Tutor und Judo

Hier könnt ihr alles posten was mit Judo zu tun hat

piti
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Tutor und Judo

Beitrag von piti » 05.12.2018, 21:53

Hallo Tutor,

ich schätze deine BEITRÄGE. Ehrlich.

Aber. …..kläre uns (mich) mal auf…………..

Der DJB als Big-Boss von allen Judo-Vereinen, soweit ok?
Prüfungsordnung in der Hand von DJB und Landesverbänden
Landesverbände müssen sich dem DJB fügen.

Bisher ok und akzeptiert?

Jetzt mal zum Judo. Vielleicht ist das ganz anders, wie Ihr Akademiker es euch vorstellt und denkt.

Fangen wir mal an mit euren Publikationen Kinderjudo und der angepassten Prüfungsordnung.
Vollkommen bescheuert …… sorry ……… aber ich habe kein milderen Ausdruck gefunden.
Für die Prüfungsordnung von Erwachsenen, …... könnte ich noch heute Klocke und Co. ……. den Hals ………………. egal……..

Ich habe heute es mit älteren Judosportleren zu tun. Die würden gerne ….
Ich versuche ….. aber nicht nach Klocke und Co.
Ich habe versucht ältere Trainer (mit Dan) zu qualifizieren (z.B. C) … Machen die aber nicht mehr mit 20-jährigen. Was ist mit älteren Judoka ????? 3. bis 4. Dan, die aber nicht mehr mit Jugendlichen was gemeinsam haben, aber ältere Judoka trainieren können.
DJB bietet nach Klocke und Co. nur etwas an, wenn die alten Judoka schon den Trainer-C haben.
Sie müssen also Trainer-C haben (oder erwerben) und dann Trainer-B machen, um Ältere zu trainieren.................

In NRW bin ich froh, dass jeder Dan, der an den Kyu-Prüferlizenz-Lehrgängen teilgenommen hat,
Kyu-Prüfungen abnehmen darf. Wobei man wissen muß, dasy der (Big-Boss, der die sog. Macht zum Ernennen hat) von allen Dan-Inhabern im NWDK ernannt wird ……. durch Abstimmung.
Ich schätze mal 10 % aller Dane sind im NwDK,

Tutor …. wohin geht deutsches Judo? ............... Deinen Weg?
Welche demütige Aufgaben haben wir Vereine noch vor uns ? Welchen Vorteil haben wir noch in einem Verband wie dem DJB respektive in einem Landesverband?

Gruß, Piti
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Re: Tutor und Judo

Beitrag von tutor! » 05.12.2018, 23:43

Hallo Piti,

ich glaube, Du verkennst meinen Einfluss in den Verbänden. Ich habe sicherlich zu vielen Punkten einige Ideen, jedoch bin ich nicht in einer Funktion, die es mir erlauben würde, an einigen Schrauben zu drehen. Insofern kann ich Dir auch nicht sagen, wohin einige (Verbands-)Entwicklungen gehen.

Viele Grüße
tutor!
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JudoSakura
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Re: Tutor und Judo

Beitrag von JudoSakura » 06.12.2018, 06:34

Hallo Piti,

es gibt nicht den perfekten Zustand, auch nicht beim DJB. Es gibt nur viele kleine Verbesserungsschritte in die richtige Richtung.

Ich finde es immer super, wenn sich jemand Gedanken macht, wie es besser sein könnte.

Was sind deine Verbesserungsvorschläge für die von dir erwähnten Judobücher, Gürtelprüfungen und Judotrainings für Ältere?

Also lass uns doch einfach kleine Verbesserungsschritte machen, die man zum Beispiel im eigenen Judotraining umsetzen kann.

Auch in meinem Judoverein wird das Gürtelprüfungsprogramm umgesetzt. Aber wir haben uns gesagt, Judo lernt nicht dadurch, dass man 10 Jahre lang alle Gürtelprüfungen durchläuft. Judo lernt man, wenn man sich auf die wesentlichen Techniken und persönlichen Fähigkeiten konzentriert und diese perfektioniert. Darum haben wir bei uns 2 Wege, wie man Judo lernt. Und wir praktizieren beide Wege gleichzeitig, den offiziellen und unseren inoffiziellen Weg. Beide Wege stehen auch nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich sehr gut. Das wäre so ein konkretes Beispiel für einen Verbesserungsschritt in die richtige Richtung.

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Immer wieder Prüfungen

Beitrag von nur_wazaari » 06.12.2018, 09:41

In meinen Augen hat das Prüfungsprogramm durchaus einigen Verbesserungsbedarf. Soweit ich weiß, wird dieses momentan überarbeitet. Allerdings weiß ich nicht, wie intensiv oder inhaltlich produktiv sich diese Überarbeitungen gestalten. Erhebt Einspruch, wenn ich falsch damit liege. Ich weiß auch nicht ganz genau, wer daran beteiligt ist (oder wäre). In jedem Fall würde ich es durchaus begrüßen, wenn eine etwaige Kommission auch Zuarbeiten mit allen Facetten des Sportbereichs zumindest prüfen würde. So könnten Argumente und Begründungen zusammengetragen werden, die vielleicht einer größeren Vielfalt an Ansprüchen gerecht werden.

