4. kyu

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4. kyu

Beitrag von Nell_norge » 15.12.2015, 23:00

Hallo zusammen,
dank eines lieben Forenmitgliedes trage ich nun den 5. Kyu und es hat alles gut geklappt. Ich würde gerne den 4. Kyu ablegen und mein Verein naja, ist komisch. Ist halt Unisport und naja, sobald ich eine Variante werfe, so geht das nicht etc. es fehlt das Grundverständnis, dass ich trotz meiner Behinderung einige Würfe stehen kann und andere nicht.

Wo finde ich einen Prüfer, der nach Behindertenprüfung prüfen kann?
LG Nell

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Re: 4. kyu

Beitrag von LenDa » 15.12.2015, 23:11

Hi Nell,

Wo kommst du denn her... NRW ist groß.

Viele Grüße
David
Judo beim Post SV Düsseldorf www.judokas.net.

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Re: 4. kyu

Beitrag von Nell_norge » 16.12.2015, 13:08

LenDa hat geschrieben:Hi Nell,

Wo kommst du denn her... NRW ist groß.

Viele Grüße
David
Münsterland, ich hab von meiem Heimatverein schonmal die Freigabe für den 5. Kyu bei deinem Verein/Bezirk erhalten. Damals ging es noch gut danke einem netten Prüfer. Aber langsam wird es schwierig, weil teilweise kann ich Würfe stehen und teilweise nicht. Wenn ich Varianten vom Tsuri-komi-goshi werfe, heißt es, dass ist nicht erlaubt und du musst mehr in die Knie gehen. Schaff ich aber nicht wegen dem Gleichgewicht. Ich werfe den halt als einem beidseitigen Ärmelgriff mit ausgestelltem Bein, damit niemand auf meinem Rücken liegt. Dann bin ich standfähig. Im normalen Style wäre ich das nicht.

Viele Grüße
Nell

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Re: 4. kyu

Beitrag von Fritz » 16.12.2015, 15:38

Nell_norge hat geschrieben:Aber langsam wird es schwierig, weil teilweise kann ich Würfe stehen und teilweise nicht
Na die gute Nachricht ist, daß jetzt ja der eine oder andere Opfer-Wurf mehr mit dabei ist, da brauchst Du ja nicht
stehen zu bleiben... ;-)
Nell_norge hat geschrieben:Wenn ich Varianten vom Tsuri-komi-goshi werfe, heißt es, dass ist nicht erlaubt und du musst mehr in die Knie gehen.
Schaff ich aber nicht wegen dem Gleichgewicht.
Naja, "nicht erlaubt" ist ein hartes Wort...
Man müßte jetzt sehen, wie genau Du Tsuri-Komi-Goshi machst, um zu schauen, was man da noch optimieren könnte ;-)
Nell_norge hat geschrieben:Ich werfe den halt als einem beidseitigen Ärmelgriff mit ausgestelltem Bein, damit niemand auf meinem Rücken liegt. Dann bin ich standfähig. Im normalen Style wäre ich das nicht.
Also wirfst Du eher Sode-Tsuri-Komi-Goshi?
Was ist denn für Dich der "normale Style"?
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: 4. kyu

Beitrag von Nell_norge » 16.12.2015, 18:09

Was bezeichnest du denn bitte von den Würfen als Opferwurf?

Sode-Tsuri-Komi-Goshi - ne nicht ganz. Also von den Armen ja, aber quasi Hüfte wie beim Uki-goshi und dann das rechte Bein wie beim Seoi-otoshi. Es sieht traumhaft aus und ich steh das ganze auch noch. Soll ich Foto machen?

Und naja, Tsuri-Komi-Goshi normal: https://www.youtube.com/watch?v=hoipL2RjF6I

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Fritz
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Re: 4. kyu

Beitrag von Fritz » 17.12.2015, 14:40

Nell_norge hat geschrieben:Was bezeichnest du denn bitte von den Würfen als Opferwurf?
4. Kyu: Tomoe-Nage, Ko-Uchi-Maki-Komi,
3. Kyu: Sumi-Gaeshi, Tani-Otoshi
2. Kyu: Yoko-Gake, Yoko-Otoshi
1. Kyu: Ura-Nage, Yoko-Guruma, Soto-Maki-Komi, Hane-Maki-Komi

Also jeweils ca 40% der Würfe sind Opfertechniken. Damit sollte es für Dich ab jetzt tendenziell leichter werden.
Nell_norge hat geschrieben: Sode-Tsuri-Komi-Gosh - ne nicht ganz. Also von den Armen ja, aber quasi Hüfte wie beim Uki-goshi und dann das rechte Bein wie beim Seoi-otoshi. Es sieht traumhaft aus und ich steh das ganze auch noch. Soll ich Foto machen?
Ein kurzer Video-Schnipsel wäre besser...
Nell_norge hat geschrieben:Und naja, Tsuri-Komi-Goshi normal: https://www.youtube.com/watch?v=hoipL2RjF6I
Wie gesagt in anderen Fäden... Laß die Finger von den Videos von diesem Typen.

