Düsseldorf 2018 als Grand Slam

Hier geht es um die Wettkampforganisation und um Fragen zu den Wettkampfregeln
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caesar
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Düsseldorf 2018 als Grand Slam

Beitrag von caesar » 15.12.2017, 00:55

Nachdem es in den letzten Jahren immer wieder Diskussionen über den Erhalt des Grand Prix in Düsseldorf auf Grund finanzieller Schwierigkeiten gab, konnten diese Probleme offensichtlich mit Hilfe des neuen DJB-Sponsors beseitigt werden und es wurden sogar noch größere Investionen möglich, sodass 2018 der erste Grand Slam auf deutschem Boden stattfindet.

Der offensichtlichste Vorteil neben der breiteren Medienwirkung sind natürlich 4 Startplätze pro Gewichtsklasse für Deutschland bei einem Grand Slam.
Die Aufwertung der bisherigen Grand Prix-Veranstaltung zu einem Grand Slam ist ein Zeichen dafür, dass in Düsseldorf seit Jahren qualitativ hochwertige Arbeit geleistet wird. Das gesamte OK-Team stellt gemeinsam mit allen ehrenamtlichen Helfern jedes Jahr aufs Neue ein Top-Event auf die Beine.

Der DJB kann nun gemeinsam mit der Internationalen Judo-Föderation (IJF) die Fans und Zuschauer zu einem Event der Superlative einladen. Düsseldorf ist einer von sechs Austragungsorten der Grand-Slam-Reihe. Das Judo-Highlight in Deutschland wird im kommenden Jahr in einem Atemzug mit Paris, Tokyo, Baku, Jekaterinburg und Abu Dhabi genannt!

DJB-Präsident Peter Frese ist nach spannenden Wochen vollends zufrieden: „Die Aufwertung des Grand Prix zu einem Grand Slam ist eine tolle Sache und eine Chance für uns. Es ist in gewisser Weise auch eine Anerkennung unserer guten Arbeit in den letzten Jahren. Jetzt müssen wir alle gemeinsam dafür sorgen, dass der erste Grand Slam in Deutschland ein voller Erfolg wird und der ISS Dome in Düsseldorf vom 23.-25.02.2018 brennt“.

Das wollen wir wieder sehen - siegreiche DJB-Athleten! Diesmal beim Grand Slam Düsseldorf!

Um einer Veranstaltung dieser Größenordnung gerecht zu werden, zieht der DJB in eine größere Halle um. Austragungsort des Grand Slam Düsseldorf wird der ISS Dome im Düsseldorfer Stadtteil Rath sein. Die Multifunktionshalle bietet bessere Bedingungen für die Athleten, tolle Cateringangebote und natürlich jede Menge Platz.

Die Fans und Zuschauer weltweit können sich auf ein Highlight im Wettkampfkalender 2018 freuen – und das mitten in Deutschland. Der Grand Slam Düsseldorf ist neben Paris das einzige Judoformat dieser Kategorie in Mitteleuropa. Der Deutsche Judo-Bund (DJB) hofft viele Judoverrückte aus ganz Europa in Düsseldorf begrüßen zu dürfen.

Lasst uns der weltweiten Judo-Community gemeinsam zeigen, was Stimmung bedeutet. „Save the date“ (23.-25.02.2018) und erscheint zahlreich zum ersten Grand Slam in Deutschland!


Weitere Informationen zum Grand Slam Düsseldorf und zum Kartenvorverkauf folgen in den nächsten Tagen.
http://www.judobund.de/aktuelles/detail ... -aus-2790/

In alter Besserwissermanier noch eine inhaltliche Kritik am Artikel. Eventuell hätte man sich vorher einmal die Grand Slams für 2018 ansehen können. Diese heißen neben Düsseldorf nämlich nicht Paris, Tokyo, Baku, Jekaterinburg, Abu Dhabi sondern Paris, Jekaterinburg, Abu Dhabi und Osaka. In Baku finden die Weltmeisterschaften statt, in Tokio wird für 2020 gebaut.