Aber: Vielleicht hilft es, das Programm zwar kritisch zu reflektieren, aber nicht überzubewerten. Mir hilft es in der Trainingspraxis, dieses als das, was es ist, zu sehen - eine notwendige Umsetzung zur Standardisierung auf einem Niveau gem. des allgemeinen Bedürfnisses nach Fortschritt, die es immerhin erlaubt, nach festen und für alle geltenden Kriterien diesen zu dokumentieren und voranzukommen. Das einfach mal ganz unabhängig von allen philosophischen Überlegungen. Den Übenden dann klar zu machen, dass jenes Prüfungsprogramm nicht die letzte Möglichkeit ist, um Judo zu lernen und nur einen rudimentären Grundstock abdeckt - dafür sind Trainerinnen und Trainer m.M.n. selbst verantwortlich. Nach meinem Dafürhalten könnten z.B. aktuelle Wettkampftechniken oder höherwertige strategische Lösungen mit enthalten sein, da ich die Kenntnis dieser Elemente für alle Judoka als wichtig erachte. Niemand hindert mich aber, dies in meinem Training zu berücksichtigen.

Weshalb nun aber gibt es gefühlt "ohne Ende" bürokratischen und finanziellen Aufwand? Sind diese in Gänze oder teilweise sinnvoll? Da wären Ordnungen, Programme, Listen, Pässe, Marken, Lizenzen und viel mehr. Das kostet alles Geld. Dazu werden Wettkampffahrten oder auch andere judospezifische Freizeitaktivitäten immer teurer. Trainingsmittel und Equipment ebenso. Die Vereine sind ohne angemessene Sponsoren über Mitgliederbeiträge und sonstige Eigenleistungen selbst bei vorbildlicher Haushaltsführung nur schwer in der Lage, ohne öffentliche Gelder zu investieren und somit weitere Sprünge zu schaffen. Oftmals könnten zudem die Mitgliederzahlen höher sein, die Mitgliederstruktur sich zugunsten der Jugend verbessern und so weiter....Ganz kurz: ein egal wie ambitionierter Judoverein müsste charakteristischerweise wie ein kleines Unternehmen oder die Abteilung eines solchen geführt werden, nur eben nicht mit Augenmerk auf typische eher monetäre Unternehmensziele, sondern letztlich mit vorrangig gesellschaftlichen Zielen. Ist das ehrenamtlich selbst für mehrere kompetente Personen zu schaffen? Ich zumindest vernehme auch verstärkt den Wunsch nach hauptamtlichen Beschäftigen im Vereinsbereich.

Das Gleiche gilt eben auch für einen Verband. Dieser versucht sich sowohl abzusichern, als auch grundlegende Serviceleistungen zur Verfügung zu stellen. Diese werden in der Tat immer teurer, sind tlw. aber juristisch oder bloß politisch vorgeschrieben (Versicherungspflicht etc.). Zudem versucht er solidarisch, den ihn in vielerlei Hinsicht nach außen repräsentierenden Leistungsport unter immer höheren Druck (DOSB, Kosten, internationale Konkurrenz) am Laufen zu halten. Weshalb z.B. wechseln denn Sportlerinnen und Sportler die nationalen Verbände? Oft spielt schlicht Geld eine Rolle und die Verbände lassen sie weinenden Auges ziehen - es ist einfach nicht mehr drin. Ein Verband oder Verein kann eben im Gegensatz zu einem Unternehmen nur sehr viel schwerer (wenn überhaupt) finanzielle Kredite bekommen. Das ginge höchstens aus privaten Mitteln oder unter gewissen politischen Bedingungen. In Deutschland ist das sicherlich Thema, erscheint aber abwegig.

Nun fehlt noch das Argument der Basis, die einen Verband trägt. Dieses stimmt auch insoweit. Hierbei sehe ich eine Diskrepanz zwischen den Anforderungen im Hinblick auf das, was die lokal orientierten Vereine leisten sollen und dem, was ein nationaler Verband derzeit erbringen muss. Das bedeutet schlussendlich, der Verband muss seine Kapazitäten anzapfen - da er vergleichsweise wenige davon hat, legt er die Anforderungen auf die Vereine um. Diese aber sehen sich nicht in der Lage, die vielfältigen Aufgaben zu lösen. Sie können nicht mehr Bundeliga, Nachwuchsarbeit, behindertengerechte Angebote und Leistungssport im Allgemeinen unter einem Dach vereinen. Es stehen Entscheidungen bzgl. der Spezialisierung an. Diese fallen oft zugunsten der lokalen originären Aufgaben aus. Nachwuchsarbeit z.B. ist sozial im Ergebnis betrachtet, einfach wichtiger als Leistungssport.

