Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Hier geht es um Fragen zur Vereinsarbeit, Verbänden und Organisationen
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Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Ursinho » 05.11.2018, 14:16

Der HJV hat gestern die Jugendsonderregeln des DJB für Hessen außer Kraft gesetzt und ist damit dem Beispiel Niedersachsens gefolgt. Demzufolge gelten mit ganz wenigen Ausnahmen in allen Altersklassen die IJF Regeln ab U18. Besagte Ausnahmen sind z.B. Verbot von Shime-waza sowie Kansetsu-waza in der U11. Auch wurden nicht erwünschte Techniken wie Abtaucher zwar verboten, aber sie werden i.d.R. nicht bestraft, sondern nur mit Mate unterbrochen. Nur im Falle einer Verletzung von Uke erfolgt HSM. Genaueres erfolgt in Kürze.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie der DJB reagieren wird, wenn neben dem drittgrößten LV nun auch die Nr. 4 eigene Jugendregeln festlegt.

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Fritz » 05.11.2018, 17:28

Meiner Meinung nach geht das alles noch nicht weit genug.

Es sollten im DJB-Bereich von hochrangigen internationalen Qualifikations-Turnieren und der Deutschen Meisterschaft für Kaderathleten,
nach Regeln gekämpft werden, welche dem Kämpfer ermöglichen, möglichst viel vom Judo anzuwenden. Also weg mit allen sinnlosen Griffbeschränkungen,
weg mit Technikverboten wie dem Beingreifverbot, weg mit dem Verbot des Ansatzes von Katame-Waza im Stand (mal abgesehen von rücksichtslosen,
unkontrolliertem Wurf mit Waki-Gatame u.ä.), weg mit den Verboten von "Gerbi-Würgen", Bein festhalten beim Hebeln und dergleichen mehr ...

Und wenn regelmäßig wieder was Neues von der IJF kommt, dann sollte Punkt für Punkt geschaut werden, ob eine Übernahme
in den nationalen Bereich hinsichtlich Breitensport, Nachwuchs etc. Sinn
ergibt (die akt. Mattenrand-Regel war bspw. keine schlechte Idee, ebenso wie Shido nicht kampfentscheidend zu haben) und dann nach Diskussion u. Abstimmung
nur ausgewählte Änderungen "durchschlagen" zu lassen.
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Sono-Mama » 13.11.2018, 13:49

Ursinho hat geschrieben:
05.11.2018, 14:16
Der HJV hat gestern die Jugendsonderregeln des DJB für Hessen außer Kraft gesetzt und ist damit dem Beispiel Niedersachsens gefolgt. Demzufolge gelten mit ganz wenigen Ausnahmen in allen Altersklassen die IJF Regeln ab U18. Besagte Ausnahmen sind z.B. Verbot von Shime-waza sowie Kansetsu-waza in der U11. Auch wurden nicht erwünschte Techniken wie Abtaucher zwar verboten, aber sie werden i.d.R. nicht bestraft, sondern nur mit Mate unterbrochen. Nur im Falle einer Verletzung von Uke erfolgt HSM. Genaueres erfolgt in Kürze.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie der DJB reagieren wird, wenn neben dem drittgrößten LV nun auch die Nr. 4 eigene Jugendregeln festlegt.
Hallo zusammen,

finde ich insgesamt gut, auch dass es vertretbare und sinnvolle Ausnahmen / Verbote gibt. Sollte man breitflächig und wenn möglich in allen LV umsetzen.

Gruß Sono-mama
Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Sono-Mama » 13.11.2018, 14:15

Fritz hat geschrieben:
05.11.2018, 17:28
Meiner Meinung nach geht das alles noch nicht weit genug.

Es sollten im DJB-Bereich von hochrangigen internationalen Qualifikations-Turnieren und der Deutschen Meisterschaft für Kaderathleten,
nach Regeln gekämpft werden, welche dem Kämpfer ermöglichen, möglichst viel vom Judo anzuwenden. Also weg mit allen sinnlosen Griffbeschränkungen,
weg mit Technikverboten wie dem Beingreifverbot, weg mit dem Verbot des Ansatzes von Katame-Waza im Stand (mal abgesehen von rücksichtslosen,
unkontrolliertem Wurf mit Waki-Gatame u.ä.), weg mit den Verboten von "Gerbi-Würgen", Bein festhalten beim Hebeln und dergleichen mehr ...
Hmm, meiner Meinung nach ist das nicht der richtige Weg. Das Ziel was dahinter steckt (die Kämpfer wieder technisch vielseitiger kämpfen zu lassen) ist zwar gut gemeint, aber vor allem die Kaderathleten werden irgendwann mal im Ausland kämpfen, wo sie dann die Techniken, die sie im DJB anwenden dürfen, nicht anwenden dürfen und bestraft werden. Das führt dazu, dass die Kämpfer dann bei internationalen Wettbewerben eine wie auch immer geartete „Sperre“ im Kopf haben, weil sie überlegen müssen, welche Techniken nun erlaubt sind und welche nicht. Sie können dann nicht einfach befreit kämpfen und können ihre erworbene Technikvielfalt, die diese quasi reflexartig ausführen, eben nicht ausführen.
Fritz hat geschrieben:
05.11.2018, 17:28
Und wenn regelmäßig wieder was Neues von der IJF kommt, dann sollte Punkt für Punkt geschaut werden, ob eine Übernahme
in den nationalen Bereich hinsichtlich Breitensport, Nachwuchs etc. Sinn
ergibt (die akt. Mattenrand-Regel war bspw. keine schlechte Idee, ebenso wie Shido nicht kampfentscheidend zu haben) und dann nach Diskussion u. Abstimmung
nur ausgewählte Änderungen "durchschlagen" zu lassen.
Auch hier wieder gut gemeint aber nicht praktikabel. Wer soll denn darüber entscheiden (im Idealfall alle Vereine über die LV an den DJB). Hierbei zieht sich die von mir oben beschriebene Problematik fort. Ab wann hört Breitensport und Nachwuchs auf, ab wann beginnt Leistungssport und etablierte Judoka (alleine darüber könnte man bestimmt längere Zeit streiten und würde zu keiner Lösung, womit alle zufrieden sind kommen). Und wenn man dies so praktiziert, stellt sich natürlich die Frage, ob Vereine, die sich bewusst aus dem Wettkampfgeschehen heraushalten – ja auch sowas soll es geben und zwar nicht wegen den vermeintlich „bösen“ Regeln, sondern weil es ihnen einfach an (Hallen-)Zeit, adäquaten Trainern und Geld mangelt, die Judoka auf Wettkampf vorzubereiten; ganz abgesehen von der Tatsache, dass sich immer weniger junge Judoka überhaupt für den Shiai begeistern lassen können ganz unabhängig von den Regeln - an dieser Abstimmung daran teilnehmen dürfen oder nicht. Und wer darf innerhalb der Vereine an der Abstimmung teilhaben? Alle Trainer? Nur die Trainer die für den Wettkampfbetrieb verantwortlich sind? Eventuell auch die Kämpfer – und wenn ja, ab welchen Alter oder Gürtelstufe?

