Gigantomanie?!

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HBt.
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Gigantomanie?!

Beitrag von HBt. » 25.04.2017, 09:49

Sind wir noch zu retten, frage ich mich täglich:

Kinder, Jugendliche, Studenten ---> ein permanenter Stresslevel.

15 jährige Kinder (Gymnasium!)
>50% von ihnen legen sich erst nach 24 Uhr ins Bett, traditionell beginnt die erste Schulstunde zwischen 07:30 Uhr und 08:00 Uhr.
Unsere Kinder schlafen ergo maximal 6 und eine 1/2 Stunde.

Schnell, schnell, schnell wollen sie alles gleichzeitig erleben, erledigen ---> "können".


Erst,Zweit u. Drittsemester
17 bis 20 jährige Studenten (Überflieger!)
Die erste Vorlesung beginnt um 08:00 Uhr, die letzte Vorlesung endet nicht vor 18:00 Uhr, dazu kommen Übungen, Labore, Klausuren und das Sozialprogramm ;-)
Aber auch noch Vor u. Nachbereitung bis mindestens 23 Uhr täglich.

Dazu kommt der Sport, sonst nichts weiter, für ordentliches Essen, gesunden Schlaf, bleibt keine Zeit und doch: auch sie wollen alles,
schnell, schnell, schnell wollen sie alles gleichzeitig erleben, erledigen ---> "können".


Die Eltern im Stress, keine Zeit, auf gar keinen Fall mehr gemeinsame Zeit ---> Ehepaare sehen sich nur noch am Wochenende
Ich oute mich, "wir befinden uns im letzten Lebensdrittel", sagen wir 50 jährige Leistungsträger (Idioten!)
Alles muss durchgeplant werden, abgesprochen ... wir pendeln, auch viele Studenten pendeln heute, wir haben keine Zeit :? Wir können uns alles kaufen (jeder!),
leben in einem eigentlich ganz tollen Wohlstand, und doch hetzten wir, drängeln, stoßen, verlieren unsere Sprachfähigkeit, verlieren unsere kommunikativen Fähigkeiten,
sind aggressiv und rücksichtslos.

Ein Beispiel:
Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt im Großraum Hannover für Berufspendler bei 30km/h, oft sogar noch darunter, ganz ganz selten kann man 40 bis 45km/h erzielen (wenn man außerhalb der Stoßzeiten fährt und eine Portion Glück hat. An vielen Ecken beträgt die Spitzengeschwindigkeit zwischen zwei Ampeln auch schon einmal 100km/h und mehr.

Was benötigt man um wieder zur Ruhe zu kommen(?), ein KFZ mit weniger PS, weniger ... 40 Pferdestärken reichen völlig aus. Gibt es das noch? Nein. Die kleinste Motorisierung beträgt bei Volkswagen 60 PS (3 Zylinder Eco-Motor, Benzin, kein Diesel!!!) ... mit voller Ausstattung und dem Luxuspaket, keine Wünsche bleiben unerfüllt.

Und das Problem:
Heutige Fahrschüler lernen(?), sagen wir besser "üben Unfallfrei durch den Stadtverkehr" zu kommen, auf mindestens 150 PS TDI (Diesel!) ---> sitzen sie dann urplötzlich in einem
Auto, einem KFZ, bei dem man wirklich "Autofahren können" muss, sind sie total überfordert, nichts geht. Sie kennen die Unterschiede nicht, sie wissen nicht wie es geht ...

---> keine Grundlagen mehr.

Lieschen Müller ist ebenfalls total überfordert, würde man sie in einen Lada, Trabant, Opel Kadett, VW Käfer, Golf (1 oder 2) oder was weiß ich nicht setzten. "Sie" können mit dem Werkzeug nicht umgehen, es liegt keinerlei Fahrzeugbeherrschung vor ---> Abhilfe schafft nur ein Kraftprotz, es muss also ein Diesel her, kein Sauger mit 40PS. Nein. Ein SUV mit mindestens zwei bis drei Liter Hubraum und 150 PS bis 400 PS, aufgeladen ... Rundum-Blendlicht (LED's superheller SingleBeam, "eine Waffe!"), muss her.

Früher hat man "die" Lieschen und den Horst (liebevoll gemeint) gar nicht auf der Straße angetroffen, weil sie sich unsicher fühlten im Umgang mit einem KFZ. Deshalb fuhren sie angepasst und umsichtig, heute ---> das absolute Gegenteil.

Wettkampf, ein Schlachtfeld. Die Straßenverkehrsordnung, vergessen, alles ist egal, "jetzt komme ich" ... dabei telefonieren - ich spiele am Info/tainment-System rum, mache einfach nur noch unverantwortlichen Scheißdreck.


Fragt man z.B. den Postboten (das habe ich letztens getan): Wenn Sie sich heute ein neues Auto kaufen würden, wieviele Pferdestärken würden sie anpeilen, bzw. was glauben Sie wie viel Leistung man durchschnittlich benötigt?

Die Antwort war so geil :bouncy

Für die Stadt?! Ja, ähm, 110PS reichen gerade so, mein Nissan Quasskai (oder wie man den Unfug auch immer korrekt schreibt???) hat 110PS, das reicht gerade.
Also ich sage mal, geht, 110PS. Aber auf der Autobahn reicht nicht, ist zu langsam!

Ich fragte: wirklich, zu langsam?

Ja, ich meine man braucht mehr, weil man sonst nicht mehr hinterher kommt ... meine Schwester hat sich gerade einen neuen BMW gekauft. 450PS, das reicht aus, für die Autobahn ...

Ich sagte: für die Stadt und den Überlandverkehr benötigen Sie nicht mehr als eine kleine Motorisierung, am besten einen Benziner mit 40 PS, heutige Durchschnittsgeschwindigkeiten liegen zwischen 20km/h und 45km/h !!!

Nein, 110 PS reicht gerade so, ist zu langsam.


Abgefahrener Wahnsinn - und das hier ist nur die PS-Geschichte, noch gar nicht mehr :(


Ok, ich oute mich:
in meiner eigenen kleinen Familie, hat (jüngst) jedes Mitglied mit einer Fahrerlaubnis ein Auto. Ein GTI, ein Quattro und ein ECO-Polo. Zwei Rennmaschinen mit allem
Superduper - doch der Dreizylinder 60PS, ist der Geilste.

Was für eine Ruhe, welche Gelassenheit. Ich werde angehupt, angepöbelt, geschnitten, gekreutzt u.s.w. und doch sind wir alle zum selben Zeitpunkt angekommen ...
ich umweltfreundlich, entspannt, mit minimalem Bezinverbrauch ... boah, was für ein Spaß, welche Freude :D


Warum schreibe ich diese kleine, nette Plauderei??? Weil wir alle Idioten sind, wir lassen uns manipulieren, bevormunden, schlafen nicht, drehen völlig durch ... viele von uns können noch nicht einmal Autofahren (als Beispiel!) ... weil wir keine GRUNDLAGEN MEHR VERMITTELN, keine Basis, kein Fundament auf dem wir stehen, alles ist nur Treibsand.


#
Warum kommt der "moderne Diesel" (und für uns alle tödlich, er ist neben dem Feinstaub/ den Nanopartikeln, eine echte GIFTGASFABRIK) so unendlich gut an? Weil ihn auch der letzte Blödmann/frau fahren kann, er verzeiht alles, er ist ein Kraftprotz --> und heute sogar extrem aufgeladen und schnell. Genau der richtige Fahrzeugtyp für die Frau zwischen 27 und 90 Jahren, natürlich auch den Herren. Man muss hier nichts können, dass Fahrzeug beherrschen, der Chef ist hier nicht mehr der Fahrer, es ist die Software.


Irgendetwas machen wir falsch. Ich habe Angst, Angst um unsere Kinder, Angst um uns.



Morgen wieder GTI ;)
Zuletzt geändert von HBt. am 25.04.2017, 11:58, insgesamt 2-mal geändert.

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Es fehlt die Zeit für das Wichtigste

Beitrag von HBt. » 25.04.2017, 09:55

Parallelen zum Judo sind rein zufällig' auszumachen.


Mein Appell:
Richtig üben, gekonnt, viel Zeit nehmen, in aller Seelenruhe, gesund ernähren, viel Schlaf (gesunder Schlaf).

Nicht mitschwimmen, nicht drücken, zerren, ziehen lassen.




Gruß,
HBt.

HBt.
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Um bei meinem Beispiel zu bleiben:

Beitrag von HBt. » 25.04.2017, 12:37

Muss ich mir im Klaren sein - und die Frage beantworten können - was sind Grundlagen. Wie schule ich sie und womit tue ich dieses. Selbst auf mein einfaches Fahrschüler-Szenario bezogen, wird es ziemlich komplex und umfangreich.
Und es leuchtet sofort ein, im täglichen "stop/and go-Betrieb" des Stadtverkehrs alleine und dazu noch auf einem Superduper-Turbodiesel mit CommonRail-Technologie und Komfort-Lichtautomatik, Rundumsensoren, lerne ich nicht das
Autofahren - grundsätzliches Beherrschen einer Verbrennungsmaschine, um später mich selbst, bzgl. meiner Fähigkeiten (der Funktion) zu optimieren.


