Presseschau JM 06/12 - Neue DJB-Aktion

Hier geht es um Fragen zur Vereinsarbeit, Verbänden und Organisationen
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Fritz
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Presseschau JM 06/12 - Neue DJB-Aktion

Beitrag von Fritz » 12.06.2017, 23:57

Man glaubt es kaum, auf Seite 11 steht verkündet, daß es neben den "Ippon-Girls"
jetzt einen Aktion für Jungs gibt: "Power Boys".
Einerseits positiv, daß die entsprechende Diskriminierung damit nicht mehr besteht. Nur warum muß
ein Deutscher Judobund nun unbedingt englische Begriffe verwenden?
Und "Ippon Girls" hat ja noch einen Judobezug, aber "Power Boys"? Wenn schon dann vielleicht "Chikara-Boys".
Ansonsten haben wir für "Girls" jede Menge deutscher Alternativen: "Mädchen, Mädels, Gören" ...
genaus wie man anstelle "Boys" doch auch "Jungs, Knaben, Buben, Bengel ..." nehmen könnte.

Im nächsten Schritt sollten der Verband evt. drüber nachdenken, ob es nicht so langsam zeitgemäß wäre,
den "koedukativen" Ansatz zu unterstützen, also irgendeine Aktion, wo Jungs u. Mädels gemeinsam was
geboten bekommen ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

HBt.
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Re: Presseschau JM 06/12 - Neue DJB-Aktion

Beitrag von HBt. » 13.06.2017, 10:03

Volle Zustimmung :-)

+1

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Wendy
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Re: Presseschau JM 06/12 - Neue DJB-Aktion

Beitrag von Wendy » 14.06.2017, 21:53

HBt. hat geschrieben:Volle Zustimmung :-)

+1
Bis Mai nannte es sich noch Ippon Boys. Und das Logo hatte zwei Blitze.
Da ging bestimmt das Nazometer an.

In einer Nische versteckt gibt es auch noch Ippon Ladys - wird leider nicht beworben.

Manchmal denkt man, wir hätten zu viele Mitglieder

HBt.
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Mitglieder (Menschen) der Landesverbände

Beitrag von HBt. » 16.06.2017, 12:34

Wendy hat geschrieben:
14.06.2017, 21:53

(...)
In einer Nische versteckt gibt es auch noch Ippon Ladys - wird leider nicht beworben.

Manchmal denkt man, wir hätten zu viele Mitglieder
Hallo Wendy,
kennst Du die aktuellen Mitgliederzahlen?

Vereine, Stärke, Altersklassen ...

Falls Du einen Daten-Zugriff hast, magst Du sie hier veröffentlichen???


LG,
HBt.

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Re: Presseschau JM 06/12 - Neue DJB-Aktion

Beitrag von Wendy » 17.06.2017, 22:13

HBt. hat geschrieben:
Wendy hat geschrieben:
14.06.2017, 21:53

(...)
In einer Nische versteckt gibt es auch noch Ippon Ladys - wird leider nicht beworben.

Manchmal denkt man, wir hätten zu viele Mitglieder
Hallo Wendy,
kennst Du die aktuellen Mitgliederzahlen?

Vereine, Stärke, Altersklassen ...

Falls Du einen Daten-Zugriff hast, magst Du sie hier veröffentlichen???
Helge,
die offizielle Stärkemeldung des NJV ist fertig, aber noch im Zulauf zu den Untergliederungen.
Der LSB Niedersachsen hat die Zahlen auf seiner Homepage im Mai veröffentlicht. Daher weiß ich, dass der NJV weniger als fünfzig Judoka verloren hat. Das ist m.E. eine gute Tendenz, wenn man die Verluste der letzten Jahre kennt.

Ich werde mich hüten, die Zahlen hier zu veröffentlichen, wenn es der Landesverband nicht auf seiner Homepage macht!

HBt.
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Die aktuellen Zahlen

Beitrag von HBt. » 18.06.2017, 15:25

Wendy hat geschrieben:
17.06.2017, 22:13
HBt. hat geschrieben:
Wendy hat geschrieben:
14.06.2017, 21:53

(...)
In einer Nische versteckt gibt es auch noch Ippon Ladys - wird leider nicht beworben.

