Rumhoppeln oder kämpfen? Der Unterschied!

Hier geht es um die Wettkampforganisation und um Fragen zu den Wettkampfregeln
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nur_wazaari
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Re: Rumhoppeln oder kämpfen? Der Unterschied!

Beitrag von nur_wazaari » 25.02.2018, 21:00

Ok, ich beabsichtigte lediglich ein paar Gedanken zu teilen. Eine neue Lehre sollte damit ganz sicher nicht begründet werden...und ob jemand Erkenntnisgewinn daraus zieht, nun das kann ich kaum beeinflussen.

Was meine Worte zu "Realität" und anderen theoretischen Aspekten angeht, wurde ich wohl etwas missverstanden. Allerdings lehnte ich mich auch aus dem Fenster; solche Überlegungen lassen sich nicht einfach mal in drei Sätze packen. Sehe ich ein!

Bezüglich meiner naiven und einfachen Vorstellung vom "Lernen" wurde ich eines besseren belehrt. Danke!

Ich nehme die Kritik jetzt so hin, weil ich das Fass nicht noch weiter anschlagen möchte. Nur mit Religion oder Glauben hat das nun wirklich nichts zu tun, abgesehen von den pädagogischen Aspekten eher schon mit Philosophie.

Nun noch was zum Ausgangsthema: Tatsächlich habe ich vor einigen Jahren mal eine ziemlich homogene Gruppe trainieren dürfen. Jungen (5) und Mädchen (3) gemischt zusammen, 11-13 Jahre alt, 8 Kinder (habe auf einem alten Foto nachgeschaut), alle (!) 5. Kyu. Dazu kamen selbstverständlich noch ein paar andere TeilnehmerInnen. Ich übernahm die Gruppe von einer anderen Trainerin. In dem Alter sind die körperlichen Unterschiede zumindest dort auch noch nicht so riesig gewesen; dementsprechend konnten alle relativ problemlos miteinander üben. Selbst die Gewichtsverhältnisse waren relativ gleich.

Nun zum Rumhoppeln: Das war es, welches sie erlernt hatten, obwohl einige von ihnen auch schon Kampferfahrung hatten. Fast alle wollten und konnten aber kämpfen; waren also mit dem Regelwerk und den Grundlagen vertraut. Zwei oder drei waren eher weniger begeistert. Das Training vor meiner Zeit dort bestand aus dem Üben für den nächsten Kyu und Spielen. Wenig Tandoku-renshu, wenig Randori. Kann man so machen, entsprach (bis heute nicht) meiner Vorstellung. Mein Vorteil; ich konnte zumindest auf Grundkenntnisse zurückgreifen und meinen eher wettkampforientierten Trainingsstil durchsetzen. Alle Kinder entwickelten sich jedes für sich sehr gut. Ich versuchte einige Grundlagen des Randori zu vermitteln, damals nach "Meisterliches Judo", N. Ohlenkamp, S.26. Diese "Tipps" sind meiner Meinung nach durchaus als Leitfaden geeignet und höchst praktisch orientiert. Denn letztlich wird über das Randori das Kämpfen erlernt, selbst wenn der Shiai im Vergleich zum Randori etwas anderes bedeuten mag.

Zur Vermittlung des Kämpfens: Es muss mit Spaß vermittelt werden. Ernsthaftigkeit und Disziplin ließen sich nicht mit heruntergezogenen Mundwinkeln und bösem Blick vermitteln (funktioniert auch bei Erwachsenen nicht); eher über die Verständnisebene. Aber warum?...Deshalb! Oft habe ich schon erlebt, dass Trainer nicht hinterfragt werden dürfen. Das halte ich zumindest im gewöhnlichen Training nicht für richtig. Auf einer hohen Leistungsebene mag das manchmal anders sein (Vertrauen, Differenzierung der Aufgaben, Konzentration etc.). Zum Nachvollziehen der Lern- und Verständnisprozesse wurde ja hier dankenswerterweise schon einiges beigetragen. Es ist m.M.n. auch nützlich, wenn ein Trainer auch ein bisschen die Kunst der kurzweiligen Unterhaltung und Situationskomik beherrscht; nur eben ist es nicht ratsam, sich oder andere zum Clown zu machen. Unterforderung ist ebenfalls sehr hinderlich für Motivation und Fortschritt. Die Kinder mussten spüren und verstehen, dass es ihnen nützt, zunächst Randori miteinander zu erlernen, dann auch Wettkämpfe zu fahren und diese mit der richtigen Einstellung, letztlich "gegen andere" anzugehen. Im Ergebnis: Randori = Miteinander nach abgesprochenen, situationsadäquaten Regeln, Shiai = Gegeneinander nach festgelegten Regeln. Freude zu erzeugen, Selbst- und Weltreflektion hervorzurufen sind für mich der eigentliche Grund, diese vielseitige Sportart (Kampfkunst?) zu betreiben. Dazu sind Randori und Shiai geeignete Mittel.