Schau Dir lieber hier die Zusammenstellung an: https://www.youtube.com/watch?v=1eir0M1N40Q
Wie du feststellen wirst, laufen die Bewegungen in der Regel dynamisch durch und es wird auch nicht unbedingt tief runter gegangen.
Du wirst beim Üben feststellen, daß die Anforderungen an Dein Gleichgewicht beim dynamischen Werfen ohne Pause in der Bewegung deutlich
geringer ist, als wenn Du versuchst, Dir statisch am rumstehenden Partner einen Tsuri-Komi-Goshi abzuquälen...
Das ist sogar beim Üben der Nage-no-Kata so, wenn es bei Tori da erstmal "klick" gemacht hat und er den T-K-G in einer Bewegung durchzieht,
klappt der plötzlich, ohne das übliche Rumgekrampfe der Versuche vorher...

Also bevor Du Dir über die Auswahl zukünftiger Prüfer u. Prüfungsordnungen Gedanken machst, solltest Du trainingsmäßig ausreizen, was die Technik so her gibt ;-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: 4. kyu

Beitrag von Nell_norge » 17.12.2015, 22:04

Hey,
danke für deine Anregungen. Ich glaube es ist mehr die Angst und diese Angst vor dem Sturz. Sobald Uke genau auf meinem Rücken liegt, kann ich das gewichtsmäßig und gleichgewichtsmäßig nimmer verarbeiten und mir sacken die Beine weg.

Ich glaube es ist größtenteils auch ein Kopfproblem. Beim Anfängertraining heißt es immer, dass kannst du nicht, dass ist nicht regelkonform, du musst mehr Krafttraining machen. Warum machst du das nicht mit (Übungen, wo ich gestürzt bin). Und dann finde ich schwer einen Uke. Wenn es darum geht, einen neuen Partner zu suchen, bleibe ich oft übrig. Da tue ich mich schwer, weil ich die Ansage nicht höre. Die Trainer tun sich schwer damit, dass ich schwer höre. Und dann bei der Orangeprüfung der Prüfer, der mich ausquetschte (hab davon berichtet).
Trainiere ich dagegen Donnerstags im Techniktraining, kämpfe ich fast nur mit Jungs die größer und schwerer sind. Doch dort verstehen alle, dass ich ein mentales Problem habe und Gleichgewichtsprobleme habe. Sie entwickeln Varianten, wie ich mich an den Wurf herantaste, überlegen, wie ich die Prüfung schaffe, wer mit mir reingeht als Uke (ggf. auch mehrere für unterschiedliche Würfe) und ermuntern mich, dass ich auch den normalen Wurf schaffe. So konnte ich heute den Tsuri-komi-goshi werfen und zwar im normalen Eingang, Beinstellung wie bei Uki-goshi und Beine parallel nebeneinander. Also kleine Fortschritte.

Dabei schaffte ich orange nach normalen Bedingungen. Selbst einen Morote in Variation. Mal gucken, ob ich ein Video von meinen anderen Würfen drehen kann. ;) Ich bemüh mich mal morgen oder so.
So Long
Nell

