or that meetig or championship and stay in a nice hotel; nothing goes to me to allow me to do my work. As I said, doing research in judo is a one-direction of idealism. There is only output without any income. It's nonsurvivable, and it is very well possible that one day I will die without any of the work ever making it to the judo audience, very sad, very frustrating, but that is the way it is. I still continue because at least there are minor parts I can pass on to my students, but that is limited since their level is too limited to be able to absorb more advanced concepts.
Hello again :-),

I ll switch to english too to point out some points which weren't supposed to offend you, but to give productive input:
- First of all I didn't get your academic background in Judo from your first post (I actualy got ur academic background but thought you were researching in chemistry or sth and "just" publishing some work concerning your hobby judo...). I am absolutly aware, that it isn't enogh to publish an ebook as an result of academic work (but i did mention in my previous post that my way isn't suitible for academic work or if u want to earn money, its realy idealistic only).
- I am also aware, that amazon (in various ways) has a bad influence on the book market and makes normal publishing much more difficult. But for ppl. like me and a few of my friends who write books (scientific and fantasy) in their free time its an awesome way to make a book (as a digital copy) available for the public without paying anything, thats why I recommended it to you.
- I absolutly admire everybody who makes his hobby his main income source (thats what we call Beruf in the real meaning in german) and am sorry to hear about your problems in past and present. I think its a general problem in Judo, that u dont get a suitable payment for your effort...
- as a last point I think you underestimate some judoka. I know from myself (and I just finished studying), that I spended several hundreds going for thousands of € into Judo (buying books, going to judo teacher schoolings or simply traveling around europe and japan to see diffrent teachers passing judo to their students in various ways) and so I and I am sure most of the other owners as well would have also spended 100€ instead of 50€ for the german daigos if it would have helped other authors or dieter born to publish more books. So think about the crowd funding idea from Fritz. If you write a good abstract and publish ur work in english maybe you get 800 ppl to invest 100€ for your work, so you can publish it and they can get their own copy of your book.

Please dont see these points as a critic, but as an explanation for my previous post and a more detaild input including my original intention.

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Cichorei Kano » 15.05.2014, 15:28

Fritz hat geschrieben:@Cichorei Kano:
Vielen Dank für diesen aufschlußreichen Beitrag.

Ich sehe, der Knackpunkt ist die Finanzierung Ihrer Forschungsprojekte.
Haben Sie schon einmal über "Crowd Funding" nachgedacht?
Gerade für Ihre bereits fertigen Manuskripte könnte das doch ein Weg sein, die Veröffentlichung zu finanzieren...

(Wir hatte unlängst ein Beispiel dafür hier im Forum (sicherlich in kleinerem finanziellen Rahmen):
http://www.startnext.de/kanojudo)
Yes, you make an excellent suggestion and yes I have thought about it, and it is indeed our major option. I am not confident it will work and someone else will have to do that part for me as my talents are not in that area, but we'll see. Thank you also for the kind comments. If further comments, please just write in German.

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Cichorei Kano » 15.05.2014, 16:04

Juiz hat geschrieben: Hello again :-),

I ll switch to english too to point out some points which weren't supposed to offend you, but to give productive input:
- First of all I didn't get your academic background in Judo from your first post (I actualy got ur academic background but thought you were researching in chemistry or sth and "just" publishing some work concerning your hobby judo...). I am absolutly aware, that it isn't enogh to publish an ebook as an result of academic work (but i did mention in my previous post that my way isn't suitible for academic work or if u want to earn money, its realy idealistic only).
- I am also aware, that amazon (in various ways) has a bad influence on the book market and makes normal publishing much more difficult. But for ppl. like me and a few of my friends who write books (scientific and fantasy) in their free time its an awesome way to make a book (as a digital copy) available for the public without paying anything, thats why I recommended it to you.
- I absolutly admire everybody who makes his hobby his main income source (thats what we call Beruf in the real meaning in german) and am sorry to hear about your problems in past and present. I think its a general problem in Judo, that u dont get a suitable payment for your effort...
- as a last point I think you underestimate some judoka. I know from myself (and I just finished studying), that I spended several hundreds going for thousands of € into Judo (buying books, going to judo teacher schoolings or simply traveling around europe and japan to see diffrent teachers passing judo to their students in various ways) and so I and I am sure most of the other owners as well would have also spended 100€ instead of 50€ for the german daigos if it would have helped other authors or dieter born to publish more books. So think about the crowd funding idea from Fritz. If you write a good abstract and publish ur work in english maybe you get 800 ppl to invest 100€ for your work, so you can publish it and they can get their own copy of your book.