In meiner tatsächlichen Vergleichsgruppe konnte ich gut für mich beobachten und lernen, wie man welchen Charakteren den Spaß am Kämpfen (Wettkampf) vermitteln kann. Natürlich ist es bei einigen eher aussichtslos. Haben aber alle die Regeln eines effektiven Randori erlernt, macht dieses auch Nicht-Wettkämpfern Spaß. Um den Kindern aber auch das "Gegeneinander" beizubringen, nutzten wir monatliche vereinsinterne Turniere unter ernsthaften Bedingungen. Natürlich bedeutete das Aufwand. Ziel ist es gewesen, die Grundlagen aus dem Randori (und Techniktraining, klar) im Wettkampfmodus umzusetzen. Dieses kognitive Umschalten mitunter ist es wohl, was auf höherem Niveau letztlich den Erfolg bringt. Randori verstehe ich also nicht als Simulation des Wettkampfes, wenngleich man dieses auch unter ähnlichen Bedingungen durchführen kann; dann ist es aber ein Trainingswettkampf.

Notiz: Nicht extra von mir schematisiert habe ich dennoch versucht, die wichtigsten Perspektiven (Trainer, Schüler, Umgebung) grob in die praktischen Ausführungen mit einfließen zu lassen. Faktoren haben ich eher ausgespart (sind viele).

HBt.
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Klarstellung

Beitrag von HBt. » 26.02.2018, 10:20

Vielen Dank "nur_wazaari"!

Jetzt verstehe ich Dich wesentlich besser. Viele Leser dieses Forums teilen Deine Gedanken & Einstellungen zum Thema "Vermittlung".

Bist Du weiterhin als Trainerin beschäftigt? Leitest Du auch eine gemischte Gruppe: Kinder, Jugendliche, Erwachsene & Senioren?

Gruß,
HBt.

PS
Ich versuchte einige Grundlagen des Randori zu vermitteln, damals nach "Meisterliches Judo", N. Ohlenkamp, S.26. Diese "Tipps" sind meiner Meinung nach durchaus als Leitfaden geeignet und höchst praktisch orientiert.
Magst Du die Hinweise von Herrn Ohlenkamp zitieren, ich habe sein Buch gerade nicht zur Hand.

HBt.
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Noch ohne Struktur

Beitrag von HBt. » 26.02.2018, 11:10

^
nur_wazaari hat geschrieben:Nun zum Rumhoppeln:

Das war es, welches sie erlernt hatten, obwohl einige von ihnen auch schon Kampferfahrung hatten. Fast alle wollten und konnten aber kämpfen; waren also mit dem Regelwerk und den Grundlagen vertraut. Zwei oder drei waren eher weniger begeistert.

Das Training vor meiner Zeit dort bestand aus dem Üben für den nächsten Kyu und Spielen.
Jenes kann man nicht verteufeln, in dieser Altersklasse kann die Vorgehensweise Deiner Vorgängerin genau richtig gewesen sein.
Wenig Tandoku-renshu, wenig Randori. Kann man so machen, entsprach (bis heute nicht) meiner Vorstellung.
Was bedeutet dieses "bis heute nicht" ?
Ins Blaue geraten behaupte ich: es war anteilmäßig wahrscheinlich sehr gut gewählt.
Mein Vorteil; ich konnte zumindest auf Grundkenntnisse zurückgreifen und meinen eher wettkampforientierten Trainingsstil durchsetzen. Alle Kinder entwickelten sich jedes für sich sehr gut.
Musstest Du viele Widerstände überwinden, trafst Du auf mauernde Eltern oder verunsicherte Kinder ---> wie hast Du Deine Intentionen "durchgesetzt"? Wie hast Du das bewerkstelligt?

Du hast sie überzeugt, also positiv überrascht ... welche Mittel /Methoden hast Du benutzt?
Auf jeden Fall hast Du eine Vorbildfunktion u. Rolle eingenommen haben, freundlich lächelnd etwas Vertrauenvolles ausgestrahlt haben.

Das Vorbild :D.
Ich versuchte einige Grundlagen des Randori zu vermitteln, damals nach "Meisterliches Judo", N. Ohlenkamp, S.26.
Und heute? würdest Du es bestimmt wieder ähnlich angehen, damals hattest Du dazu eine Anregung in einem Judobuch gefunden.