Manchmal denkt man, wir hätten zu viele Mitglieder
Hallo Wendy,
kennst Du die aktuellen Mitgliederzahlen?

Vereine, Stärke, Altersklassen ...

Falls Du einen Daten-Zugriff hast, magst Du sie hier veröffentlichen???
Helge,
die offizielle Stärkemeldung des NJV ist fertig, aber noch im Zulauf zu den Untergliederungen.
Der LSB Niedersachsen hat die Zahlen auf seiner Homepage im Mai veröffentlicht. Daher weiß ich, dass der NJV weniger als fünfzig Judoka verloren hat. Das ist m.E. eine gute Tendenz, wenn man die Verluste der letzten Jahre kennt.

Ich werde mich hüten, die Zahlen hier zu veröffentlichen, wenn es der Landesverband nicht auf seiner Homepage macht!
Jens,

w 4680
m 11848

gesamt 16528

aufgeteilt auf 339 Abteilungen oder Vereinen.

Quelle:
https://www.lsb-niedersachsen.de/filead ... tistik.pdf

Gruß,
HBt.

HBt.
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Zahlen m+w in NDS 2017

Beitrag von HBt. » 18.06.2017, 15:47

Summen:
bis 6J.
931

bis 14J.
9032

bis 18J.
2032

bis 26J.
1503

bis 40J.
1249

bis 61J.
1434

bis 120J.
347

Verluste gegenüber 2016
31 gesamt!



"Ich hoffe, ich habe mich in der Eile nicht verzählt."

HBt.

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Einwurf

Beitrag von HBt. » 18.06.2017, 15:54

18 bis 26jährige Mitglieder und ein Teiler von 339
führen zu gleichverteilten Leistungsträgern von weniger als 5 pro Abteilung - VIER. Diese VIER studieren und stehen dem Verein nicht mehr zur Verfügung, oder?

Anders formuliert: über 80% der Mitglieder sind Konsumenten (noch zu jung), sie stehen der Vereinsarbeit und damit der Zukunft nicht zur Verfügung ... im Schnitt sind das 40 Mitglieder pro
Abteilung ---> weniger als 20% (aller Mitglieder) stehen auf ihren eigenen Füßen, d.h.: sie könnten vielleicht den Judosport gegenwärtig tragen.

Ich ziehe die Grenze bei 27 Lebensjahren, jetzt kann jeder selbst rechnen :cry:


#
< 63% der Mitglieder in NDS sind jünger als 15 Jahre.
Wendy hat geschrieben:(...)
In einer Nische versteckt gibt es auch noch Ippon Ladys - wird leider nicht beworben.
Manchmal denkt man, wir hätten zu viele Mitglieder
Denkt man das? Haben wir jetzt zu viele oder zu wenige Mitglieder, immerhin benahe 17Tausend ... oder kommt es auf die Verteilung(en) an?! Auch auf die Leistung? Auf die Struktur? Die Gesellschaft?

##
Aktionen - verpuffen zu schnell und sie sind inflationär,
dieses Thema haben wir an anderer Stelle schon häufig diskutiert.

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Re: Presseschau JM 06/12 - Neue DJB-Aktion

Beitrag von Wendy » 18.06.2017, 20:39

HBt. hat geschrieben:
Wendy hat geschrieben:
17.06.2017, 22:13
HBt. hat geschrieben: Hallo Wendy,
kennst Du die aktuellen Mitgliederzahlen?

Vereine, Stärke, Altersklassen ...

Falls Du einen Daten-Zugriff hast, magst Du sie hier veröffentlichen???
Helge,
die offizielle Stärkemeldung des NJV ist fertig, aber noch im Zulauf zu den Untergliederungen.
Der LSB Niedersachsen hat die Zahlen auf seiner Homepage im Mai veröffentlicht. Daher weiß ich, dass der NJV weniger als fünfzig Judoka verloren hat. Das ist m.E. eine gute Tendenz, wenn man die Verluste der letzten Jahre kennt.

