Neueinstieg mit ü30 "problemlos" möglich?

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ACT3
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Neueinstieg mit ü30 "problemlos" möglich?

Beitrag von ACT3 » 29.11.2018, 08:54

Hallo!

Ich bin männlich, 34 Jahre alt und trainiere seit 20 Jahren Boxen.
Da mich Judo schon länger fasziniert, es auch eine gute Ergänzung zum Boxsport ist (man entwickelt beim Judo wohl recht solide funktionelle Kraft, als auch "Standfestigkeit"/Balance, etc.) und es sicher auch einfach Spaß macht, würde ich gerne diesen Sport ausprobieren.

Ich glaube im Judo ist es so, dass man oftmals bereits im Kindesalter beginnt - ist ein ü30er Neueinsteiger quasi eine absolute Rarität?
Falls ja, denkt ist, dass ein Neueinstieg trotzdem gut möglich ist?
Denn falls es wirklich wenige erwachsene Neueinsteiger gibt, dann würden ja Anfängergruppen nur aus Kindern bestehen - wenn man aber dann bei den Fortgeschrittenen (Erwachsenen) trainiert, würde man da nicht die gesamte Gruppe komplett "aufhalten" - stell ich mir unangenehm vor, da im Judo wohl auch viele ambitionierte Wettkämpfer dabei sind und da würde es mir schon sehr leid tun, den Trainingsablauf zu bremsen/zu behindern.

Noch eine Frage nebenbei:
Ich trage beim Boxen immer weiche Kontaktlinsen und möchte dies auch so im Judotraining machen.
Beim Boxen fallen die Kontaktlinsen beim Sparring schon mal rauß (nicht so oft und ist auch nicht weiter tragisch).
Passiert das beim Judotraining auch öfters? Gibt es hier evtl. Judoka, die Kontaktlinsen tragen und mit mir ihre Erfahrungen teilen möchten.

Gruß,
ACT3

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Re: Neueinstieg mit ü30 "problemlos" möglich?

Beitrag von Lippe » 29.11.2018, 09:51

Also, ich würde mir da keine so großen Gedanken machen. In den meisten Fällen werden erwachsene Neueinsteiger (ja, weil sie bedeutend seltener sind als Anfänger im Kindesalter, aber auch nicht völlig exotisch) in bestehende Trainingsgruppen eingegliedert. Ich habe auch das Gefühl, dass sich die meisten Vereine über erwachsene Neueinsteiger freuen. Wenn sie dann noch ein gewisses Bewegungsgefühl mitbringen (was ich dir als Boxer jetzt mal einfach unterstelle), dann sollte der Einstieg in der Tat relativ "problemlos" möglich sein.

Und natürlich kann eine Kontaktlinse einmal herausfallen, aber ich habe das bislang eher als Seltenheit wahrgenommen.

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Fritz
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Re: Neueinstieg mit ü30 "problemlos" möglich?

Beitrag von Fritz » 29.11.2018, 11:19

Im Gegensatz zum olymp. Boxen gibt es beim Judo keine Altersbeschränkungen bei Wettkämpfen ...
ACT3 hat geschrieben:
29.11.2018, 08:54
Denn falls es wirklich wenige erwachsene Neueinsteiger gibt, dann würden ja Anfängergruppen nur aus Kindern bestehen - wenn man aber dann bei den Fortgeschrittenen (Erwachsenen) trainiert, würde man da nicht die gesamte Gruppe komplett "aufhalten" - stell ich mir unangenehm vor, da im Judo wohl auch viele ambitionierte Wettkämpfer dabei sind und da würde es mir schon sehr leid tun, den Trainingsablauf zu bremsen/zu behindern.
Sicherlich wirst Du nicht in der Trainingsgruppe anfangen, deren Primärziel Liga-Kämpfe sind. Aber Vereine, welche sich im Erwachsenenbereich leisten können, eine reine Wettkampf-Trainingsgruppe zu haben, haben in der Regel auch noch eine Trainingsgruppe für eher nicht wettkampforientierte Judoka.
Ansonsten ist es in der Regel so, daß es eine gewisse "Pyramide" gibt - von ganz vielen Anfänger-Kindern schaffen es nur wenige in die Erwachsenengruppen. Und da gehen auch oft Leute
weg, wegen Familie, Job, Gesundheit usw. usf. Damit ist eigentlich jeder Verein froh, wenn auch mal wieder Leute von außen zur Erwachsenengruppe stoßen.
Um ein Ausbremsen brauchst Dir auch keine Sorgen machen, Judotrainer von Erw.-Gruppen sind in der Regel sehr geschickt darin, die unterschiedlichsten
Interessen u. Bedürfnisse der Teilnehmer zu koordinieren ;-)