Du hast dem Training dieser sehr kleinen Gruppe eine neue Struktur gegeben.

(...) Denn letztlich wird über das Randori das Kämpfen erlernt, selbst wenn der Shiai im Vergleich zum Randori etwas anderes bedeuten mag.
In meinen Augen lehrt das Instrument Randori nicht das Kämpfen (per se). Für weitere Erläuterungen (oder Zustimmungen) musst Du "kämpfen" in diesem speziellen Kontext definieren.

Der Shiai ist in jedem Fall etwas gänzlich anderes als das Randori ---> möglicherweise lernt man dort "das Kämpfen" (um mit widrigen Umständen fertig zu werden)?.

;-)

HBt.
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Spezielle Vermittlungsmethode - Shiai & Randori

Beitrag von HBt. » 26.02.2018, 11:31

^
nur_wazaari hat geschrieben: Zur Vermittlung des Kämpfens:

Es muss mit Spaß vermittelt werden. Ernsthaftigkeit und Disziplin ließen sich nicht mit heruntergezogenen Mundwinkeln und bösem Blick vermitteln (funktioniert auch bei Erwachsenen nicht); eher über die Verständnisebene.

Aber warum?...Deshalb!

Oft habe ich schon erlebt, dass Trainer nicht hinterfragt werden dürfen. Das halte ich zumindest im gewöhnlichen Training nicht für richtig.
Nicht hinterfragen dürfen, erlebe ich zZt. vielerorts. Das ist natürlich sehr bedenklich, aber eine Frage nach dem "wen führst Du" denn - und welches Modell verfolgst Du (?).

Liebe "nur_wazaari",
aber was verstehst Du unter "gewöhnlichem Training" - ich nehme an: die kleine Gruppe von Judokindern, die sich einmal pro Woche in einem Mehrspartenverein zum Üben des Judosportes treffen.

Und hier hast Du dann auch vollkommen recht. Ein Miteinander bringt hier oft mehr als alleinige Autorität.
Auf einer hohen Leistungsebene mag das manchmal anders sein (Vertrauen, Differenzierung der Aufgaben, Konzentration etc.). Zum Nachvollziehen der Lern- und Verständnisprozesse wurde ja hier dankenswerterweise schon einiges beigetragen.

Es ist m.M.n. auch nützlich, wenn ein Trainer auch ein bisschen die Kunst der kurzweiligen Unterhaltung und Situationskomik beherrscht; nur eben ist es nicht ratsam, sich oder andere zum Clown zu machen.

Unterforderung ist ebenfalls sehr hinderlich für Motivation und Fortschritt. Die Kinder mussten spüren und verstehen, dass es ihnen nützt,

zunächst Randori miteinander zu erlernen,
dann auch Wettkämpfe zu fahren und diese mit der richtigen Einstellung,
letztlich "gegen andere" anzugehen.
Allem möchte ich nicht uneingeschränkt zustimmen, doch viel wichter ist das WIE.

Wie konntest Du das Vertrauen gewinnen, so das sie "spüren und verstehen" ...
Im Ergebnis:

Randori = Miteinander nach abgesprochenen, situationsadäquaten Regeln,
Shiai = Gegeneinander nach festgelegten Regeln.

Freude zu erzeugen, Selbst- und Weltreflektion hervorzurufen sind für mich der eigentliche Grund, diese vielseitige Sportart (Kampfkunst?) zu betreiben. Dazu sind Randori und Shiai geeignete Mittel.
Was ist eine "Weltreflektion"???

Kata, Randori & Shiai
machen das Kodokan Judo schon zu etwas Besonderem - doch soooooooooooo einzigartig sind wir alle gar nicht, wie wir uns das gerne immer wieder gegenseitig glauben machen ;-) wollen.

LG,
HBt.

HBt.
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REGELN

Beitrag von HBt. » 26.02.2018, 11:43

nur_wazaari hat geschrieben:(...)
In meiner tatsächlichen Vergleichsgruppe konnte ich gut für mich beobachten und lernen, wie man welchen Charakteren den Spaß am Kämpfen (Wettkampf) vermitteln kann.
Wie?

Drei Fallbeispiele wären zum Nachvollziehen hilfreich.
(...) Haben aber alle die Regeln eines effektiven Randori erlernt, macht dieses auch Nicht-Wettkämpfern Spaß.
Bediene die Schublade

WETTKÄMPFER und NICHTWETTKÄMPFER doch einfach einmal nicht.