Wie gesagt im Idealfall befragt man alle Vereine und macht darüber eine Abstimmung. Aber da wird man leider nicht zeitnah nach Regeländerungen zu einer wie auch immer gearteten Lösung kommen.

Gruß Sono-mama
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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von caesar » 13.11.2018, 15:22

Ursinho hat geschrieben:
05.11.2018, 14:16
Der HJV hat gestern die Jugendsonderregeln des DJB für Hessen außer Kraft gesetzt und ist damit dem Beispiel Niedersachsens gefolgt. Demzufolge gelten mit ganz wenigen Ausnahmen in allen Altersklassen die IJF Regeln ab U18
Sono-Mama hat geschrieben:
13.11.2018, 14:15
Hmm, meiner Meinung nach ist das nicht der richtige Weg. Das Ziel, was dahinter steckt (die Kämpfer wieder technisch vielseitiger kämpfen zu lassen) ist zwar gut gemeint, aber vor allem die Kaderathleten werden irgendwann mal im Ausland kämpfen, wo sie dann die Techniken, die sie im DJB anwenden dürfen, nicht anwenden dürfen und bestraft werden. Das führt dazu, dass die Kämpfer dann bei internationalen Wettbewerben eine wie auch immer geartete „Sperre“ im Kopf haben, weil sie überlegen müssen, welche Techniken nun erlaubt sind und welche nicht. Sie können dann nicht einfach befreit kämpfen und können ihre erworbene Technikvielfalt, die diese quasi reflexartig ausführen, eben nicht ausführen.
:eusa_think Kampfrichter : :eusa_think

edit: bevor es falsch verstanden wird, ich weiß, dass Fritz da gerne einen weiteren Schritt zurück mit den Regeln hätte, aber er schließt ja Kaderathleten bewusst aus. Warum also nicht ein gefördertes Wettkampfsystem für Leute die Richtung Kader gehen wollen und breitensportmitgliederfinanzierte Wettkämpfe mit Regeln wie jeder möchte.
Wenn so viele danach schreien, warum nicht auf die Mitglieder hören und es ihnen geben, wenn es sich finanziell selbst trägt, steht dem ja nichts im Wege.
Zuletzt geändert von caesar am 13.11.2018, 20:17, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Fritz » 13.11.2018, 17:50

Sono-Mama hat geschrieben:
13.11.2018, 14:15
Hmm, meiner Meinung nach ist das nicht der richtige Weg. Das Ziel was dahinter steckt (die Kämpfer wieder technisch vielseitiger kämpfen zu lassen) ist zwar gut gemeint, aber vor allem die Kaderathleten werden irgendwann mal im Ausland kämpfen, wo sie dann die Techniken, die sie im DJB anwenden dürfen, nicht anwenden dürfen und bestraft werden. Das führt dazu, dass die Kämpfer dann bei internationalen Wettbewerben eine wie auch immer geartete „Sperre“ im Kopf haben, weil sie überlegen müssen, welche Techniken nun erlaubt sind und welche nicht. Sie können dann nicht einfach befreit kämpfen und können ihre erworbene Technikvielfalt, die diese quasi reflexartig ausführen, eben nicht ausführen.
Aber die wenigsten sind Kaderathleten und kämpfen irgendwann im Ausland ... Kaderathleten trainieren oft Vollzeit, sind meist quasi Berufssportler, müssen sich sowie Anfang fast jeden Jahres
auf die neuesten IJF-Regel-Ideen extrem kurzfristig einstellen und diese umsetzen. Das bekommen die schon hin.
Und bei den Kindern bei den aktuellen Sonderregeln ist ja auch "die Sperre" permanent vorhanden:
Bloß nicht über den Arm greifen, am Boden nur nicht würgen oder hebeln, bloß nicht nach hinten werfen usw. usf.
Oder eben halt das andere Extrem: Oh warum tut mein Arm auf einmal weh, ach Mist ich bin ja jetzt U15, was mach ich da *knack* ach hätt' ich doch abgeklopft ... ;-)
Mit freundlichem Gruß

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Sono-Mama » 13.11.2018, 23:56

caesar hat geschrieben:
13.11.2018, 15:22
:eusa_think Kampfrichter : :eusa_think

edit: bevor es falsch verstanden wird, ich weiß, dass Fritz da gerne einen weiteren Schritt zurück mit den Regeln hätte, aber er schließt ja Kaderathleten bewusst aus. Warum also nicht ein gefördertes Wettkampfsystem für Leute die Richtung Kader gehen wollen und breitensportmitgliederfinanzierte Wettkämpfe mit Regeln wie jeder möchte.
Wenn so viele danach schreien, warum nicht auf die Mitglieder hören und es ihnen geben, wenn es sich finanziell selbst trägt, steht dem ja nichts im Wege.
Hallo zusammen,

1. ich weiß jetzt nicht, was das mit dem Kampfrichter bedeutet. Ich würde die gleiche Meinung vertreten, wenn ich nur Trainer, Vereins- und Verbandsfunktionär wäre und nicht auch noch Kampfrichter, von dem her kann ich das "Kampfrichter" nicht nachvollziehen und denke mir einfach meinen Teil dazu. :-)

2. Er hat ja eben NICHT Kaderathleten ausgenommen...zumindest sehe ich das so, kann mich auch täuschen...

3. also nochmal: wie ich ja schon geschrieben habe...ich finde das richtig gut, dass mit Ausnahme von Hebel- und Würgetechniken so gut wie alle Judosonderregeln abgeschafft wurden. Macht es den Kämpfen und den Trainer und den Karis das Leben sehr viel einfacher. [Anmerkung von mir: Auch wenn ich es als Kari extrem sch…. ich meine doof finde zu schiedsen ist m.E. auch das Verbot von Ansatz auf den Knien noch verständlich und sinnvoll, aber sei´s drum]

Nur meine Frage und das Problem, was ich gestellt habe bleibt halt. Wer soll über die Regeln dann entscheiden und in was für einem Zeitraum etc. pp.?