Sinken die Mittel, bleibt nur eine Konzentration übrig. Dieses Problem teilen Vereine und Verband und ist wohl durchaus akut. Die Reaktionen der Vereinsvertreter sowie Sporttreibenden sind im Ergebnis also keine Überraschung. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die übergeordneten Verbände wie DJB und DOSB bis hin vielleicht zu einzelnen Landesverbänden hiermit adäquat umgehen. An dieser Stelle fällt mir aber auch ein sehr positives Beispiel ein: der Brandenburgische Landesverband. Hier bestimmten v.a. nach der Wende Rivalitäten das sportliche Bild, insbesondere auch mit dem "eingekesselten" LV Berlin. Nun arbeitet man weitestgehend LV-übergreifend sowie erfolgreich zusammen und versucht konstruktiv, mit der Situation umzugehen. Mit im Boot sind auch durchaus die Rivalen der Vergangenheit. Das soll nun nicht als über den grünen Klee gelobt verstanden werden. Aber wo ein "Ju" ist, da ist vielleicht auch ein "Do".

Nebenbei: Kann man den Titel des Threads ändern? Ich glaube, dass "tutor" als Person angesprochen wurde. Dabei gehe ich davon aus, dass es für persönliche Nachrichten hier ein Postfach gibt. Ich sehe kein Problem darin, Leute hier innerhalb eines Threads auch persönlich anzusprechen und Bezug auf ihre Aussagen zu nehmen. Aber letztlich geht es inhaltlich doch eher um allgemeine Fragen und nicht um "tutors" ganz persönliche Sichtweise.
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Wohin gehen wir?

Beitrag von HBt. » 06.12.2018, 10:06

Alternativer Titel:

Wie sieht das allgemeine Leben in zehn Jahren aus?


Wir wollen Sport treiben, speziell Judo.
Wir wollen

- ausbilden
- entwickeln !

Dazu benötigen wir passende Rahmenbedingungen,

- Auskommen / Unterhalt
- ein Dach über dem Kopf
- ganz viel Zeit !

- Mitstreiter / Mitglieder
- eine bestimmte Bandbreite / 6 bis 12 jährige / 12 bis 24 jährige / 24 bis 48 jährige / 48 bis 96 jährige Üblinge

- eine nicht zu unterschreitende Mindestgröße der verschiedenen Gruppen 20 TLN / 30 TLN / 16 TLN / 16 TLN !

Wie man es auch dreht und wendet:
tutor!, jupp, piti, hbt., fritz, ..., der DJB, ... sind nicht verantwortlich für das momentane Bild.

Wohin geht also die Reise?

:dontknow

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Noch ein Nachtrag ...

Beitrag von HBt. » 06.12.2018, 10:34

zur Thematik "Zeit und Zeit haben".

Uns weltfremden Diskutanten muss eine Angelegenheit klar sein:

- Menschen die einen wöchentlichen 40 Stunden Job bewältigen, zusätzlich pendeln ... etc. pp.
haben keine Zeit mehr für andere Dinge.

- Studenten der Naturwissenschaften, die pendeln ...
haben durchschnittlich noch mehr Stunden auf dem Buckel als zum Beispiel der fünfzigjährige Pendler (Arbeiten plus Pausenzeiten plus STAU, täglicher Stau; stundenlanges Sitzen, im Auto (der eigenen Giftgaskammer), am Arbeitsplatz, in der Bahn, im Bus ...)

Ein konkretes Beispiel:
Die 20 jährige Mathematikstudentin mit Stipendium,
beginnt ihren Tag morgens um 6 Uhr, er endet (auch am WE) erst zwischen 22:30 & 23:30h ... dann wird versucht zu schlafen, Zwischenräume werden mit Gewalt' mit Sport (hier ist es der Fußball) gefüllt, meistens klappt es nicht, d.h. NULL pro Woche. Gegessen wird abends zwischen 20:30 und 21:30, je nach Pendelrythmus und ob es an diesem Tag möglich war die Mensa zu besuchen. An drei von fünf Tagen ist der Besuch der Kantine / Mensa nicht möglich. Warum? Weil das Tagesprogramm keine Zeit für eine MAHLZEIT vorsieht.

SPORT / LEBEN
ist nicht möglich für ambitionierte Studenten/innen.

- Leben in der Stadt? Unmöglich.

Zurück zum fünzigjährigen Arbeitnehmer. Er könnte theoretisch am WE Sport treiben, denn nur die WE sind seine Lebensanker ... doch bleiben ihm abzgl. der vielen WE & Krankheitstage nur 69 Tage + 20 Tage ...
zum Leben übrig.
1/3 verliert man schon einmal pauschal, von den Wochenenden und von den dreißig Tagen Urlaub im Jahr. Zum Durchatmen bleiben leider nur noch 90 Tage pro Jahr übrig, in diesen kläglichen Rest muss unser Pendler alles
stopfen, auch die Hygiene ...

Wo wollen wir anfangen,

fragt HBt.

PS
Wollen wir uns alle gegenseitig weiterhin belügen - in einfach allen Bereichen des Daseins!?

HBt.
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Ach so ...