Ich werde mich hüten, die Zahlen hier zu veröffentlichen, wenn es der Landesverband nicht auf seiner Homepage macht!
Jens,

w 4680
m 11848

gesamt 16528

aufgeteilt auf 339 Abteilungen oder Vereinen.

Quelle:
https://www.lsb-niedersachsen.de/filead ... tistik.pdf
Moin,
auf diese Statistik hätte ich mich oben bezogen. Die NJV eigene zeigt weiteres, wie etwa wie viele Judoka sich auf die einzelnen Vereine aufteilt.
Dies ist eher für die Untergliederungen wichtig sind. Diese würde ich nicht veröffentlichen, wenn es nicht auf NJV.de veröffentlicht würde.

HBt.
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HeimSeite & Transparenz

Beitrag von HBt. » 19.06.2017, 10:27

(...)
Die NJV eigene zeigt weiteres, wie etwa wie viele Judoka sich auf die einzelnen Vereine aufteilt.
Dies ist eher für die Untergliederungen wichtig sind. Diese würde ich nicht veröffentlichen, wenn es nicht auf NJV.de veröffentlicht würde.
Jenes ist verständlich - doch leider auch unschön (von der Verbandsseite).
(...)
Manchmal denkt man, wir hätten zu viele Mitglieder
In den kommenden Jahren wird sich die Verteilung innerhalb der Altersschubladen dramatisch ändern - und zusätzlich die Summe der Mitglieder weiter abnehmen.

Holger König
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Re: Presseschau JM 06/12 - Neue DJB-Aktion

Beitrag von Holger König » 20.06.2017, 00:48

In die Vereinsarbeit (Trainer, Vorstandsmitglieder) kann man Mitglieder ab Vollendung des 18. Lebensjahres einbeziehen. Gerade für die Aufgabe des Jugendwartes sind jüngere Mitglieder gut einsetzbar. Für einen Studenten mit ausreichend Judo-Erfahrung ist eine Tätigkeit als Trainer häufig sinnvoller, als ein 08/15-Studenten-Job.
Und mit der Zunahme der Anzahl von älteren Breitensportlern kann man auch diese für Aufgaben im Verein gewinnen.

HBt.
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Vereinseinbindung (Illusion)

Beitrag von HBt. » 20.06.2017, 10:06

^ Holger,
Studenten der Ingenieurwissenschaften haben heutzutage "keine Zeit" mehr.
Punkt.

HBt.
Und mit der Zunahme der Anzahl von älteren Breitensportlern kann man auch diese für Aufgaben im Verein gewinnen.
Augenwischerei!

Definiere bitte "ältere Breitensportler", bitte.

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Re: Presseschau JM 06/12 - Neue DJB-Aktion

Beitrag von Fritz » 20.06.2017, 11:52

Holger König hat geschrieben:
20.06.2017, 00:48
In die Vereinsarbeit (Trainer, Vorstandsmitglieder) kann man Mitglieder ab Vollendung des 18. Lebensjahres einbeziehen. Gerade für die Aufgabe des Jugendwartes sind jüngere Mitglieder gut einsetzbar. Für einen Studenten mit ausreichend Judo-Erfahrung ist eine Tätigkeit als Trainer häufig sinnvoller, als ein 08/15-Studenten-Job.
Und mit der Zunahme der Anzahl von älteren Breitensportlern kann man auch diese für Aufgaben im Verein gewinnen.
Man kann auch Jugendliche einbinden, auch als Übungsleiter/Trainer.
Ideal ist es für Vereine, wenn ein paar Leute mitwirken, die sichere Jobs und relativ viel Zeit haben, ohne im Schichtbetrieb malochen zu müssen
- also Lehrer, Beamte - aber auch Langzeitarbeitslose ... Und noch idealer ist es, wenn aus den Reihen von Abiturschülern, Lehrlingen u. Studenten sich regelmäßig
ÜL-Nachwuchs gewinnen läßt, wobei man hier auch der Tatsache ins Auge sehen muß, daß diese halt nur eine begrenzte Zeit "verfügbar" sind - wobei es in
der Großstadt oft deutlich besser funktioniert als im ostdeutschen Flächenland ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