Machen wir uns nichts vor und seien mal realistisch... das das kommt ist extrem unwahrscheinlich, schon allein aufgrund der Tatsache, dass wir Deutschen (warum auch immer) den Föderalismus so lieben und solange jeder LV sein eigenes Süppchen kocht, ist das Ziel, einheitliche JSR einzuführen, eher utopisch.

Gruß Sono-mama
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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von caesar » 14.11.2018, 00:16

Sono-Mama hat geschrieben:
13.11.2018, 23:56
Machen wir uns nichts vor und seien mal realistisch... das das kommt ist extrem unwahrscheinlich, schon allein aufgrund der Tatsache, dass wir Deutschen (warum auch immer) den Föderalismus so lieben und solange jeder LV sein eigenes Süppchen kocht, ist das Ziel, einheitliche JSR einzuführen, eher utopisch.
Hier gebe ich dir vollkommen recht. Die Frage ist aber auch, müssen wir dies? Braucht es einheitliche Sonderregeln? Bis jetzt erlebe ich meist Leute, die sich aufregen, wenn ihre Sportler im Nachbarbundesland verlieren, weil dort mehr erlaubt ist als in ihrem Bundesland, welches der DJB-Empfehlung folgt und die Umstellung ja den Kindern nicht zuzumuten sei. Das Argument, dass ihre Sportler dann auf offizieller Gruppenebene ja einen Vorteil haben müssten und wie die Sportler aus dem anderen Bundesland sich da umstellen können, trifft auf weniger feurige Diskussion.
Ich weiß nicht, ob mehr Einheitsbrei funktioniert. Ich finde Diversität hilft mehr, habe aber keine Belege dafür.

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Fritz » 14.11.2018, 11:55

Sono-Mama hat geschrieben:
13.11.2018, 23:56
1. ich weiß jetzt nicht, was das mit dem Kampfrichter bedeutet. Ich würde die gleiche Meinung vertreten, wenn ich nur Trainer, Vereins- und Verbandsfunktionär wäre und nicht auch noch Kampfrichter, von dem her kann ich das "Kampfrichter" nicht nachvollziehen und denke mir einfach meinen Teil dazu.
Das kann ich Dir sagen. Die Masse von euch KaRis schiedst ja eh im "Nicht-Kaderbereich" also auf Kreis-, Landes-, Gruppenebene. Hier wäre es also für KaRis sicherlich einfacher und angenehmer,
wenn sie die Kämpfe einfach nur laufen lassen könnten, ohne auf all die künstlichen Shido-Gründe zu schauen (falsch angefaßt, falsch Griff gelöst, Bein zur Falschen Zeit gegriffen, nicht attraktiv ausgesehen) und dergleichen mehr, sie müssten sich auch nicht krampfhaft jedes Jahr auf die neuesten IJF-Regel-Ausgeburten umstellen.

Damit wäre auch die Einstiegs-Hürde in die Kampfrichterei (Stichwort Jugend-KaRis, Vereins-KaRis) niedriger. Und wenn jemand erstmal als KaRi dabei ist, etwas Routine entwickelt hat und nach höheren KaRi-Lizenzen strebt, dann wird er sicherlich sich auch gern mit den dann gerade aktuellen IJF-Regeln beschäftigen. Und daß ein KaRi beide Regelsätze auseinander halten kann, davon gehe ich aus, denn das schaffen sie auch zur Zeit auf jedem Vereinsturnier, wo von U11 bis U18 gekämpft wird, ich wage sogar die Prognose, daß es hier viel leichter würde, gerade für KaRis der Einstiegs-Lizenzstufen.

Also ich hab mal für mich die Entscheidung getroffen, nicht den KaRi-Weg zu gehen,
genau aus den Gründen, daß ich die vielen Jugendsonderregeln als kontraproduktiv ablehne, die meisten IJF-Regel-Änderungen nicht mittragen möchte und
ich all diese Interpretationen der offiziellen Regelsätze mir oft willkürlich bzw. mangelnden Englischkenntnissen geschuldet erscheinen. Dazu kommen noch diese
merkwürdigen Kleidungsvorschriften, ein gewisses Gehabe usw. usf. ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Sono-Mama » 14.11.2018, 21:23