Was nimmt uns die Technologie alles ab? Das ist gar nicht die essentielle Frage, ein Beispiel:


Mindestens dreimal habe ich schon ältere Frauen/ Freundinnen (80++) durch einen Sprung ins Fahrzeuginnere gerettet, warum dieses und wie? Ganz einfach. Bei uns auf dem Land glauben die alten Bäuerinnen, ihr TUAREG TDI V6 würde von alleine
bremsen (autonom), wenn er an einem Hang ausgekuppelt steht, er könne nicht rollen, er rollt nicht (er hat ja auch keine Handbremse mehr sondern nur einen elektrischen Taster, einen Knopf - den man ja wegen des Komfortpaketes auch nicht drücken muss, macht das Auto ja alleine ...). Denkste Lieschen.

Lieschen und ihre Freundin (beide Anfang Achtzig) laden ihre Gartenpflänzen aus, stehen hinter dem rollenden KFZ (Panzer!) ... sehen nix, hören nix, künstliche Gelenke (Knie und Hüfte selbstverständlich) ... liegen gleich überrollt!
Nein, ich springe ins Fahrzeuginnere und suche den KNOPF, wo ist er, Gefahr im Verzug ... gefunden. Gott sei Dank, er steht und Oma'chen auch noch.

Ich sage: das war aber noch einmal knapp, Sie sollten die Handbremse betätigen. Sie antworten lachend: "das brauch man da nicht mehr, ist heute nicht mehr nötig, der Wagen macht das von ganz alleine."



#
Eine Geschichte aus dem echten Leben, nicht erfunden.


Meine Schiegermutter ist nicht besser, ach so nebenbei: habt ihr eure E-Mails von Papa (der Opa!) gar nicht gelesen ... meine Frau erwidert: denkste wir sind 24h online? Sie, völlig verwirrt ...!!! Naja, sie tauscht mit ihrem I-PHONE ja auch regelmäßig WAS-Applikationen aus, mit meinen Kindern ...

Papa (HBt.) weiß von nix, nicht bescheid.


Hey,
wo lebe ich?


Ich wünsche eine ordentliche Kommunikation, ein kurzes fernmündliches Gespräch, eine Verabredung ... und eingehalten wird sie, ohne 101 E-Mail oder WhatsApp-Aktualisierung des Status. Meine Schiegermutter ist auch 80+ und hat den straffesten Tagesplan der Welt, keine Zeit mehr: Kirche, Singen, Saubermachen, Kuchen backen, Shoppen gehen, täglich Fitnessbude ... und letztens beim Ballon-fliegen (oder wie der korrekte Terminus auch immer lautet: fahren!) ist die kreislaufmäßig mal eben so ... bumm. Aber sie kann ja Bäume ausreißen, und wir Kinder heute, damals hätten sie ja noch ganz, ganz andere Dinge ... Bla,bla, bla.


Auch nicht erfunden, sondern real.

Habe ich etwas vergessen(?), ja doch: den regelmäßigen Urlaub und die Wellnesswochenenden.


Neulich hat mich so eine blöde Oma am Geldautomaten angemacht: boah, und meinte' ich wäre frech ... sonntags, in meiner Bank. Während ich für ihre Rente aufkomme. Der habe ichs aber gegeben, nö, sie meinte: sie hätte ja für ihr dickfälliges Recht usw. gearbeitet. Ich: NEIN, sie haben nie gearbeitet, nie ... und ich habe recht.

Ihr Alter hat damals im Schacht (SALZ) gearbeitet und ist daran vor 30 Jahren gestorben, sie damal 50 Jahre alt und hat maximal ein paar Stunden in der Woche im Zeitungsladen ausgeholfen.


:BangHead




Wir wollen alles, und zwar sofort
wir können alles, und sind die größten Helden des Gesangvereines ... boah, wie ich mich verarscht vorkomme, von den ca. 75% der Bevölkerung, die nicht erwerbstätig sind - und einen LAUTEN machen. Ok, ich räume ein: ich habe gar keine Zeit
sie richtig kennenzulernen, ich muss arbeiten?


##
Wie sieht unsere Arbeit heute aus?


Tastaturkrieger, ohne Kaffeemaschine (PADS) und Youtube, würden wir uns zu Tode langweilen ... noch schnell etwas bei amazon, zalando ... bestellen. KOMPENSATION, Belohnung für den Tagesvollzug :angry9

:help :love4


###
Schnell, schnell, gleich ein MEETING (zwei Studen absolute Langeweile, Monologe, ... so öde), vielleicht schreibe ich danach noch etwas anderes zum Zeitgeschehen in Deutschland oder ich schaue ein Youtube-Experten-Video ... :irre

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Nachtrag ...

Beitrag von HBt. » 25.04.2017, 13:01

zur blöden, selbstgefälligen Oma in der Bank.


Diese impertinente Nuss.
Stellt sich Selbstgerecht! / baut sich zum besseren Verständis - vor mir auf ...


Szene:

Mittellandkanal,
Sommer,
Sonne,
leichte Brise,

HBt. macht Taijiquan in der Natur (im Freien).

Die dämliche Nuss geht mit einer Freundin (wahrscheinlich auch eine junge Witwe) spazieren, sieht mich und diese komischen Zeitlupen-Ganzkörper-Bewegungen, baut sich auf und spuckt Gift:
"Und was bringt uns das jetzt?"

"Ihnen gar nichts": Erwiderte ich angepisst. Und sie zogen weiter.



Diese kleine Nummer liegt schon ein paar Jahre in der Vergangenheit, die Bankgeschichte ist noch warm.


Irgendwann haue ich sie um
oder ein anderer Bürger nimmt mir diese Pflicht ab.



GEHTS noch?


HBt.


PS
Oma Selbstgerecht! ist übrigens kerngesund und topfit, sie hat ja nie wirklich gearbeitet.

siorez
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Re: Gigantomanie?!

Beitrag von siorez » 25.04.2017, 17:43

Hallo,
das Fahrschulproblem hab ich, als ich vor drei Jahren Fahren lernte, auch so erlebt- ein Auto voller Knöpfe, Radio an und ratschender Fahrlehrer. Das ging dann so weit, dass ich wegen Überforderung in jeder Fahrstunde Panikattacken bekam und am Ende doppelt so lang brauchte. In der Prüfung (die als 50/50 Chance angemeldet war) waren dann die Automaten aus, und der Fahrlehrer hat die Klappe gehalten. Auf einmal ging's problemlos. Und seitdem in den 15 Jahre alten Autos meiner Eltern vollkommen problemlos (bis auf Berganfahren, das geht mit der Tasterhandbremse nämlich gar nicht).... Ähnliches erlebe ich immer wieder in vielen Bereichen, nur funktioniert das bei mir nicht. Wenn ich nicht von Vorne anfangen kann, brauche ich fünfmal so lange, um etwas zu lernen. Und so gründlich wird das dann auch nicht....

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Dämlich

Beitrag von HBt. » 26.04.2017, 09:56

Hallo 'siorez',

lieben Dank für Deinen ehrlichen Beitrag - ich verstehe was Du beschreibst sehr gut. Um zu verstehen' musste ich aber sehr, sehr gut beobachten und in mich hineinhorchen - musste die Folgen (innerhalb meiner Familie) erkennen
und wieder das Zuhören lernen.

Unser aller Problem ist' das wir nicht mehr zuhören können. Wir sind dermaßen im Fluß, kurzgetaktet, aggressiv und gewaltausübend ... streng, direkt und verletzend ---> ohne es wirklich begreifen oder gar stoppen zu können, auch zu wollen.
Das Privatleben ist mittlerweile ein Spiegelbild der Straße. Alle sitzen wir in viel zu leistungsstarken PKWs, drängeln, schubsen, sind gestresst. Gestresst durch den Stau, ein Stau (nicht nur verursacht durch die unendlich vielen Baustellen/ Geldwäsche, sondern auch durch unseren Fahrstil), der nicht besser wird wenn wir kreuzen - und uns von der Multitronic (oder ähnliche Softwarepakete, die dafür sorgen, dass unser Fahrzeug ganz von alleine immer schneller wird - Vortrieb)
triggern lassen.

Pushen, die mechatronische Revolution pusht uns ... auch die digitale Revolution, technisch betrachtet gehört alles zusammen, nur BerufsProfilierer benötigen ...

#
Wie schon gesagt, heute wieder GTI ... nach knapp 90 Minuten Fahrzeit für eine Strecke von 30 Kilometern, bin ich total geladen ausgestiegen - musste mich entladen und erinnerte an "Kuno Krumm ". Selbstverschuldeter Wahnsinn!


Warum sagen wir nicht alle einfach NEIN? Wie und wieso funktioniert dieser rücksichtslose Wahnsinn?


##
Gegenseitige Rücksichtnahme zu beiderseitigem Wohlergehen

(habe ich einmal gehört; ist doch eine schöne und auch pragmatische Maxime, vielleicht verbunden mit einem Ziel ;-))


Unsere geliebten Frauen (oder Männer) sind im Wahn, unsere Kinder krank - und wir ...?!



Leider ist eine Besserung nicht absehbar, im Gegenteil: wir (alle) rüsten auf. Reden :argue hilft nicht, vormachen, vorleben. Und was leben wir vor? Das Verkehrteste, schlimm, schlimm, schlimm ...



HBt.

PS Bei Interesse an zwei Rennmaschinen, bitte melden.



Nachtrag:
Das eine oder andere Alltagsärgernis ... noch gefällig, vielleicht traut sich ein Leser ...?

