Unterdrückte (und deren) Themen.

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nur_wazaari
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Unterdrückte (und deren) Themen.

Beitrag von nur_wazaari » 21.03.2019, 16:47

Lasst euch nicht von dem uneindeutigen Titel dieses Fadens irritieren. Ebenso sollte eine Moralisierung völlig unterbleiben.

https://www.youtube.com/watch?v=PrStXTqnr6U Sind nur 10 Minuten.

Das Englisch ist einfach und gut verständlich. Es kommen alle momentan in Bezug auf ein Neuverständnis von Individualität in der westlichen Gesellschaft erörterten Themen zur Sprache. Der Protagonist spricht viele negative, aber auch neutrale Dinge an, über denen unser schöner Sport (nicht ausschließlich Judo) und Akteure dessen hinweg zu sein glauben. Auch die positive Möglichkeit eines erfolgreichen Überwindungsprozesses an sich kommt zur Sprache.
Man sollte natürlich bemerken, dass jede Situation auch irgendwie eine Einzelsituation ist - individuell eben. Dass aber aus dem Kollektiv heraus bestimmte Themen aus verschiedensten Gründen immer noch stigmatisiert werden - auch im internationalen Judo - sei ein mehr oder weniger valider Ausgangspunkt.

Der betreffende Sportler hat im Übrigen in jüngerer Vergangenheit wirklich gutes Judo gezeigt, ich hätte gedacht dass er noch viel weiter kommt. Man hat ihm nicht angesehen, in welcher v.a. psychischen Verfassung er eigentlich ist. Es würde sich wahrscheinlich unter ähnlichen Umständen d.h. vor allem bei "Misserfolg" bei nicht wenigen Anderen ähnlich begeben können...

Plauderecke - es sind gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge zu betrachten. Zum Nachdenken geeignet.
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Definition?!

Beitrag von HBt. » 22.03.2019, 16:05

Ich stehe gerade auf dem Schlauch: wie lautet denn das NEUVERSTÄNDNIS der INDIVIDUALITÄT ?.

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Beitrag von nur_wazaari » 01.05.2019, 10:31

Die Nachfrage ist korrekt und bringt mich in Verlegenheit, eigentlich müssten wir erst fragen ob es solch ein Neuverständnis überhaupt gibt. Im Anschluss könnte man fragen, ob es uns als Gesellschaft weiterbringt, ob es uns zu besseren Menschen macht etc. oder ganz allgemein welche Auswirkungen es hat. Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Ich verstehe das als neuen Denkanstoß, dem nun ein neuer solcher folgt

Ich gebe zu, dass die Wortschöpfung nicht eindeutig ist und Probleme aufwirft. Wenn man das ganz böse liest, dann könnte man sie auch für irgendeine Absonderung eines blauen Kommentators/einer Kommentatorin halten wie man sie v.a. bei Online-Medien findet...bloß nicht. Es ist ziemlich kompliziert, deshalb ein Kurzversuch von Erklärung dazu über den man streiten kann:
Mithin steht das Individuum immer im Spannungsfeld zum Kollektiv, zur Gemeinschaft; der einzelne Mensch als nehmen wir an unweigerlicher Teil dessen reflektiert sich mitunter an den Eigenschaften "seines" Kollektivs. Geht man von einem Menschen aus, der die Vorgänge in seiner Umgebung einigermaßen mitbekommen kann (will) so fühlt er sich schwächer oder stärker animiert zu reflektieren und Position zu beziehen. Manche fühlen sich auch zur Reflektion gezwungen und je nach Nase reagieren die Menschen unterschiedlich. Das Kollektiv kann im kosmopolitischen (mehrdeutiger Begriff, gemeint ist eher das Gefühl) Sinn auch die Welt betreffen, kann aber auch regional bis hin zu örtlich sehr begrenzt sein. Es ist auch möglich, sich auszugrenzen oder ausgegrenzt zu werden.
Individualität - Ein Mensch ist irgendwo Teil des Ganzen, unterscheidet sich dennoch als Einzelner. Nicht zu verwechseln mit Individualismus als Ausdruck einer Wertebasis (eines Systems).

