DDK DJB Kata-Gatame

Hier könnt ihr alles posten was mit Judo zu tun hat

HBt.
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Verästelungen

Beitrag von HBt. »

Im Rahmen des Uni-Sportes sind noch zwei Fragen unbeantwortet geblieben:
HBt. hat geschrieben:Sag einmal Robert, ist das Judotraining der TU-Berlin frei für jeden Judoka? - für welchen Seniorenstudiengang hast Du Dich denn eingeschrieben?
Und in meinem Kopf schwirrt immer noch die Frage umher, ob Du weiterhin davon ausgehst, dass es fünf Haltetechnikgruppen gibt und KATA-GATAME eine Gruppe von den fünf Überschriften ist?
frankx hat geschrieben:(...)
es ist letztlich es gebe 4 Haltegriffgruppen. Da meinte ich fünf. Da hieß es laut DDK gäbe es nur 4. Der Kata-gatame gehöre in die Gruppe der Kesa-gatame.
Die Hervorhebung im Zitat stammt von mir.


Irgendwann wollen wir ja auch einmal wieder aus den Nesseln herauskommen.
;)


Schönes WE,
HBt.
frankx
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Verästelungen ...

Beitrag von frankx »

Danke, manchmal zeigt mir der Browser nicht die direkt Antwort an, bei meiner Mailbenachrichtigung.

Das Training ist: https://www.tu-sport.de/sportprogramm/k ... 153cabafbb - Dienstags bei Raouf. Beim letzten Mal habe ich auf dessen Bitten das Training geleitet (mit einem anderen XYZ), weil er nicht konnte.

Weinmann unterscheidet 4 Haltegriffgruppen und packt den Kata-Gatame in die Gruppe Kesa-Gatame. Die PO vom DDK spricht von 4 Haltegriffgruppen. Hoffmann, wenn ich es richtig verstehe, spricht von 5 Gruppen, da ist der Kata-Gatame eine eigene. Was ich persönlich sinnvoller finde. Kodokan macht diese Kategorisierung ja gar nicht.

Thx, R. aus B.
frankx
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... und noch mehr Äste ...

Beitrag von frankx »

Da frage ich mich mittlerweile: Was soll das sein? Wie bildet das DDK den Rahmen für das Training an der TU?

Die Prüfungen in den letzten Jahren waren alle DJB-Prüfungen. Ich frage mich in der Sache, was an unserem Training jetzt “DDK” sein soll. Außer, dass in Anlehnung an Weinmanns Buch der Kata-Gatame eine Unterform des Kesa-Gatame wäre. Und dass der Ushiro-Kesa-Gatame auch oder “eigentlich” Gyaku-Kesa-Gatame heißt.

Diesen offensichtlichen “Bruderzwist” zwischen DJB und DDK (inklusive des Ausschlusses von Klaus Glahn 2009 aus dem DDK) ins TU-Training zu tragen, ohne dass das überhaupt beim Training eine Rolle spielt (im Gegenteil, die Prüfungen sind ja alle immer DJB-Prüfungen gewesen und auf die Budo-Etikette wird auch ein besonderer Wert gelegt) ist für mich aktuell nicht verständlich.

... um das noch zu finishen. Der Dan-Beauftrage des DDK für Berlin und Brandenburg kommt auch immer zum Training als Ratgeber und Beisitzer (wegen Verletzung nicht mehr aktiv). Wir sind alle "gut" miteinander ;-)
HBt.
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Koexistens des DDK und des DJB (gelebt in Berlin)

Beitrag von HBt. »

Hallo Robert oder 'frankx'
dann ist ja alles in Butter - wenn Ihr Euch eh an der APO des DJB orientiert, bzw. Prüfungen und Vorbereitungen gemäß der gültigen Statuten durchführt, ... verstehe ich absolut nicht das Ihr die Reminiszenz benötigt. Auch Eure gemeinsame Eingangsfrage nicht.

Schmeißt die Tafeln weg, bereinigt den Internetauftritt und habt Spaß, denkt mit Liebe an Herrn Weinmann und fertig.

Gruß,
HBt.