HBt.
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BTW

Beitrag von HBt. » 20.06.2017, 12:31

+1
oder im norddeutschen Flächenland ;-) :D

Holger König
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Re: Presseschau JM 06/12 - Neue DJB-Aktion

Beitrag von Holger König » 20.06.2017, 15:17

In ländlichen Umgebungen kommt es darauf an, ob ein wohnortnaher Berufseinstieg möglich ist. Also vor Ort Handwerk und Landwirtschaft existieren, wo entweder die Kinder im Familienbetrieb lernen oder eine Lehrstelle im Betrieb anderer Familien vor Ort haben. Dann kann man auch in ländlichen Vereinen den Nachwuchs binden.

HBt.
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Gute Idee

Beitrag von HBt. » 20.06.2017, 16:44

Ohne Broterwerb gehts nun einmal nicht ...
Holger König hat geschrieben:
20.06.2017, 15:17
In ländlichen Umgebungen kommt es darauf an, ob ein wohnortnaher Berufseinstieg möglich ist. Also vor Ort Handwerk und Landwirtschaft existieren, wo entweder die Kinder im Familienbetrieb lernen oder eine Lehrstelle im Betrieb anderer Familien vor Ort haben. Dann kann man auch in ländlichen Vereinen den Nachwuchs binden.
Jetzt benötigen wir für das männliche & weibliche Landvolk noch einen aussagekräftigen Programm-Namen und ein passendes Logo - damit wir fördern, werben und like'n können.

Die Zukunft ist urban.

#
Im Ernst, schöne Idee ...

Ich hätte gerne auch wieder eine allgemein verbindlich einzuhaltende "Mittagsruhe" (13:00 bis 15:00 Uhr), den Ladenschluss (Öffnungszeiten: 8:00 bis 13Uhr & 15:00 bis 18:00Uhr), öffentliche Münzfernsprecher, analoges Fernsehen (den Sendeschluss und das obligatorische Testbild), den Wochenmarkt mit regionalen Produkten, Fachgeschäfte anstelle von MultiMediaDisCounterMärkten ... ordentliche Schulen, Behörden ...

habe ich etwas vergessen???

:danke :ironie3

HBt.
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BTW II

Beitrag von HBt. » 20.06.2017, 17:36

Also vor Ort Handwerk und Landwirtschaft existieren, wo entweder die Kinder im Familienbetrieb lernen oder eine Lehrstelle im Betrieb anderer Familien vor Ort haben.


Holger,
das sogenannte Handwerk & die Landwirtschaft (der Bauer bestellt das Feld und züchtet Nutz-Vieh, produziert Milch & Steaks) existiert schon lange nicht mehr in der Form,
wie Du sie uns hier ausmalen möchtest.

Wir müssen zwischen den unterstützenden Aktionen des Judobundes und unserer Eigeninitiative sowie der gegebenen Struktur unterscheiden.
Erkennen was längerfristig gut und wichtig ist, Strategien / Konzepte aufstellen (realistisch) ---> umsetzen.
Kurzfristige / schnelle Lösungen finden ---> umsetzen / durchführen.

Alles das wissen wir ...
never ending story

#
Was wir betimmt nicht benötigen, ist eine "künstliche Beatmung". Mit wir meine ich die strukturgeschwächten Einzugsgebiete mit ihren lokalen Vertretern.

'Fritz' hat es doch schon sehr verständlich auf den Punkt gebracht:
(...)
Ideal ist es für Vereine, wenn ein paar Leute mitwirken, die sichere Jobs und relativ viel Zeit haben, ohne im Schichtbetrieb malochen zu müssen
- also Lehrer, Beamte - aber auch Langzeitarbeitslose ... Und noch idealer ist es, wenn aus den Reihen von Abiturschülern, Lehrlingen u. Studenten sich regelmäßig
ÜL-Nachwuchs gewinnen läßt, wobei man hier auch der Tatsache ins Auge sehen muß, daß diese halt nur eine begrenzte Zeit "verfügbar" sind - wobei es in
der Großstadt oft deutlich besser funktioniert (...)

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