Die Übungsformalie RANDORI ist kein Wettkampf, (vielleicht ein Kampf mit sich SELBST ?!). Das Spitzensportler die Methode Randori vielfach anders nutzen als Lernende (Anfänger) ist ganz klar, doch beim Hören von
"Übungskampf oder Griffkampf" geht mir regelmäßig die Hutschnur hoch ... weil man diese Begriffe & Irrungen immer noch zu oft vorfindet, auf unterstem Niveau - in der Breite ;-)

Nachtrag:
Dein Erfolg basiert mit Sicherheit auf Deiner positiven und charismatischen Ausstrahlung, ebenso warst Du zur richtigen Zeit am richtigen Ort (neue Besen kehren gut).

#
Randori im Spitzensport unterscheidet sich inhaltlich überhaupt nicht vom Randori in einem mittelgroßen Stadtverein, einzig und alleine werden gänzlich andere Intensitäten gefahren.
(...) diese vielseitige Sportart (Kampfkunst?) zu betreiben.
Wir sollten in diesem Forum /bzw. Thread beim Sportjudo bleiben und die fragliche Kampfkunstschiene außen vor lassen. Eine klassische Kampfkunst wird oftmals anders vermittelt als ein Sport.

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Judo ist super

Beitrag von nur_wazaari » 04.03.2018, 09:36

Die Hinweise von Ohlenkamp müsste ich abschreiben, da ich hier keine Funktion zum Hochladen (Scan, pdf-Format) gefunden habe. Hole ich aber nach, da jene durchaus interessant (hilfreich) sein könnten.

Einige der Fragen kann ich tatsächlich nicht beantworten, das hat mehrere Gründe:
a) Die Fallbeispiele: Das Ganze ist nun schon ein paar Jahre her, es tut mir leid. Falls meine Beschreibungen nun im Nachgang zu euphorisch klangen, es gab sicherlich auch nicht so gute Erfahrungen.
b) Mein Trainer-Ich als Vorbild, Charisma usw. -> das müssen andere beurteilen, ich mühe mich aber. Freundlich gelächelt habe ich aber bestimmt nicht immer, auf der Matte ist insgesamt durchaus der Ernst Herr der Lage :boxing :)

Schließlich: War ich insgesamt erfolgreich? Keine Ahnung was in diesem Sinn Erfolg sein könnte, aber irgendwas Positives für hoffentlich möglichst viele hat mein Engagement sicher bewirkt.

Einige Fragen wären im "Methodik"-Thread angebrachter, auch wenn ich nun mit diesem Begriff und auch jenem des Modells sehr viel vorsichtiger umgehen werde. Das ist aber positiv gemeint.

Die Fragen, welche ich hier beantworten kann und die sich m.M.n. zumindest entfernt auch auf dieses Thread-Thema beziehen:

a) Trainerstelle -> ja, ehrenamtlich, 2x Woche, Erwachsene, alle Leistungsstände (mehr ist aus Zeitgründen momentan leider nicht drin). Dazu eigenes Training.
b) Bis heute lasse ich eher wettkampforientiert trainieren, üben etc., d.h. auch mit Bezug zum aktuellen IJF-Regelwerk
c) Es gab durchaus Widerstände, gerade von den Eltern. Kennen wohl die meisten von uns. Ich habe mich ehrlich gesagt auf die Kinder konzentriert und das hat auch gut geklappt, da die Eltern mir und den anderen Trainern trotzdem vertraut haben. D.h., es ist doch überall so, manche Eltern geben ihre Kinder an der Hallentür ab, andere interessieren sich, fangen manchmal sogar selbst mit Judo an. In meinem Heimatverein sogar erstaunlich viele. Selbstverständlich wollten trotzdem einige Eltern nicht, dass die Kinder zu Wettkämpfen fahren. Persönlich halte ich dann auch nichts von einem noch so sanften "Zwang". War ja in grauen Vorzeiten, auch in meinem Verein durchaus mal weiter verbreitet. Wer sich im Training zum Kämpfen empfohlen hatte, musste mit ;)
d) Dem Training eine Struktur gegeben, ja. Auf der Suche nach der besten Lösung und im Finden eines Mittelweges...wichtig ist, dass alle inkl. mir etwas lernen und Spaß haben. Höher kann ich meine Ansprüche (an die anderen) momentan unter gegebenen Bedingungen nicht stellen.
e) Gewöhnliches Training: Judotraining mit "Frontal"-Situation. Aber ist unpräzise von mir ausgedrückt.
f) Vertrauen gewinnen -> Wahl der Worte sicherlich, aber vor allem durch Verhalten. Das was man verlangt, auch von sich selbst einfordern. Selbst kämpfen, trainieren, Kritik annehmen...was man so für den Fortschritt tun muss ;)
g) Weltreflektion -> Mit- und Umwelt. Zu aufgeblasen ausgedrückt. Ich meine einfach nur Selbstreflektion, aber auch das Nachdenken über sich und den Rahmen, in welchem man sich bewegt. Wer anfängt, außerhalb davon zu denken, verlässt diesen vielleicht und kommt weiter. Vielleicht. ;)
h) Das Schubladendenken bzgl. Wettkämpfer/Nichtwettkämpfer: Alle haben das gleiche Training absolviert. Ich mag dieses Denken im Übrigen auch nicht, schlicht ist "sachgerechtes" Randori m.M.n. eine sehr effektive Form Judo zu betreiben.