Nimmt man nun an, dass es als Bausteine der Reflektion viele Denkformen, mit welchen wir die Welt erfassen resp. verstehen gibt. In dieser Hinsicht und im Bezug zu den im Video aufgeworfenen Themen (=Aussagepunkte, Diskussionspunkte) meine ich mit "Neuverständnis" das Hinzukommen i.S.v. Neuentdeckung oder des Auflebens von Kategorien (im modifizierten kantischen Sinn ohne Erfahrung mögliche Denkformen) in unsere Welt, die wir nun unter den gegebenen Voraussetzungen oder auch schlicht durch die aufkommende Konfrontation damit erfassen und zu bewerten in der Lage sind, die aber bzgl. der einzlenen Themen d.h. einiger Ausfüllungen außerhalb der einzelnen Erfahrung der Meisten liegen. Das bedeutet z.B. dass in einer Kategorien wie z.B. "Sexualtität" oder "Psyche", die an sich auch schon ohne Erfahrung für den Menschen existieren solche darin einzuordnenden Themen wie z.B. "Homosexualität im Judosport" oder "Schizophrenie als Störung der psychischen Gesundheit" vorkommen, die (immer noch) eine neue Erfahrung (der Konfrontation) d.h. ein neues Thema für viele sind, dementsprechend bewertet- und dann in bestimmter Weise verstanden werden. Genauso gut kann es auch sein, dass die Konfrontation mit diesen Themen eben nicht mehr umgangen werden kann, weil sie mittlerweile die gesamte Gesellschaft erfassen und dort diskutiert werden. "Neu" kann also dabei aber auch eben der gewisse Zwang zur Reflektion sein, der eben mehr oder weniger kontruktive Reaktionen hervorruft.

Nun schieße ich gegen meinen eigenen Text: Eine gewisse Reflexion gerade auch von Individualität ist nicht neu, sie findet nur anders, auf anderen Ebenen, unter anderen Voraussetzungen, mit anderen Medien und vor allem in anderen Kontexten statt. Keine dieser theoretischen Überlegungen mag uns praktisch nützlich erscheinen. Das "Verstehen" ist ein menschlicher, praktischer, dynamischer Prozess, welches sich am Individuum, an den eigenen Themen reflektiert, Erkenntnis erzeugt und letztlich auch eine Positionierung zum Reflexionsgegenstand fordern kann. Wahrscheinlich ist es sogar noch viel komplizierter... Es bleibt trotz diese Unwägbarkeiten die Frage - wollen wir verstehen, können wir es überhaupt und wie gehen wir oder wie geht der Einzelne Mensch mit Können/Nichtkönnen/Wollen um? Wie implementieren wir diesen Tiegel voll mit Gegebenheiten auf der Matte?

Ich habe die Arbeit auf der Matte immer so kennengelernt, dass solange sich jeder an die allgemeinen gesellschaftlichen und speziellen sportspezifischen Regeln/ hält alles weitere ziemlich egal ist. Ein Verstehen muss noch nicht mal notwendig sein, ein Akzeptieren an sich reicht unter den geannten Voraussetzungen schon. Möglicherweise beginnt die Ausgrenzung dort, wo das Befolgen der Regeln gegeben ist aber ungeschriebene Regeln hinzutreten, über die niemand spricht, die vielleicht auch unterschiedlich interpretiert werden und die dann eine Akzeptanz verhindern.
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Stigmatisierung ...

Beitrag von HBt. » 03.05.2019, 11:13

Dass aber aus dem Kollektiv heraus bestimmte Themen aus verschiedensten Gründen immer noch stigmatisiert werden - auch im internationalen Judo - sei ein mehr oder weniger valider Ausgangspunkt.
Dieser Sachverhalt ist natürlich sehr bedauerlich, doch leider knall harte Realität - die hoffentlich nur noch selten zu Tage tritt. Eine philosophische Diskussion führt erfahrungsgemäß leider nicht zum Ziel, auch nicht in diesem Forum ...

Die Wirkung eines Kolletivs auf das Individuum* und umgekehrt,
ist natürlich ein vortrefflicher Ansatzpunkt zum Nachdenken -> auch über sich selbst - oder insbesondere über sich selbst ;-).

*
(hier das "reife Selbst", die Persönlichkeit & Charakterfestigkeit, auch Moralvorstellungen ... des Einzelnen, innerhalb und außerhalb einer Gruppe)

Nachtrag:
Ich bin mir nicht sicher, ob in unserer heutigen Gesellschaft (in Deutschland)' ein gegenüber dem Gestern, neues Verständnis (und Akzeptanz!) der Persöhnlichkeitsrechte & Entfaltungsmöglichkeiten des Individuums vorliegt.

Was macht mich zu einem Menschen? (Will ich auch Mensch sein?) Selbstbestimmt oder fremdbestimmt, in welchem Rahmen kann (darf) ich mich bewegen & entwickeln?

u.s.w.

Danke nur_wazaari (für Deinen Erklärungsversuch),
HBt.

