Impingement Syndrom der rechten Schulter bei SSP-Läsion

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Kavkaz_Judoka
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Impingement Syndrom der rechten Schulter bei SSP-Läsion

Beitrag von Kavkaz_Judoka » 07.04.2017, 10:51

Hallo zusammen,

habe mir vor 6 1/2 Wochen zwei Verletzungen bei einem intensiven Wettkampftraining geholt.

1. Gebrochener kleiner Zeh --> ist schon fast verheilt, nur noch leichte Schmerzen.

2. Schulterspitze/Oberarm Schmerzen.

Das erste ist das kleinere Übel und schon fast verheilt.

Bei dem 2. Problem, der Schulter, war ich gestern beim Orthopäden. Bei der Ultraschall Untersuchung wurde festegestellt das ich ein "Impingement Syndrom der rechten Schulter bei SSP-Läsion" habe. Im Klartext ist die Sehne im Oberarm/Schulterspitzen Bereich lädiert. Ist soweit alles intakt, aber ein etwas größerer schwarzer Fleck im Ultraschall, der auf einen inneren Bluterguß hinweist. Er sagte das ich vorerst nicht trainieren soll und eine Ruhephase einlegen muss.

Wenn ich nachts schlafe oder morgens aufwache, sind die Schmerzen sehr stark. Anfänglich habe ich den Fehler gemacht und Finalgon extra stark verwendet, was lt. dem Arzt bei dieser Art der Verletzung falsch ist. Man soll keine wärmende, sondern kühlende Creme verwenden. Tatsache ist, das die Kühlpads eine erleichternde Wirkung haben.

Nächste Woche habe ich meinen MRT Termin und hoffe das es nix dramatisches ist.

Nun zu meinen 3 Fragen:

1. Welche kühlende Salbe könnt Ihr empfehlen? Voltaren habe ich geholt und ehrlich gesagt, viel hat es nicht geholfen. Da sind die Kühlpads wirksamer gewesen. Evtl. kühlendes Pferdebalsam, falls ja welches und am besten etwas was auch in der Apotheke erhältlich ist.

2. Bringen bei meiner Verletzung kinesiologische Tapes etwas?

3. Zwischendrin habe ich auch immer mal trainiert und während des Trainings waren die Schmerzen noch erträglich. Nach dem Training hatte ich sehr starke Schmerzen. Somit habe ich die letzte und diese Woche das Trainings ausgelassen. Was meint Ihr, wann sollte ich mit dem Training wieder anfangen? Soll ich warten bis der Schmerz zu 100 % weg ist und auch danach noch eine gewisse Zeit abwarten?

Vielen Dank im Voraus.

Ciao Halit
Zuletzt geändert von Kavkaz_Judoka am 07.04.2017, 13:37, insgesamt 2-mal geändert.

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Fritz
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Re: Impingement Syndrom der rechten Schulter bei SSP-Läsion

Beitrag von Fritz » 07.04.2017, 11:19

Kavkaz_Judoka hat geschrieben:3. Zwischendrin habe ich auch immer mal trainiert und während des Trainings waren die Schmerzen noch erträglich. Nach dem Training hatte ich sehr starke Schmerzen. Somit habe ich die letzte und diese Woche das Trainings ausgelassen. Was meint Ihr, wann sollte ich mit dem Training wieder anfangen? Soll ich warten bis der Schmerz zu 100 % weg ist und auch danach noch eine gewisse Zeit abwarten?
Bis es Dein Arzt wieder empfiehlt?
Evt. wäre es auch nicht verkehrt, wenn Du mal in Ruhe Deine Bewegungsabläufe analysierst, um rauszufinden, was Deine Sehne angreift.
Das geht natürlich am besten, wenn ein leichter Schmerz noch da ist, der wird dann wohl recht schnell heftiger, wenn Du dann eine der für die Verletzung
ursächlichen Bewegungen erwischst.
Darüber hinaus solltest Du es wohl besser ausheilen lassen, Muskulatur wieder aufbauen und langsam mit dem Judotraining (unter Berücksichtigung o.g. Erkenntnisse)
wieder beginnen ...

Was sind denn so die Techniken, die Du so bevorzugt geübt hast?
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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guk
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Re: Impingement Syndrom der rechten Schulter bei SSP-Läsion

Beitrag von guk » 07.04.2017, 11:36

1. Salben kühlen nicht wirklich (es sei denn du bewahrst sie im Gefrierfach auf...). Voltaren/Diclofenac ist schon korrekt. Kühlpack (eingewickelt!) ab und zu auch.
2. bringen gar nichts.
3. Letzteres. Es fällt sauschwer, aber alles andere verschlimmert nur die Sache. Such dir einen Physio aus dem Rennkajakbereich, denn dort ist das an der Tagesordnung. Lass es heilen, fange langsam wieder an, weiche solange auf andere Sportarten aus, um fit zu bleiben.

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Re: Impingement Syndrom der rechten Schulter bei SSP-Läsion

Beitrag von Kavkaz_Judoka » 07.04.2017, 11:47

Fritz hat geschrieben: Was sind denn so die Techniken, die Du so bevorzugt geübt hast?
Randori mache ich sehr gerne. In unserem Verein wird sehr technikbasierend trainiert, also etwas lockerer. Ab und an bin ich beim Stützpunkt-Verein und trainiere Wettkampf mit. Hier wird sehr viel auf Griff und Uchi komi trainiert.