Grundsätzlich sind das alles nur Eindrücke aus meiner Perspektive heraus. Ich hoffe immer und gehe auch davon aus, dass alle inkl. mir möglichst viel vom Training haben.

Ab jetzt will ich aber nicht mehr so viel über mich z.B. als Trainer (v.a. in der Vergangenheit) schreiben.

HBt.
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Wir machen Judo ;-)

Beitrag von HBt. » 04.03.2018, 10:41

herzlichen Dank "nur_wazaari",

ich freue mich - das Du hier mit an Bord bist und Deine Gedanken, Erfahrungen & Ideen /Umsetzungen mit uns teilst.

:danke

HBt.

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Tipps für das Randori

Beitrag von nur_wazaari » 05.03.2018, 08:45

Die besten Tipps für das Randori in: Ohlenkamp, N.: Meisterliches Judo. S.26, Pietsch Verlag, 2006.

"
-Im Randori gibt es keine Punkte und Sieger, darum verbanne alle Gedanken an Sieg oder Niederlage.
-Konzentriere Dich darauf, frei anzugreifen ohne Rücksicht darauf, ob Du geworfen wirst.
-Bewahre eine entspannte und natürliche Haltung, um die freie Bewegung von Körper und Geist zu erhalten.
-Halte Deine Arme locker.
-Halte den Kopf oben, mittig über der Hüfte.
-Verschwende keine Energie.
-Ziehe jede Technik vollständig durch; gewöhne Dir nicht an, auf halbem Weg aufzuhören.
-Lasse jeder Technik eine weitere folgen.
-Lehne nie einen Trainingspartner ab.
-Suche Dir Trainingspartner, die besser sind als du.
-Probiere neue Techniken aus, um problematische Situationen zu lösen.
-Gebrauche Kia (Konzentration Deines Geistes in einem Schrei), um zusätzliche Kraft zu erlangen.
-Vertraue auf Können und Timing, nicht auf Stärke.
-Kontrolliere deine Atmung.
-Behalte Deine Ellbogen eng am Körper, wo sie am stärksten und am wenigsten verwundbar sind.
-Sieh Deinem Gegner immer in die Augen.
-Kreuze Deine Füße nicht, wenn Du Dich umher bewegst.
-Greife so kräftig zu, wie Du kannst und versäume niemals zuzugreifen.
-Lerne, die Absichten Deines Partners zu spüren und ahne so Angriffe voraus.
-Bewahre Mizu No Kokoro (einen Geist wie Wasser); bleibe ruhig und gelassen.
-Konzentriere Dich auf Kuzushi (Gleichgewichtbrechen), um Möglichkeiten zum Angriff zu schaffen.
-Wende das Prinzip der höchsten Effizienz an, selbst wenn Du Deinen Gegner einfach durch Größe oder Stärke überwältigen könntest.
-Helfe Deinem Partner zu lernen, während Du Deine Technik perfektionierst.
-Handle jetzt - analysiere später.
-Rede Dich nicht heraus; gebe nicht auf. Morgen wirst du besser sein.
"

Diese Tipps sind explizit für das Randori ausgewiesen. Aus dem Kontext des Buches heraus würde ich aber vermuten, dass diese auch auf Wettkämpfe bezogen sein sollen. Denn ich vermute, dass Ohlenkamp hierbei
das Kämpfen an sich im Auge hat und letztlich Randori und Shiai zumindest auf diese Tipps bezogen einheitlich betrachtet. Ist ja auch nicht vollkommen abwegig.
Manche dieser Punkte sind m.M.n. recht eindeutig. Man könnte evtl. einige der weniger eindeutigen Punkte zusätzlich hinterfragen und ergänzen, dann hat man sicherlich auch für die Praxis einen kleinen Guide für effektives Randori.