Please dont see these points as a critic, but as an explanation for my previous post and a more detaild input including my original intention.
Thank you for the additional comments. It's a pleasure to read about people's commitment here. Please, just write in German, no problem for me to read at all, it is just difficult to write more or less correctly when it is not one's native language and is not residing in Germany or continuously using the language. Since this is a German forum if you have the ability to write in German without any effort, please continue to do so as it is no effort for me to read it, it is just the writing that is hard for me and therefore I may reply in English unless I have a lot of spare time.

Judo has long stopped being a hobby for me. It's more a ... search for the Holy Grail, with the word 'Holy' being a bad choice, since one should not touch something Holy or because what is Holy becomes kind of elevate beyond critical challenge ... It's precisely the critical challenge that makes everything even more complicated as doing so is considered blasphemy in jûdô and people who hold positions of power in jûdô really dislike it.

Yes, we are exploring crowd funding. The high amounts I quoted also was for 5,000 copies; I forgot to mention that. It is possible to do less, like 2,000 or 1,500. The total amount required will then be less. Printing less than 1,500 probably is not worth the effort as the process of offset printing requires high minimal numbers in orer to be make the effort worth.

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Fritz » 15.05.2014, 16:06

Cichorei Kano hat geschrieben:Yes, you make an excellent suggestion and yes I have thought about it, and it is indeed our major option. I am not confident it will work and someone else will have to do that part for me as my talents are not in that area, but we'll see.
Das freut mich zu hören.
Bitte halten Sie uns auf dem Laufenden.

Eine weitere Alternative wäre vielleicht, einen der "books on demand" - Verlage zu bemühen?
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Cichorei Kano » 15.05.2014, 23:47

Fritz hat geschrieben:
Cichorei Kano hat geschrieben:Yes, you make an excellent suggestion and yes I have thought about it, and it is indeed our major option. I am not confident it will work and someone else will have to do that part for me as my talents are not in that area, but we'll see.
Das freut mich zu hören.
Bitte halten Sie uns auf dem Laufenden.

Eine weitere Alternative wäre vielleicht, einen der "books on demand" - Verlage zu bemühen?
Most printing-on demand I know of is really cheap-looking paperback books that are simply glued together. I am not sure that there are companies that do this for serious hardbound books. With printing-on-demand one cannot use offset printing (= needs high minimums) and has to move to digital printing, which has consequences as it is a different process that does not use the large sheets used for off-set printing which are then folded and sewn. Intead you often get stuff like what you print on a home printer and then take to the locak photcopy stuff to have it glued together. Often that resembles more student-work. There are also consequences with regard to choices of paper since both are totally different processes of printing. Of course, digital printing techniques have enormously improved, but I am not sure about the suitability for a serious book. I think that if one really has to go printing-on-demand, one might better self-publish and cut the costs than having to involve a company. The only downside is that when using self-publishing one does not have the marketing and distribution channels, but theoretically one could each time take 10 books or so to a professional binder to have them hardbound. It will be difficult to reach people though because except for a personal website one could build and mentioning it on a couple of forums, and maybe E-Bay that is it. From what I hear from some people who are known names in the budo publishing world, sales are often not spectacular and just in the range of 1500-2500 copies worldwide. In my case, I will probably end up with a relatively expensive book like any hardback sciencebook is, and I think I have to target libraries and institutions rather than individuals. I think that is extremely difficult if not impossible to do with self-published book. I doubt that even the Kôdôkan would purchase a self-published book, and I most certainly am not going to donate a copy to them like so many do. They have lazy-earnt money and they can pay for it if they want it, just like anybody else !

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von makoto » 16.05.2014, 00:18

How many pages will your book have approximately?
"Sometimes you win - sometimes you learn.", book title by John C. Maxwell

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Cichorei Kano » 16.05.2014, 01:03

makoto hat geschrieben:How many pages will your book have approximately?
Depends on which one you are talking about. The finished manuscript here which is about a single kata is over 400 pages.

When you are talking about the comprehensive book I was talking about, it is difficult to say. Originally I was thinking about 1,200 pages, which is understandable if one knows the few other decent reference works on judo such as the one by Maruyama Sanzô from 1939 and the one by Oda Jôin from 1929.

In the comprehensive long-time book project I am working on the history prior to 1882 is already 400 pages. There are kata where things get really complicated, such as koshiki-no-kata, were likely for a single kata there will be over 400 pages too. It depends. For information like techniques you can get an idea about the amount from the Daigo volumes published by Dieter. So it will likely be a multi-volume reference work, perhaps of 3 volumes.

Please, simply write in German, but permit me to reply in English.

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von makoto » 16.05.2014, 01:14

Wow... Great!

Please keep in mind that time goes fast and I think it will be no easy literature so it will take some time to read (and understand!) only one of your books. So I'm looking forward to can buy and start reading the first book in near future.
"Sometimes you win - sometimes you learn.", book title by John C. Maxwell

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von judoplayer » 16.05.2014, 01:54

Cichorei Kano hat geschrieben:
makoto hat geschrieben:How many pages will your book have approximately?
When you are talking about the comprehensive book I was talking about, it is difficult to say. Originally I was thinking about 1,200 pages, which is understandable if one knows the few other decent reference works on judo such as the one by Maruyama Sanzô from 1939 and the one by Oda Jôin from 1929.