Weitere Beispiele könnten sein, moderne Wasch-u. Spülmaschinen, DVB-T2 und die Werbung oder einfach MPEG4 und die Bandbreite (des Kanals!), die permanente Männergesundheitswerbung (freies Viagra), die Message: das könnte Sie auch interessieren ... Impfen oder besser doch lieber nicht, Aluminium, die Mondlandung, das TrinkwasserENDE in wenigen Jahrzehnten, Sand das kostbarste Gut, Quizsendungen im TV, die Briefkastenwerbung, der Verpackungsmüll, die nächtliche Müllverklappung auf Deutschlands Feldern ... die Tanklaster rollen wirklich nachts und es wird auch tatsächlich nachts verklappt!!!

Stickoxide, Feinstaub ... durch diese geilen (nachrüstbaren) Wohnzimmeröfen und Kamine,

in meinem Dorf wird sogar wieder Sondermüll verbrannt, privat ... kaum zu glauben, entspricht aber der Wahrheit (dabei ist die freie Müllverbrennung seit ca. 30 Jahren verboten oder nicht mehr gestattet; die sogenannten Brenntage, früher in meiner Gemeinde donnerstags - immer einmal im Monat: neben den Gartenabfällen wurden Autoreifen verbrannt und ähnliches, regelmäßig und immer!) ---> alles kommt wieder und wiederholt sich, wie die Haute Couture.



@siorez,
Panikattacken und auch Scham, habe ich vor kurzem noch für Ausreden gehalten - und eben so (meinen Gegenüber) behandelt. Bei Unvernunft war ich rücksichtslos, mit meinen Worten und Taten ... heute nur noch sehr selten (frei bin ich aber immer noch nicht davon), weil ich die Folgen gesehen habe / erkannt! Ich musste mitansehen - und sehe leider immer noch.

Es ist ein Katastrophe, systematisch tappt man in die Falle ... ein wirklich gut funktionierendes Rezept habe ich noch nicht gefunden ---> überall nur noch Rücksichtslosigkeit und kalte Berechnung (bei diesem Satz denke ich sogar an den Sport,
hier den Fußball) ...

welche Werkzeuge müssen wir unseren Kindern also mitgeben?


Fragt HBt.
(vielleicht antwortet ja 'Jupp' ;-) )

(...)
ein Auto voller Knöpfe, Radio an und ratschender Fahrlehrer. Das ging dann so weit, dass ich wegen Überforderung in jeder Fahrstunde Panikattacken bekam und am Ende doppelt so lang brauchte. (...)
Das Problem hast Du super auf den Punkt gebracht.
Schuld sind wir sogenannten "Erwachsenen". Wie haben Deine Eltern reagiert (?), sie haben ihre Tochter doch beobachtet - und müssen den Wahnsinn ja auch mitansehen.

LG,
HBt.

(...)
Wenn ich nicht von Vorne anfangen kann, brauche ich fünfmal so lange, um etwas zu lernen. Und so gründlich wird das dann auch nicht....
Dieses Zitat sollte uns allen (ÜL/TR, Lehrern, Eltern, Ausbilder ...) viel zu denken geben.

Noch einmal Danke dafür 'siorez'.

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Re: Gigantomanie?!

Beitrag von Fritz » 26.04.2017, 12:07

Du bist ja ganz schön doll auf Autos fixiert ...

Wobei ich rausbekommen habe, wenn ich es nicht eilig habe, dann stören mich die anderen Verkehrsteilnehmer eher wenig ...
Wenn ich es eilig habe, dann nerven die ungemein ... hier ist sehr wohltuend, einfach im Auto laut zu schimpfen ..

Was für PS die anderen haben, ist mir egal, aufregen tu ich mich halt über die Deppen,
welche bei Grün nicht losfahren, sondern schön damit warten, bis der Vordermann 10m weiter ist und
die, welche das Reißverschluß-Prinzip nicht so recht durchblicken.
Und die A*löcher, welche sinnlose Baustellen schaffen oder Ampelschaltungen, deren Zweck nur Stauerzeugung sein kann ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

HBt.
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Gigantomanie' eindeutig

Beitrag von HBt. » 26.04.2017, 12:46

Eilig haben wir es immer, alle und zu jeder Zeit, da wir ja keine Zeit mehr haben.


Fritz,
das private Kraftfahrzeug ist nur ein Beispiel (ein Open'er). Doch Du hast recht, ich lege viel Wert auf ProduktQualität. Und vergiss nicht wieviel Zeit Pendler auf der Straße verbringen.

Schau einmal:
ich (und andere können auch) kann mit meinem Quattro S3 (ein bisschen hohle Angabe muss sein, ich will ja etwas verdeutlichen!) an der jetzt grün werdenden Ampel (in der Stadt) - sofort schon vor der nächsten Ampel halten, während mein Hintermann noch an der grünen Ampel steht (die Technik und die wahnsinnige Beschleunigung machts möglich) ... boah und das macht sogar Spaß (denn den Fahrspaß habe ich beim Audi-Händler ja gekauft), wenn mich einer ärgert, drehe ich den Spieß einfach um - und bin weg.

Und so fahren wir schlicht und einfach ein RENNEN in der Stadt!


So und nun drehen wir's wieder um:
Ich sitze in dem schönen 60PS ECO Polo meiner Tochter und fließe durch den Wahnsinn (ganz entspannt; das beschleunigt nicht, schnell ist es trotzdem, aber es beschleunigt nicht),
verhalte mich exakt so wie anno in der Fahrschule gelernt, wirklich so, wie es richtig ist (und vernünftig) ... dann'
denkt FRITZ (hinter mir, er sitzt ja nicht gerade in einer lahmen Möhre), "wieder so ein Idiot, warum fährt er nicht, Scheiße, brüllt, hupt und kreuzt oder belehrt anderweitig".
Du ärgerst Dich - und dabei ist Dir nicht mehr bewusst, dass Du Dein eigenes Bezugsystem zum Absolutum oder zum Normal erklärst.



Neben der Straßenverkehrsordnung und dem Beherrschen eines normalen Fahrzeuges mit Ottomotor (kein verkappter Diesel, der zum Benzineinspritzer pervertiert), sitzen beide in ihrem Inertialsystem, zwei physikalische Systeme ---> doch gelten gemeinsame Regeln.


Unsere Fahrzeuge beschleunigen zu sehr. Moderne Fahrzeuge tun dieses sogar gegen unseren Willen, das Motor-u. Getriebemanagement ist adaptiv. Du gewöhnst Dich daran, ebenso wie Du Dich an viele andere unmenschliche Dinge gewöhnst ---> zwangsläufig werden sie zur Normalität.


Erkläre Ottonormalo das er keine Drosselklappe mehr bedient, sondern mit dem Fuß einen Winkelencoder oder ein Potentiometer ... "Gas gibt der Computer".


#
Blöderweise habe ich mich vorhin über eine Waldorfschulmutti im TUAREG 2.0 TDI (die beliebteste Giftgasfabrik unter den CommenRail'ern) geärgert, die den GTI bewusst in eine Baustelle gedrängelt hat, ... später gab ich blöder Weise den Befehl "beschleunige" ... der Porsche 944 (den ich gerne als Fahranfänger gehabt hätte oder einen Corrado G60) hinter mir, steht immer noch an der Ampel.

Mit diesem Beispiel will ich auch nur klarstellen, mit heutigem Standard, kann ich Dinge tun, wovon ich früher geträumt habe, aber mir nicht vorstellen konnte ... den Sportwagen der 1980er Jahre, lässt heute jede esoterische, vegetarische, Schüzler-Salz Mutti (von Beruf nervende Ehefrau ...) mit ihrem SUV stehen, während der Nostalgiker noch glücklich die Kupplung tritt.


Und so benehmen sie sich auch.


##
Da spiele ich nicht mehr mit, es ist zum Kotzen.



Das nächste Alltagsbeispiel bitte, vielleicht die SATZUNG der städtischen Friedhöfe (und die bescheuerten Beamten, oder andere Stadtverwaltungsangestellte) ... mein Pulver / Munition ist noch lange nicht verschossen.


Nachtrag:
Neben der Autofixierung, könnten wir auch über Fahrräder streiten ... Fahrräder mit denen man gar nicht mehr fahren / radeln kann, weil einfach alles ignoriert wird (und das Produkt ist auch noch extrem teuer, aber nicht wertig) - beim Fahrrad sind es (die missachteten) Strecken und Winkel, nichts passt zum mechanischen System Mensch.

Zeigt man und erklärt man den Sachverhalt, verdeutlicht eindeutig und unmissverständlich, erntet man meistens zwei Früchte:

1)
Erstaunen und Entsetzen ---> bei sofortigem Verschluss der Augen und Ohren

2)
Was soll ich (oder man) denn machen, so ist es eben, ich kann nichts ändern, ich kann nichts tun, ... oder so ähnlich, z.B.: es gibt ja nichts anderes mehr.




Gruß,
HBt.


Worüber ärgere ich mich am meisten(?):
über Ignoranz! gepaart mit Bequemlichkeit und Dummheit, neben der potentiellen Gefahr (hier denke ich speziell an die Machtergreifung 1933),
die besonders aus dieser Richtung droht. Später heißt es dann, wir haben das alles nicht gewusst, was sollten wir denn machen.

You know
Ich sehe den braven Nachbarn, den Mitläufer, den langweiligen (unbefriedigten) Waschlappen - dem Steinewerfer (und ab hinterm Busch oder "Verstecken in der Menge").