Fritz hat geschrieben:
14.11.2018, 11:55
Sono-Mama hat geschrieben:
13.11.2018, 23:56
1. ich weiß jetzt nicht, was das mit dem Kampfrichter bedeutet. Ich würde die gleiche Meinung vertreten, wenn ich nur Trainer, Vereins- und Verbandsfunktionär wäre und nicht auch noch Kampfrichter, von dem her kann ich das "Kampfrichter" nicht nachvollziehen und denke mir einfach meinen Teil dazu.
Das kann ich Dir sagen. Die Masse von euch KaRis schiedst ja eh im "Nicht-Kaderbereich" also auf Kreis-, Landes-, Gruppenebene.
Das stimmt ja so nicht, da auch auf Kreis-, Landes-, und Gruppenebene Kaderathleten kämpfen.
Fritz hat geschrieben:
14.11.2018, 11:55
Hier wäre es also für KaRis sicherlich einfacher und angenehmer,
wenn sie die Kämpfe einfach nur laufen lassen könnten, ohne auf all die künstlichen Shido-Gründe zu schauen (falsch angefaßt, falsch Griff gelöst, Bein zur Falschen Zeit gegriffen, nicht attraktiv ausgesehen) und dergleichen mehr,
Das sind keine „künstlichen Shido-Gründe“, diese Gründe sind zum Teil, um das Verletzungsrisiko bei Kindern zu verringern, denjenigen, der passiv Judo betreibt herauszufiltern und zu bestrafen und der Versuch, das Judo attraktiver zu machen. Ob diese Versuche nun erfolgreich sind oder in die richtige Richtung gehe,n muss jeder für sich selbst entscheiden, aber die IJF versucht es wenigstens... die meisten, die gegen diese Regeländerungen sind, haben aber meist selbst keine adäquaten Vorschläge, es besser zu machen. Das Beingreifverbot z.B. ist ein drastisches Mittel, aber man kann es auch neutral gesehen verstehen, als ein Versuch dem typischen „abgebeugt Kämpfen in der Hoffnung, irgendwann an das Bein zu kommen, um einen Abtaucher zu versuchen“ Kampfstil zu unterbinden, der für den Wurf an sich zwar schön ist, aber auf Dauer nicht gerade ansehnlich ist. (Anmerkung von mir: Ich bin auch dafür, dass man die Beingreiftechniken wieder erlaubt, aber nicht unter den von mir geschilderten Konsequenzen.)
Fritz hat geschrieben:
14.11.2018, 11:55
sie müssten sich auch nicht krampfhaft jedes Jahr auf die neuesten IJF-Regel-Ausgeburten umstellen.
Wie gerade beschrieben, sind das keine Ausgeburten, sondern der Versuch, das Judo fairer und attraktiver zu gestalten.
Fritz hat geschrieben:
14.11.2018, 11:55
Damit wäre auch die Einstiegs-Hürde in die Kampfrichterei (Stichwort Jugend-KaRis, Vereins-KaRis) niedriger. Und wenn jemand erstmal als KaRi dabei ist, etwas Routine entwickelt hat und nach höheren KaRi-Lizenzen strebt, dann wird er sicherlich sich auch gern mit den dann gerade aktuellen IJF-Regeln beschäftigen. Und daß ein KaRi beide Regelsätze auseinander halten kann, davon gehe ich aus, denn das schaffen sie auch zur Zeit auf jedem Vereinsturnier, wo von U11 bis U18 gekämpft wird, ich wage sogar die Prognose, daß es hier viel leichter würde, gerade für KaRis der Einstiegs-Lizenzstufen.
Wieder ein „guter“ Vorschlag der nicht praktikabel ist... noch immer das Problem. Wer soll entscheiden, welche Regeln wo gelten? In was für einem praktikablem Modus etc...
Fritz hat geschrieben:
14.11.2018, 11:55
Also ich hab mal für mich die Entscheidung getroffen, nicht den KaRi-Weg zu gehen,
genau aus den Gründen, daß ich die vielen Jugendsonderregeln als kontraproduktiv ablehne, die meisten IJF-Regel-Änderungen nicht mittragen möchte
...und vielleicht ist ja genau das der Grund, warum es doch noch einige Karis gibt, genau weil sie diese Regeln und Änderungen für sinnvoll halten. Meine Gegenfrage: Was machst du denn, um das zu ändern außer dich zu verweigern?
Fritz hat geschrieben:
14.11.2018, 11:55
und
ich all diese Interpretationen der offiziellen Regelsätze mir oft willkürlich bzw. mangelnden Englischkenntnissen geschuldet erscheinen.
dann sollten die Trainer und Kämpfer die Regeln einfach mal übersetzen lassen oder Englisch lernen, oder einfach mal den zuständigen KR-Obmann fragen, ob man ihnen das auf Deutsch zu Verfügung stellt. Oder man lädt sich das von DJB einfach runter.
Fritz hat geschrieben:
14.11.2018, 11:55
Dazu kommen noch diese merkwürdigen Kleidungsvorschriften, ein gewisses Gehabe usw. usf. ;-)
Welche Kleidungsvorschriften. Die Karis gehen neutral auf die Matte, so das sie als neutrale Personen anzusehen sind. Warum ziehen Trainer am Mattenrand nicht auch mal ihren Judogi an oder warum gehen Schiedsrichter beim Fußball etc. nicht mit dem Trikot ihrer Lieblingsmannschaft aufs Spielfeld, bzw. die Kampfrichter nicht mit den Rückenaufnähern ihrer Heimmannschaft etc?
ANTWORT Weil sie NEUTRAL sind und dies auch nach außen für jeden sichtbar zeigen sollen.

Und was für ein Gehabe?

Gruß Sono mama
Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Fritz » 15.11.2018, 02:30

