Judo nach Corona

Hier geht es um Techniken, deren Ausführung und Beschreibung
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uchimata
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Judo nach Corona

Beitrag von uchimata »

Hallo zusammen,

habe eine Frage an Euch. Mir ist an mir selbst nach der langen Judo-Zwangspause durch Corona aufgefallen, dass judospezifische Bewegungen, Wurftechniken aus der Bewegung z.B. oder in der Bodenarbeit vom Bewegungsgefühl richtig schwer fällt. Was habt ihr für Erfahrungen? Geht es euch auch so? Ist irgendwie erschreckend. Bin 45 und mache seit 30 Jahren Judo.

Über eure Erfahrungen wäre ich dankbar.

LG
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Fritz
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Re: Judo nach Corona

Beitrag von Fritz »

Ja. Bewegung fällt schwer ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz
HBt.
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Judo nach (und mit) Corona

Beitrag von HBt. »

Es ist doch ganz klar, dass alle typischen Bewegungsabläufe eingerostet sind - man sollte es als eine Art Chance auffassen: ein Neustart nach einem RESET, langsam, behutsam und mit Verstand.

"Koordination vor Kondition",
HBt.

PS
Nebenbei sei bemerkt, Covid-19 ist noch nicht vom Tisch & die thermodynamischen Prozesse sind im vollen Gang, d.h. die Einschläge des selbstverschuldeten Klimawandels werden an Vehemenz zunehmen. Sicherheit ist eine Illusion von vorgestern.
Holger König
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Re: Judo nach Corona

Beitrag von Holger König »

Und vor allem mit Impfung. Termine sind in Berlin kurzfristig erhältlich.
Sono-Mama
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Re: Judo nach Corona

Beitrag von Sono-Mama »

Hallo,

ja es fällt etwas schwer. Mir persönlich und den etwas "älteren" in unserem Verein hat es sehr geholfen mit Kata wieder ins Judo rein zu kommen.

Gruß Sono-Mama
Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich.

- Konfuzius

Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.

Che Guevara
Holger König
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Re: Judo nach Corona

Beitrag von Holger König »

Wenn man übrigens Anfänger ins Kata-Training einbeziehen will, kann man eine eigene Kata aus den Würfen des 7. oder 8. Kyu mit dem Bewegungsrahmen der Nage no Kata entwickeln.
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Fritz
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Re: Judo nach Corona

Beitrag von Fritz »

Holger König hat geschrieben:
27.07.2021, 00:45
Wenn man übrigens Anfänger ins Kata-Training einbeziehen will, kann man eine eigene Kata aus den Würfen des 7. oder 8. Kyu mit dem Bewegungsrahmen der Nage no Kata entwickeln.
Oder man macht es sich noch einfacher, man nimmt die eine oder andere Judo-Kata und übt die eine oder andere Technik aus den Kata mit den Anfängern.

Es ist irgendwo ein Kano-Zitat nachzulesen, aus dem hervorgeht, daß die Kata dafür gemacht wurden, daß Judolehrer außerhalb des Kodokan, selbständig Judo lehren können,
also mit anderen Worten, die Kata sind eh erstmal für die Anfänger-Ausbildung vorgesehen.

Und das ergibt Sinn, denn einen gestandenen Autofahrer braucht man eigentlich auch nicht mehr auf einen Verkehrstrainingsplatz zu schicken um Verkehrszeichen, Rechts vor Links u. Einparken zu lernen ...
Beim zukünftigen Fahranfänger in der Ausbildung wäre es durchaus sehr sinnvoll ...
Dem gestandenen Autofahrer kann natürlich auf dem gleichen Platz eher ein gehobenes Fahrsicherheitstraining besser anstehen ...
Oder erfindet sich auf dem Platz wieder, um zu lernen, wie er das Fahranfänger-Training mit Fahranfängern durchführt, bspw. falls er Fahrlehrer werden will ...
Mit freundlichem Gruß

Fritz
Jupp
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Re: Judo nach Corona

Beitrag von Jupp »

Als Judotrainer ist mir durchaus klar, dass die Bewegungsabläufe der Judotechniken nach der langen Corona-Pause "eingerostet" sein können. Aus meiner Sicht ist es daher zu Beginn des Wiedereinstiegs ins Judotraining vor allem notwendig an seiner Rolle als Uke zu arbeiten, d.h. mit viel Gefühl sich die verschiedenen Fallübungen wieder zu "erarbeiten", damit man wieder ein guter Uke wird. Besonders die älteren Judoka oder die niedriger graduierten, bei denen die Falltechniken sich noch nicht bzw. wieder so stark gefestigt haben, sollten quasi "neu" ins Fallen durch den Trainer "eingeführt" werden. Dadurch erhält dieser auch einen Überblick darüber, wo die einzelnen Trainingsmitglieder mit ihrem Judo nach teilweise einjähriger Pause "stehen".
Erst wenn er sich (auch mit einer einführenden, "freundlichen" Gymnastik) vom Trainings- und Technikzustand der Übenden überzeugt hat, können anspruchsvollere Übungen und Techniken erwartet werden.

Jupp
HBt.
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Judo nach (& mit) Corona

Beitrag von HBt. »

Holger König hat geschrieben:
25.07.2021, 16:31
Und vor allem mit Impfung. Termine sind in Berlin kurzfristig erhältlich.
Ich konnte am Freitag erstmalig einer Impfgegnerin (53J.) begegnen: Sie ist der felsenfesten Meinung, insbesondere die mRNA-Vakzine wären ein Großversuch der Pharmaindustrie - und ein auf natürliche Art und Weise gestärktes Immunsystem wäre die beste Medizin. Im Klartext; sie überlebt, während ich bald sterben könnte, da mein System irgendwie bald kollabieren müsste, insbesondere wenn ich als Geimpfter in einen Kontakt mit einem 'ungeimpft viel besser geschützen Menschen' treten würde: Sie wäre "(Ich bin) eine Gefahr für mich (Dich). HBt., das weißt Du hoffentlich, ich sage es ja nur ..."

So sieht es aus im Ländle.

Angst, Egoismus, Fatalismus, ... Dummheit & Stumpfsinn florieren zur Zeit!
HBt.

PS
Ich würde den Trainingsalltag (im direkten Kontakt mit meinem Nächsten) nur mit doppelter Impfung wieder aufnehmen - an unser aller Stelle.
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