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Re: Gigantomanie?!

Beitrag von Fritz » 26.04.2017, 14:51

HBt. hat geschrieben:
26.04.2017, 12:46
Schau einmal:
ich (und andere können auch) kann mit meinem Quattro S3 (ein bisschen hohle Angabe muss sein, ich will ja etwas verdeutlichen!) an der jetzt grün werdenden Ampel (in der Stadt) - sofort schon vor der nächsten Ampel halten, während mein Hintermann noch an der grünen Ampel steht (die Technik und die wahnsinnige Beschleunigung machts möglich) ... boah und das macht sogar Spaß (denn den Fahrspaß habe ich beim Audi-Händler ja gekauft), wenn mich einer ärgert, drehe ich den Spieß einfach um - und bin weg.
Ja und, damit hätte ich kein Problem. Ar*lochig wird es erst dann, wenn Du an der grünen Ampel erst noch ewig rumstehst, um dann noch als Letzter einer Ampelphase bei gelb rüber zu sprinten und alle anderen
fünf Autos, die danach kommen und für die normalerweise die Ampelphase locker gereicht hätte, stehen dann eben mal noch ne Phase rum...
HBt. hat geschrieben:
26.04.2017, 12:46
So und nun drehen wir's wieder um:
Ich sitze in dem schönen 60PS ECO Polo meiner Tochter und fließe durch den Wahnsinn (ganz entspannt; das beschleunigt nicht, schnell ist es trotzdem, aber es beschleunigt nicht),
verhalte mich exakt so wie anno in der Fahrschule gelernt, wirklich so, wie es richtig ist (und vernünftig) ... dann'
denkt FRITZ (hinter mir, er sitzt ja nicht gerade in einer lahmen Möhre), "wieder so ein Idiot, warum fährt er nicht, Scheiße, brüllt, hupt und kreuzt oder belehrt anderweitig".
Du ärgerst Dich - und dabei ist Dir nicht mehr bewusst das Du Dein eigenes Bezugsystem zum Absolutum oder zum Normal erklärst.
Ja und, deswegen würd ich doch nicht toben und wüten ... Wenn Du allerdings an der grünen Ampel erst noch ewig rumstehst, weil du die Verzögerung Deiner Start-/Stop-Automatik nicht so recht verinnerlicht hast und Du sicherheitshalber das Auto vor Dir erst 10m wegläßt, bevor Du anrollst, weil das Auto davor es auch so gemacht hat und ich stehe dann eine weitere Phase sinnlos rum, ja dann kommt Wut auf.

Am Ende ist es also egal:

Sch*ße fahren können die Leute mit viel oder wenig PS recht virtuos, am Ende ist egal, ob einer mit viel PS auf der Autobahn seinem Vordermann in den Kofferraum kriechen möchte,
oder ob einer der ganz entspannt dahin Gleitenden ohne Blick in den Rückspiegel, dem ihm aufgrund einer Geschwindigkeits-Differenz von 5 km/h zustehenden Überholvorgang
durch ruckartiges Ausscheren hinter dem vorausfahrende LKW gnadenlos beginnt - und ob der Aufregung dann gleich noch seine Geschwindigkeit um 3km/h reduziert. :-(
HBt. hat geschrieben:
26.04.2017, 12:46
Mit diesem Beispiel will ich auch nur klarstellen, mit heutigem Standard, kann ich Dinge tun, wovon ich früher geträumt habe, aber mir nicht vorstellen konnte ... den Sportwagen der 1980er Jahre, lässt heute jede esoterische, vegetarische Mutti (von Beruf nervende Ehefrau ...) mit ihrem SUV stehen, während der Nostalgiker noch glücklich die Kupplung tritt.
Ja und? So kommt die wenigsten dann doch von der Kreuzung, früher hätte sie die Karre beim Linksabbiegen abgewürgt und ¼-Stunde nicht mehr anbekommen ...

Das Problem sind die Autos, sondern die Idioten. Und hier könnten man leicht gegensteuern, in dem man die Führerscheinprüfung entsprechend zum Aussieben nimmt.
Oder evt. einen gewissen Bildungsgrad (bspw. Physik-Note nicht schlechter als 3, ggfs. ein kleiner Eingangs-Test, um die Unwägbarkeiten des Schulsystems auszugleichen) als Zulassungshürde anlegt.
Über PS-Grenzen könnte man ja auch nachdenken, so daß bspw. Fahranfänger (dann bitte aber an der Kilometer-Leistung festmachen und nicht an der Dauer des Führerscheinbesitzes) eine Weile mit
weniger Beschleunigung unterwegs sind ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

HBt.
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Wir sind uns einig

Beitrag von HBt. » 26.04.2017, 15:24

@Fritz
(...)
Das Problem sind (nicht) die Autos, sondern die Idioten.

Hier möchte ich Dir aber widersprechen, das moderne KFZ ermöglicht vieles erst - und verstärkt.
Und hier könnten man leicht gegensteuern, in dem man die Führerscheinprüfung entsprechend zum Aussieben nimmt.Oder evt. einen gewissen Bildungsgrad (bspw. Physik-Note nicht schlechter als 3, ggfs. ein kleiner Eingangs-Test, um die Unwägbarkeiten des Schulsystems auszugleichen) als Zulassungshürde anlegt.
Ein Eingangstestat oder ein Eignungstest bringt's glaube ich nicht. Die Fahrschule ist ein Unternehmen und unsere Stärke liegt u.a. im schnöden Autobau.
Über PS-Grenzen könnte man ja auch nachdenken, so daß bspw. Fahranfänger (dann bitte aber an der Kilometer-Leistung festmachen und nicht an der Dauer des Führerscheinbesitzes) eine Weile mit weniger Beschleunigung unterwegs sind ...
Gutes Argument, ich fahre - seit meiner Fahrerlaubnis - jährlich zwischen 12.000km und 20.000km ---> das rechnet Dir niemand an, Erfahrung und Fahrpraxis, nö, niemals.

Ich bin sogar der Meinung, dass man alle zwei Jahre ein paar Fahrstunden mit einem Fahrlehrer (in dem eigenen KFZ) nachweisen sollte, sagen wir drei Tage a 2h ...!
Ebenso denke ich, die lieben Ordnungshüter sollten mehr auf Belehrung und Verkehrserziehung / Einsicht setzen, als ihr Spiel zu spielen (an die Quote denken, wenn wir ehrlich sind, sie müssen den Angestellten im Amt für öffentliche Ordnung schon regelmäßig beliefern ---> sonst hätte er/sie nichts zu tun und die Kasse bleibt leer ---> ein weiteres Bullshit-Job-Gebiet!).


'Fritz',
bei euch in Berlin cruisen die Getarnten (Beamten) doch bestimmt auch durch den Verkehr - oder?


Ich bleibe bei meinem Argument, "der Vortrieb" und die http://www.leifiphysik.de/mechanik/besc ... e-bewegung bleibt das größte Dilemma.

Erklärung:
Will man verzögern, reicht es (praktisch) nicht mehr das "Gas zurückzunehmen", man muss durch das Betätigen der Fußbremse (dem Steuergerät mitteilen) ...

Wo steckt denn die kinetische Energie, ja wo ist sie denn???


Also mir reicht es jetzt, ich brauche mehr Masse, mehr Sicherheit, ... ;)



Ich erinnere mich an Luigi Colani, der in den frühen 1990er sagte: Wir brauchen die drei Ls, langsamer, leichter, leiser.

Und wo sind wir heute:
schneller (und immer schneller, kräftiger), schwerer (3 Tonnen sind heute kein Problem mehr), lauter (extra und künstlich, SOUNDMODULE, Shaker plus Resonanzrohre im Abgaskreis)


Nein, nein Fritz,
Du bestätigst nur was ich schreibe und beobachte (auch an mir selbst bemerke). Einigen wir uns darauf, jeder ist verantwortlich und manche Menschen sollte man mit Technik
nicht überfordern.

Nimm einmal an, wir könnten - wie in den USA, uns auch in Deutschland schützen (zur Selbstverteidigung), mit einer Pumpgun. Einer automatischen Flinte, abgesägtes Schrotgewehr mit Automatiklader und garantierter Treffsicherheit, durch Autojustage / Nachregulierung ... bis nichts mehr steht.



LG,
HBt.



COLANIS drei Ls

HBt.
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Ein Nachschlag gefällig ?!

Beitrag von HBt. » 26.04.2017, 18:17

'Fritz',
wenn ich Dich richtig verstehe, kritisierst Du das FAHRVERHALTEN der anderen Verkehrsteilnehmer - und übersiehst dabei, dass moderne Fahrzeuge nicht nur ziemlich gute Bremsanlagen, sogar adaptive Fahrwerke & Lenkungen
besitzen. Zum einen ist es der Rahmen (die gesamte Infrastruktur und Situation), auch das Individum (der Idiot!) ... doch auch hier, Du hast es nicht mehr wirklich in der Hand. Das Fahrverhalten ist zum größten Teil vom KFZ abhängig,
auf gar keinen Fall zu 100% vom Lenker (er lenkt ja gar nicht mehr, denke nur an die uralte Technik "steer by wire", wirklich uralt), er bremst auch nicht mehr wirklich selbst! Du wirst mit Sicherheit auch bestätigen das es keinen Sicherheitsabstand mehr gibt, er ist seit mindestens zwei Jahren nirgendwo mehr anzutreffen.