Sono-Mama hat geschrieben:
14.11.2018, 21:23
Das stimmt ja so nicht, da auch auf Kreis-, Landes-, und Gruppenebene Kaderathleten kämpfen.
Die, welche auf Kreis-, Landes- u. Gruppenebene kämpfen meine ich nicht, die sind oft auch nur "bessere" Breitensportler,
ich meine schon diejenigen, welche in Sportfördergruppen usw. untergebracht sind und überwiegend international agieren, mal von der
DEM abgesehen ...
Sono-Mama hat geschrieben:
14.11.2018, 21:23
Das sind keine „künstlichen Shido-Gründe“, diese Gründe sind zum Teil, um das Verletzungsrisiko bei Kindern zu verringern, denjenigen, der passiv Judo betreibt herauszufiltern und zu bestrafen und der Versuch, das Judo attraktiver zu machen. Ob diese Versuche nun erfolgreich sind oder in die richtige Richtung gehen, muss jeder für sich selbst entscheiden, aber die IJF versucht es wenigstens... die meisten, die gegen diese Regeländerungen sind, haben aber meist selbst keine adäquaten Vorschläge, es besser zu machen. Das Beingreifverbot z.B. ist ein drastisches Mittel, aber man kann es auch neutral gesehen verstehen, als ein Versuch dem typischen „abgebeugt Kämpfen in der Hoffnung, irgendwann an das Bein zu kommen, um einen Abtaucher zu versuchen“ Kampfstil zu unterbinden, der für den Wurf an sich zwar schön ist, aber auf Dauer nicht gerade ansehnlich ist. (Anmerkung von mir: Ich bin auch dafür, dass man die Beingreiftechniken wieder erlaubt, aber nicht unter den von mir geschilderten Konsequenzen.)
Passives Judo wurde schon immer geahndet, Kinder verletzten sich immer noch bei Turnieren und auch nicht weniger als früher.
Und das Gelaber von "keine besseren Vorschläge" kannst Du Dir auch sparen, hier im Forum stehen genug Vorschläge, wie man regeltechnisch einiges besser machen kann ...
Und ehrlich gesagt, Judo muß funktionieren, "Schönheit" ist da erstmal zweitrangig. Früher, als noch Beine gegriffen werden konnten, standen auch nicht alle nur abgebeugt rum und haben nach den
Beinen gegriffen, mal von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen. Die Regel, Beingreifer in Kombination u. Konter zuzulassen hat m.E. völlig gereicht. Meinethalben könnten man Kuchiki-Daoshi/Kibisu-Gaeshi auch gern nur als Übergang zum Boden ansehen ... Es kann doch nicht sein, daß Grundlagenwürfe wie Kata-Guruma u. Sukui-Nage im Judo-Wettkampf nicht mehr erlaubt sind, nur weil irgendwann mal ein paar Leichtgewichte bei ner WM (oder wars bei Olympia ?) mit der Nase knapp über der Tatami versucht haben, sich die Beine zu haschen.
Sono-Mama hat geschrieben:
14.11.2018, 21:23
Wie gerade beschrieben, sind das keine Ausgeburten, sondern der Versuch, das Judo fairer und attraktiver zu gestalten.
Fairer? Was ist da fairer, wenn die Judoka immer weiter in ihrem potentiellen Handlungsrepertoire beschränkt werden? Und attraktiv ist Judo schon lange nicht mehr,
wenn man sich die Mitglieder-Entwicklung im DJB so an sieht. Aber sicher wecken diese permanenten Schraubereien am Regelsatz direkt Lust am Wettkämpfen ...
Sono-Mama hat geschrieben:
14.11.2018, 21:23
Wieder ein „guter“ Vorschlag der nicht praktikabel ist... noch immer das Problem. Wer soll entscheiden, welche Regeln wo gelten? In was für einem praktikablem Modus etc...
Was ist das denn für eine Logik? Weil Du Dir nicht vorstellen kannst, wie ein nationaler Regelsatz ausgearbeitet werden kann, richten wir uns also stumpf nach den IJF-Regeln.
Wer entscheidet das denn? Wie hat man sich eigentlich auf die Prüfungsordnung geeinigt? Wäre doch ein plausibler Weg, daß man aus langgedienten KaRis, Kämpfern u. Trainern eine Kommission
bildet, welche einen Vorschlag für einen nationalen Regelsatz erarbeitet u. diesen dann öffentlich zur Diskussion stellt und entsprechend begründet - u. falls nötig die Sache überarbeitet. Irgendwann dann
sollten Mitgliederversammlungen (Land, DJB) den Regelsatz u. Gültigkeit beschließen. Im Ringen gibt es übrigens auch zwei Regelsätze - einer mit, einer ohne Beingreifer, geht auch komischerweise. Sambo hat auch zwei Ausprägungen: mit u. ohne Atemi ...
Sono-Mama hat geschrieben:
14.11.2018, 21:23
...und vielleicht ist ja genau das der Grund, warum es doch noch einige Karis gibt, genau weil sie diese Regeln und Änderungen für sinnvoll halten. Meine Gegenfrage: Was machst du denn, um das zu ändern außer dich zu verweigern?
Sicher gibt es jetzt auch KaRis, aber es könnten mehr sein, wenn der ganze Verbotsquatsch (wo dürfen sie wie lange greifen, wie dürfen sie Griffe lösen, haben sie nun bewußt zum Bein gegriffen od. nicht) deutlich einfacher wäre ... Was ich mache, um was zu ändern? Hmm, gute Frage, haste hier im Forum schon mal etwas umgeschaut u. versucht, einige meiner Beiträge, die sich mit
Regeln u. Judo beschäftigen unter dem Gesichtspunkt zu lesen, daß sich vielleicht der eine oder andere konstruktive Vorschlag bzgl. des Regelsatzes befinden könnte?
Sono-Mama hat geschrieben:
14.11.2018, 21:23
dann sollten die Trainer und Kämpfer die Regeln einfach mal übersetzen lassen oder Englisch lernen, oder einfach mal den zuständigen KR-Obmann fragen, ob man ihnen das auf Deutsch zu Verfügung stellt. Oder man lädt sich das von DJB einfach runter.
Guter Witz ... Genau das ist ja das Problem: Man liest was im IJF-Regelsatz, versteht dann durchaus, was gemeint ist und dann rollen sich die Nägel hoch, was in der offiziellen deutschen Übersetzung (die dann vom DJB heruntergeladen werden kann), so drin steht. Die Waki-Gatame-Sache ist mir da noch deutlich in Errinnerung ...
Sono-Mama hat geschrieben:
14.11.2018, 21:23
Welche Kleidungsvorschriften. Die Karis gehen neutral auf die Matte, so das sie als neutrale Personen anzusehen sind.
Die wären auch als neutrale Personen anzusehen, wenn sie vom Ausrichter ein einheitliches KaRi-T-Shirt erhalten. Oder eine dicke Armbinde mit Aufschrift "KaRi" tragen.
Schlecht sitzendes Jacket (welche Farbe ist da grad korrekt? Erinnert sich eigentlich noch jemand an die grüne Billigstoff-Jackets in Berlin, die mal 2 od. 3 Jahre lang da Pflicht waren) und hellgraue Hose (oder was ist zur Zt. die gewünschte Farbe?) halte ich schon für etwas übertrieben im nationalen Rahmen. Muß doch auch für die KaRis oft recht unbequem sein ...
Sono-Mama hat geschrieben:
14.11.2018, 21:23
Und was für ein Gehabe?
Beispielsweise permanent Trainer für zu blöd zu halten, Wettkampfregeln zu verstehen. Und noch so ein paar Sachen mehr, die man gelegentlich so mitbekommt, wenn man Zeuge von KaRi-interner Gespräch wird. Dann noch die permanente Gefallsucht ihren beobachtenden Ober-KaRis gegenüber, damit man es ja in die nächste KaRi-Ebene schafft. Gottseidank gibt es auch KaRis, die davon frei sind ..
Mit freundlichem Gruß

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Mattenfuchs » 15.11.2018, 10:44

Fritz hat geschrieben:
15.11.2018, 02:30
[...] Und attraktiv ist Judo schon lange nicht mehr, wenn man sich die Mitglieder-Entwicklung im DJB so an sieht. Aber sicher wecken diese permanenten Schraubereien am Regelsatz direkt Lust am Wettkämpfen ...
@Fritz: Ich bin hier zwar neu und lese nur mit, allerdings kann ich deine Aussage so nicht gelten lassen:
ich bin seit knapp über einem Jahr wieder aktiv in einem Verein im Rhein-Main-Gebiet. Wir haben im letzten Jahr die Zahl der Mitglieder unter 12 Jahren erheblich ausgebaut. Aktuell üben beim Training bis zu 40 Personen im Dojo, davon 2/3 Kinder. Keiner der "Neuen" hat sich dafür interessiert, ob und wie sich Regeln geändert haben, denn zuerst steht mal die Freude am Sport im Vordergrund. Keiner hat sich vor einer Aufnahme des Judo informiert, wie die Wettkampfregeln sind. Wettkämpfe und deren Regeln werden erst dann relevant, wenn die Neulingen soweit sind und sich mit anderen Judokas (jenseits von Randori) messen wollen.
Ich persönlich habe natürlich nach 20 Jahren Pause die Änderungen bemerkt (Wie, Bein greifen ist nicht mehr erlaubt...??? :eusa_naughty ). Aber Dinge verändern sich nun mal...

Die Attraktivität bemisst sich m.E. zu aller erst an der Institution, mit der der Neuling/Interessent in Kontakt kommt. Und das sind in der Regel die Judokas in seinem/ihrem Umfeld und der Verein, den er/sie als erstes besucht. Wenn im Verein keine gute Willkommenskultur und/oder ein negatives Klima herrschen, dann muss man sich über Mitgliederschwund nicht wundern.