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Re: Unterdrückte (und deren) Themen.

Beitrag von Cichorei Kano » 12.05.2019, 16:50

Yes, Portugal has a not so very nice past at one point in time enthusiastically engaged in slavery (transporting black people as slaves from Africa to Brazil, etc.) and colonization (e.g. Angola). Similar to many countries with extensive colonial past, when colonialism ended the problems were far from over and the problems continue to this day. The colonialists acted as true colonial struggling to keep it in their pants, so they also engaged in rape and sexual abuses often leading to mixed race children who after times of colonialism were smuggled out of the country to the homeland, and locals when extended citizenship or immigration prerogatives moving to the homeland. Both the mixed children as the those natives of colonized countries certainly found a number of positive things in their new country (food in abundance, modern health and living facilities), but economically they usually were far behind white citizens, and discrimination continued even if officially they had the same civil rights. So, as far as that is concerned, the gentleman in the video is certainly correct.

Regarding the issue of homosexuality in judo, it is something that I did research, and I still have the complete research file on my computer, but I never published it, although I think I made some references to it when I researched and published about sexual abuse of children and women by coaches and judo teachers. In judo, the problems of homosexuality initially have been largely connected to discrimination of women, as it seems a substantial number of women who took up judo in the days that this was no so common for women, were lesbian. There exists a large body of research about feminism and lesbianism in sports. Today, many women in sports, including in judo are openly gay, and are generally accepted by the judo community, although that does not mean that macho-sexist denigrating comments no longer occur. Homosexuality in male judoka is likely less accepted than lesbianism in female judoka, because as martial art and combat sport judo has certain macho image, certainly in the West. In Japan, mostly unknown to Westerners, the connection homosexuality and judo is well known but not so often discussed. Many women at the Kodokan's women's department were or are gay and even in men it is less of a taboo since 'shudô' 主道 or "the way of the man" was a fully accepted and even recommended way of life among the samurai. The famous Japanese writer Mishima Yukio who was openly gay and who admired the bushidô, budô and body culture, certainly brought these interconnections to the forefront if there still was somebody around who did not yet know ...

One of the reasons that male homosexuality in judo is still far less accepted than for example in Brazilian Jujutsu (BJJ) may be the relatively important proportion of Russian, East-European, Arabic and African countries, where culture is less tolerant towards male homosexuality, contrary to BJJ which has a dominant proportion of participants from Latin America.

With regard to the psychological problems mentioned in the video, there exist several known tragic cases of judoka, mostly women, having committed suicide including in Germany, some of which have been suspected to be connected to homosexuality and discrimination. However, even among straight judoka of Caucasian ethnicity, several cases exist of judoka who have struggled with serious psychological issues. Sometimes society has something to do with it, but sometimes it also has to do with the nature of the judo competition scene, in particular when judoka seriously struggle to make their weight class and start developing eating disorders, something that women appear to be mostly prone to probably through a combination of societal pressure and the complex balance and interactions of the female hormonal system.

One criticism of the video I have is that it is, from a medical point of view, not as clear as it could or should have about the psychological issues, some of which it seems to be mixing. Depression, psychosis and schizophrenia are all different things, with schizophrenia being a worst case scenario and something that is considered incurable, while depression and psychosis are not.
Zuletzt geändert von Cichorei Kano am 13.05.2019, 16:01, insgesamt 3-mal geändert.

HBt.
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Re: Unterdrückte (und deren) Themen.

Beitrag von HBt. » 13.05.2019, 10:31

Cichorei Kano hat geschrieben:
12.05.2019, 16:50
Yes, Portugal has a not so very nice past at one point in time enthusiastically engaged in slavery (transporting black people as slaves from Africa to Brazil, etc.) and colonization (e.g. Angola). Similar to many countries with extensive colonial past, when colonialism ended the problems were far from over and the problems continue to this day. The colonialists acted as true colonial struggling to keep it in their pants, so they also engaged in rape and sexual abuses often leading to mixed race children who after times of colonialism were smuggled out of the country to the homeland, and locals when extended citizenship or immigration prerogatives moving to the homeland. Both the mixed children as the those natives of colonized countries certainly found a number of positive things in their new country (food in abundance, modern health and living facilities), but economically they usually were far behind white citizens, and discrimination continued even if officially they had the same civil rights. So, as far as that is concerned, the gentleman in the video is certainly correct.