PS:
Wenn Kata-gatame eine eigene Gruppe der Festhaltegriffe darstellen würde, welche anderen Haltegriffe ordnen sich dann in diesen Container ein /diesem Container unter? Das Kata-gatame einfach kein Kesa-gatame ist und damit auch in keinerlei Gruppeneinteilung mit der besagten Überschrift Kesa-gatame passt, leuchtet uns allen hoffentlich ein - Konsens?! Wieso man einmal in Westdeutschland, zeitweise diversen Einteilungen frönte, sollte auch eingängig sein. Kata-gatame ist kein Kesa-gatame, fertig.
frankx hat geschrieben:Der Dan-Beauftrage des DDK für Berlin und Brandenburg kommt auch immer zum Training als Ratgeber und Beisitzer (...)
Warum klärt Ihr Eure Fragen dann nicht sofort, im Rahmen dieser Expertengruppe - und auf der Matte? Der DDK-Danbeauftragte müsste Dir /Euch auch die andere brennende Frage beantworten können, die Nummer mit 'dem Vertrag'. Mensch Meier, er legitimiert schließlich alles, im Namen des DDK-Kodokan-Kontraktes, wenigstens als Repräsentant.

Benutzen zwei Personen den Account frankx,
fragt 'HBt.',
auch bekannt unter seinem realen Namenskürzel 'HBt.'.
Zuletzt geändert von HBt. am 23.04.2022, 17:28, insgesamt 2-mal geändert.
HBt.
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Kurz zusammengefasst:

Beitrag von HBt. »

Ihr ('frankx') habt einem DDK-Judoka beim gemeinsamen Training an der Technischen Universität Berlin erklärt, nach seiner Einlassung, Punkt Punkt Punkt. Und nun wolltet Ihr einmal wissen' wie das alles so zustande gekommen ist ... irgendwie erinnert mich dieser Teil (jetzt) an die Sesamstraße von 1974++ ("Ernie + ein Besucher: Eine merkwürdige Geschichte").

https://youtu.be/nzCREbEa0jk

HBt.
:?

#
'frankx',
mache es Dir nicht so schwer:
DDK e.V. hat geschrieben:LG Berlin / Brandenburg
Horst Hilbig
Schillerstr.10, 13156 Berlin
Tel: 030 / 2 91 02 89; Fax 0162 / 1 07 98 20
lg.berlin@ddk-ev.de

Dan-Beauftragter
Manfred Künstler
Mail: M.Künstler@t-online.de

Budo-Beauftragter
Lothar Nest
Alt Mariendorf 21, 12107 Berlin, Telefon: (0 30) 705 41 28, Fax: (0 30) 70 07 27 19
HBt.
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Techniknamen

Beitrag von HBt. »

Meine abschließende Antwort findest Du ('frankx aka Robert') in dem Faden Deiner anderen Anfrage: https://www.dasjudoforum.de/forum/viewt ... 2&start=20.
Darüber hinaus empfehle ich eine ÜL oder Trainerausbildung und andere Fortbildungen des Deutschen Judobundes, Literaturrecherche und viel Praxis.
HBt.
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T. Oda und seine Methode

Beitrag von HBt. »

Die Verwirrung ist perfekt; blickt man heute in Harrisons Machtwerk (judo on the ground, the Oda method, 1959), liest man viel und erkennt wenig:
"
  • kesagatame-kei katagatame (scarf hold system shoulder lock)
  • shihogatame-kei katagatame (locking of four quarters system shoulder lock)
"

Harrisons Interpretation der Bodenschule von Herrn Oda ist doch etwas schwierig, im Kontext der Zeit (Opa Schutte, M. Kawaishi ...) - verstehe ich den einleitenden Text der "gelben Bodentechnik-Stoffsammlung":

"Das Deutsche Dan-Kollegium hat sich inzwischen um eine Systematisierung und Vereinfachung der Namen bemüht. Dieses Buch folgt prinzipiell diesen Ergebnissen, die zweifellos erhebliche Klarheit brachten. (...)
In diesem Buch wurde versucht, eine Basis für ein besseres Verständnis der Bodenkampftechniken zu schaffen."