Das gab es in meinem Verein auch! Allerdings hatten die Mitglieder den Mut zur Zäsur. Das hat sich bezahlt gemacht: Viele Interessenten sind dabei geblieben, auch weil wir uns auf diese Zielgruppe eingerichtet haben. Wir aktiveren/animieren sogar die Eltern zum Mitmachen!

Lange Rede, kurzer Sinn: Aus meiner Sicht sind die Wettkampfregeln eine untergeordnete Stellschraube, um Judo für Mitglieder attraktiv zu machen (oder die Entscheidung zu fördern, dem Sport den Rücken zu kehren).

Gruß
Mattenfuchs
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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Fritz » 15.11.2018, 14:47

@Mattenfuchs: Schau Dir mal die Entwicklung der DJB-Mitglieder-Zahlen an:

https://www.judobund.de/media/statistik ... tistik.pdf

Und dann hier die Zahlen rausziehen
https://www.dosb.de/medien-service/statistiken/

Nach Deiner Theorie, müssten sich also seit 2001 "Willkommenskultur und Vereinsklima" in der Fläche signifikant verschlechtert haben?
Da glaube ich ehrlich gesagt nicht dran.

Und natürlich sind die Wettkampfregeln den Neuanfängern erstmal völlig egal. Aber irgendwann kämpfen die und wenn sie dann
mal Judo fühlen und instinktiv zum richtigen Zeitpunkt den Gegner werfen, schwindet die Freude dran recht schnell, wenn ihnen der
Kari erklärt, daß sie sich jetzt gerade einen Shido (oder halt auch nur keine Wertung) verdient haben, weil der Arm halt über dem vom Gegner
war und nicht darunter ...

Und die "alten Hasen", welche normalerweise die Vereine am Leben halten, als Trainer, als KaRi oder halt einfach als
erfahrene Trainingspartner usw. usf. die sind natürlich immer öfters durch die permanenten Regeländerungen u. die oft hanebüchenen Begründungen frustriert.
In logischer Konsequenz, ist es dann irgendwann nicht mehr "ihr Sport" - und das könnte dann schon rückkoppeln aufs Vereinsklima ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Mattenfuchs » 15.11.2018, 15:55

Fritz hat geschrieben:
15.11.2018, 14:47
@Mattenfuchs: Schau Dir mal die Entwicklung der DJB-Mitglieder-Zahlen an:

https://www.judobund.de/media/statistik ... tistik.pdf
Hallo Fritz,

die Zahlen sind inzwischen 13 Jahre als (zumindest wird bei mir im PDF nur eine Seite bis 2005 angezeigt). Und selbst wenn man diese Zahlen sieht, als absolute Zahl haben sie ohne Bezugsgröße geringe Aussagekraft. Demografische und andere Entwicklungen sind dort nicht erkennbar. Wenn z.B. geburtenschwache Jahrgänge kommen, dann sinken natürlich auch die Zahl der Neuanmeldungen, während die Zahl der Austritte (und der Mitglieder, die im Berichtszeitraum versterben) ggf gleich bleibt. Interessanter wäre z.B. die Zahl der Mitglieder pro 100.000 Einwohner.
Fritz hat geschrieben:
15.11.2018, 14:47
Aber irgendwann kämpfen die und wenn sie dann mal Judo fühlen und instinktiv zum richtigen Zeitpunkt den Gegner werfen, schwindet die Freude dran recht schnell, wenn ihnen der Kari erklärt, daß sie sich jetzt gerade einen Shido (oder halt auch nur keine Wertung) verdient haben, weil der Arm halt über dem vom Gegner war und nicht darunter ...
Ist das tatsächlich so? Wenn man etwas neu lernt, dann kennt man es nicht anders und lernt es entsprechend. Problematisch wird es eher, wenn du "umlernen" musst. Ein Fahrschüler schnallt sich ab der ersten Fahrstunde automatisch an, weil es der Fahrlehrer verlangt und es dann - noch vor der Prüfung - irgendwann ein Automatismus wird. Für Personen, die vor dem 1.1.1976 das Autofahren gelernt haben, war es eventuell eine Umstellung (und einige finden es vermutlich auch heute noch lästig). Wie viele habend deswegen das Autofahren aufgegeben? Du beschreibst es so, als ob deswegen Scharen von Judokas (insbesondere der aktiven Wettkämpfer) aus den Vereinen austreten.
Ich denke in der Tat, dass es bei Einzelfällen bleibt, die aus diesen Gründen den Sport aufgeben. Ich habe auch plötzlich bemerkt, dass die jungen Judokas Koka und Yuko bzw Chui und Kei-Koku überhaupt nicht kennen. Selbst die Jugendlichen denken vermutlich, wenn man sie fragt, dass Gokyo eine Stadt in Japan ist. Dennoch hat mich das nicht aufgehalten, weiterzumachen.

Ich kenne die Prozesse nicht, wie und warum oder von wem die Regeln geändert werden. Allerdings unterstelle ich dabei, dass diese Änderungen nicht leichtfertig vorgenommen werden, sondern vorher bestimmt ausführlich und ggf. auch kontrovers diskutiert werden. Grundsätzlich gilt: Es ist besser, sich zu engagieren als aufzugeben. Wenn man nur zuschaut, dann muss man damit leben, was andere für einen beschließen. Damit unterstelle ich dir nicht, dass du solches nicht versucht hast...

Gruß
Mattenfuchs
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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Fritz » 16.11.2018, 01:06

