Deutsche, die im Ausland starten

Hier geht es um die Wettkampforganisation und um Fragen zu den Wettkampfregeln
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judo-60kgtvh
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Deutsche, die im Ausland starten

Beitrag von judo-60kgtvh » 11.08.2017, 18:47

Hallo Zusammen,

seit diesem Jahr gibt es ja die Regel, dass man als Deutscher nicht mehr in der inländischen Liga starten darf, wenn man im letzten Kalenderjahr in einer ausländischen Liga gestartet ist.
Jetzt war ich neulich in der Regionalliga unterwegs und da kam von mehreren Seiten, ohne dass ich den Stein ins Rollen gebracht hätte, die Aussage, dass diese Regel wieder abgeschafft werden soll.

Weiß jemand etwas neues dazu?
Tadahiro Nomura Olympic Champion

KönigABC
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Re: Deutsche, die im Ausland starten

Beitrag von KönigABC » 13.08.2017, 17:44

Es geht nicht nur um Deutsche, die in einem anderen Land an den Mannschaftsmeisterschaften teilnehmen, sondern auch um Ausländer, die beispielsweise in ihrem Heimatland in diesem Jahr an den Mannschaftsmeisterschaften teilnehmen, wären nächstes Jahr nicht mehr startberechtigt in der Bundesliga. Wie es in unteren Ligen ist, weiß ich nicht. Einige Bundesliga-Vereine sind natürlich gegen diese Regel. Ob sich da wirklich noch was ändert, weiß ich aber nicht.

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Re: Deutsche, die im Ausland starten

Beitrag von judo-60kgtvh » 17.08.2017, 14:26

Ja das ist mir wohl bewusst, aber betrifft mich als Deutschen ja nicht. Mir gings lediglich darum, ob die Regel wieder am Wanken ist oder es sich nur um wilde Gerüchte handelt. Es hat ja schon einige Judokas betroffen.
Tadahiro Nomura Olympic Champion

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judo-60kgtvh
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Re: Deutsche, die im Ausland starten

Beitrag von judo-60kgtvh » 22.12.2017, 22:42

Ich habe nun endlich die Antwort seitens des DJB erhalten. Nach der MV wurde in Facebook gepostet, dass diese Regel wieder zurückgenommen wird. Nun der Clou. Diese Regel, dass Deutsche, die im Ausland starten, gesperrt sind, gilt.... aber nicht für die Bundesliga. :ironie3

Ich finds wirklich klasse, dass man eine Regel beschließt und dann merkt, dass ja dann ein Haufen Kämpfer wegfallen, die dann aber nur für eine Liga zurücknimmt, die so oder so jede Gewichtsklasse dreifach besetzt hat.

Ich habe um eine Erklärung gebeten und halte auf dem Laufenden
Tadahiro Nomura Olympic Champion

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nur_wazaari
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Re: Deutsche, die im Ausland starten

Beitrag von nur_wazaari » 24.12.2017, 14:41

Naja, es geht mal wieder um "Schadensbegrenzung". Es ist wirklich nicht besonders einsichtig, warum man eine solche Regel überhaupt erlassen hat.

Ich kann dazu nur eine kleine Anekdote aus dem Ligasystem meines LV geben: Es sind alle Kämpfer nicht für die Kampftage zugelassen, die überhaupt in einer
höheren als der stattfindenden, landesverbandseigenen Liga starten. Das macht sich schon hinsichtlich der Qualität aber natürlich auch Quantität bemerkbar.
Kämpfer aus anderen landesverbandseigenen Ligen sind aber wohl zugelassen. Der Hintergrund dieser relativ einschneidenden Regel ist einfach der, dass vor
ein paar Jahren ein paar aufstiegswillige Vereine die bis dahin offene Liga mit Bundesligakämpfern aufgerüstet hatten. Der Vorwurf lautete damals im groben
"Unsportlichkeit". Habe ich zwar zu der Zeit verstanden, konnte ich aber schon damals und heute erst recht auch angesichts der rückläufigen Akiven nicht mehr nachvollziehen.

Ein offenes System finde ich für den Sportbetrieb viel förderlicher, es gibt schöne Kämpfe zu sehen und es können Erfahrungen gesammelt werden. Hört sich schon fast
neoliberal an :o , aber im Ansinnen des Sportes finde ich es am fairsten, wenn möglichst viele Gutgesinnte bzw. auch gute Kämpfer teilnehmen können. Daher finde ich
es unnöitg, von Verbandsseiten Beschränkungen durchzuführen, gerade wenn sie nur womöglich wegen einiger weniger negativer Erfahrungen erlassen werden.

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