Beitrag von HBt. » 06.12.2018, 10:48

Ab der siebenten Schulklasse hat auch beinahe jeder Schüler keine Zeit mehr,
ein Abiturient schon einmal gar nicht. Es wird gepresst und gepresst (komprimiert), alles was geht, bei maximalem Stundenausfall ... doch lernen möchte man auch gerne etwas, also sind umfangreiche Hausarbeiten angesagt -

und so weiter !
(die Schulbuchverlage werben mit ihren APPs - u.a. ein weiterer Zeitkiller)

Wir haben keine Zeit (mehr) - auch nicht füreinander, jeder ist sich selbst der Nächste, die Straße ein Schlachtfeld.
Mit H4-Empfängern, noch lebendigen Rentnern, Flüchtlingen, Kriegsverbrecher & Notleidenden, kann niemand von uns einen florierenden Sportbetrieb aufrecht erhalten.

Vor diesem Hintegrund ist mir die angeführte Kyu-APO *, die Fortbildungen im Bereich der ÜL/TR ... etc.pp. scheißegal :angry4.

*Kritik

- mit dem derzeitigen Mietpreisniveau / durch das Gebaren, wird es bald auch noch zusätzlich(e) Obdachlosigkeit geben, in Bereichen / Klassen, an 'die noch nie ein Mensch zuvor' gedacht hätte.

@'nur_wazaari'
Ich stimme Dir zu. +1

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Ach so ... Teil 2

Beitrag von HBt. » 06.12.2018, 11:08

Mit dem von mir skizzierten WANDEL,
muss jeder Verband konstruktiv umgehen, also auch der DOSB & der DJB ... die Rahmenbedingungen werden sich nämlich noch verschärfen.

Was soll er tun? Er muss sich anpassen, gleichzeitig einer Unmenge an Interessen gerecht werden - selbst überleben.

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Zeit.

Beitrag von nur_wazaari » 06.12.2018, 11:24

Als selbst im Studium Befindlicher kann ich "Hbt" nur zustimmen. Da ich auch durchaus ungewöhnlich studiere und Ambitionen hege (damit meine ich nicht Noten oder ähnliches) sowie mir den ganzen Spaß selbst finanziere, gibt es in Bezug auf das restliche Leben einen limitierenden Faktor: die Zeit. Übrigens gilt das nicht nur für Studierende der Naturwissenschaften, ganz gewiss nicht. Und es stimmt, dass heute schon im frühesten Alter in diesen begrenzten Raum alle immer weiter steigenden Ansprüche hineinpassen müssen. Aber wer stellt eigentlich diese Ansprüche? Sind es nicht letztlich v.a. Ansprüche an sich selbst oder jene der Eltern an ihre Kinder, um nicht aus dem Karussell herauszufallen? Worin besteht denn der Zwang, sich seinem Schicksal zu fügen? Weshalb mutet man sich nicht den Versuch einer alternativen Lösung zu? Nein, es gibt keine pauschalen Antworten darauf.

Aktuell erscheint mir die aktuell konstruktivste Lösung, sich bei gleichzeitig nicht zurückgehaltener Kritik trotzdem zunächst mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Ein schlimmer Umstand ergibt sich leider aktuell daraus, dass die Privilegierten und besonders Anpassungswilligen aus ihrer Kritiklosigkeit Profit zu Lasten der Gemeinschaft schlagen können. Damit ist ein hier im Forum schon vielfach angesprochener Bezug zur Sportpolitik gegeben.

Ich kann aber eigentlich keine große Lüge darin erkennen. Denn die Situationen liegen klar vor Augen und werden durchaus zumindest von der Zivilbevölkerung weitestgehend erkannt. Diese verhält sich nur passiv bis unvorhersehbar aktivistisch. Natürlich stellt sich hier die Frage, was sie denn sonst unternehmen soll. Wie soll man seinen steigenden individuellen Ansprüchen gerecht werden und gleichzeitig für das Kollektiv arbeiten? Es mag sein, dass Verblendung das Leben vieler Menschen bestimmt; d.h. sie machen sich aktiv ihren Trott nicht bewusst. Sie wissen aber sehr wohl, dass es Probleme gibt.

Das alles sind sehr, sehr komplizierte und weitreichende Fragen. Ich wünsche nur allen Menschen, dass sie keine Angst vor dem Leben und vernünftigen Schritten haben müssen und in der Lage seien, trotz der Belastungen Kritik zu üben und für die Gesellschaft trotz zunehmender Individualisierung wirken zu können.

Nachtrag: Deshalb schaffe ich z.B. oft nicht, hier öfter meinen Senf einzubringen. Ich überlege gerne und lange, was ich schreibe.
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Re: Tutor und Judo

Beitrag von piti » 12.12.2018, 00:45

Hallo an alle,
zuerst mal danke für alle Beiträge, bin erstaunt und beeindruckt. Ich werde in den nächsten Tagen dazu Stellung nehmen.

An @tutor
Lieber tutor, dein Nickname ist schon Programm und Verpflichtung.
Laut Wiki :
Ein Tutor (von lateinisch tutor ‚Vormund‘, ‚Beschützer‘) ist im akademischen Bereich eine Person, die an Universitäten oder Hochschulen mit der Unterrichtung und Leitung anderer beauftragt ist. ***Grins***

Lieber Tutor, in diesem Forum habe ich dich weniger als Moderator (ich erspare mir Wiki) sondern als Dozent wahrgenommen. Als Dozent mit sehr guten Judowissen, exzellenten nationalen und internationalen Verbindungen und Kenntnissen des Judosports.
Vom DJB gibt es keine Infos. Ich habe auch als einfacher Judoka keine Berechtigung, vom DJB Infos zu erfahren.
Also frage ich dich in der Hoffnung, du gibst ein wenig von deinem Wissen weiter.