Mattenfuchs hat geschrieben:
15.11.2018, 15:55
die Zahlen sind inzwischen 13 Jahre als (zumindest wird bei mir im PDF nur eine Seite bis 2005 angezeigt).
Deswegen habe ich Dir ja die DOSB-Sachen verlinkt, da kannst Du neueren Zahlen sehen und auch gleich noch die von anderen Sportarten.
Mattenfuchs hat geschrieben:
15.11.2018, 15:55
Ist das tatsächlich so? Wenn man etwas neu lernt, dann kennt man es nicht anders und lernt es entsprechend.
Ja ist so. Und es gibt auch noch das andere Extrem: Da haben sie dann gelernt, daß es ganz schlecht ist, über den Arm auf den Rücken zu greifen. Und dann sehen wir so lustige Armkreisebewegungen bei Wettkämpfen. Mit anderen Worten, sie haben was gelernt, was irgendwie zu völlig blödsinnig anmutenden Verhalten anstelle zu Judo führt.
Mattenfuchs hat geschrieben:
15.11.2018, 15:55
Du beschreibst es so, als ob deswegen Scharen von Judokas (insbesondere der aktiven Wettkämpfer) aus den Vereinen austreten.
Oder sich zumindestens nicht mehr allzu sehr engagieren. Ist ja nun mal so,
daß viele eine recht wettkampflastige Sicht aufs Judo haben und irgendwann fällt selber kämpfen recht schwer, ÜXX-Turniere hin oder her, sind ja nicht nur die Verbote, kommen ja auch alle möglichen weiteren Widrigkeiten dazu, von Wettkampflizenzen über Rückenschilder usw. usf. und dann haben sie noch den Eindruck, Jüngeren auch nicht mehr
hinsichtlich der Kämpferei helfen zu können, weil ja inzwischen "alles anders" ist ...
Es ist sicherlich nicht der alleinige Grund für die aktuelle Mitglieder-Entwicklung, aber m.E. durchaus ein gewisser Aspekt, über den man mal nachdenken könnte ...
Mattenfuchs hat geschrieben:
15.11.2018, 15:55
Allerdings unterstelle ich dabei, dass diese Änderungen nicht leichtfertig vorgenommen werden, sondern vorher bestimmt ausführlich und ggf. auch kontrovers diskutiert werden. Grundsätzlich gilt: Es ist besser, sich zu engagieren als aufzugeben.
Sicher haben da Leute drüber diskutiert und sich was gedacht. Dummerweise hat keiner von uns Judoka diese Leute dafür irgendwann mal gewählt, um über die Regeln befinden zu dürfen. Die hohen Herren der IJF-KaRi-Kommission laden dann einmal im Jahr zum großen Treffen, wo den Teilnehmern (KaRis, Trainer) doch mir als recht von oben herab erscheinend verkündet wird, wie ab sofort Judo aus Sicht der Kommission auszusehen habe, da wird dann auch diskutiert und zwar in etwa so, wie ich es noch aus dem Sozialismus kenne :-(
Schau Dir ruhig mal die Mitschnitte dieser KaRi-Seminare an, die sind sehr aufschlußreich, in mehrfacher Hinsicht.
Mattenfuchs hat geschrieben:
15.11.2018, 15:55
Wenn man nur zuschaut, dann muss man damit leben, was andere für einen beschließen. Damit unterstelle ich dir nicht, dass du solches nicht versucht hast...
Na was glaubst Du, was ich hier versuche ...
Und ich hoffe, ich lehne mich nicht allzuweit "aus dem Fenster", wenn ich den Eindruck habe, daß wir als Forum zumindest DJB weit schon etwas bewirken konnten, wenn ich so an merkwürdige Ideen denke, die dann seitens des DJB dann doch nicht umgesetzt wurden, bspw. Uki- u. O-Goshi-Verbot (von wegen der Grundkampfkonzeption).
Ansonsten möchte ich Deine heile Welt nur ungern stören, aber jetzt stelle Dir bitte mal vor, Du engagierst Dich, schaust nicht nur zu und wirst dann trotzdem feststellen, daß
die IJF-KaRi-Kommission fleißig über Deinen Kopf hinweg entscheidet und das wieder u. immer wieder ... Hey die kennen Dich und mich ja auch nicht mal und da wir auch keinen Einfluß darauf haben, wer dieser Kommission angehört, kann es denen ja auch herzlich egal sein, was wir für fachliche Meinungen haben ...
Aber eigentlich kann es uns auch egal sein, was wer bei der IJF entscheidet - was ich halt nur völlig unzeitgemäß empfinde und irgendwann mal auf Einsicht hierzulande hoffe, ist dieses Aufgeben der eigenen Souveränität durch bereitwilliges u. automatisches Unterwerfen unter die IJF-Regeln und das in Bereichen, die mit der IJF eigentlich überhaupt nichts zu tun haben.
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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etwas offtopic

Beitrag von HBt. » 16.11.2018, 08:53

Fritz hat geschrieben:(...) was ich halt nur völlig unzeitgemäß empfinde und irgendwann mal auf Einsicht hierzulande hoffe, ist dieses Aufgeben der eigenen Souveränität durch bereitwilliges u. automatisches Unterwerfen (...)
Dieser wichtige Punkt ist mittlerweile allgemeingültig und das macht mich wahnsinnig, treibt mich um. Ein sehr bedauerlicher, beinahe schon beängstigender Zustand.

In dieser Woche hörte ich mich schon mehrmals sagen: "scheiß was drauf". Darüber bin ich persönlich leicht erschrocken, weil ich diesen Ausspruch schon mindestens seit meiner Pubertät nicht mehr ...

Persönlich beschäftige ich mich mit dem
Regelwerk (und der Umsetzung, topdown) seit 2010 nicht mehr. Ärmel-Reversgriff, NJV-Wurfkreis und fertig ... langweilig :smoke.

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von KönigABC » 18.11.2018, 21:27

1. Meiner Meinung nach haben die Mitgliederzahlen nichts mit den Wettkampfregeln zu tun, sondern mit dem Training und der Werbung vor Ort in den Vereinen.
Da müssen wir besser werden.

2. Wir reden von der U15! Ziel der Sonderregeln ist es nicht, die Technikvielfalt zu begrenzen, sondern den Jugendlichen zu erlauben, sich technisch vielseitig zu entwickeln. Es soll verhindert werden, dass wir den Kindern ein Judo beibringen, mit dem sie zwar im Kinderbereich erfolgreich sind, aber im Erwachsenenbereich nichts mehr zu holen ist.

3. Das Herumrudern mit den Armen, um unter den Arm des Gegners auf den Rücken zu kommen:
Fritz hat geschrieben:
16.11.2018, 01:06
Ja ist so. Und es gibt auch noch das andere Extrem: Da haben sie dann gelernt, daß es ganz schlecht ist, über den Arm auf den Rücken zu greifen. Und dann sehen wir so lustige Armkreisebewegungen bei Wettkämpfen. Mit anderen Worten, sie haben was gelernt, was irgendwie zu völlig blödsinnig anmutenden Verhalten anstelle zu Judo führt.
Das Problem ist nicht, was die Kinder gelernt haben, sondern was sie nicht gelernt haben!
Meistens sieht man das, wenn beide Kämpfer in Rechtsauslage kämpfen. Den Kindern fehlt die Lösung für die Ai-Yotsu Situation. (O-Soto würde sich anbieten, auch 8. Kyu) Der Griff über den Arm wäre auch nicht sinnvoller, wenn man dem Gegner nicht mit Kraft den Kopf umbiegen möchte. (Hier sind wir uns hoffentlich einig, dass wir das im Kinderbereich nicht sehen wollen.)
Die Kinder kämpfen also auf einem Turnier, ihnen fehlt aber die Lösung für die Situation, mit der sie zu 90% konfrontiert werden.
Hier hat der oder die Trainer/in versagt, den Kindern sinnvolle Handlungsmöglichkeiten mit zu geben. Das heißt, diese Kinder haben auf einem Turnier nix verloren.