HBt.
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Ein möglicher /ergänzender Leitfaden:

Beitrag von HBt. » 07.03.2018, 13:04

(...) Man könnte evtl. einige der weniger eindeutigen Punkte zusätzlich hinterfragen und ergänzen, dann hat man sicherlich auch für die Praxis einen kleinen Guide für effektives Randori.
https://shop.judobund.de/produkt/randori/
"Randori
Ein Praxisbuch

lernen und unterrichten"

Jupp
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Re: Rumhoppeln oder kämpfen? Der Unterschied!

Beitrag von Jupp » 08.03.2018, 07:25

Der Deutsche Judo-Bund hat die Schwierigkeiten, die mit dem Erlernen eines "guten" Randori verbunden sind, schon vor vielen Jahren erkannt. Daher sind auch in den offiziellen Lehrbüchern des DJB "Judo lernen" und "Judo anwenden" jeweils im Anschluss an die Darstellung der Prüfungsinhalte zwei Seiten zum Thema Randori angefügt worden. Dabei beziehen sich die jeweiligen Tipps auf das vorher dargestellte Ausbildungsniveau. Alles in Allem also knapp 16 Seiten mit vielfältigen praxishinweisend, wie man Randort im Judounterricht einführen und gestalten kann.

Jupp

P.S.: Manchmal muss man gar nicht amerikanische Erfahrungen heranziehen, um Hinweise für eine brauchbare Praxis im Verein zu erhalten!

tutor!
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Re: Rumhoppeln oder kämpfen? Der Unterschied!

Beitrag von tutor! » 08.03.2018, 08:01

Jupp hat geschrieben:
08.03.2018, 07:35
P.S.: Manchmal muss man gar nicht amerikanische Erfahrungen heranziehen, um Hinweise für eine brauchbare Praxis im Verein zu erhalten!
An der Stelle sollte ich vielleicht einmal zwei Anmerkungen machen.

Neil Ohlenkamp ist der Macher von judoinfo.com, DER weltweit wirklich einzigartigen Webseite für Judo, die seit über 20 Jahren existiert. Teil dieser Seite war auch das „alte“ Judoforum, bis ihm die Kosten und der Aufwand der Administration über den Kopf gewachsen sind. Neil verarbeitet naturgemäß die Dinge, die auf vielfältige Weise von unterschiedlichen Autoren auf seiner Webseite gelandet sind.

Judo in den USA ist verglichen mit Europa eine eher traurige Angelegenheit. Es gibt zwar immer wieder einzelne sehr erfolgreiche Judoka, diese entstammen jedoch nicht irgeneiner landesweiten Struktur, sondern von professionell betriebenen wenigen Dojo/Zentren (wie von J. Pedro).

Ansonsten gilt dort: Viel Fläche, wenig Dichte und in der Breite ein ziemlich schwaches Niveau. Die geringe Dichte und eine etwas andere Internetkultur haben dazu geführt, dass der Austausch über das Netz intensiver ist, als in Europa, wo man sich vereinsübergreifend regelmäßig treffen, reden und ein Bier trinken kann. So etwas funktioniert in den USA und anderen Ländern ähnlicher Dichte deutlich weniger gut. So entstehen dann auch virtuelle Experten und Tastaturkrieger (viele davon kenne ich persönlich).

Ich habe regelmäßig Gelegenheit, mich davon überzeugen zu können, wie es denn um die tatsächliche Praxis bestellt ist.... nun ja, in die USA braucht niemand neidvoll zu schauen.... Qualität ist dort nur sehr vereinzelt zu finden.
I founded a new system for physical culture and mental training as well as for winning contests. I called this "Kodokan Judo",(J. Kano 1898)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)

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Gut,

Beitrag von HBt. » 08.03.2018, 10:25

dann möchte ich doch noch einmal einfügen, dass mir persönlich die Abhandlungen zum umfangreichen Thema Randori
"in Ulrich Klockes Werk JUDO MEISTERN" außerordentlich gut gefällt.

Ich bin gespannt ob sich dieses Niveau (adressatengerecht!) im Nachfolgeband, Judo meistern Band 2, fortsetzen wird.
Auch freue ich mich auf die Darstellung der Katame no kata, mit den Zeichnungen im bekannten Stil.

Zu Ohlenkamps Punkten hatte ich mich schon geäußert (und wieder gelöscht), es bringt nichts darauf herumzureiten ... weiterhin müsste man Black Belt Judo (also das Original) mit der deutschen Übersetzung vergleichen, um sich festlegen zu können.

Pro oder Contra.

Warum in die Ferne schweifen - und hier schließe ich mich meinen Vorrednern gerne an :-).

HBt.