Mir ist bewußt, dass deine Zeit für solche Sachen begrenzt ist, aber vielleicht .....................kann man eventuell mal einen wirklich konstruktiven Dialog über den Weg des deutschen Judo anfangen.

Was mir noch auf der Seele liegt ....
Laßt doch mal endlich die Jungen ran!!!!
Die Macht der alten weißen Männer in den Hinterzimmern sollte vorbei sein.

Gruß, Piti
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Re: Tutor und Judo

Beitrag von tutor! » 12.12.2018, 07:38

Wikipedia ist gut ;-) Aber Du zitierst die lateinische Übersetzung. Ich verstehe mich eher in einer etwas anderen Rolle, die BTW auch auf Wikipedia zufinden ist:

Darüber hinaus gibt es Tutoren auch an Schulen und im Bereich des E-Learnings (Tele-Tutoren). Ein Tutor ist nicht immer mit Lernbegleitung oder Unterricht betraut. Er kann auch in anderer Hinsicht Betreuer, Ansprechpartner oder eine Vertrauensperson sein.

Aber zur Sache selbst:

Der DJB hat auf seiner MV im November diesen Jahres nach meinen Kenntnissen beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die sich alle Fragen der Ausbildungsordnung, Prüfungsordnung, Nachwuchskonzeption usw, anschaut, um Vorschläge für eine bessere Abstimmung und Fortschreibung zu machen. Ich kenne den genauen Wortlauf des Beschlusses nicht, nur die Absicht. Die Personen sind auch noch nicht berufen.

Bei der weiteren Entwicklung muss man sicherlich eine inhaltliche und eine organisatorische-verbandsstrukturelle Komponente unterscheiden. Letztere ist auf jeden Fall LV-spezifisch zu sehen. Es gibt große LVe wie NRW mit gemischt städtischen und ländlichen Strukturen, sowie Verbände die auf großer Fläche Mitgliederzahlen wie eine Großstadt in NRW haben. Solche Fragen sind ja bei Organisationsstrukturen zu berücksichtigen.

Am meisten Sorge macht mir der Rückgang der durchschnittlichen Mitgliederzahl der Vereine, die mittlerweile bei deutlich unter 100 liegt. Wenn die Größe von Trainingsgruppen unter einen kritischen Wert gerät, wird es immer schwieriger passende Partner - auch für Partnerwechsel - zu bekommen. Dann beschleunigt sich die Erosion der Gruppenstärke. Das passiert insbesondere im Fortgeschrittenenbereich schneller, als neue Fortgeschrittene nachrücken können. Von diesem Phänomen dürfte eine deutliche Mehrheit der Vereine in Deutschland betroffen sein. Eine Patentlösung dafür habe ich nicht - und ich denke, auch der DJB oder die LVe haben hier noch keine ausgereiften Konzepte zur Stärkung speziell der Masse der kleinen Vereine.

Eine inhaltliche Frage, die aus meiner Sicht auch vor diesem Hintergrund angegangen werden muss, ist die Entwicklung von Ideen, wie denn eine Judoausbildung nach einer Prüfung zum 1. oder 2. Dan aussehen soll. Womit konkret sollen sich denn die Dan-Träger in ihrer eigenen Judo-Praxis beschäftigen, worin kann und soll ihr Zugewinn an Wissen und Können bestehen? Es ist schon irgendwie in der DAN-PO angelegt und es sind keine revolutionären neuen Ideen zu erwarten. Aber wenn wir von Judo als Livetime-Aktivität sprechen, muss uns klar sein, dass zwei Drittel der Judozeit NACH der Zeit als Wettkämpfer liegt und diese Zeit gefüllt werden will/soll. Eine der wichtigsten Zielgruppen für die zukünftige Arbeit sollten daher die Danträger sein, die nicht mehr an Wettkämpfen teilnehmen. Diese bilden letztlich das Rückgrat der Vereine - auch als Multiplikatoren für die Jüngeren.

Wir müssen also den - sagen wir mal - 30jährigen Danträgern mit 1. oder 2. Dan Perspektiven zu ihrer eigenen sportlichen Entwicklung und eigenen sportlichen Praxis geben. Und für diese Gruppe brauchen wir Angebote mit einer einem mehr an judotechnischer Qualität, damit sich diese Personen auch weiterentwickeln können.
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Re: Tutor und Judo

Beitrag von piti » 14.12.2018, 00:00

Hallo Tutor
Zuerst einmal danke, das du dir die Zeit genommen hast, mir zu antworten.

Einigen wir uns als Definition von Tutor laut Wiki :
Tutor ist ein Betreuer, Ansprechpartner oder eine Vertrauensperson.
Einverstanden?