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Re: 4. kyu

Beitrag von Fritz » 18.12.2015, 01:33

Nell_norge hat geschrieben:. Ich glaube es ist mehr die Angst und diese Angst vor dem Sturz. Sobald Uke genau auf meinem Rücken liegt, kann ich das gewichtsmäßig und gleichgewichtsmäßig nimmer verarbeiten und mir sacken die Beine weg.
Die gute Nachricht ist, Judowürfe sind eigentlich so konstruiert, daß Du bei guter Ausführung eigentlich nie das volle Gewicht des Ukes tragen mußt...
Wenn Uke bspw. beim Tsuri-Komi-Goshi flüssig über Dich kippt, trägst Du nur einen sehr geringen Anteil von seinem Gewicht - wenn Du dagegen die Bewegung anhältst und Dir dabei Uke auf den Rücken packst und dieser dabei kaum rotiert, dann hast Du seine komplette Masse zu stemmen...
Die ursprüngliche Idee ist ja, daß ein deutlich Schwächerer einen Stärkeren werfen soll.
Ausführungen, wo Du in irgendeiner Wurfphase das volle Gewicht tragen mußt sind eigentlich immer falsch im Judosinn.
Und Du kannst Dir die Angst vor dem Sturz nehmen (klar tüchtig fallen üben), wenn Du von vornherein
jeden Wurf als Übergang zur Bodenarbeit ansiehst... Dann ist es nämlich kein Sturz mehr für Dich, sondern eine von Dir kontrollierte Bewegung
nach unten und der zweite Vorteil ist, daß Du Würfe etwas ungehemmter durchziehen kannst. Damit kommt dann die Sache zum Tragen, daß Du bei
korrekter, sauber durchlaufender Wurftechnik nie das volle Gewicht des Uke stemmen mußt und dann kannste sicherlich auch bei Bedarf dann
den Übergang zum Boden nicht machen und stehen bleiben... Da sind dann die Opfertechniken auch sehr hilfreich, unter dem Gesichtspunkt Übergang Stand->Boden ...
Nell_norge hat geschrieben:Trainiere ich dagegen Donnerstags im Techniktraining, kämpfe ich fast nur mit Jungs die größer und schwerer sind. Doch dort verstehen alle, dass ich ein mentales Problem habe und Gleichgewichtsprobleme habe. Sie entwickeln Varianten, wie ich mich an den Wurf herantaste, überlegen, wie ich die Prüfung schaffe, wer mit mir reingeht als Uke (ggf. auch mehrere für unterschiedliche Würfe) und ermuntern mich, dass ich auch den normalen Wurf schaffe. So konnte ich heute den Tsuri-komi-goshi werfen und zwar im normalen Eingang, Beinstellung wie bei Uki-goshi und Beine parallel nebeneinander. Also kleine Fortschritte.
Na das klingt doch richtig gut, so muß es sein... Am Ende ist es alles nur eine Übungsfrage, setz Dich nicht
wegen irgendwelcher Prüfungen u. Prüfer unter Druck, sondern ziehe Deine Motivation aus diesen kleinen Fortschritten und dem offensichtlich gutem Lernklima in dieser Gruppe :-)
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: 4. kyu

Beitrag von Nell_norge » 18.12.2015, 10:13

Hey Fritz,
vielen Dank für deine Ideen und Anregungen. Ich versuch das mal mit den Stürzen besser zu beschreiben. Es ist nicht so, dass einfach so wie beim Judo falle. Eigentlich kann ich ganz gut Fallschule und wenn mich mein alter Uke beispielsweise Seoi-nage geworfen hat, war das alles kein Ding.

Nehmen wir mal den Morote. Ich drehe mich (sehr langsam, ich bin einfach net wendig genug) ein, lade auf und sobald ich anhebe und Rückenkontakt habe, spüre ich Schmerzimpuls, die Beine sacken mir weg, teilweise verdrehen sich auch und schwupps liege ich da. Hab mir dabei schon mal den Oberschenkel verdreht. Wenn ich dann erstmal liege, ist mir schlecht und alleine hochkommen ist schwer.

Und Videos kommen.
LG Nell

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Re: 4. kyu

Beitrag von Fritz » 18.12.2015, 10:38

Nell_norge hat geschrieben:lade auf und sobald ich anhebe und Rückenkontakt habe, spüre ich Schmerzimpuls, die Beine sacken mir weg,
Das solltest Du mal medizinisch klären, nicht daß Du ein grundsätzliches Problem mit dem Rücken mit Dir rumschleppst...
Mit freundlichem Gruß

Fritz

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Re: 4. kyu

Beitrag von Nell_norge » 18.12.2015, 13:50

Hallo, ihr lest schon und wisst, dass ich wegen dem Gehör Gleichgewichtsschwierigkeiten habe. Durch Belastung wird das nochmal beeinträchtigt. Ansonsten bin ich eine junge 14jährige Göttin im erwachsenen Gewand :D :danke

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Re: 4. kyu

Beitrag von Lippe » 18.12.2015, 14:32

Nell_norge hat geschrieben:Hallo, ihr lest schon und wisst, dass ich wegen dem Gehör Gleichgewichtsschwierigkeiten habe. Durch Belastung wird das nochmal beeinträchtigt.
Ja, wir lesen schon, aber für manche von uns ist vielleicht nicht klar, woher der Schmerzimpuls beim "Anheben und Rückenkontakt" kommt. Ich zumindest kann die Verbindung zwischen dem beeinträchtigten Gehörsinn und dem Schmerz nicht herstellen.

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Re: 4. kyu

Beitrag von Nell_norge » 18.12.2015, 15:00

Achso, kann ich auch nicht so direkt, bin aber auch kein Mediziner. Es passiert nur bei Rückenbelastung. Als ob das rutschen würde und so. Hab ich auch, wenn ich ungleichmäßige Rucksackbelastung habe. Sorry. :BangHead

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Re: 4. kyu

Beitrag von judoka50 » 20.12.2015, 21:13

Wenn Video dann nimm die über unsere Seite verlinkten Kodokan Videos....

https://www.facebook.com/Judo.Unna.Hamm ... 0610515331


wie z.b. zu deinem Thema dieses hier:

https://www.youtube.com/watch?v=hzBsKtf87cY
Viele Grüße
U d o

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