Junyu Kitayama und Deutsch judo (1924 - 1944)

Hier geht es um die Geschichte und um Traditionen des Judo
Yannick.Schultze
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Re: Junyu Kitayama und Deutsch judo (1924 - 1944)

Beitrag von Yannick.Schultze » 18.04.2018, 04:54

Hallo noburu,

weißt du genau wann Kitayama zum 4. Dan und 5. Dan graduiert wurde?

In meinen Quellen vor dem WW-II, gab es vor Kriegsausbrauch genau 15. deutsche Dan-Träger in Deutschland. Fasst alle Prüfungen wurden dabei auf den Sommerschulen in Frankfurt abgelegt. Neben Deutschen wurden dabei auch Ungarn und Österreicher geprüft.

Die höchste Prüfung dabei war der 2. Dan, so wurden u.a. die beiden Frankfurter E. Schäfer und Ph. Breitstadt 1938 zum 2. Dan geprüft.

Von Kitayama wird aber nirgends eine Prüfung erwähnt.

Gruss
Yannick
https://youtu.be/4xgx4k83zzc
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noboru
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Re: Junyu Kitayama und Deutsch judo (1924 - 1944)

Beitrag von noboru » 18.04.2018, 08:57

Ich weiß es nicht genau. In tschechische judo Büchern, die um 1952 veröffentlicht wurden, steht Kitayams Name auf 4.dan judo. Später um 1962 (5.dan).

Ich persönlich glaube, dass ihm nach dem Zweiten Weltkrieg die Tschechoslowakische Jiu Jitsu Union gewährt wurde, aber ich habe kein Hintergrundmaterial.

Leider habe ich für die Kitayama und Judo / Jiu Jitsu Übung in Berlin keine Informationen gefunden, kein Foto, keine Erwähnung - irgendwas.

Bald werde ich einen Artikel aus tschechischen Zeitungen von 1946 haben, vielleicht werde ich dort einige Informationen erfahren.

noboru
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Re: Junyu Kitayama und Deutsch judo (1924 - 1944)

Beitrag von noboru » 23.05.2018, 13:05

In unserer Quelle aus Böhmen im Jahr 1946 fanden wir keine Informationen über Kitayama und seinen technischen Abschluss.

Dies wirft die Frage (weil es keine Informationen darüber ist), wo und mit wem, nach 1936 in Deutschland ( nach 1937 war in Frankfurt ), erteilt an Kitayama Judo praktiziert. Er lebte bis Ende 1944 in Berlin und lähmte das Japanische Institut.

In Europa mehrere Fälle, in denen die Mitglieder des diplomatischen Corps intensiv Judo in Japan praktiziert (während der High School oder Studium an der Universität) - Dr. Sugimura Yôtarô (Botschafter in Paris), Dr. Ogawa Noboru (Botschafter in Prag), der Major Maki (Militärattache in Prag).

Example: Dr. Sugimura Yôtarô (Botschafter in Paris) mit Kawaishi - 1938-02-02 tshechisch Zeitung Národní listy
Bild


Ob Kitajama Judo in Berlin von jemandem / mit jemandem von der japanischen Botschaft unterrichtet / praktiziert hat?

Haben Sie Informationen, dass einige Vertreter der japanischen Botschaft Judo in Deutschland ausgebildet haben?

Von Kitayama Bücher des Jahres 1962 ist es klar, dass seine Kenntnisse der Judo-Techniken enthalten in (Nagenokata, Kimenokata, Junokata, Koshikinokata). Wo diese Informationen gesammelt werden, ist nicht klar. Wahrscheinlich nicht in Böhmen.

Yannick.Schultze
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Re: Junyu Kitayama und Deutsch judo (1924 - 1944)

Beitrag von Yannick.Schultze » 24.05.2018, 18:01

Hallo noboru,

den von dir eingefügten Artikel kenn ich bisher nur aus deutschen und französischen Zeitungen... hat damals wohl ganz schön eingeschlagen.

Mir ist nichts über japanische Botschaftsangehörige bekannt, die ebenfalls Jūdō trainiert haben. Der zweimalige Botschafter Ōshima war lediglich mehrmals auf Wettkämpfen in Berlin anwesend.

Auch gab es nach der Abreise von Kitabatake keinen wirklichen jap. Trainer mehr in Berlin. Die beiden größeren Clubs in Berlin wurden von Deutschen trainiert. Kitayama bringe ich bisher mit keinen dieser Clubs in Verbindung.

Wie hoch die Kenntnis der deutschen Jūdōka in Bezug auf Kata war, lässt sich schwer sagen. Sie haben nachweislich 1933 Kime no Kata bei Kanō trainiert. Wie intensiv das Kata-Training auf den Sommerschulen in Frankfurt war, lässt sich schwer sagen.

Gruss
Yannick

Ps. Entschuldigung, dass ich dir nicht mehr helfen kann.
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