Deine Sorge über den Rückgang der Mitgliederzahlen in Judovereine teile ich.
In meiner Stadt habe ich den Niedergang mehrere Judovereine erlebt. Topvereine vor Jahren.
Einige Vereine halten sich krampfhaft noch über Wasser.
Gleichzeitig sehe ich, wie kommerzielle Kampfsportanbieter sich vor Mitglieder gar nicht retten können.

Manche Judovereine mit qualifizierten Trainern (Trainer C oder B) verzweifeln.
Was stimmt nicht mehr? Weder der LV noch der DJB wird....kann...oder möchte solchen Vereinen helfen. Mittelfristig verlieren aber die Verbände ihre Basis. Nicht gut.

Zur Sache.

Ich zitiere mal: (sportrecht.org)
Sportverbände sind in der Regel eingetragene Vereine. Diese Rechtsgrundlage ist in vielen soziologischen Analysen Ausgangspunkt für eine ganze Reihe äußerst positiver Interpretationsmuster. Sportverbände sind Orte, in denen demokratisches Handeln eingeübt werden kann und sollte.
Sportverbände sollten das Gemeinwohl im Blick haben. Aber…………...
Sportverbände verändern sich ganz offensichtlich so gut wie gar nicht. Ihre Gremien zeichnen sich durch redundante Wiederholungsprozesse aus. Das, was zuletzt beschlossen wurde, ist sehr schnell wieder vergessen und bedarf immer wieder einer Erneuerung.
Sportverbände sind überwiegend illusionär in Bezug auf ihre Möglichkeiten. „Wir sollten“, „wir müssten“ sind die gängigen Floskeln, die jedoch nur ganz selten zu tatsächlichen Veränderungen führen. „Talk“ ist ständig angesagt, „Action“ ist hingegen selten.

Die Gefahr der Selbstbespiegelung der Verbandsgremien ist heute unübersehbar. Den Belangen der Sportentwicklung in unserer Gesellschaft wird man mit diesen Organisationsmustern nur sehr unzureichend entsprechen können. Eine grundlegende Reform der Verbandsarbeit ist zwingend notwendig geworden. Die Fähigkeit zur Selbstkritik wäre hierbei eine hilfreiche Stütze. Innovative und kreative Vorschläge wären dabei erwünscht und eine Risikobereitschaft zur Modellierung neuer Organisationsmuster wäre mehr als wünschenswert.

Der deutsche Sport ist verbandsmäßig organisiert. Die Sportverbände sind eingetragene Vereine.
Grundsätzlich ist jeder Sportverband demokratisch organisiert, d.h. die Mitglieder, das sind (untere) Sportverbände, Sportvereine oder ausnahmsweise auch Sportler, sind das oberste Willensbildungsorgan (Mitgliederversammlung). Wegen des hierarchischen Aufbaus des Sportverbandswesens ("Verbandskette") haben die eigentlich Interessierten und Betroffenen, die Sportler, praktisch aber nur eine äußerst eingeschränkte Möglichkeit der Mitbestimmung bei der Entscheidungsfindung im Verband.

Hinzu kommt, daß Sportverbände wegen des Ein-Verbandsprinzips eine Monopolstellung in der betreffenden Sportart haben, so daß die Sportler keine Möglichkeit der Interessenwahrung durch Wechsel des Verbandes haben.

Es besteht daher die Gefahr, daß das Regelwerk, das von den Spitzenverbänden erlassen wird, und dessen Durchsetzung nicht den Interessen der ausübenden Sportler entspricht. Die sich daraus ergebende Forderung nach Schutz der Sportler gegenüber den Sportverbänden ist eines der Kernprobleme des Sportrechts.

Was macht der DJB? Nur das interessiert mich momentan.
Vielleicht wäre Transparenz mal ein Anfang.

Tutor ich weiß , dieses ist ein komplexes Thema ….
aber je komplexer ein Thema ist, je mehr interessiert mich der Hintergrund

Gruß, Piti
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Re: Tutor und Judo

Beitrag von piti » 14.12.2018, 00:50

Hallo JudoSakura,

Du schreibst:
Ich finde es immer super, wenn sich jemand Gedanken macht, wie es besser sein könnte.
Was sind deine Verbesserungsvorschläge für die von dir erwähnten Judobücher, Gürtelprüfungen und Judotrainings für Ältere?
Also lass uns doch einfach kleine Verbesserungsschritte machen, die man zum Beispiel im eigenen Judotraining umsetzen kann.
Ich habe nicht geschrieben, wie man es besser machen könnte.
Für so etwas haben wir in den Verbänden bezahlte Leute. Die müssen ihren Job machen. Die sind Dienstleister.

Du schreibst, das du mit dem inoffiziellen Weg Erfolg hast. Warum bist du noch im Verband?
Ich würde immer den erfolgreicheren Weg für einen Verein gehen.