Jeder Quadratmeter Fahrbahn ist heute mit einem KFZ besetzt. Weiter mit der Tirade, ebenfalls wird ansatzlos abgebogen, zu jeder Zeit, ganz nach belieben, völlig unabhängig von der Situation, "egal was kommt", "egal wohin".

Egoismus regiert. Es hapert einfach an gegenseitiger Rücksichtnahme ---> wir sind einander egal, um es einmal drastisch auszudrücken.

'Fritz',
noch ein weiteres Beispiel (es könnte ja sein das Du noch nicht so viel Erfahrung mit Superduper hast ;-) ):
Stehe ich an einer Ampel und sie wird grün, nehme ich den rechten Fuß von dem Bremspedal - denke mir, lass den Computer alles für mich tun (ja, das kann er) - fahre los, normal, so wie der Programmierer sich das dachte und das Fahrzeug eben abgestimmt ist, wirst Du mich anhupen, Du wirst es tun.

Warum? Nicht weil das Superduper nicht völlig korrekt beschleunigt und die Fahrstufen 1,2,3,4 ... vielleicht sogar mehr einlegt - und dabei auch normal schnell auf die erlaubten 50km/h kommt ... es wird Dir einfach zu lange dauern ... es dauert genau so lange, als wenn ich mit einem Golf 2 90PS normal beschleunigt anfahren würde.

Das ist Dir aber nicht klar, weil Du selbst im TIGUAN oder TURAN sitzt, wahrscheinlich ein 1,6 TDI oder mehr, selbst ein FIAT (ABART) 500 rast schneller an (mir vorbei)*. Du merkst nicht wie das Fahrzeug Dich antreibt und die anderen TLN Dich ziehen und drücken - im Strom.



*Lasse ich das Auto tun was es will (bezieht sich auf meine zwei Renner). Passe ich mich allerdings an, sammelt es Daten (Audi) und ab einer gewissen Zeit schaltet es unweigerlich in den Formel 1 Modus - leider gibt es keinen RESET ---> danach bin ich der Schnellste und immer der Erste, außer ich schalte das Auto'chen für ein paar Stunden ab == reset


#
Schließen wir den KFZ-Teil ab:

Wir bemängeln das Fahr(fehl)verhalten der Anderen und klammern uns dabei aus. Wir wissen es also besser, können es besser, während wir bequem in unserem eigenen System gefangen sind. Es mangelt an gegenseitiger Rücksichtnahme, technischem Verständnis, Einsicht ...

Wären die Bremssysteme (und ihre Assistenten, wieder ein mechatronisches System plus ordentlich Hydraulik ---> auch Software!) nicht so gewaltig, gäbe es wieder Sicherheitsabstände. Würden wir etwas sehen, in unseren Autos, wir können bei den gegenwärtigen Sichtschlitzen (Fenster sind es ja nicht mehr) ... Du verstehst schon.


Würden wir uns jetzt nicht gerade über das KFZ, die Straße und das Individum auslassen, sondern das Ganze auf JUDO übertragen/ beziehen, könnte man ganz ähnliche ... ähm, wie soll ich es formulieren :eusa_think
Muster erkennen.

Trifft es der Begriff Muster?



Danke für die schönen Beispiele,
HBt.


PS 'Fritz',
erinnere Dich, wie es damals war, ohne Servolenkung und Bremskraftverstärker, denke an die NVA-Fahrzeuge "oder ich an die Bundeswehr-Dinger."

Mensch, da brauchte man richtig Kraft
;-)


___________________________________________________________
Fritz hat geschrieben:(...) So kommt die wenigsten dann doch von der Kreuzung, früher hätte sie die Karre beim Linksabbiegen abgewürgt und ¼-Stunde nicht mehr anbekommen ...
:rofl
Ja, damit hast Du recht - wenn Sie wenigstens nett ist, Charme versprüht und selber darüber lachen kann, ist mir die Frau von damals lieber ... auch die Situation.

Doch das Argument ist griffig. Die Lösung wäre aber eine Nachschulung und mehr Fahrpraxis (sowie Selbstvertrauen) - Grundlagen eben* und keine Technologie ;-), die macht sie mächtig und teilweise selbstgerecht, selbstzufrieden ... Allmachtsgefühle.
Das volle Spektrum. Vermute ich einmal.


*auch Rücksichtnahme


Das -andere- Beispiel des Überholprofis finde ich auch immer wieder traurig, doch vielleicht sollte auch er zur gelegentlichen Nachschulung oder zum Eignungstest - zeigt er dann Resistenz ... :?

Die erste Frage würde lauten:
was versteht man unter einem Überholvorgang?


Versetzen wir uns doch einfach in die Lage des Anderen - und bleiben gelassen, hören zu - verstehen.

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Re: Gigantomanie?!

Beitrag von Fritz » 26.04.2017, 22:53

HBt. hat geschrieben:
26.04.2017, 15:24
Will man verzögern, reicht es (praktisch) nicht mehr das "Gas zurückzunehmen", man muss durch das Betätigen der Fußbremse (dem Steuergerät mitteilen) ...
Meine Mutter fährt 'nen i10-Hyundai, viel kleiner und schlechter motorisiert geht nicht. Und selbst das Ding hat 'nen Freilauf, Motorbremse kannste
vergessen ... :-)
HBt. hat geschrieben:
26.04.2017, 18:17
Egoismus regiert. Es hapert einfach an gegenseitiger Rücksichtnahme ---> wir sind einander egal, um es einmal drastisch auszudrücken.
Das deckt sich nicht mit meinen Beobachtungen ... also die, welche Rücksicht nehmen, sind hier bei uns noch (?) klar in der Überzahl ...

(Lieferwagen u. vergleichbares stören mich aber langsam immer mehr, weil da hat man so eine blickdichte Wand vor sich und kann den Verkehr nicht mehr so recht lesen ...)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

HBt.
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Den Verkehr lesen

Beitrag von HBt. » 27.04.2017, 11:52

^
Damit gibst Du mir ein Stichwort.


Ja,
vorausschauend fahren und das mögliche & wahrscheinlichste Verhalten des Fahrers (geschlechtslos) extrapolieren, darum geht es.
Aber lernt man das noch in der Fahrschule? Vielleicht im Ansatz!, wenn es denn gut läuft. Ich aber glaube, dass dieses wichtigste Element der Unfallvermeidung/verhütung z.Zt. nur sehr schwer schulbar ist.

Gründe dafür muss man nicht aufzählen, "Augen auf" - und jeder kommt selbst darauf.


@Fritz,
es klingt beinahe zu schön um wahr zu sein, wenn Du schreibst: bei Dir zu Hause sind die rücksichtsvollen Verkehrsteilnehmer noch in der Überzahl. Für Hannover gilt das ganz und gar nicht. Ich bin davon ausgegangen' das in ganz Deutschland (die Ballungsgebiete) gilt:

"Ich zu erst!"
Egal ob Radfahrer, Fußgänger oder "motorisierter Lenker". Ganz egal, ich komme (immer) zu erst.


Muss wohl eine regionale Spezialität sein ;-)

HBt.
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Im Vergleich zu ...

Beitrag von HBt. » 27.04.2017, 13:44

Fritz hat geschrieben:(...)
i10-Hyundai, viel kleiner und schlechter motorisiert geht nicht (...)
einer richtigen Motorisierung(?).

Eigentlich wollte ich das Eröffungsthema ruhen lassen, doch es drängt sich mir interessehalber eine Frage auf:
Warum sollte ein 1 Liter Dreizylinder, 12V, mit Kennfeldzündung & intermittierender Einspritzung, mit sagenhaften 49kW und ca. <1000kg Leergewicht, Beschleunigung (dT, um von 0km/h auf 100km/h zu beschleunigen) >= 15 Sekunden,
schlecht motorisiert sein?


Was stört Dich daran? bzw. womit vergleichst Du diesen schönen Ottomotor?
Fritz hat geschrieben: Was für PS die anderen haben, ist mir egal, aufregen tu ich mich halt über die Deppen,
welche bei Grün nicht losfahren, sondern schön damit warten, bis der Vordermann 10m weiter ist (...)
Hier machst Du einen kleinen Fehler, Du nimmst an das 'sie' absichtlich warten (vielleicht aus dickfälliger Blödheit oder um anderen Verkersteilnehmer so richtig auf die Nerven zu gehen). Doch das tun sie gar nicht, sie legen den 1.Gang ein
und fahren völlig normal an, beschleunigen sogar ... schauen sie jetzt nach vorne, sehen sie den Vordermann/frau schon mindestens ... hier hast Du Deine zehn Meter!

Jetzt stehen wir unter Druck* und ärgern uns, werden wütend, denn unser extrem komprimierter Selbstzünder mit doppelter Aufladung und ordentlich Hubraum kann das besser, sein maximales Drehmoment erreicht er sehr früh (es verläuft flach, fast horizontal und damit beinahe unabhängig von der Drehzahl, n_max ist eh kleiner als 4000 360°/min ---> der arme Benziner) und er ist ca. fünfmal stärker ... shit. Das komplementäre Gas-Kupplungs-Spielchen muss ein CommonRail'er auch nicht kennen und können ... zack, weg ist er.

Nur 'ich' nicht, ich stehe ja noch immer hinter dem "Deppen" der gerade anfährt - der vor ihm ist schon längst weg.