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Fritz » 18.11.2018, 22:13

KönigABC hat geschrieben:
18.11.2018, 21:27
Ziel der Sonderregeln ist es nicht, die Technikvielfalt zu begrenzen, sondern den Jugendlichen zu erlauben, sich technisch vielseitig zu entwickeln.
Ja, den Spruch hört man oft ... Oft ist es mit der technischen Vielfalt dann trotzdem nicht weit her ...
KönigABC hat geschrieben:
18.11.2018, 21:27
Es soll verhindert werden, dass wir den Kindern ein Judo beibringen, mit dem sie zwar im Kinderbereich erfolgreich sind, aber im Erwachsenenbereich nichts mehr zu holen ist.
Naja, erstmal müssen es die Kinder überhaupt in den Erwachsenenbereich schaffen. Und da gibt es vieles, was dagegen arbeitet: Wichtige Schulveranstaltungen, Hausaufgaben u. Abi-Vorbereitung, Pheromone, pupertäre "Leck mich am Gesäß"-Stimmung, Freunde die aufgehört haben, Fahrstunden, später dann Belastung durch Studium, Berufsausbildung und Familie ... ;-)
KönigABC hat geschrieben:
18.11.2018, 21:27
Meistens sieht man das, wenn beide Kämpfer in Rechtsauslage kämpfen. Den Kindern fehlt die Lösung für die Ai-Yotsu Situation. (O-Soto würde sich anbieten, auch 8. Kyu) Der Griff über den Arm wäre auch nicht sinnvoller, wenn man dem Gegner nicht mit Kraft den Kopf umbiegen möchte. (Hier sind wir uns hoffentlich einig, dass wir das im Kinderbereich nicht sehen wollen.)
Das Herumrudern kommt dann, wenn einer versucht, einen O- oder Uki-Goshi anzusetzen, der andere das gern kontern würde bspw. mit Tsuri-Goshi o.ä. und sich nicht sicher ist, ob er dazu
direkt zufassen darf (das ist nämlich oft von Kari verschieden) u. er also sicherheitshalber versucht, selbst unter den Arm zu kommen. Dann stellt der andere fest: ups, ich darf ja nicht drüber fassen u. zack versucht der, auch wieder drunter zu kommen. Und das ist unabhängig von der Auslage.
O-Soto-Gari/Otoshi ist bei Kinder auch gern beliebt, leider auch gut mit sich selbst zu kontern und dann haben wir die nächste Merkwürdigkeit, Herumgehakel mit den Beinen, macht es auch nicht besser.
KönigABC hat geschrieben:
18.11.2018, 21:27
Die Kinder kämpfen also auf einem Turnier, ihnen fehlt aber die Lösung für die Situation, mit der sie zu 90% konfrontiert werden.
Hier hat der oder die Trainer/in versagt, den Kindern sinnvolle Handlungsmöglichkeiten mit zu geben. Das heißt, diese Kinder haben auf einem Turnier nix verloren.
Auch Kinder - man glaubt es kaum - stehen bei einem Wettkampf unter einer enormer Anspannung, machen sich selbst viele Gedanken und einen gewissen Druck.
Da bleiben oft von ganz vielen gelernten sinnvollen Handlungsmöglichkeiten plötzlich recht wenige (wenn überhaupt) übrig, die ihnen in den Sinn kommen ...
Ansonsten ist die Überlegung immer wieder spannend, wann man Kinder zum Wettkampf schicken sollte ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Offtopic ("da müssen wir besser werden")

Beitrag von HBt. » 19.11.2018, 14:16

KönigABC hat geschrieben:
18.11.2018, 21:27
1. Meiner Meinung nach haben die Mitgliederzahlen nichts mit den Wettkampfregeln zu tun, sondern mit dem Training und der Werbung vor Ort in den Vereinen.
Da müssen wir besser werden.
(...)
Gut,
dann überlegen wir einmal' wie Du dieses Ziel erreichen kannst (mit welchen Mittel).

Heute arbeitet man mit gezielter Manipulation (alles ist dabei erlaubt, die heute übliche Vorgehensweise ist durchaus kriminell),
sie ist modern & adressatengerecht, genau auf das Individuum und die Gruppe ausgelegt /abgestimmt ---> als Übermittler wird nur ein ENDGERÄT von Nöten sein.

Mit den alten, bekannten Methoden /Mitteln der Beeinflussung
erreichst Du diesbzgl. gar nichts mehr.

Ein Paar Milliarden US-Dollar (oder Euro) musst Du schon in Dein Projekt pumpen,
bist Du wenigstens Rotariar?.

Was soll also diese dümmliche Floskel bewirken: "da müssen wir besser werden".

So ein Unsinn.

#
Den Kindern fehlt die Lösung für die Ai-Yotsu Situation.
Dann richte sie doch ab.
Weniger dramatisch formuliert: lehre sie Lösungswege zu finden. Punkt. Hilf ihnen sich ordentlich zu entwickeln und vernünftige, verantwortungsbewusste Erwachsene zu werden.
Die Kinder kämpfen also auf einem Turnier, ihnen fehlt aber die Lösung für die Situation, mit der sie zu 90% konfrontiert werden.
Hier hat der oder die Trainer/in versagt, den Kindern sinnvolle Handlungsmöglichkeiten mit zu geben. Das heißt, diese Kinder haben auf einem Turnier nix verloren.
Wenn ich diesen Bockmist lese, werde ich (immer) leicht wütend.

"Dann richte sie doch ab".

:BangHead
Fritz hat geschrieben:(...)
Ansonsten ist die Überlegung immer wieder spannend, wann man Kinder zum Wettkampf schicken sollte ...
Sehr schön ausgedrückt, ich schließe mich der Aussage an.

Gruß,
HBt.

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Re: Hessen zieht nach - Jugendsonderregeln außer Kraft gesetzt

Beitrag von Mattenfuchs » 27.11.2018, 22:09

Anscheinend sind wir hier nicht die einzigen, die sich für Regeländerungen aussprehen: Weiteres dazu siehe unter Judo im Pott.
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