Please, simply write in German, but permit me to reply in English.
@Cichorei Kano
Ich nehme an, Sie beziehen sich in Ihrer Arbeit auf das Buchset Jūdō Taikan (柔道大観) von Oda Jôin? Ich habe dieses Buchset vor kurzen nach fast sechsjähriger Suche aus Japan käuflich erwerben können. Obwohl ich kein Japanisch verstehe oder schreibe, bietet dieses gewaltige Buchset (ca.1500 Seiten bestehend aus einem Buch über Wurftechniken und Band zwei aus Bodentechniken) relativ viele Fotos und beindruckende Techniken. In Dieter Borns Übersetzung der Daigo-Bücher finden sich auszugsweise Textstellen übersetzt darin wieder. Dieses berühmte Werk ist wahrscheinlich im Westen fast unbekannt und Sie könnten mit Ihrer Veröffentlichung einen großen Beitrag und Zugang zu dieser Literatur für andere interessierte Judoka ermöglichen. Ich fände das wirklich großartig!

Ich frage mich, wie lange Oda Jôin an diesen Buch gearbeitet hat? Können Sie mir sagen, wer auf dem Fotos Oda's Uke ist?

Vielen Dank.
Viele Grüße

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Fritz » 16.05.2014, 02:02

Erstes Suchergebnis bei Google.de lieferte mir einen Verweis, wo es sogar einen Preisrechner gibt:

http://book-on-demand.de/autoren/preisrechner

Laut diesem haben sie Hardcover, Buchumschlag, Papier in unterschiedlichen Stärken, 4-Farbdruck ist wohl auch möglich...

Ein anderer recht bekannter Dienstleister mit Preisrechner:

http://www.lulu.com/publish/books

Hardcover ist hier ebenfalls möglich, habe auch was von der Möglichkeit eine ISBN-Nummer zu erhalten, gelesen...

Über das Druckverfahren habe ich auf die Schnelle nichts finden können... Aber die Kosten sind bei beiden
auf den ersten Blick recht überschaubar...

Letztlich müßte man einfach mal einen solchen Druckdienst ausprobieren und schauen, ob das Ergebnis dem eigenen Anspruch genügt...

@Alle Nutzer: Wer von Euch hat Erfahrung mit solchen Druckdiensten und dort mal selbst was (Diplomarbeit, Dissertation o.ä.) in "besserer" Qualität drucken lassen?
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Cichorei Kano » 16.05.2014, 05:02

judoplayer hat geschrieben: @Cichorei Kano
Ich nehme an, Sie beziehen sich in Ihrer Arbeit auf das Buchset Jūdō Taikan (柔道大観) von Oda Jôin? Ich habe dieses Buchset vor kurzen nach fast sechsjähriger Suche aus Japan käuflich erwerben können. Obwohl ich kein Japanisch verstehe oder schreibe, bietet dieses gewaltige Buchset (ca.1500 Seiten bestehend aus einem Buch über Wurftechniken und Band zwei aus Bodentechniken) relativ viele Fotos und beindruckende Techniken. In Dieter Borns Übersetzung der Daigo-Bücher finden sich auszugsweise Textstellen übersetzt darin wieder. Dieses berühmte Werk ist wahrscheinlich im Westen fast unbekannt und Sie könnten mit Ihrer Veröffentlichung einen großen Beitrag und Zugang zu dieser Literatur für andere interessierte Judoka ermöglichen. Ich fände das wirklich großartig!

Ich frage mich, wie lange Oda Jôin an diesen Buch gearbeitet hat? Können Sie mir sagen, wer auf dem Fotos Oda's Uke ist?

Vielen Dank.
Correct, Jûdô Taikan.

Those are good questions, but I would have to look up the answer. I do not now off the top of my head how long Oda Jôin worked on the book, and as you know it is also not his only book. He first wrote Jûdô wa kakushite kate in 1919. It is sometimes said that he worked 25 years on this work. However, given that Oda was born in 1892, that would mean that he started to write it 1894 when he was just 2 years old ... So, as with much in jûdô I think that this is nonsense and merely hearsay. Then, 10 years elapsed before he published Jûdô Taikan which was based on the previous book, but much expanded. So I can understand that maybe there is about 25 years of of total work that went into Jûdô Taikan, so 10 years + 14 years to the previous work. That would then still mean that really he started writing down techniques when he was just 13 years old. That is possible. I probably stated to write down techniques too at that age although it would be exaggerating to claim that I would have started writing my book then. I think the same applies for Oda who at age 13 was just a beginner. Oda furthermore published Jûdô wa kakushite susume, published in 1949, also really a re-edition of the first book but less extensive than Jûdô Taikan. Finally, he published Jûdô manabu hito no tame ni in 1950

For a very shot period the Kôdôkan organized a mulitple Jûdô Instructor training program which took several years to graduate from, something like your Diplom Trainer. Oda Jôin was one of the people who graduated from this program before it was cancelled. It was probably to unrealistic to expect people to study for several years to become instructors, but likely the few ones who went through the program were very well informed.