Wie lösen wir jetzt das naturgegebene Problem'chen? Mit einem Kompressor und / oder Turbolader. Ein Doppelkupplungsgetriebe oder eine stufenlose Automatik (so geil, richtig coole Angelegenheit), noch besser:
JEDEM BÜRGER STEHT EIN ENTSPRECHENDER BOLIDE mit ordentlich Masse, sagen wir 3,5T und einem V6 Turbodiesel (als kleinste Variante) zu, verankert, als Grundrecht. Alternativ könnten wir alle einen 4-Zylinder-Polo mit 40PS und 5Gang-Handschaltung fahren.

(...)
und
die, welche das Reißverschluß-Prinzip nicht so recht durchblicken.

Darüber ärgere ich mich schon lange nicht mehr, das hatten auch schon vor 30 Jahren nur die wenigsten Lenker verstanden - auch das mit dem Rechtsfahrgebot.





HBt.


*die größte unverzeihliche Sünde ist nach wie vor:
als deutscher Arbeitnehmer, nicht in der Zeit von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr & von 12:30 Uhr bis 16:30 Uhr an seinem Schreibtisch zu sitzen ---> das verursacht den allergrößten Stress und Zeitdruck, gerade für Berufspendler - sagt man.

1 jährige Kinder müssen morgens um 06:00 Uhr aus dem Bett, damit Mammi und oder Papi noch ganz, ganz schnell, vor 07:00 Uhr den kleinen (jetzt) Heuler im Hort oder Kindergarten abzugeben. Um 13:00 Uhr ist der Heuler total übermüdet und reizüberflutet, muss aber jetzt schleunigst abgeholt werden ... er protestiert lautstark und unter Tränen. Egal.

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Angsthase & Übervorsicht(ig)

Beitrag von HBt. » 27.04.2017, 14:54

Fritz hat geschrieben:(...)
welche bei Grün nicht losfahren, sondern schön damit warten, bis der Vordermann 10m weiter ist (...)


Ach, ich Dösbaddel ;-) Du dachtest an die ewig resistenten, uneinsichtigen Dickhäuter. Gegen diese Spezies ist kein Kraut gewachsen, leider.

Bei den allerdings ängstlichen und dadurch übervorsichten Zeitgenossen hilft üben - Training und begleitendes Fahren vielleicht. Doch woher soll man/ ich es wissen, welcher Typus nun vorliegt?
Nehme ich keine Rücksicht, wird der Dickhäuter noch bockiger und der leicht zu verunsichernde Lenker noch nervöser.

Man kann es drehen und wenden wie man will, es bleibt alles beim Alten :cowboy


#
Wie würden wir bei unserem Vereinstraining mit dem ewig ängstlichen und dem ewig bockigen Typen umgehen?

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Re: Gigantomanie?!

Beitrag von Fritz » 27.04.2017, 17:04

HBt. hat geschrieben:
27.04.2017, 13:44
Fritz hat geschrieben:(...)
i10-Hyundai, viel kleiner und schlechter motorisiert geht nicht (...)
einer richtigen Motorisierung(?).

Eigentlich wollte ich das Eröffungsthema ruhen lassen, doch es drängt sich mir interessehalber eine Frage auf:
Warum sollte ein 1 Liter Dreizylinder, 12V, mit Kennfeldzündung & intermittierender Einspritzung, mit sagenhaften 49kW und ca. <1000kg Leergewicht, Beschleunigung (dT, um von 0km/h auf 100km/h zu beschleunigen) >= 15 Sekunden,
schlecht motorisiert sein?
HBt. hat geschrieben:
27.04.2017, 13:44
Was stört Dich daran? bzw. womit vergleichst Du diesen schönen Ottomotor?
Mit allen anderen Karren, mit denen ich zu tun hatte u. habe ... (Mal abgesehen vom Trabbi, aber da besteht ja eh Uneinigkeit, ob das überhaupt ein Auto war ;-) )
HBt. hat geschrieben:
27.04.2017, 13:44
Hier machst Du einen kleinen Fehler, Du nimmst an das 'sie' absichtlich warten (vielleicht aus dickfälliger Blödheit oder um anderen Verkersteilnehmer so richtig auf die Nerven zu gehen). Doch das tun sie gar nicht, sie legen den 1.Gang ein
und fahren völlig normal an, beschleunigen sogar ... schauen sie jetzt nach vorne, sehen sie den Vordermann/frau schon mindestens ... hier hast Du Deine zehn Meter!
Klar, auf die Idee, den Gang eher einzulegen (oder gar nicht rauszunehmen) kommt man ja nicht. Zu irgendwas muß das kurze Gelb vor Grün ja eigentlich auch gut sein.
Als ich noch in Dresden studiert habe und ein begeisterter Nutzer des Semestertickets war (mit dem Trabbi nach Dresden zu fahren, hatte schon damals keinen Spaß gemacht),
konnte ich es immer schöm am Hauptbahnhof beobachten, wenn ich an der Haltestelle stand und auf nen Bus gewartet habe ...
Du hast das "Wachwerden und Erschrecken" vor dem Einlegen des Ganges vergessen - das Start-Signal dieser Aktions-Folge ist eben nicht die Ampel-Umschaltung, sondern
die Bewegung des Vordermanns, deshalb gibt es diesen Verzögerungen, welche den Durchsatz an der Ampel auf ca 50-75% des Möglichen reduziert,
statt daß alle gleichzeitig den Gang einlegen und losfahren - gern auch nur gemächlich dabei beschleunigen ...
War wohltuend, als ich dann nach Berlin zog, zu sehen, daß es auch vernünftig geht. Aber mittlerweile scheinen zu viele Dresdner nach Berlin gezogen zu sein... Oder es
gibt inzwischen zu viele Start-Stop-Systeme in den Autos, die Dinger habe ich auch stark im Verdacht, hier eher verzögernd zu wirken .
HBt. hat geschrieben:
27.04.2017, 14:54
Wie würden wir bei unserem Vereinstraining mit dem ewig ängstlichen und dem ewig bockigen Typen umgehen?
Erfahrungsgemäß schaffen es nur die wenigsten dieser Typen ausreichend lange dabei zu bleiben, so daß es sich lohnen würde, sich Gedanken um den Umgang zu machen ...
Gelegentlich gelingt es dem eher ängstlichen Typus, sich zu integrieren, die Angst in der Griff zu bekommen (wie auch immer), dem "bockigen Typus" gelingt es nie, entweder er verläßt nach einer Weile die Gruppe, oder das "Bockige" verläßt ihn ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Verantwortung

Beitrag von HBt. » 28.04.2017, 11:09

Der (Judo)Bezug:
Fritz hat geschrieben:(...)
Erfahrungsgemäß schaffen es nur die wenigsten dieser Typen ausreichend lange dabei zu bleiben, so daß es sich lohnen würde, sich Gedanken um den Umgang zu machen ...

Gelegentlich gelingt es dem eher ängstlichen Typus, sich zu integrieren, die Angst in der Griff zu bekommen (wie auch immer), dem "bockigen Typus" gelingt es nie, entweder er verläßt nach einer Weile die Gruppe, oder das "Bockige" verläßt ihn ;-)

Jou - das hast Du aber schön auf den Punkt gebracht.



Ein Beispiel bitte?
Mit allen anderen Karren, mit denen ich zu tun hatte u. habe ...
"Karre" klingt ja nun etwas schäbig, aber meine Frage zielte eindeutig in die Spezifikationsrichtung: Motorart, Leistung ---> sprich "ordentliche, richtige Motorisierung" ;-) Du weichst aus. Ich will ja gar nicht wissen was Du fährst, sondern was Du für richtig und heute angemessen (Mindeststandard) erachtest. Siehe ganz oben, " der DHL-Fritze glaubt unter 110 Pferdestärken läuft nichts in der STADT". Wir benötigen also mehr als 81kW Leistung, denkt der Durchschnitt (wenn es denn repräsentativ wäre).

Was denkst Du 'Fritz', es interessiert mich.


#
Einen Punkt möchte ich noch anführen und mit einem Beispiel untermauern:
Vor ca. 9, 10 Jahren oder so;
A4 von Jena nach Bad Hersfeld, nagelte ich so dahin, im Audi A6 (V6, 3l TDI, Quattro),
freie Bahn, Sonnenschein,
links,
alles frei,
rechts ---> ein LKW und dahinter ein Ford Fiesta (wahrscheinlich so mit 125 km/h unterwegs).

Ich nähere mich, 240 km/h auf dem Tacho, "gebe Gas" (denn da geht noch etwas - und schwupps bin ich am LKW vorbei und der Ford Fiesta kann entspannt überholen) ---> 200 bis vielleicht 400 Meter sind es noch (ein Wimpernschlag bei dieser Geschwindigkeit) ...

Was ist passiert? Der Fahrer des Fiesta möchte just in dem Moment, in dem der A6 noch einmal nachlegt, überholen und setzt zum Spurwechsel an, schaut über die Schulter nach links, ÜBERRASCHUNG ... reißt den Lenker zurück ... :o
ich bremse (kein Problem, die Bremsen sind dafür ausgelegt!), er schleudert, schlingert ... bekommt sein Fahrzeug wieder unter Kontrolle.

Ich fahre (jetzt) mit 130km/h an ihm und dem LKW vorbei, und denke: "Gott sei dank, es ist ihm nichts passiert" ---> Situation analysiert, klar, völlig klar ... mein Fehler.