Nach den Schwierigkeiten beim Kartenverkauf im letzten Jahr, auch wenn die Halle gut gefüllt war, wird es für den ISS Dome doch eine andere Nummer. Wir werden es im Februar erleben.

Anton_D1
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Re: Düsseldorf 2018 als Grand Slam

Beitrag von Anton_D1 » 15.12.2017, 08:40

Mich würde interessieren, wer da wirklich hingeht. Grob nachgerechnet kostet das Wochenende für 2 Personen 250 € Tickets, 250 € Übernachtung plus Anreise. Und das sind die durchschnittlichen Preise. Ich hab mir wirklich überlegt hinzufahren, aber das sprengt meine Kasse ganz gewaltig.
Zuletzt geändert von Fritz am 16.12.2017, 18:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Großschreibungen eingebaut :-/

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Re: Düsseldorf 2018 als Grand Slam

Beitrag von nur_wazaari » 15.12.2017, 08:56

Es wäre mal interessant, welche Auflagen es für eine solche große Veranstaltung seitens der IJF gibt und was das alles genau kostet.
Schon aus Gründen der Transparenz.

Auf Ausrichterseite ist das in jedem Fall eine gewaltige Aufgabe. Auf Konsumentenseite allerdings auch...man kann dem DJB nur wünschen,
dass die Ränge nicht nur mit Ehrengästen gefüllt werden.

Zu der Aufwertung: Irgendwie war mir so, dass es schon nach dem diesjährigen Grandprix einen Hinweis auf diese Aufwertung gab. Habe aber
ad hoc keine Quelle mehr gefunden. Wäre allerdings nicht unlogisch, da Verträge usw. ja nicht erst kurz vorher getroffen werden.
Jedenfalls wunderte ich mich bei Pressemeldungen im Laufe des Jahres, dass immer noch von "Grand Prix" und nicht "Grand Slam" die Rede
gewesen ist.

Mal sehen, wie sich die Veranstaltung macht.

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Re: Düsseldorf 2018 als Grand Slam

Beitrag von Kugelblitz » 16.12.2017, 23:15

4 Starter/innen je Gewichtsklasse hatte das jeweils ausrichtende Land ja nicht nur bei den Grand Slams, sondern auch bei den bisherigen Grand Prix des IJF.
Ganz grundsätzliche Zweifel daran, ob die Aufwertung des Düsseldorfer Grand Prix der letzten Jahre zu einem Grand Slam im kommenden Jahr eine gute Entscheidung war, habe ich bereits an anderer Stelle im Judo Forum geäußert. Konkret wird man das natürlich erst beurteilen können, nachdem man ihn durchgeführt hat.
Meine Bedenken basieren auf mehrmaligen Besuchserfahrungen sowohl 2-tägiger Grand Slams im sehr großen Palais Omnisports (heutiger Name: Accorhotels Arena) von Paris als auch 3-tägiger Düsseldorfer GPs in der Mitsubishihalle. Trotz guter Platzkarten in Paris empfand ich die Düsseldorfer GPs in der kleineren Mitsubishihalle nämlich als angenehmer, weil man näher am Geschehen auf überschaubareren 3 Wettkampfflächen gegenüber bis zu 5 Wettkampfflächen in Paris war. Und ob es an den nur noch 2 Tagen im Düsseldorfer ISS Dome bei 3 Wettkampfflächen bleiben kann, wird ja hauptsächlich von der Anzahl der Teilnehmer abhängen. Deren Anzahl -wie auch die der Zuschauer- zu steigern, dürfte jedenfalls nicht einfach werden, zumal der Grand Slam in Paris ja nur 2 Wochen davor stattfindet. Und nur mäßige Zuschauerzahlen in einem großen ISS Dome dürften ferner auch keine gute Atmosphäre aufkommen lassen. Denn eine solche zu "erzeugen", war bereits in der Mitsubishihalle nicht ganz einfach und bedurfte immer auch erfolgreicher deutscher Teilnehmer.
Einen weiteren Nachteil der Veranstaltung im ISS Dome ist meinen Recherchen zufolge auch dessen wesentlich schlechtere Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Vergleich zur Mitsubishihalle.

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