[Seite 8, Katame-Waza, Weinmann-Verlag, Autor unbekannt (vielleicht ein Kollektiv?)]

Vielleicht ist die Aufarbeitung dieses Themenkomplexes einmal eine Studienarbeit, Bachelor oder Masterarbeit, im Hause Lippmann (DJB-Ausbildungsleitung) wert? Wir brauchen eine Art BODEN-Daigo, ein umfangreiches Kompendium, aber auch ein Lehrwerk - eine kritische Auseinandersetzung ... ;).
Zuletzt geändert von HBt. am 27.04.2022, 14:37, insgesamt 3-mal geändert.
tutor!
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Re: T. Oda und seine Methode

Beitrag von tutor! »

HBt. hat geschrieben:
26.04.2022, 11:19
Vielleicht ist die Aufarbeitung diese Themenkomplexes einmal eine Studienarbeit, Bachelor oder Masterarbeit, im Hause Lippmann (DJB-Ausbildungsleitung) wert? Wir brauchen eine Art BODEN-Daigo, ein umfangreiches Kompendium, aber auch ein Lehrwerk - eine kritische Auseinandersetzung ... ;).
Wird als vertiefender Begleittext zum neuen Kyu-Programm spätestens ab Mitte Juni seitens des DJB veröffentlicht werden. Darin wird es in einem ersten Schritt Erläuterungen geben, wie und warum die verschiedenen Bezeichnungen sowohl bei den Nage-waza, wie auch bei den Katame-waza entstanden sind.

Aufarbeitungen an konkreten Beispielen werden dann später folgen. In einem ersten Schritt wird es um die Übernahme des Kodokan/IJF-Standards der Nomenklatur und die sich daraus ergebenden Änderungen gehen.

Lehrgangsangebote zur Nomenklatur können dann - eigentlich auch schon jetzt - nachgefragt werden.... falls das jemand wünschen sollte.

Konkret: die Shinmeisho-no-katame-waza wurden 1985 festgelegt, nach einer Kommissionsarbeit von 31 Jahren! Bis zu diesem Zeitpunkt kursierten natürlich auch in Japan "common names", die zwar verbreitet, aber nicht "offiziell" waren. Es gab für dieselben Techniken teilweise verschiedene Namen, wie auch umgekehrt, dieselben Namen für verschiedene Techniken.

Der Sündenfall des damaligen DDK bestand nicht in einer Systematisierung damals gebräuchlicher Technikbezeichnungen (die stammte BTW auch nicht vom DDK, sondern von W. Hofmann). Vielmehr haben sie eigene japanische Namen vergeben, ie sie für "besser passend" gehalten haben. Sie haben umbenannt! So wurde aus Kawaishis Kuzure-kami-shiho-garami eine Kami-shiho-kannuki-gatame. Oder bei den Garamis: Ude-garami und Ashi-garami bezeichnen das umschlungene Körperteil (den Arm, das Bein), das gehebelt wird. Beim DDK bezeichnen Waki-garami, Hara-garami, Ashi-garami(!) das Körperteil mit dem Tori den gebeugten Arm hebelt. Sie haben noch nicht einmal gemerkt, dass sie plötzlich eine weitere Technik mit Namen Ashi-garami kreiert haben.

W. Hofmann kann man nicht hoch genug würdigen. Die Probleme - von denen sich der DJB aber schon vor fast drei Jahrzehnten gelöst hat - haben andere verursacht.
I founded a new system for physical culture and mental training as well as for winning contests. I called this "Kodokan Judo",(J. Kano 1898)
Techniques are only the words of the language judo (Cichorei Kano, 24.12.2008)
HBt.
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Namen und andere Irrungen

Beitrag von HBt. »

In diesem Zusammenhang ist ein älterer Faden sehr interessant https://www.dasjudoforum.de/forum/viewt ... =21&t=4890.
Zwölf Jahre sind ins Land gegangen, bereits verstrichen.
Müller1
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Re: DDK DJB Kata-Gatame

Beitrag von Müller1 »

Vielen Dank für die Weitergabe der Informationen.
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