Meine Lieblingswürfe sind alle Seoi-Nage-Formen sowie Uchi-Mata. Mit der Verletzung sind Techniken wie Tsuri-komi-goshi nur mit sehr starken Schmerzen möglich.
Zuletzt geändert von Kavkaz_Judoka am 07.04.2017, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Impingement Syndrom der rechten Schulter bei SSP-Läsion

Beitrag von Kavkaz_Judoka » 07.04.2017, 11:50

guk hat geschrieben:1. Salben kühlen nicht wirklich (es sei denn du bewahrst sie im Gefrierfach auf...). Voltaren/Diclofenac ist schon korrekt. Kühlpack (eingewickelt!) ab und zu auch.
Ich lese hier vieles von dem Pferdebalsam, kannst du hierzu etwas sagen?
Zuletzt geändert von Kavkaz_Judoka am 07.04.2017, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.

HBt.
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Ein Zitat

Beitrag von HBt. » 07.04.2017, 11:57

Kavkaz_Judoka hat geschrieben:
guk hat geschrieben:1. Salben kühlen nicht wirklich (es sei denn du bewahrst sie im Gefrierfach auf...). Voltaren/Diclofenac ist schon korrekt. Kühlpack (eingewickelt!) ab und zu auch.
Ich lese hier vieles von dem Pferdebalsam, kannst du hierzu etwas sagen?
"Könnte man es essen, würde ich es mir auf's Brot schmieren."

Damit ist alles gesagt, probiere es einfach aus ... und sei dabei nicht sparsam, nimm ordentlich. Manchmal wirkt Pferdebalsam (z.B. von Rossmann) Wunder.

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Re: Impingement Syndrom der rechten Schulter bei SSP-Läsion

Beitrag von Fritz » 07.04.2017, 14:44

Kavkaz_Judoka hat geschrieben:Meine Lieblingswürfe sind alle Seoi-Nage-Formen sowie Uchi-Mata. Mit der Verletzung sind Techniken wie Tsuri-komi-goshi nur mit sehr starken Schmerzen möglich.
Also auch Morote-Seoi-Nage und ähnliches ... Achtest Du dabei (u. beim Tsuri-K-G) auch schön drauf, daß die Hand des Hubarms (also die am Kragen - bei Dir die rechte?) von Dir selbst auch schön zu sehen ist,
sprich sich vor Deiner Schulter befindet? Wenn nicht, kann man sich auch gut Ellbogen/Schulter kaputtmachen ...
Evt. solltest Du diese Würfe die nächste Zeit nicht mehr probieren, bis alles ausgeheilt ist u. danach nochmal Deine technische Ausführung überprüfen hinsichtlich des Verschleißgesichtspunktes ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: Impingement Syndrom der rechten Schulter bei SSP-Läsion

Beitrag von Kavkaz_Judoka » 07.04.2017, 15:21

Hallo Fritz,

hast absolut recht, allerdings resultiert die Verletzung von einem intensiven 4-stündigen Wettkampftraining an einem Sonntag und einem 2-stündigen Wettkampftraining am folgenden Freitag. Dazwischen hatte ich Dienstag und Donnerstag noch unser Technik-Training im eigenen Verein. Dann ging es in den Folgewochen Dienstag/Donnerstag munter weiter.

Den "Schaden" bzw. die Verletzung habe ich mir beim 4-stündigen Wettkampftraining zugezogen. Es waren 2 Stunden Stand, dann Pause und 2 Stunden Boden angesetzt. War alles sehr intensiv und zwischendrin muss es passiert sein. Während des Trainings und unmittelbar danach war alles noch einigermaßen in Ordnung. Nach dem ich abgekühlt war, fingen peu a peu die Schmerzen an. Ohne Ruhephase dann weitergemacht und den Rest kennt Ihr ja.

Mir geht es hauptsächlich nun um die weitere Entwicklung, Heilprozess, Ruhephase und erneuter Trainingsbeginn.

Werde aber auf jeden Fall deinen Rat befolgen und mit meinem Trainer die Ausführung der Würfe durchgehen bzw. hier etwas langsamer machen.

@Hbt. habe mir in der Mittagspause vom Rossman die Pferdesalbe geholt und bin ehrlich gesagt begeistert. Gefühlt bessere Wirkung wie Voltaren. Danke für den Tipp.

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Re: Impingement Syndrom der rechten Schulter bei SSP-Läsion

Beitrag von Kavkaz_Judoka » 14.04.2017, 10:27

So nun ein kurzer Zwischenbericht nach der MRT und anschliessendem Arztbesuch. Es ist eine Tendinitis (Entzündung) der langen Bizepssehne. Circa 6 Wochen schonen und ausruhen. Peu a peu bessert es sich auch und abends die Kühlkissen drauf, das entspannt auch nochmals. Zum Glück nichts schwerwiegendes. In diesem Sinne dank euch allen und schöne Ostern.


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