Gruß, Piti
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Re: Immer wieder Prüfungen

Beitrag von piti » 14.12.2018, 01:21

Hallo wazaari
du hast geschrieben:
In meinen Augen hat das Prüfungsprogramm durchaus einigen Verbesserungsbedarf. Soweit ich weiß, wird dieses momentan überarbeitet.
So.. so, in deinen Augen ist das Prüfungsprogramm also verbesserungsbedürftigt. Erkläre mal, die DJB-Leute lesen mit. Erkläre mal, woher weißt du von einer Überarbeitung der Prüfungsordnung? belegbare Quellen? Fake? Insiderwissen? Bildzeitung?
Nun fehlt noch das Argument der Basis, die einen Verband trägt. Dieses stimmt auch insoweit. Hierbei sehe ich eine Diskrepanz zwischen den Anforderungen im Hinblick auf das, was die lokal orientierten Vereine leisten sollen und dem, was ein nationaler Verband derzeit erbringen muss. Das bedeutet schlussendlich, der Verband muss seine Kapazitäten anzapfen - da er vergleichsweise wenige davon hat, legt er die Anforderungen auf die Vereine um. Diese aber sehen sich nicht in der Lage, die vielfältigen Aufgaben zu lösen. Sie können nicht mehr Bundeliga, Nachwuchsarbeit, behindertengerechte Angebote und Leistungssport im Allgemeinen unter einem Dach vereinen. Es stehen Entscheidungen bzgl. der Spezialisierung an. Diese fallen oft zugunsten der lokalen originären Aufgaben aus. Nachwuchsarbeit z.B. ist sozial im Ergebnis betrachtet, einfach wichtiger als Leistungssport.
Genau das sind die Argumente eines Funktionärs
Vereine sollen leisten...............damit Verbände weiter existieren können.

gruß, Piti
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Re: Tutor und Judo

Beitrag von JudoSakura » 14.12.2018, 02:57

Piti fragte mich, warum ich eigentlich noch in meinem Landesverband bin?

Es gibt eine Antwort: Mein Landesverband hat sehr viel dafür getan, dass ich im Judo vorangekommen bin. Darum bin ich weiterhin im Landesverband und nun tue ich viel dafür, dass der Verband ebenfalls gut voran kommt. Das Leben besteht aus Geben und Nehmen und darum ist es für mich eine logische Konsequenz, dass ich auch gebe, nachdem ich vorher viel genommen habe.

Den Landesverband nur als eine Art Dienstleister zu verstehen, mit diesem Gedanken tue ich mir sehr schwer. Aber das ist nur meine eigene persönliche, altmodische und unmoderne Sichtweise, die niemand haben muss. Aber meine Lebensgeschichte ist einfach nur meine Lebensgeschichte, die auch niemand haben muss. Ich denke, dass meine genannte Sichtweise nicht typisch und nicht üblich ist, sie ist einfach nur sehr individuell, weil mein individuelles Verhältnis zum Landesverband sehr persönlich ist.

Trotz all dem finde ich Pitis Beitrag sehr, sehr wichtig, weil dadurch sehr verschiedene Sichtweise deutlich werden, die existieren und das Verhältnis zwischen Judoka, Verein und Landesverband konkret bestimmten. Darüber muss man reden, wenn man dieses Verhältnis zum Wohle aller Beteiligten verbessern will. Sehr gut Piti, dass du deine Gedanken mitteilst !

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Re: Tutor und Judo

Beitrag von tutor! » 14.12.2018, 08:11

JudoSakura hat geschrieben:
14.12.2018, 02:57
Es gibt eine Antwort: Mein Landesverband hat sehr viel dafür getan, dass ich im Judo vorangekommen bin. Darum bin ich weiterhin im Landesverband und nun tue ich viel dafür, dass der Verband ebenfalls gut voran kommt. Das Leben besteht aus Geben und Nehmen und darum ist es für mich eine logische Konsequenz, dass ich auch gebe, nachdem ich vorher viel genommen habe.
Ein sehr wichtiger Gedanke! Ich habe schon den ein oder anderen auf die Verbände (nicht nur in Deutschland) schimpfen hören - auch mit dem Gedanken, dass „man“ ja nichts von den Verbänden habe....

Ich habe aber in meinem Leben noch nicht einen einzigen Judoka von respektablem Format getroffen, der dies nicht im Rahmen der organisierten Verbandsarbeit geworden wäre - national wie international.
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Im Judo wird auch gerudert

Beitrag von nur_wazaari » 14.12.2018, 10:37

So.. so, in deinen Augen ist das Prüfungsprogramm also verbesserungsbedürftigt. Erkläre mal, die DJB-Leute lesen mit. Erkläre mal, woher weißt du von einer Überarbeitung der Prüfungsordnung? belegbare Quellen? Fake? Insiderwissen? Bildzeitung?
Ich habe dies während einer Prüfungssituation vom für diese Prüfung zuständigen Referenten/Beauftragten zugegebenermaßen in einem Nebensatz als eben nebensächliche und nicht in Stein gemeißelte Information aufgenommen. Entschuldigt bitte alle, dass ich dies nicht weiter verifizieren kann - ich hätte mir den Satz auch sparen können. Den Unmut über mangelnde Transparenz kann ich im Übrigen sehr gut verstehen und teile diesen, was ich auch schon öfter zum Ausdruck gebracht habe.