Machtspiele und der Glaube einer elitären Gruppe anzugehören,

werden bis heute überall auf unserem Globus gepflegt - der Rotary Club gehört (leider) auch dazu ... Institutionen anderer Farbschattierungen, zum Beispiel "die Kirche" ..., sind nicht einen Deut besser. Irgendetwas muss mit dem Allmachtsgefühl
kompensatorisch verbunden sein, sonst gäbe es "den Scheißdreck" schließlich nicht mehr.
Regarding the issue of homosexuality in judo, it is something that I did research, and I still have the complete research file on my computer, but I never published it, although I think I made some references to it when I researched and published about sexual abuse of children and women by coaches and judo teachers. In judo, the problems of homosexuality initially have been largely connected to discrimination of women, as it seems a substantial number of women who took up judo in the days that this was no so common for women, were lesbian. There exists a large body of research about feminism and lesbianism in sports. Today, many women in sports, including in judo are openly gay, and are generally accepted by the judo community, although that does not mean that macho-sexist denigrating comments no longer occur. Homosexuality in male judoka is likely less accepted than lesbianism in female judoka, because as martial art and combat sport judo has certain macho image, certainly in the West.
Exakt so verhält es sich,
begründet liegt der Sachverhalt in unserer Erziehung -> und in den Ängsten unserer Väter, in ihrem Weltbild, in ihrer Erziehung ... wer will schon als "Schwulie" bezeichnet werden, möglicherweise schon als Kind belastet oder stigmatisiert.
Schließlich ist es ein "Verbot" und eben nicht normal, sogar "wider der Bibel" ...
u.s.w.
In Japan, mostly unknown to Westerners, the connection homosexuality and judo is hardly known. Many women at the Kodokan's women's department were or are gay and even in men it is less of a taboo since 'shudô' 主道 or "the way of the man" was a fully accepted and even recommended way of life among the samurai. The famous Japanese writer Mishima Yukio who was openly gay and who admired the bushidô, budô and body culture, certainly brought these interconnections to the forefront if there still was somebody around who did not yet know ...
Interessant, es liegt offensichtlich ein Länder- u. Kulturgeschichtlicher Hintergrund vor -> es ist überall gleich, scheinbar den Horden inhärent.
One of the reasons that male homosexuality in judo is still far less accepted than for example in Brazilian Jujutsu (BJJ) may be the relatively important proportion of Russian, East-European, Arabic and African countries, where culture is less tolerant towards male sexuality, contrary to BJJ which has a dominant proportion of participants from Latin America.
Sehr interessanter Aspekt.
With regard to the psychological problems mentioned in the video, there exist several known tragic cases of judoka, mostly women, having committed suicide including in Germany, some of which have been suspected to be connected to sexuality and discrimination. However, even among straight judoka of Caucasian ethnicity, several cases exist of judoka who have struggled with serious psychological issues. Sometimes society has something to do with it, but sometimes it also has to do with the nature of the judo competition scene, in particular when judoka seriously struggle to make their weight class and start developing eating disorders, something that women appear to be mostly prone to probably through a combination of societal pressure and the complex balance and interactions of the female hormonal system.
Auch dieser Sachverhalt ist bedeutend, leider ist er nicht immer im Hirn verankert, ergo nicht immer bewußt (gegenwärtig) ...
One criticism of the video I have is that it is, from a medical point of view, not as clear as it could or should have about the psychological issues, some of which it seems to be mixing. Depression, psychosis and schizophrenia are all different things, with schizophrenia being a worst case scenario and something that is considered incurable, while depression and psychosis are not.
Auch hier kann ich nur zustimmen, mein Eindruck war (Deinem) sehr ähnlich.



Vielen Dank CK,
für Deine (professionellen) Gedanken und klugen, immer fundierten, Textbeträge.


Gruß,
HBt.

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Re: Unterdrückte (und deren) Themen.

Beitrag von Cichorei Kano » 13.05.2019, 16:06

Sorry, there were two important typo's in my text:

The sentence " In Japan, mostly unknown to Westerners, the connection homosexuality and judo is hardly known." should instead read " In Japan, mostly unknown to Westerners, the connection homosexuality and judo is well known but not so often discussed."

And the sentence "One of the reasons that male homosexuality in judo is still far less accepted than for example in Brazilian Jujutsu (BJJ) may be the relatively important proportion of Russian, East-European, Arabic and African countries, where culture is less tolerant towards male sexuality, contrary to BJJ which has a dominant proportion of participants from Latin America." obviously should have read "One of the reasons that male homosexuality in judo is still far less accepted than for example in Brazilian Jujutsu (BJJ) may be the relatively important proportion of Russian, East-European, Arabic and African countries, where culture is less tolerant towards male homosexuality, contrary to BJJ which has a dominant proportion of participants from Latin America."

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