I am afraid I can't say from memory who his uke is and I do not have the book here right now. Is uke's face even well recognizable ? Many of the pictures are somewhat dark, I believe. Oda-sensei was the probably the best well-known newaza expert in one side of the country, while Kanemitsu-sensei was the best known expert in the other side of the country.There are a number of well known sensei who were students of him, but I don't know if any of those were his uke back in 1929. Nakano Shôzô, the later 10th dan was one of his students, and so was the lata Kosaka-sensei from Nagaoya (I think his first name was Mitsunosuke).

Ushijima-sensei obviously was also notorious in newaza, and so was Toku Sanpo. You can always scan and post or privately send me a picture from Jûdô Taikan that shows Oda's uke's face as clear as possible. Maybe I'll recognize him maybe I won't.

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von Cichorei Kano » 16.05.2014, 05:22

Fritz hat geschrieben:Erstes Suchergebnis bei Google.de lieferte mir einen Verweis, wo es sogar einen Preisrechner gibt:

http://book-on-demand.de/autoren/preisrechner

Laut diesem haben sie Hardcover, Buchumschlag, Papier in unterschiedlichen Stärken, 4-Farbdruck ist wohl auch möglich...

Ein anderer recht bekannter Dienstleister mit Preisrechner:

http://www.lulu.com/publish/books

Hardcover ist hier ebenfalls möglich, habe auch was von der Möglichkeit eine ISBN-Nummer zu erhalten, gelesen...

Über das Druckverfahren habe ich auf die Schnelle nichts finden können... Aber die Kosten sind bei beiden
auf den ersten Blick recht überschaubar...

Letztlich müßte man einfach mal einen solchen Druckdienst ausprobieren und schauen, ob das Ergebnis dem eigenen Anspruch genügt...

@Alle Nutzer: Wer von Euch hat Erfahrung mit solchen Druckdiensten und dort mal selbst was (Diplomarbeit, Dissertation o.ä.) in "besserer" Qualität drucken lassen?
Thank you very much for this, very interesting indeed !

I tried the first one. There were some things that appeared odd though. When I put in that I want 5,000 copies then the total cost is less than half when I want only 1,000 copies. That sounds very strange. In large volumes evidently the price per piece becomes cheaper, but the total price shouldn't become cheaper.

Then I tried the second one, which I found less convincing. It seems that thy print only on paper of 75 gsm, which is lighter than ordinary photocopy paper, not really what I am looking for. Also, what was strange is that the price per piece was much higher when you wanted to have 1,200 copies printed than when you only wanted a low number. I found that strange too.

As you already pointed out, one would need to actually see the result and a couple of samples of people who have used this service.

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von judoplayer » 16.05.2014, 06:55

@Cichorei Kano

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich habe versucht ein Foto auszuwählen, wo man Oda's Uke relativ gut erkennen kann. Ich hoffe dieses Bild ist hilfreich:


Bild

Die meisten Informationen über Oda Jôin oder Oda Tsunetane habe ich auf dem von Mr. Hal Sharp produzierden Videos " Mastering Judo" erhalten. Auf diesen Video führt sein früherer Schüler "Mr.
Toshikazu Okada" Oda's Techniken vor. Im Video "Mastering Judo the Interview" und "Mastering Judo Katame Waza" bekommt man viele Informationen und Anektoden über Oda Sensei Wirken und Leben sowie seine Verbindung zum Kosen Judo, dessen Entwicklung er maßgeblich mit beeinflusst hatte.
Viele Grüße

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Re: Shobu-No-Kata

Beitrag von CasimirC » 16.05.2014, 11:20

Ich verfolge die Diskussion interessiert, möchte aber nur gerade einen kurzen Artikel der FAZ hier einbringen, weil das Thema Amazon und e-books ja angeschnitten wurde.

Amazon behindert Auslieferung von Büchern aufgrund ebook-Verhandlungen

Das wurde mir mittlerweile auch von einem mir bekannten selbstständigen Buchautoren bestätigt, dessen Bücher derzeit nur mit extremer Lieferungszeit angeboten werden (trotz Lagerbestand bei Amazon).
Theorie: Wenn alle wissen, wie es geht, und es geht nicht.
Praxis: Wenn es geht, und keiner weiß, warum.

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