Und der springende Punkt:

Der Fahrer (geschlechtslos), Lenker eines großen, schweren, stark motorisierten, technisch voll unterstütztem (Assistenzsysteme, Fahrwerk, Bremsen, Lenkung, ...) KFZ ist der MÄCHTIGERE, er hat einfach die Macht (die Möglichkeiten) und damit die VERANTWORTUNG.

Er trägt eine viel, viel größere Verantwortung im täglichen Einerlei, als der Schwache.


##
Wir Judoka wissen dieses, es ist uns sonnenklar, z.B. beim RANDORI - hoffe ich!

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Es geht zu Ende

Beitrag von HBt. » 28.04.2017, 12:14

Fritz hat geschrieben:(...)
Klar, auf die Idee, den Gang eher einzulegen (oder gar nicht rauszunehmen) kommt man ja nicht. Zu irgendwas muß das kurze Gelb vor Grün ja eigentlich auch gut sein.

Ich verstehe das schon. So lernt man das schließlich in der Fahrschule (wir wenigstens, damals ...), dafür ist "rot plus gelb" schließlich da, um möglichst verzögerungsfrei den Anfahralgorithmus in Gang zu setzen.
Wenn man nicht träumt, macht man das so ...

Auszukuppeln und den Gang raußnehmen halte ich oft für sinnvoll, warum? weil Du in Hannover eine Taktung hast, die dazu führt, dass oft nur drei Fahrzeuge über die Kreuzung fahren können ... es bedarf irgendwie grundsätzlich dreier Phasen (rot), bis Du an der Reihe bist ... 3 Minuten stehen ist dabei keine Seltenheit, willst Du dabei permanent auf der Kupplung stehen und das Bremspedal bedienen um dem Hintermann/frau noch so richtig die Augen aus dem Hirn zu brennen (er sieht rot und von vorne, rechts, links, Gegenverkehr, wird er mit gleißenden Sternen (LED, single beam) geblendet, bis er sein Augenlicht aufgrund permanenter Sättigung verliert oder vorzeitig an Alzheimer erkrankt, weil permanent Glutamat ausgeschüttet wird ...).

Ein weiteres Beispiel,
ich wohne auf dem Land (kann man das heute überhaupt noch sagen? sagen wir am Rand der sich ausbreitenden Stadt, bald gibt es die urbanen Zentren ;-) noch zusätzlich) und mein direkter, kürzester Anfahrtsweg zum Institut beträgt 31km.
Befahre ich diese Route, zähle ich 30 Ampeln mit roter Welle. Gut, ich könnte die A2 befahren, dann sind es 50km und nur 10 Ampeln, davon 3 Doppel-Ampeln ---> für den Ampelabschnitt benötigt man ca. 25 Minuten Zeit.
Als ich noch in Dresden studiert habe und ein begeisterter Nutzer des Semestertickets war (mit dem Trabbi nach Dresden zu fahren, hatte schon damals keinen Spaß gemacht),
konnte ich es immer schöm am Hauptbahnhof beobachten, wenn ich an der Haltestelle stand und auf nen Bus gewartet habe ...
:-) eine schöne Zeit. Leider hier nicht wirklich, die Züge, Busse und Straßen- u. S-Bahnen sind dermaßen überfüllt und einfach ekelhaft ... es ist einfach ein Wahnsinn. In meinen Augen sind sogar die tollen HOCHBAHNSTEIGE eine extrem gefährliche Angelegenheit. Schaue sie Dir an und Du verstehst mich.

Nicht nur das sie alle zwei Jahre komplett saniert werden müssen, nein ...

'Fritz',
wird heute ein Feld plattgemacht, um eine weitere Musterhaussiedlung darauf zu setzen, bekommt auch diese Einfassung eine künstliche Engstelle mit Doppel-Ampel, für die Bushaltestelle ... in einem stadtnahen Dorf.
Warum können die Kinder nicht in aller Ruhe die zwei Kilometer zur Dorfschule gehen??? Warum mus eine idiotische INSEL her - und warum reicht die knapp 330 Meter entfernte BUSHALTE nicht mehr aus?
:eusa_doh
Du hast das "Wachwerden und Erschrecken" vor dem Einlegen des Ganges vergessen - das Start-Signal dieser Aktions-Folge ist eben nicht die Ampel-Umschaltung, sondern
die Bewegung des Vordermanns, deshalb gibt es diesen Verzögerungen, welche den Durchsatz an der Ampel auf ca 50-75% des Möglichen reduziert,
statt daß alle gleichzeitig den Gang einlegen und losfahren - gern auch nur gemächlich dabei beschleunigen ...
Verstehe ich - aber bei mir gibt es dieses Phänomen nicht mehr, es ist völlig bedeutungslos ---> die Stadt platzt! auch vor Überregulierung und den Baustellen, es ist vergleichbar mit einer Pandemie. Hier ist es echt egal - und Du kannst das beschriebene Phänomen der START-STOP-AUTOMATIK hier nicht mehr beobachten. Seit ca. drei Jahren obsolet, vorbei, nix ... ich sagte doch schon: 100km/h zwischen zwei Ampeln (am Leineufer / Landtag) sind der Normalzustand, im Sprint.
War wohltuend, als ich dann nach Berlin zog, zu sehen, daß es auch vernünftig geht. Aber mittlerweile scheinen zu viele Dresdner nach Berlin gezogen zu sein... Oder es
gibt inzwischen zu viele Start-Stop-Systeme in den Autos, die Dinger habe ich auch stark im Verdacht, hier eher verzögernd zu wirken .
Ich kann es kaum glauben, ist Hannover' Berlin um so vieles voraus???

'Fritz',
ich war noch nie in Berlin, doch ich ging davon aus, dass Ihr auch mindestens drei Fahrspuren pro Richtung den Durchschnitt nennt - und in den bewohnten Ecken und Straßen, eben diese, so zu geparkt sind, dass man keine Luft mehr bekommt.


Irre :irre



LG,
HBt.



PS
Im Sommer bekommst Du hier keine Luft mehr, vor Hitze, Lärm und Luftverschmutzung ---> im Winter nicht mehr, wegen der schönen Stickoxide, den gemütlichen Holzöfen ... im Hochsommer führt schon eine Stunde Taiji im Park, zu nächtlicher Atemnot ...
da hältst Du es nur noch klimatisiert aus. Alle neuen Einfamilien u. Reihenhäuser besitzen hier jüngst, dicke SPLIT-Geräte ... schau Dir die Feinstaub-Jahreskarte an, Hannover ist ganzjährig deutlich über den Grenzwerten, in den 1980er Jahren hatten wir den PSEUDOKRUPP ... allerdings muss man festhalten, der größte Teil unserer Bevölkerung ist dermaßen unempfindlich in der Wahrnehmung, dass sein Alarmsystem nicht mehr durchdringt.


Ich empfehle ein Jahr (sozialer Dienst) auf einer onkologischen Station, für jeden Bürger - unbedingt, dringend!

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Re: Gigantomanie?!

Beitrag von Fritz » 28.04.2017, 13:05

HBt. hat geschrieben:
28.04.2017, 11:09
Einen Punkt möchte ich noch anführen und mit einem Beispiel untermauern:
Vor ca. 9, 10 Jahren oder so;
A4 von Jena nach Bad Hersfeld, nagelte ich so dahin, im Audi A6 (V6, 3l TDI, Quattro),
freie Bahn, Sonnenschein,
links,
alles frei,
rechts ---> ein LKW und dahinter ein Ford Fiesta (wahrscheinlich so mit 125 km/h unterwegs).

Ich nähere mich, 240 km/h auf dem Tacho, "gebe Gas" (denn da geht noch etwas - und schwupps bin ich am LKW vorbei und der Ford Fiesta kann entspannt überholen) ---> 200 bis vielleicht 400 Meter sind es noch (ein Wimpernschlag bei dieser Geschwindigkeit) ...

Was ist passiert? Der Fahrer des Fiesta möchte just in dem Moment, in dem der A6 noch einmal nachlegt, überholen und setzt zum Spurwechsel an, schaut über die Schulter nach links, ÜBERRASCHUNG ... reißt den Lenker zurück ... :o
ich bremse (kein Problem, die Bremsen sind dafür ausgelegt!), er schleudert, schlingert ... bekommt sein Fahrzeug wieder unter Kontrolle.