PS
Keine Ferndiagnosen mehr. "nur_wazaari" hat die deutsche Buchausgabe (meisterlisches Judo) motiviert und damit ein Stück nach vorne katapultiert. Über diverse Formulierungen des Übersetzers kann man sinnvoller im Rahmen einer Ausbildung diskutieren und konstruktiv verwurschteln ;-).

Mir sagen die Ohlenkamp Bemerkungen: Tipps & Mottos zum Randori /Shiai (so wie sie abgedruckt sind) nicht zu.

Jupp
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Re: Rumhoppeln oder kämpfen? Der Unterschied!

Beitrag von Jupp » 08.03.2018, 14:42

Hbt schreibt: "dann möchte ich doch noch einmal einfügen, dass mir persönlich die Abhandlungen zum umfangreichen Thema Randori "in Ulrich Klockes Werk JUDO MEISTERN" außerordentlich gut gefällt.

Ich bin gespannt ob sich dieses Niveau (adressatengerecht!) im Nachfolgeband, Judo meistern Band 2, fortsetzen wird. Auch freue ich mich auf die Darstellung der Katame no kata, mit den Zeichnungen im bekannten Stil."
Ich habe mir die Mühe gemacht, nach vielen Jahren mir noch einmal durchzulesen, was in dem oben genannten Buch zum Thema "Randori" auf 18 Seiten zusammengefasst wurde. Obwohl ich mich mit dem Thema gut auskenne, hatte ich doch viele der dort beschriebenen Details "nicht mehr auf dem Schirm" (vielleicht noch auf der Festplatte?).

Mit den von mir zuvor genannten Hinweisen ergeben sich somit 34 Seiten über Randori auch in seiner konkreten Anwendung für unterschiedliche Alters- bzw. Entwicklungsstufen im Judo - eine wie ich finde sehr umfangreiche Abhandlung darüber, wie, wann, wo und warum man Randort betreiben kann bzw. sollte.

Vielleicht geht es vielen Judotrainern hier in Deutschland so wie mir, dass sie (im Laufe zahlreicher Lehrjahre) vergessen haben, dass die offiziellen DJB-Lehrbücher in vielen Fällen - auch beim Thema Randori! - eine konkrete Orientierungs- und Lehrhilfe sein können.

Jupp

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Re: Rumhoppeln oder kämpfen? Der Unterschied!

Beitrag von Jupp » 08.03.2018, 19:06

Ich habe in meinem privaten Archiv auch noch eine Artikelsammlung des DJB zum Thema "Randori" gefunden, die vom Lehr- und Prüfungsreferenten Ralf Lippmann zusammengestellt wurde. Sie heißt: "Arbeitsskript Randori - Eine Artikelsammlung zum Thema „Randori“, zusammen gestellt von Ralf Lippmann (© DJB 2006)". Auf knapp 70 Seiten wurden dort zahlreiche Artikel zum Thema systematisch geordnet.

Vielleicht kann man diese Broschüre als PDF auf der DJB Homepage herunterladen?

Jupp

HBt.
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Skript

Beitrag von HBt. » 09.03.2018, 11:42

Jupp hat geschrieben:
08.03.2018, 19:06
Ich habe in meinem privaten Archiv auch noch eine Artikelsammlung des DJB zum Thema "Randori" gefunden, die vom Lehr- und Prüfungsreferenten Ralf Lippmann zusammengestellt wurde. Sie heißt: "Arbeitsskript Randori - Eine Artikelsammlung zum Thema „Randori“, zusammen gestellt von Ralf Lippmann (© DJB 2006)". Auf knapp 70 Seiten wurden dort zahlreiche Artikel zum Thema systematisch geordnet.

Vielleicht kann man diese Broschüre als PDF auf der DJB Homepage herunterladen?

Jupp
Ich kann mich erinnern, dass wir Forianer diesbzgl. schon einmal eine Bitte gestellt hatten.

Lieber Jupp,
denkst Du, der Autor und der Verband würden einem Download über dieses Forum gestatten?
Dann könntest Du dieses hier zur Verfügung stellen.

Auch Herr Klocke hatte einmal eine Zusammenstellung zum Thema angefertigt, vielleicht darf man sie scannen und den Mitgliedern verfügbar machen.

Alternativ kann man mit Ulrich Kontakt aufnehmen und sich ein gedrucktes Exemplar schicken lassen, wenn dieser Service noch besteht - versteht sich.

Gruß,
HBt.


Psst. Ich muss meinen Text so schreiben, andernfalls ruft mich "tutor!" wiederholt zur Ordnung - das Visier! verstehst Du?
;)

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Re: Rumhoppeln oder kämpfen? Der Unterschied!