Hingegen: "Die DJB-Leute", wer soll das sein? Alle? Einige? Die oft kritisierten Was-zu-sagen-Haber? Klar, von manchen ist bekannt, dass diese mitlesen. Das Forum bietet das Recht und die Möglichkeit auf zumindest relative Anonymität. Ich möchte beides respektiert und genutzt wissen. Dennoch halte auch ich es natürlich für wichtig, dass man zu seinen Aussagen steht. Was ich damit sagen will: Mir ist es letztlich ganz gleich, wer hier mitliest. Die Konzentration liegt auf dem schriftlichen Inhalt, nicht von wem was kommt oder wer was nimmt. Mag ja sein, dass der politische und tlw. polemische Subtext in einigen Beiträgen dem ein oder anderen notwendig erscheint. Meine Sache ist dies jedenfalls nicht, da ich davon ausgehe nur mit klarem Blick sehen zu können, soweit es mir nach aktuellem Wissensstand eben möglich ist.

Das zweite Zitat ist nicht das Argument eines Funktionärs, es ist einfach ein Argument welches auf Tatsachen beruht. Abgesehen davon kann ich nicht erkennen, wie daraus hervorgeht dass Vereine im normativen Sinne leisten sollen. Es geht positiv lediglich daraus hervor, dass sie tatsächlich leisten. Das Wort müssen ist demnach ebenso im positivistischen Kontext und nicht normativ zu lesen.

Die konkrete Verbesserungswürdigkeit des Prüfungsprogramms wird schon an anderen Stelle (in anderen Threads) thematisiert und ich würde es vorziehen, mich bei Gelegenheit dort einzubringen.

Den Ausführungen von "JudoSakura" und "tutor!" kann ich mich ansonsten nur anschließen. Die Anerkennung gegenseitiger Ansprüche von Vereinen und Landesverband funktioniert leider in manchen Landesverbänden nicht besonders gut, in manchen dafür umso besser. Auf nationaler Ebene von mir aus zwischen Landesverbänden und dem DJB scheint das ebenso zu sein. Wichtig ist wohl, dass man aufeinander zugeht, zuhört und sich demokratisch engagiert.

Am Rande: Falls irgendjemand vermutet, dass ich ein Funktionär/eine Funktionärin o.ä. bin: Ich dementiere.
Editierungen an eigenen Beiträgen meinerseits geschehen nur um die Rechtschreibung zu verbessern oder dann gekennzeichnete "Nachträge" einzufügen.

HBt.
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Re: Tutor und Judo

Beitrag von HBt. » 14.12.2018, 10:40

Ich habe aber in meinem Leben noch nicht einen einzigen Judoka von respektablem Format getroffen, der dies nicht im Rahmen der organisierten Verbandsarbeit geworden wäre - national wie international.
Das ist (aber) ein etwas anderer Schuh.

@Piti,
dankeschön - klasse Beitrag.

Gruß,
HBt.

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Die (normalen) Vereine

Beitrag von HBt. » 14.12.2018, 11:01

Sie können nicht mehr Bundeliga, Nachwuchsarbeit, behindertengerechte Angebote und Leistungssport im Allgemeinen unter einem Dach vereinen. Es stehen Entscheidungen bzgl. der Spezialisierung an. Diese fallen oft zugunsten der lokalen originären Aufgaben aus. Nachwuchsarbeit z.B. ist sozial im Ergebnis betrachtet, einfach wichtiger als Leistungssport.
Damit ist auch ihre Aufgabe / Funktion definiert.

In der naheliegenden Zukunft müssen Sportvereine noch integrativer & kompetenter sein, als bisher schon.
Nicht die Vereine,
denn der Verein leistet die eigentliche Arbeit nicht, sondern "die Übungsleiter und die Gruppe" - wir müssen nämlich Menschen mit Demenz & Alzheimer - Erkrankungen (Ausprägungen) INTEGRIEREN.

Ist dieses allen klar, Euch bewusst?

Ich würde diese Aufgabe sehr gerne übernehmen -> ein professioneller Vollzeitjob, ein BERUF.

HBt.

Wann schaffen wir endlich die notwendigen Rahmenbedingungen? Nie, auch dieser Umstand ist klar - auf jeden Fall nicht in den nächsten Jahrzehnten.

HBt.
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Ausklammern

Beitrag von HBt. » 14.12.2018, 11:25

Ihr klammert nur allzu gerne den MENSCHEN aus, in Euren Ideen, Visionen == Illusionen.

Geht auf die Straße, verdammt. Lebt im Dreck.
Welche Bedürfnisse hat ein Mensch, wann sind wir gesund (& munter)? An welche Adresse muss man sich wenden, was muss man tun?

Irgendwie kann man schon sagen, es lebe die optimierte Knechtschaft /Leibeigenschaft hat wieder Hochkonjunktur -> alles andere sind Nebenschauplätze, ablenkende Baustellen.

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Wohin geht Judo? - oder eine ähnlich bescheuert formulierte Frage, als Überschrift eines offensichtlichen Tatbestandes ...
SUBDUKTION, fertig und aus.

Pitis Frage: benötigt ein gemeiner, wachsender, lokaler Judoclub den Verband (namentlich DJB)? Eindeutige Antwort: nein er benötigt diese Struktur nicht?

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