Ich fahre (jetzt) mit 130km/h an ihm und dem LKW vorbei, und denke: "Gott sei dank, es ist ihm nichts passiert" ---> Situation analysiert, klar, völlig klar ... mein Fehler.
Sehe ich nicht so, es war prinzipiell der Fehler des Fords, denn dieser hat sich vor Beginn des Überholvorgangs zu vergewissern, daß da links niemand ankommt. Du hattest halt das Glück, noch bremsen zu können.
Aber das ist exakt die Situation, welche ich auch auf der Autobahn oft erlebe, daß Leute, welche schon gemütlich rechts vor sich hin zockeln - ist ja prinzipiell keine Schande - aus spontanen
Eingebungen heraus einfach links rüberziehen, ohne sich a) ausreichend zu vergewisseren, daß da niemand ist und b) natürlich ohne die eigene Geschwindigkeit zu erhöhen ... Besonders schlimm ist es
bei dreispurigen Autobahnen, wo man oft den Eindruck hat, daß die Spontan-Ausscherer denken: "ach was, der Mittelspurfahrer kann ja noch nach links" ...
HBt. hat geschrieben:
28.04.2017, 11:09
Ich will ja gar nicht wissen was Du fährst, sondern was Du für richtig und heute angemessen (Mindeststandard) erachtest. Siehe ganz oben, " der DHL-Fritze glaubt unter 110 Pferdestärken läuft nichts in der STADT". Wir benötigen also mehr als 81kW Leistung, denkt der Durchschnitt (wenn es denn repräsentativ wäre).
Also meiner Erfahrung nach (ich fahre Stadt, Landstraße und Autobahn, bin also nicht nur Stadtfahrer) sollten 160 km/h Reisegeschwindigkeit bequem drinnen sein, mehr geben in der Regel die Autobahnen nicht her.
Bequem heißt, das Fahrzeug sollte da a) noch gut beherrschbar sein, b) es sollte bis dahin auch zügig beschleunigen können, von sagen wir, noch ab 120 (zwecks Anpassung des Tempos bei Überholvorgängen)
D.h. eine Höchstgeschwindigkeit 180-200 halte persönlich für brauchbar ... Wenn dann die Karre im Stadt- /Landstraßen-Betrieb unter 5l/100km Treibstoff verbraucht, dann ist für mich ein gutes brauchbares Modell.
Insgesamt bevorzuge ich eher kleinere Modell, dann ist a) die Straße breiter und b) es gibt mehr Parklücken ;-)
Bzgl. Assistenzsysteme: Die Lenkung sollte trotz Servo noch eine Rückmeldung von der Straße geben, ABS ist gut und ein Rumgepiepe beim Einparken wäre sehr nützlich (habe ich nicht, vermisse ich aber), Ein System was warnt, wenn der Straßenrand in die Fahrtrichtung rückt, würde ich wohl auch nicht ablehnen ;-)
HBt. hat geschrieben:
28.04.2017, 12:14
Wenn man nicht träumt, macht man das so ...
Träumen im Verkehr ist eh keine gute Idee ...
HBt. hat geschrieben:
28.04.2017, 12:14
Auszukuppeln und den Gang raußnehmen halte ich oft für sinnvoll, warum? weil Du in Hannover eine Taktung hast, die dazu führt, dass oft nur drei Fahrzeuge über die Kreuzung fahren können ... es bedarf irgendwie grundsätzlich dreier Phasen (rot), bis Du an der Reihe bist ... 3 Minuten stehen ist dabei keine Seltenheit, willst Du dabei permanent auf der Kupplung stehen und das Bremspedal bedienen um dem Hintermann/frau noch so richtig die Augen aus dem Hirn zu brennen (er sieht rot und von vorne, rechts, links, Gegenverkehr, wird er mit gleißenden Sternen (LED, single beam) geblendet, bis er sein Augenlicht aufgrund permanenter Sättigung verliert oder vorzeitig an Alzheimer erkrankt, weil permanent Glutamat ausgeschüttet wird ...).
Ja das kenne ich, da bin ich der Meinung, der Verantwortliche für die Schaltung sollte jeden Tag mindestens 10x über seine Ampeln fahren müssen... Trotzdem ist es bitter, wenn durchs sequentielle Anfahren, Ampelschaltungen, welche 6 Autos durchlassen könnten auf einen Durchsatz von 3 reduziert werden...
Das mit dem Bremslicht ist eine kein Argument, ich benutz bspw. die Handbremse und stehe in der Regeln nicht die ganze Zeit auf dem Bremspedal ... ;-)
HBt. hat geschrieben:
28.04.2017, 12:14
wird heute ein Feld plattgemacht, um eine weitere Musterhaussiedlung darauf zu setzen, bekommt auch diese Einfassung eine künstliche Engstelle mit Doppel-Ampel, für die Bushaltestelle ... in einem stadtnahen Dorf.
Warum können die Kinder nicht in aller Ruhe die zwei Kilometer zur Dorfschule gehen??? Warum mus eine idiotische INSEL her - und warum reicht die knapp 330 Meter entfernte BUSHALTE nicht mehr aus?
:eusa_doh
Kennst Du den Umgehungsstraßen-Effekt? Also um eben die Musterhaus-Siedlung verkehrstechnisch zu entlasten, muß dann irgendwann eine Umgehungsstraße her.
Nun gibt es wohl im deutschen Baurecht den Effekt, daß Land neben solchen Straßen automatisch Bauland wird. Also kurz nach dem Bau der Umgehungsstraße, bauen sein sie Dir links und rechts dieser Straße
auch wieder Einfahrten und Häuschen hin. Und zack, plötzlich sind die 80km/h nur noch 50km/h und es muß eine Übergehungsstraße her ...
HBt. hat geschrieben:
28.04.2017, 12:14
ich war noch nie in Berlin, doch ich ging davon aus, dass Ihr auch mindestens drei Fahrspuren pro Richtung den Durchschnitt nennt - und in den bewohnten Ecken und Straßen, eben diese, so zu geparkt sind, dass man keine Luft mehr bekommt.
Wenn man Glück hat, bei einigen zentralen Durchquerungen ist es noch so, gern ist die Spur rechts eine Parkspur, d.h. die Mittelspur wird dann gern zum Parken/Halten in zweiter Reihe genutzt ;-)
Ansonsten gibt es da aber eine Partei, die glaubt, wenn man genügend Staustellen schafft (durch Spur-Wegnahmen, Tempo 30, bescheuerten Ampelschaltungen usw. usf.), daß es der Umweld sehr zu gute kommt, wenn die Autos da im Stand / Schleichfahrt rumtuckern, anstelle im fünften Gang mit Leerlaufdrehzahl spritsparend vorwärts zu gleiten ... Und dafür geht es aber immer noch ganz gut ...
Baustellenplanung ist auch so eine Sache, da hab ich jetzt auch so ein Ding auf meiner Lieblingsroute, wo der Verantwortliche für die Verkehrsführung bestraft gehört ...

Ärgerlich sind aber grundlose Staus auf der Stadtautobahn, die Dinger sind irgendwie selbsterhaltend und welche Freude, wenn dann der Typus Oberlehrer drauf besteht, sich auf der linken Spur an die erlaubten 80 halten zu müssen, also nach Tacho-Anzeige, was dann effektiv 75 bedeutet - in der Regel hat sich hier eingebürgert, mit 90-100 zu fahren, dann gehts auch flüssig ... ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

HBt.
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Rechts vorbei ...

Beitrag von HBt. » 28.04.2017, 13:52

Fritz hat geschrieben:(...)
in der Regel hat sich hier eingebürgert, mit 90-100 zu fahren, dann gehts auch flüssig ... ;-)
wenn Du dann allerdings die freien rechten Fahrspuren benutzt und eben mit der natürlich eingependelten Normalgeschwindigkeit vorbeifährst, passiert in Hannover regelmäßig folgendes:
"hinter Dir tauchen plötzlich zwei blaue Blitzlichter auf, in einem nussbraunen Opel Vectra -Kombilimo, anschließend darfst Du diesem Fahrzeug kilometerweit folgen (bitte folgen, please follow, Polizei, police), auf der rechten Spur, mit konstantem Tempo 60km/h ...

jetzt zockelt der Penner galant mit 78,5km/h an Dir vorbei, freut sich und der Tross folgt ..."

Die Stadt Hannover nennt das "normale rechts vorbei am Hindernis" rechts überholen, da beißt hier keine Maus mehr den Faden ab. 100€ und ein Punkt sind neben den obligatorischen Gebühren, der Preis.


Es muss Geld in die Kasse.


Ach 'Fritz',
den UMGEBUNGSSTRAßE-Effekt kennen wir hier auch - zur Genüge. Ich kenne auch Bürger, die eine UMGEHUNG fordern, diese aber nie bekommen werden (wegen des Umwelt-u. Tierschutzes).
Ihrer Trotzreaktion, sie haben die Bundesstraße 65 als Durchfahrt, jetzt sehr geschickt zugeparkt, die Anwohner, zielstrebig, generalstabsmäßig, mit wechselndem Parkplan, selbstverständlich an Stellen, die den Verkehrsfluss beinahe total stilllegten -----> über Monate!!!

Ein Bus, ein LKW - und die Sache war erledigt, die Polizei musste anrücken -----> monatelang.

Plötzlich waren die mobilen Sperren (PKW's der erwerbslosen Bevölkerung) in ihren GARAGEN verschwunden und die SCHILDER 30 mittig im RADFAHRWEG eingepflockt!!!

Hey',
ich überteibe nicht, meine Schilderungen entsprechen den Tatsachen.

Jetzt Zone 30, mit regelmäßigem Besuch des Dienstleisters ("Ich sitze den ganzen Tag in meinem Auto und "blitze, blitze, blitze" ...)


Bescheuerter geht es hier langsam nicht mehr.


#
Bauabschnitte müssen europaweit ausgeschrieben werden - und der billigste Anbieter erhält den Zuschlag: das führt natürlich zu sehr viel Spaß und Freude unter den PENDLERN, auch Anwohnern (der Baulärm) ... es wird ja nichts mehr fertiggestellt. Eine Strecke von sagen wir einmal 5km, wird in zehn 500m-Abschnitte aufgeteilt. Zwischen allen Abschnitten erfolgt eine neue Ausschreibung.

unglaublich.
:smoke


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Fritz,
:occasion14
ich sehe, Dir geht es ganz ähnlich. Auch unsere persönlichen Meinungen zu einem vernünftigen KFZ und dem Individualverkehr sind sich sehr ähnlich, wenn nicht sogar gleich.

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