Beitrag von Fritz » 09.03.2018, 13:12

HBt. hat geschrieben:
09.03.2018, 11:42
Psst. Ich muss meinen Text so schreiben, andernfalls ruft mich "tutor!" wiederholt zur Ordnung - das Visier! verstehst Du?
So sehr ich Ordnungsrufe befürworte, aber in diesem Fall wäre es dann wohl übertrieben ;-)
Immerhin hat Jupp selbst kein Problem damit, mit seinem echten Namen zu signieren, siehe
viewtopic.php?f=23&t=8129&p=82204#p82204
;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Geben, nehmen...und ein bisschen Dankbarkeit

Beitrag von nur_wazaari » 21.07.2018, 00:39

Nach einiger Zeit mal ein unkomplizierter Einstieg von mir:

https://www.youtube.com/watch?v=kO9boJ73prI

Mal ungeachtet der typisch japanischen Unterhaltungs-TV-Aufmachung lässt sich aus dem obigen Video eine ganze
Menge erkennen. Doch recht unterhaltsam, das Ganze. Aber auch ein bisschen tragisch, weil sich die Show schon ein bisschen über den "Inoue-Defeater" lustig zu machen scheint.

Man kann aus dieser kleinen Anekdote schon einige Unterschiede zwischen Deutschland (Europa?) und Japan (Asien?) zur Auffassung über das Kämpfen im Judo, das Training für Kämpfe und dessen Wert für die Persönlichkeitsbildung herauslesen. Gold gibt es nur, wenn einem jemand die Unzulänglichkeiten aufzeigte. Dieser jemand kann aber am Ende vollkommen leer ausgehen. Ist das gerecht? Diese Frage stellt sich nicht. "A defeat is a defeat"...aber auch ein Fortkommen und vor allem der Anreiz sich zu verbessern. Ich finde, das wird hierzulande oft zu verbissen gesehen.

HBt.
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Entschuldigung

Beitrag von HBt. » 23.07.2018, 10:59

nur_wazaari hat geschrieben:
21.07.2018, 00:39
Geben, nehmen...und ein bisschen Dankbarkeit

Nach einiger Zeit mal ein unkomplizierter Einstieg von mir:

https://www.youtube.com/watch?v=kO9boJ73prI

Mal ungeachtet der typisch japanischen Unterhaltungs-TV-Aufmachung lässt sich aus dem obigen Video eine ganze
Menge erkennen. Doch recht unterhaltsam, das Ganze. Aber auch ein bisschen tragisch, weil sich die Show schon ein bisschen über den "Inoue-Defeater" lustig zu machen scheint.

Man kann aus dieser kleinen Anekdote schon einige Unterschiede zwischen Deutschland (Europa?) und Japan (Asien?) zur Auffassung über das Kämpfen im Judo, das Training für Kämpfe und dessen Wert für die Persönlichkeitsbildung herauslesen. Gold gibt es nur, wenn einem jemand die Unzulänglichkeiten aufzeigte. Dieser jemand kann aber am Ende vollkommen leer ausgehen. Ist das gerecht? Diese Frage stellt sich nicht. "A defeat is a defeat"...aber auch ein Fortkommen und vor allem der Anreiz sich zu verbessern. Ich finde, das wird hierzulande oft zu verbissen gesehen.
Ich verstehe Deine Meldung nicht: was muss mit mir geschehen, damit ich den richtigen Weg einschlage? Ein Anreiz muss her, damit ich mich verbessere muss ich erst am Boden liegen (gedemütigt, geschlagen, geschunden ...)
- willst Du Dein POST so verstanden wissen???

Liebe 'nur_Wazaari',
kannst Du deine Message ein wenig verständlicher (und eindeutiger) formulieren, worauf willst Du hinaus?

LG,
HBt.

PS
  • Niederlagen gehören zum täglichen Einerlei - ohne Scheitern kein Lerneffekt, ohne (anfängliche) Anstrengung kein Gewinn [die Motivation] ...

    Geben & Nehmen sollte sich weitestgehend ausgleichen

    Anerkennung erfährt der Trainer (und das gesamte Team) durch die empfundene Freude und den täglichen Umgang mit seinen Athleten, wenn sie eine bestimmte Leistung erbracht haben (die sie vorher niemals erbringen konnten) ...

    u.s.w.
Dankbarkeit sollte man nicht erwarten, Dankbarkeit ist überzogen (und oft - nachhaltig - negativ konnotiert) ... wie soll man (der Athlet oder auch der Trainer, Eltern & Kinder) Dankbarkeit zeigen??? Wie lange?

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