Wichtig ist nur, daß Du einen Verein mit einer echten Erwachsenen-Gruppe findest, denn ein erw. Anfänger in einer de facto Kinder-/Jugendgruppe zu sein, setzt schon sehr viel Idealismus u.
"Judo-Hingabe" voraus, um sich da nicht deplatziert zu fühlen ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

ACT3
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Re: Neueinstieg mit ü30 "problemlos" möglich?

Beitrag von ACT3 » 29.11.2018, 19:07

Fritz hat geschrieben:
29.11.2018, 11:19
Wichtig ist nur, daß Du einen Verein mit einer echten Erwachsenen-Gruppe findest, denn ein erw. Anfänger in einer de facto Kinder-/Jugendgruppe zu sein, setzt schon sehr viel Idealismus u.
"Judo-Hingabe" voraus, um sich da nicht deplatziert zu fühlen ;-)
Ja, hehe - bei allem Interesse und alle Sympathie zum Judo, diese Vorstellung wäre dann für mich persönlich marginal zu "awkward" und daher leicht "over the top". :D

Ok, dann vielen Dank euch beiden für euren Input - generell stimmt er positiv und ich mach mich mal auf die Suche nach einem geeigneten Verein mit Erwachsenengruppen (auch für Nicht-Wettkämpfer).

Gruß,
ACT3 :)

Holger König
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Re: Neueinstieg mit ü30 "problemlos" möglich?

Beitrag von Holger König » 30.11.2018, 00:27

Ich habe seinerzeit mit Mitte 20 angefangen und bin inzwischen über 50. Die erste Gruppe war damals eine Anfängergruppe mit einem Alterumfang zwischen 15 und 30 Jahren (für ca. ein halbes Jahr, lösten sich wegen Weggang des Traines auf). Außer mir sind nur wenige in die Fortgeschrittenen-Gruppe (ca. 15 bis 40 Jahre) gewechselt.

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Re: Neueinstieg mit ü30 "problemlos" möglich?

Beitrag von KoerberBasil » 06.12.2018, 14:03

Macht es Sinn, als relativ untrainierter Mensch (ich mache wenn nur sehr leichten Sport) einzusteigen, oder ist eine gewisse Grundausdauer bzw. Vortraining (z.b. Kraft) absolut notwendig? Mit anderen Worten: wie fit muss man sein, um mit Judo zu beginnen?

LG aus der Schweiz

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Fritz
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Re: Neueinstieg mit ü30 "problemlos" möglich?

Beitrag von Fritz » 06.12.2018, 15:34

KoerberBasil hat geschrieben:
06.12.2018, 14:03
Macht es Sinn, als relativ untrainierter Mensch (ich mache wenn nur sehr leichten Sport) einzusteigen, oder ist eine gewisse Grundausdauer bzw. Vortraining (z.b. Kraft) absolut notwendig? Mit anderen Worten: wie fit muss man sein, um mit Judo zu beginnen?
Das was Du beim Judo brauchst, bekommst Du beim Judo.
Was nötig ist, ist eigentlich nur Durchhaltewillen.
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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